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RH: Agrar-Subventionen weit höher als erlaubt

03.08.2012 | 14:24 |   (DiePresse.com)

Der Rechnungshof übt harte Kritik am Landwirtschaftsministerium. Die Mittel hätten sich vervierfacht - "ohne Rechtsgrundlage". 72 Prozent aller österreichischen EU-Rückflüsse seien dem Agrarbereich zuzuordnen.

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Die Förderungen für innovative Entwicklungen im ländlichen Raum (Projekt "Leader" im Rahmen der Agrarförderungen) sind gegenüber der Vorperiode um das vierfache gestiegen und liegen damit weit über den Vorgaben der EU. "Eine Rechtsgrundlage für diesen freiwilligen nationalen Mehrbeitrag bestand nicht", schreibt der Rechnungshof in seinem am Freitag erschienen Bericht zu "Leader".

Insgesamt wurden für "Leader" von 2007 bis 2012 vier Milliarden Euro ausgegeben - und damit um 741 Millionen Euro mehr als von der EU für die vollständige Ausschöpfung der EU-Mittel gefordert", heißt es in dem Bericht an die Adresse von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP). Zusätzlich gab es für Leader mindestens 100 Millionen  Euro aus den Gemeindebudgets.

"Keine Rechtsgrundlage"

Für diese österreichische Über-Subventionierung lag "weder ein Ministerratsvortrag noch eine Rechtsgrundlage vor", heißt es von den Kontrolloren. Und positive Effekte auf den Arbeitsmarkt gab es auch nicht. "Im Vergleich zur Vorperiode wurde mit dem vierfachen Mitteleinsatz nicht einmal eine Verdoppelung der neuen Arbeitsplätze angestrebt", steht in dem Bericht. Und obwohl es bei "Leader" um innovative Projekte geht, sei bei der Auftragsvergabe nur "ein geringes Ausmaß an innovativen Leader-Projekten" ins Auge gefasst worden.

Auch habe es zahlreiche "In-sich-Geschäfte" gegeben, sprich Auftragnehmer und Auftraggeber waren ident. Hart ins Gericht geht der Rechnungshof auch mit der Agrarmarkt Austria (AMA): "Die AMA zeigte wenig Problembewusstsein und führte auch nach Hinweisen des Rechnungshofes keine eigenen Erhebungen zur Abklärung potenzieller Unvereinbarkeiten und Interessenskonflikte durch."

"Gravierende Schwächen"

Umso großzügiger der Umgang mit Steuergeld war, umso schlechter war die Kontrolle. Das System zur inhaltlichen Bewertung wies laut Rechnungshof "gravierende Schwächen" auf. Bei der Auswahl der Projekte sei die Selektion nach Qualität und Prioritäten nicht gewährleistet gewesen. Das Landwirtschaftsministerium sei seiner Sorgfaltspflicht bei der Datenerfassung "nicht ausreichend" nachgekommen. Besonders großzügig waren wiederum die Kärntner Beamten. "Ein von Kärnten gefördertes grenzüberschreitendes Kooperationsprojekt wies ein Finanzierungsverhältnis von 40:1 (Kärnten : Slowenien) auf."

Grundsätzlich heißt es zu den Agrarsubventionen: "In Österreich machten die für den gesamten Agrarbereich verausgabten EU-Mittel in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2009 rund 72 Prozent aller österreichischen EU-Rückflüsse aus."

Das Landwirtschaftsministerium hat die Kritik des Rechnungshofes zurückgewiesen. Die nationale Regelung sei "umfassend rechtlich legitimiert" wurde betont. Die Kritik der Prüfer des Rechungshofs gehe auch deshalb ins Leere, weil die Prüfung zu einem Zeitpunkt erfolgt sei, als das Programm gerade angelaufen sei, wird vom Landwirtschaftsministerium betont.

"Stopp des gigantischen Füllhorns"

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter forderte noch am Freitag "einen Stopp des gigantischen Füllhorns von Agrarförderungen" und eine tiefgreifende Reform der Subventionen. Die Frage der Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit müsse mit Nachdruck gestellt werden.

(APA)

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40 Kommentare
 
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Im Burgeland werden sogar Maturatreffen gefördert!


Gast: Antschi_Tante
03.08.2012 20:27
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Ist ja genügend Geld (der anderen) da...

Macht ja nichts!
Man nimmt es von den Behinderten, den I-Pensionen, den Pensionisten, lässt diese länger bis zur Pension arbeiten für immer weniger Bezug und spart beim Pflegegeld ein.
Sind ja genug zum schröpfen da.
Alles kein Problem!
Die ÖVP lässt sich ihre Bauern sicher nicht "schlecht" reden...
Ob Rot, ob Schwarz, ein Bund Hadern...

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Na klar,

die größten "Bauern" Österreichs sind Raiffeisen und Red Bull.....

Gast: bpn 2020
03.08.2012 17:09
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Das System ÖVP

bringt Österreich noch um.

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SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter forderte noch am Freitag "einen Stopp des gigantischen Füllhorns von Agrarförderungen" und eine tiefgreifende Reform der Subventionen

und warum durchforstet der (angeblich schlaue) Kräuter nicht endlich den gesamten Jungel an Förderungen in Wien, welche ja mindestens ebensoviel wenn nicht weit mehr kosten ????

"Die Frage der Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit müsse mit Nachdruck gestellt werden."

beantworten und lösen Sie das selbst einmal selbst, statt ewig von sich selbst ablenken zu versuchen !!

Gast: KMU 1216354651
03.08.2012 17:08
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Die ÖVP

kann mit Geld nicht umgehen. Das hat sie unter Schüssel bewiesen. Das hat sie in der Volksbank AG und in der Kommunalkredit bewiesen. Das hat sie in Kärnten bewiesen. Und sie beweist es ständig bei den Bauernsubventionen.

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Re: Die ÖVP

aha und die spoe betreibt die bessere wirtschaftpolitik (konsum. ehem. verstaatlichte, oebb, etc).
allerdings die fpoe und die gruenen chaoten soll man schon gar nicht an die fleischtoepfe lassen.
es gibt keine einzige partei, die nicht die eigene klientel mit steuergeld ueberschuettet.
verantwortungsvolle gesunde wirtschaftspolitik ist auf absehbare zeit nicht zu erwarten.

Gast: Einerderweißwasbauernleisten
03.08.2012 17:06
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Irrtum

Es wird immer so getan als wären das wieder Bauernsubventionen, die Leader Projekte sind meines Wissens Entwicklungsprojekte für den ländlichen Raum, und haben nur in diesem Zusammenhang mit Bauern zu tun.

Gast: Lein Erer
03.08.2012 16:49
3 0

Kassieren,kassieren, kassiern, dann jammern,jammern,jammern.

Und auf gar keinen Fall Steuern zahlen!

Der Arbeitsalltag der österr. Bauern!

Antworten Gast: ein Kleinbauer
03.08.2012 17:08
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Re: Kassieren,kassieren, kassiern, dann jammern,jammern,jammern.

die meisten Kleinbauern haben nichts davon. Sie werden mit Kontrollen und Bürokratie überhäuft und kommen sich vor wie Bettler. Das große Geld geht an einige wenige Großbetriebe und an die landwirtschaftliche Industrie. Dafür gibt es dann billigen Orangensaft...

Antworten Antworten Gast: nfy
03.08.2012 17:41
0 1

Die Kleinbauern brauchen

wir sowieso nicht. Da kann man ungehend jede Zahlung einsparen.

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Der Rechnungshof übt harte Kritik am Landwirtschaftsministerium. Die Mittel hätten sich vervierfacht - "ohne Rechtsgrundlage". 72 Prozent aller österreichischen EU-Rückflüsse seien dem Agrarbereich zuzuordnen.

längst bekannt, bekommen besonders grosse Konzerne das meiste Geld der Steuerzahler, statt die kleinen förderungswürdigen NGO, Bauern, ,.... zu unterstützen !

Wie auch kleine Fischer im Eu-Raum zugunsten der geförderten Konzerne zugrunde gerichtet werden, werden in allen Ländern weiterhin ebenso kleine Firmen ebenso vernichtet obwohl die letzteren ja erst die Wirtschaft am Leben erhalten sollen und müssen ohne gefragt zu werden ?!

Warum bekommt ein Konzern wie Unilever (und bekannt andere) nicht nur imense Förderungen, sondern dürfen sogar weitgehend steuerfrei (Gruppenbesteuerung) agieren um ihre unzählige Manager fürstlich bezahlen zu dürfen, während das einfache Volk immer mehr bei sich selbst einsparen muss ???


Gast: Wirtschaftler
03.08.2012 16:32
4 0

Leader-Projekte sind der Neppschmäh der Agrarklasse

Ich konnte einige Leaderprojekte von Anfang an mitverfolgen: Immer wieder der gleiche Schmäh-
Zuerst Ausschreibung von Projektpersonal, dann-oh wie sonderbar- Zuweisung der Posten an Bäuerinnen(Bürgermeister)töchter oder Söhne, 12-Stunden-Woche bei vollem Gehalt von 40 Stunden, kaum Aktivitäten, großsprecherische Veranstaltungen ohne Ergebnis, Projekte bis in den St.Nimmerleinstag verschoben, immer wieder Beanspruchung um neue Mittel, liebe Spazierfahrten der Projektbetreuer und und....
Rausgekommen ist fast gar nichts, die meisten Projekte sind im Sand verlaufen. Profitiert haben nur die Angestellten(Partei- und Bauernbund zugehörig) mit besten Verdienst und wenig Arbeit....
Zusätzlich sind immer wieder Regionalpolitiker am Ruder, die großspurig die Förderungen verteilen....
4 Milliarden Euro ohne entsprechendem Ergebnis zeigt von großer Qualität....!
Abdrehen !

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Diebstahl, der als "Förderung" bezeichnet wird


Es müssen nur ein paar Gleichgesinnte, mit guten Kontakten zur Politk oder aus der selben ein schönes Motto kreieren und schon dürfen sie in die Steuerzahlerkasse greifen.

Die Entscheider für die Förderzusagen sind entweder Teil der Gruppe oder werden bestochen.

Gast: Politikverdrossen
03.08.2012 16:15
2 0

Unglaublich..

.. dass es ja schon wieder nur wahr sein kann!
Wo leben diese Politiker eigentlich? Ist denen noch immer nicht klar dass sie mit ihrer korrupten Günstlingspolitik unser Land und auch die EU gegen die Wand fahren und unsere Kinder es mal extrem schwer haben werden die Fehler dieser inkompetenten Typen bezahlen zu müssen. Gibt es denn wirklich nur mehr inkompetente Idioten in der Politik? Gibt es da keine Kontrollen, kein festgelgten Budgets keinen gesunden Hausverstand? Und dann stehen sie wieder aufgeblasen da, natürlich wird immer alles als Substanzlos zurückgewiesen wie eine vorgefertigte sms?!!! In jedem normalen Job wären diese Leute sofort entlassen und verklagt geworden. Und unsere unfähige Finanzministerin stellt sich dann hin und spricht von grossen Fortschritten in der Budgetpolitik. Aber nicht vom immer grösseren Budgetdefizit.
Klar, der RH zieht sich das aus den Fingern weil es ihr Job ist den 100% korrekten Politikern was unterzuschieben.
Bin schon gespannt wann es uns allen wie Griechenland geht. Politiker sind ganz offensichtlich nur fähig unsere Steuergelder aus dem Fenster zu schmeissen. Wahrscheinlich kommt der Scheck gleich mit einem Zahlschein an die Partei.
Gehts eigentlich noch???!!!

Gast: 1. Parteiloser
03.08.2012 15:54
1 0

Einfach nur Einsperren!

Alle Beteiligten gehören sofort eingesperrt, sehr lange eingesperrt.

Natürlich haben die Steuerzahler auch das Recht auf Regress. Die Empfänger haben die Gelder zurückzuzahlen, die Verantwortlichen sind vollständig zu enteignen bis die Steuerzahler keine Schaden mehr haben.

Alle anderen Vorgangsweisen erscheinen nicht zulässig zu sein. Die Todesstrafe ist nicht angebracht und auch Menschenrechtswidrig, geringere Strafen erscheinen nicht angebracht.

Ist da irgendwo ein Antikorruptionsstaatsanwalt?

Gast: Jockele
03.08.2012 15:11
4 0

Ein Bauer als Minister und Geldverteiler!

Der Bock als Gärtner!

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geh seppi sog dem peppi i brauch 100mille mei resi hot geburtstag und die maria will a neiches auto hobn! sog dem michi der kriagt seine sau und den guatn wein a!...


Gast: Ernst Strasser Ex-Bundesminister für Inneres in den Bundesregierungen Schüssel
03.08.2012 15:06
1 1

Die Mittel hätten sich vervierfacht - "ohne Rechtsgrundlage".

In Zeiten wo die Glaubwürdigkeit in die österreichische Politik und in ihren Förderdschungel so oft und nachhaltig erschüttert wurde,
bedarf es wieder der aufrechten ÖVP, welche sauber und besonnen, in gewohnter Kompetenz, die Geschicke unserer moralisch verkommenen Republik in seichteres Gewässer lenken wird.


Gast: 1. Parteiloser
03.08.2012 15:04
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Staatliche Auszahlungen ohne gesetzliche Grundlagen können doch nur ein Betrug sein!

Es scheint aber so zu sein, dass ein Betrug von der Regierung an den Österreichern keine rechtliche Verfolgung hat.

Vielleicht deshalb, weil die Regierung mit einer Gesetzgebung von Lobbyisten (=Interessensvertreter) für Lobbyisten macht, immer schon gemacht hat?

Kann es sein, dass sich die grausige Typen bei der Gesetzgebung selber ein Recht geschaffen haben, welche diese grausigen Vorgänge außerhalb der Rechtsverfolgung gestellt hat?

Kann es sein, dass das geltende Recht ein Recht gegen Österreich und die Österreicher geworden ist, aber ein Recht für die Interessensvertreter (=Lobbyisten)?

Wenn diese Verteilung von 100erte Millionen Euro, gleich ohne Rechtsgrundlage, von der Justiz nicht als Betrug geahndet wird, dann müssen die Österreicher wohl selber das Recht in die Hand nehmen und für Ordnung in Österreich sorgen. Volkstribunale, bei allen damit verbundenen Nachteilen, können nur viel besser funktionieren als diese pragmatisierten Justizinger.

Also, Berlakovic samt den beteiligten Freunderl in den Hefn. Begleitet dann vom korrupten Inseratenkanzler, vom korrupten Scheuch, vom korrupten Strasser, vom korrupten ÖBB Pöchhacker und den 1000enden grausigen Typen, welche Volksvermögen entwendet oder verwirtschaftet haben.

Pfah, graust mir vor den Parteibonzen aller Farben.

Gast: Farmer der Tiere
03.08.2012 14:57
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Schweine

müssen von Eichhörnchen abgelöst werden.
wenn man das liest, geht einem der Feitl in der Hosentasche auf.

Gast: hansvstein
03.08.2012 14:52
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wie war das ," die ÖVP will anständig werden" ?


Ein klarer schwarzer

Saustall! Herr Spindelegger räumen Sie auf!

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Re: Ein klarer schwarzer

und wie soll das gehen, wenn man selbst (von niemanden direkt gewählt und unfähig für alles) am Trog mitnaschen darf und weiterhin will ???

Genau der wird dies wie biesher all seine Vorgänger auch, weiterhin verhindern wollen !


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Ist ja logisch

AT ist eine diktatur und kein rechtsstaat, wozu dann eine rechtsgrundlage?

Gibts diese etwa fürs Verschulden Von Bund, Land und Gemeinden bis zu Bankrott?

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der rechnungshof traut sich was!

er greift unsere schwarzen abzockerbauern an!

 
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