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Studiengebühren: SP-Studenten werfen Burgstaller Verrat vor

06.08.2012 | 10:42 |   (DiePresse.com)

Die Salzburger Landeschefin will die SPÖ im Herbst von Gebühren überzeugen. Der VSStÖ glaubt nicht an eine Mehrheit.

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Der Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) wirft Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller vor, mit ihrem neuerlichen Vorstoß für eine Einführung von Studiengebühren die sozialdemokratischen Grundwerte und alle Studenten zu verraten. "Burgstaller ist somit wieder einmal eine Komplizin der konservativen Kräfte in Österreich", kritisierte die Vorsitzende der SP-nahen Studentenvertreter, Jessica Müller, am Montag in einer Aussendung.

Burgstaller hatte angekündigt, die SPÖ beim Bundesparteitag im Herbst von einer Wiedereinführung der Studiengebühren - als Gesamtpaket mit einer Neugestaltung des Stipendiensystems - überzeugen zu wollen. Aus Sicht des VSStÖ wird sie damit jedoch scheitern. "Es wird auch dieses Mal eine überwältigende Mehrheit der SPÖ auf der Seite der Jugend und der sozialen Gerechtigkeit stehen und sich nicht auf einen Kniefall vor der ÖVP einlassen. Unser Nein zu Studiengebühren bleibt!"

Burgstaller solle sich ernsthaft mit der Realität der breiten Masse von Studenten auseinandersetzen, bevor sie "immer wieder die Einführung von sozial selektiven Studiengebühren fordert". Diese würden viele zum Abbruch des Studiums zwingen, warnt Müller, daran würde auch die von Burgstaller geforderte und "längst überfällige" Reformierung des Beihilfensystems in Österreich nichts ändern.

(APA)

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28 Kommentare
 
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WER hat euch verraten?

DIE SOZI-BÜROKRATEN!

Von (Sozi)Demokratie kann man in dem Zusammenhang ja nicht mehr sprechen, denn die Mehrheit der Ösis befürwortet inzwischen Studiengebühren. Am besten in gleich kostendeckender Höhe.

Denn da viele Studenten aus dem Ausland kommen bzw. ins Ausland gehen, ist es auch nicht einzusehen, warum die Allgemeinheit sich mit Studenten solidarisch zeigen soll, die ihrerseits unsolidarisch abhauen.

Oder hab ich das mit der Solidarität etwa falsch verstanden: Solidarität müssen immer nur die ANDEREN beweisen?

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UNI-Finanzierung hier und anderswo ...

TUM
31.000 Studenten
475 Professoren
650 Mio. € Jahresetat

TUW
26.000 Studenten
140 Professoren
190 Mio. € Jahresetat

an der tum ergeben die studiengebühren 31Mio.€ (weniger, da nicht jeder zahlen muss)
650Mio-31Mio=619Mio.€
durch die studenten macht etwa 20.000€ pro kopf, damit kommt man für die TUW auf etwa 520Mio.€, also das 2,7fache des jetzigen budgets.

wenn die finanzierung der österreichischen unis auf dieses budget angehoben wird sind studiengebühren diskussionswürdig.
ansonsten wären diese gebühren allerdings ein ziemlicher witz.

Gast: Mariahilfer
07.08.2012 09:08
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Nur mal so eine Frage:

Was bringen die ganzen Studien dem Land
Österreich? Eine Kaschierung der Jugenarbeitslosigkeit, bestenfalls. Was machen
wir mit den vielen Bachelors, Magistern und
Doktoren? Der Staat kann sie, wie früher, nicht
mehr beschäftigen! Die sitzen dann, wie in
Spanien, herum (während die Güter des
täglichen Bedarfs billig in China produziert werden) und schreien nach staatlicher Hilfe. Gute Nacht sozialistisches Österreich.

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Re: Nur mal so eine Frage:

Also die Arbeitslosigkeit unter Akademikern ist die geringste von allen Gruppen.

Klingt für mich etwas fragwürdig...

Für Internet, Handy, GIS und einen Fernseher auf Teilzahlung haben doch auch alle Studenten Geld. Wieso nicht für ihre Bildung? Muss ich das verstehen?

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Re: Klingt für mich etwas fragwürdig...

Abgesehen davon:

Computer+Internet: Für das studieren essentiell! Das gehört zur vorausgesetzten Basisausstattung! (Anmeldung zu Lehrveranstaltungen, Unterlagen etc. alles über das Internet)

Handy: Ist billiger als Festnetz - also klar die billigere Wahl!

Fernseher darf man heute auch getrost zur Basisausstattung eines Haushaltes zählen - den Fernseher darf man ja nicht mal einem überschuldeten Mindestsicherungsempfänger pfänden!

=> Summa summarum: I glaub, du bist geisting irgendwann in den 90ern hängen geblieben! Haaaallloooo! Aufwachen! Wir haben 2012!

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Re: Klingt für mich etwas fragwürdig...

Ach, einen Fernseher kauft man sich jedes halbe Jahr neu?

Re: Klingt für mich etwas fragwürdig...

gis muss jeder zahlen, der einen pc zuhause hat - das hat jeder student.
handys von vor 7 jahren konnten schon radio empfangen - auch gis pflichtig.
ich kenne keine studenten, die fernseher auf teilzahlung haben?

studenten duerfen sich auch buecher fur bis zu 500 euro pro semester leisten.

Sie leisten sich selbst doch auch ab und zu was, das nicht Ihrer Arbeit per se dient? duerfen sich nun Menschen in Ausbildung nicht auch mal was fuer sich selbst leisten? eine belohnung oder motivation fuer eine schwierige pruefung?

Antworten Antworten Gast: Berufstätige Studentin
07.08.2012 07:53
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Re: Re: Klingt für mich etwas fragwürdig...

Bin ganz Ihrer Meinung.

Studieren ist auch ohne Studiengebühren schon teuer genug und kaum jemand kann sich das Studieren leisten, ohne nebenbei zu arbeiten. Ich arbeite auch teilzeit und es geht sich gerade mal so aus.

Wien ist ein teures Pflaster, vor allem, was das Wohnen betrifft. Für meine Einzimmerwohnung zahle ich 350 EUR Miete und das ist schon ein Schnäppchen. Je nach Lage kosten zum Teil schon WG-Zimmer soviel. Diese 350 EUR sind schon die Hälfte meines Einkommens, und dann kommen noch Strom, Heizung, Lebensmittel und Kleidung hinzu. Internet brauche ich für mein Studium (man muss sich für Lehrveranstaltnungen und Prüfungen mittlerweile verpflichtend online anmelden und Lehrunterlagen gibts nur mehr via elearning, auch das Vorlesungsverzeichnis ist nur online verfügbar) und telefonisch erreichbar wäre ich auch gern (auch, wenns nur ein günstiges Handy mit einem Billigrarif ist).

Fernseher habe ich überhaupt keinen und Teilzahlung würde mir mangels Bonität gar nicht angeboten werden (bei 700 EUR Einkommen monatlich kann nix gepfändet werden, daher gibts auch keinen Kredit, nicht mal einen Überziehungsrahmen).

In den Ferien mache ich in meiner Firma Urlaubsvertretungen, nur werden diese Gutstunden nicht ausbezahlt, sondern als Zeitausgleich gutgeschrieben. Nein sagen kann ich schlecht, sonst bin ich meinen Job los.

Zum Feiern habe ich weder genügend Geld, noch genügend Zeit, da ich meine spärliche Freizeit zum Schlafen nütze.

Gast: Politberater
06.08.2012 15:21
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Wenn ich die SPÖ wär ...

würd ich Burgstaller & Co. rausschmeißen - und zwar hochkant!

Gast: b754
06.08.2012 14:48
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Weil nich sein kann ...

... das eine Sozialdemokratin da eine eigene Meinung hat und auch weiß, das nichts umsonst im Leben es. Gibt ja durchwegs Hoffnung für die Sozialdemokratie! Brave Gabi .. lund all Dich nicht von den Jung-Genossinnen sich da auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes Leben machen abbringen!
Offenbar hat Fr. Müller dann Angst, dass Ihr die Zeit auf der Uni doch noch Sie selber auch etwas kostet ... oder strebt Sie eine klassige SP Politiker-Karriere an?

Gast: ;anne
06.08.2012 14:47
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unfassbar

unfassbar, dass jene politikerinnen, die keine kinder haben, immer wieder eltern zusätzliche finanzielle belastungen aufhalsen wollen. mein partner und ich haben derzeit für drei studierende kinder zu sorgen. die studiengebühren würden fast zwei meiner monatsgehälter ausmachen. stipendiensysteme sind nur sinnvoll, wenn mindeststudiendauern auch realistisch einzuhalten sind. infrasstruktur und betreuung an den universitäten sind aber so unzureichend, dass nur ein geringer bruchteil der studierenden auch innerhalb dieser mindeststudiendauer ihr studium beenden können. halten sie das wirklich für gerecht und sozial frau burgstaller???

Antworten Gast: TUler
06.08.2012 18:29
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Re: unfassbar

Schwachsinn. Ihre Kinder solln hackln gehn, so wie alle anderen Studenten auch. Wenn Ihre Kinder zur Revoluzzergeneration gehören, na dann geht das natürlich nicht. Da muss man ja demonstrieren. 365 Euro Studiengebühren? Wollen Sie uns ver%"§%&? Schon mal die Studiengebühren in Oxbridge angesehen? Dagegen ist Österreich ein Schlaraffenland, und nein ich komme nicht aus einer turbokapitalistischen, neoliberalen, reichen, großbürgerlichen Elitefamilie. Darf ich mal fragen was ihre Kinder studieren?

Re: unfassbar

Ich kenne genug Studenten, die sich ihr Studium mit Kellnerjobs oder als Barkeeper selbst finanzieren müssen, weil sie eben keine Eltern mit tiefen Taschen im Rücken haben.

Wenn Ihre Schützlinge ihren Lebensunterhalt selbst bestritten würde sich trotz Studiengebühren finanziell wenig für Sie ändern.

Studenten die von ihren Eltern finanziert werden ringen mir beinahe so wenig Mitleid ab wie eben jene Eltern, die ihren Zöglingen meiner Meinung nach eine wichtige Lektion für das Leben vorenthalten: Mit wenig Geld selbst über die Runden zu kommen.

Wenn man selbst für sein Studium arbeiten muss ist man schneller fertig, bemüht sich mehr und weiß danach auch was es heißt hart für etwas zu arbeiten. Wenn Sie Ihren Kindern diese Erfahrungen vorenthalten wollen dürfen Sie sich auch nicht darüber beschweren, dass das Ganze teuer wird...

Re: Re: unfassbar

ich studiere schon laenger als ich sollte - weil ich mir alles selbst finanzieren muss. und um das zu koennen, muss ich mehr als geringfuegig arbeiten gehen.
mit 25 h/woche arbeiten, ca 800 euro einkommen, ists grad mal okay ueber die runden zu kommen.
dazu kommen 40h/woche studium.
65 h/ woche am arbeiten, davon 40 unbezahlt.

dann kommen noch krankenstands- und urlaubsvertretungen dazu und die ueberstunden werden mehr.
die zeit fuers studium weniger.

denn um 8 in der uni sein, dann bis 22 uhr arbeiten, 4-5 mal pro woche - irgendwann haben sich auch studenten erholung verdient. auch wenn das gemeine volk nach wie vor glaubt, studieren ist ne dauerparty und der lehrstoff auf volksschulniveau.

aber ja - stimmt schon - die faulen studenten... mhm...

die, die dauerfeiern etc sind allerdings in der tat die, die von ihren eltern komplett finanziert werden, idR.
ich selbst war in den letzten 2 semestern 4 Mal aus.

Wahlversprechen

Waren "keine" Studiengebühren nicht eines der großen Wahlversprechen der SPÖ bei den letzten NR-Wahlen?
Oder hat auch mich mein Gedächtnis im Stich gelassen?

Traurig ist

dass nicht einmal die offiziellen SP-Vertreter"_innen" wissen, was die sozialdemokratischen Grundwerte sind.
Mit Gratiskultur haben die nämlich gar nichts zu tun.

umgerechnet 2,70€ pro tag kosten die studiengebühren ?

ich weiss nicht wo das problem liegt ? mit ein paar stunden leichter arbeit ist das leicht finanzierbar! frau burgstaller zieht in die richtige richtung! bravo !!!!!

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Re: umgerechnet 2,70€ pro tag kosten die studiengebühren ?

Geh, lern mal richtig denken! Ist ja nicht so, dass das restliche Leben kein Geld kostet!

Oder bist eh eine jener Gestalten, die sich von der öffentlichen Hand aushalten lässt, dass dir das ned klar ist?

Re: umgerechnet 2,70€ pro tag kosten die studiengebühren ?

wenn dein monatliches einkomme. gerade reicht, um dir einen wohnplatz in ueberteuerten uni-staedten leisten zu koennen, dann machen die 2.70 viel aus.
wenn du im sommer laboruebungen oder seminararbeiten schreiben musst, weil waehrend des semesters die kapazitaeten nicht reichen fuer alle, du also auch nicht 2-3 monate arbeiten gehen kannst, sich an den unis aber trotz gebuehren NICHTS aendert (als es gebuehren gab, waren auch zu wenig plaetze, etc. an den unis,also gleiche lage wie heute)
DANN stoeren dich 2.70 pro tag schon. wenn den waehlern erklaert wird, fuer NUR 2.70 am tag sind alle probleme der unis geloest, damit ja das richtige kreuzerl gemacht wird, sich in wahrheit aber NICHTS aendert,dann seh ich nicht ein, noch mehr arbeiten zu muessen, noch weniger zeit fuer freizeit und uni zu haben und dafuer genau so gut/schlecht gestellt zu sein,wie vorher.
autofahrer schreien auch bei ein paar cent hoeheren spritkosten.is ja am tag grechnt net viel.aber sie bekommen was fuers geld.

Gast: Abraham Morgenstern
06.08.2012 14:03
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Machen wir die SPÖ zur 17% Partei! Auch in Salzburg! Wer macht mit?


Burgstaller zeigt Mut

Gratulation an Gabi Burgstaller. Sie ist eine der wenigen in der SPÖ, die erst einmal nachdenken, bevor sie etwas vertreten, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf.

Sie hat nämlich erkannt, daß beim derzeitigen System, plakativ gesprochen, der einfache Arbeiter dem Millionärskind das Studium finanziert und das kann doch nicht im Sinne linker Ideologie sein.

Wenn es aber Studiengebühren mit einem g'scheiten Stipendiensystem gibt, bei dem de Leistung Studium auch etwas wert ist, kann es nur zum Nutzen aller sein - zum Nutzen der Studierenden, der Universitäten und somit des gesamten Staates.

Sollte es in der SPÖ einen Maria Theresien Orden geben, so verdient diesen Burgstaller!

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Re: Burgstaller zeigt Mut

"Sie hat nämlich erkannt, daß beim derzeitigen System, plakativ gesprochen, der einfache Arbeiter dem Millionärskind das Studium finanziert"

Wie kommens auf den Schwachsinn? Der Arbeiter zahlt VIEL weniger Steuern als der Millionär (also der Millionär zahlt wahrscheinlich so viele Steuern wie der Arbeiter Brutto überhaupt verdient!)

Von wegen der Arbeiter finanziert dem Millionärskind ... es ist genau umgekehrt!
(Was durchaus in Ordnung ist!)

Antworten Gast: kein Mietschreiberling
06.08.2012 15:14
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G'scheites Stipendiensystem wirds nicht geben

... dafür aber Bürokratie, Chaos, Ungerechtigkeit, "Berater" ... Das eigentliche Problem ist unsere EU-Mitgliedschaft. Und wer hat die für so absolut notwendig gehalten?

Ausschlussverfahren

solche Aussagen wie sie Frau Burgstaller machte, sollte sich mal ein kleines SPÖ Mitglied erlauben - der/die steht gleich vor einem Ausschlussverfahren

und wie soll das beihilfensystem neu aussehen?

denn studiengebuehren einheben geht ja verhaeltnismaessig einfach. passt jeder zahlt 500 euro pro semester - fertig.

ABER - wie soll denn nun das geaenderte beihilfensystem aussehen? dazu kann halt keiner der gebuehrenforderer was konkretes sagen. ideen gibts viele, auf machbarkeit ueberprueft wurden kaum welche. so lange das thema nicht geregelt und auf praxistauglichkeit geprueft wurde - ist die ganze gebuehrendebatte mit besseren beihilfen im gegenzug ohnehin nur augenauswischerei.

 
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