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Dörfler glaubt an rasche Einigung auf Neuwahltermin

06.08.2012 | 12:02 |   (DiePresse.com)

Noch in dieser Woche will Kärntens Landeshauptmann mit den anderen Parteien über Neuwahlen verhandeln. Der Wahlkampf solle dabei ohne Wahlplakate ablaufen.

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Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) glaubt an eine rasche Einigung auf einen Neuwahltermin in Kärnten. Die Parteichefs der Kärntner Parteien werden darüber am Dienstag ab 16 Uhr im Büro des Landeshauptmannes verhandeln. 

"Ich denke, da werden wir auch einen Konsens über einen Neuwahltermin finden", so Dörfler im Vorfeld gegenüber dem "Standard". Zuvor müssten allerdings neue politische Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Abschaffung des Proporzes ist für Dörfler nur vorstellbar, wenn es eine Direktwahl seines Postens gäbe.

Zudem wünscht sich Dörfler einen plakatfreien Wahlkampf und eine drastische Kürzung der Wahlkampfkosten. Zuvor hatte bereits der Kärntner SPÖ-Vorsitzende Peter Kaiser einen Totalverzicht auf jegliche Wahlwerbung, sowohl auf Plakaten als auch in Inseraten, gefordert. Für eine Begrenzung der Wahlkampfkosten hatten sich zuvor bereits SPÖ, ÖVP und Grüne ausgesprochen.

"Jeder ist lernfähig"

Zum bekannt rauen Ton des neuen FPK-Chefs Kurt Scheuch sagte Dörfler: "Jeder ist lernfähig." Den Rauswurf eines APA-Fotografen bei einer Pressekonferenz durch dessen Vorgänger Uwe Scheuch bezeichnete Dörfler als "politisches Fehlverhalten". Dass Uwe Scheuch bei seiner Rücktrittspressekonferenz einen APA-Fotografen aus dem Saal geworfen hatte, bezeichnete Dörfler als "Fehlverhalten" durch emotionalen Stress: "Sagen wir es so: Seine Reaktion war menschlich verständlich, politisch aber nicht klug."

Scheuch-Angelobung und Neuwahlantrag

Der Kärntner Landtag wird am Dienstag erneut zu einer Sondersitzung zusammentreten. Die Wahl von Kurt Scheuch zum Landesrat und Landeshauptmannstellvertreter sowie ein Neuwahlantrag stehen auf der Tagesordnung. Kurt Scheuch folgt seinem Bruder Uwe Scheuch damit offiziell in die Landesregierung. Dazu benötigt er nur dir einfache Mehrheit der Abgeordneten der eigenen Fraktion. Uwe Scheuch hatte am vergangenen Donnerstag seinen Rücktritt erklärt.

Nach der Angelobung des Freiheitlichen dürfte es eine kurze Regierungs-Sondersitzung geben, bei der die Referatsverteilung neu geordnet wird. Scheuch hatte vergangene Woche vorgeschlagen, die Bildungsagenden, die bisher sein Bruder wahrgenommen hatte, sollten an Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) übertragen werden. Am Montagnachmittag sickerte aber durch, dass die Bildung nicht zu Dörfler, sondern zu Soziallandesrat Christian Ragger wandern dürfte.

Der Neuwahlantrag kann von der FPK-Fraktion erneut durch Auszug aus dem Plenum boykottiert werden. Für eine Abstimmung darüber müssen nämlich zwei Drittel der Abgeordneten anwesend sein. Dann genügt eine einfache Mehrheit. Am vergangenen Freitag stand der Neuwahlantrag von SPÖ, ÖVP und Grünen zum ersten Mal auf der Tagesordnung einer Sondersitzung. Die FPK verhinderte eine Abstimmung darüber indem sie geschlossen nicht auftauchte. Die Abgeordneten hatten sich mit einer zeitgleich stattfindenden Klubsitzung entschuldigt.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Kärntenbua
07.08.2012 06:50
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Herr Dörfler, sie wissen schon die nächste Wahl ist ohne sie!

Wenn die Köpfe nicht ausgetauscht werden hat das keinen Sinn!
Immer größer wird sonst der Schaden für Wirtschaft und Tourismus!

Neuwahloen aber mit einer FPK ohne Dörfler, Scheuchbrothers, Ragger, Dobernig!

Neuwahlen sofort und zwar schon im Oktober!

Gast: Plach2
06.08.2012 22:48
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Wenn die Parteien vorzeitige Neuwahlen wollen,

dann sollen sie diese auch selber bezahlen! (Und nicht schon wieder die Kosten dem Steuerzahler aufbürden).

Nach Neuwahlen agieren wiederum die selben Typen. Lediglich einige Hinterbänkler werden ihren Job verlieren.

Wozu gibt es eine gesetzliche Gesetzgebungsperiode?

Gast: Kärntengast
06.08.2012 20:13
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Hat schon jemand dem Dörfler erklärt...

...dass Neuwahlen nur dann Sinn machen, wenn Dörfler, Ragger, Dobernig, Scheuchbrothers zurücktreten! Ansonsten wäre dies eine Verars..ung der Bevölkerung!

Was will Dörfler noch verhandeln mit den anderen Parteien?
Die Sache ist gelaufen und NEUWAHLEN sofort!

Die Bevölkerung muss sich für die Politganoven Dörfler, Ragger, Scheuch´s, Dobernig... schämen!

Gast: Andreas, Klagenfurt
06.08.2012 20:01
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Neuwahlen JA BITTE, das KÄRNTNER VOLK will es!

Dörfler für den Neustart ist nicht nur eine Neuwahl notwendig sondern es müssen auch alle Köpfe ausgetauscht werden!
Sprich bei den Wahlen gibt es keine Scheuch, keinen Ragger, keinen Dobernig, keinen Dörfler!

Sonst bringt das ganze nichts!

Ich hoffe das Volk denkt mit bei der Wahl!