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Faymanns Ausflug in den Olivengürtel

06.08.2012 | 17:39 |  Von Nikolaus Jilch (Die Presse)

Österreich war bisher ein Mitglied des "Hartwährungsblocks" in der Eurozone. Jetzt will Bundeskanzler Werner Faymann die Banklizenz für den ESM – und geht erstmals in Opposition zur Eurolinie von Angela Merkel.

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Wien. Drucken oder nicht drucken? Das ist und bleibt die Frage in Europa. Die Front verläuft zwischen den schuldengeplagten Südländern rund um Italien, wo man Inflation gewöhnt ist und Sparpaketen eher skeptisch gegenübersteht – und den (noch) solventen Nordländern rund um Deutschland, wo man in der Inflation durch „frisch“ gedrucktes Geld die wahre Bedrohung sieht. Und diese Front ist wahrlich verhärtet. Denn was die einen als Heilsbringer sehen, ist für die anderen der direkte Weg in die Katastrophe – und vice versa.

Österreich wurde bisher dem „Hartwährungsblock“ zugeordnet, gemeinsam mit Deutschland, Holland, Luxemburg und Finnland. Aber jetzt geht Bundeskanzler Werner Faymann erstmals in direkte Opposition zur Linie von Angela Merkel. Er sprach sich am Wochenende dafür aus, dass der „permanente Rettungsschirm“ ESM eine Banklizenz erhalten soll und sorgte damit für Verstimmung in Berlin. Ist Österreich zur anderen Front übergelaufen?

Banklizenz war eine Sarkozy-Idee

Wann auch immer von „Feuerkraft“, „Brandmauer“, „Rettungsschirm“, „Bazooka“ oder der „Dicken Bertha“ die Rede ist: Es geht ums Gelddrucken. Um die Schaffung frischer Euros in den Computern der Notenbank. Dieses Geld stammt nicht aus Spareinlagen, es wird kreiert. Und wenn damit Staaten direkt finanziert werden, droht eine hohe Inflation – die Entwertung des Geldes. Davor hat der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing gerade erst gewarnt.

Noch ist die EZB einigermaßen zurückhaltend. Aber immer mehr Politiker wollen, dass auch die EZB den Weg von Federal Reserve, Bank of England und Bank of Japan geht: drucken und beten. Und weil die Notenbank sich weigert, suchen die Politiker nach Wegen, die EZB beim Gelddrucken zu umgehen. Alle derartigen Pläne sind bisher an Deutschland gescheitert, weil Berlin nicht bereit ist, unbeschränkte Haftungen für die übrigen Euroländer zu übernehmen. Dies wurde vom Bundesverfassungsgericht sogar schon explizit untersagt.

Werner Faymann glaubt trotzdem, dass Merkel diesmal nachgeben und einer Banklizenz für den ESM zustimmen wird, dass eine politische Einigung einer juristischen Debatte vorhergehen muss. Dabei ist der ESM noch nicht mal aktiv. Der Vertrag wird von den Verfassungsjuristen in Karlsruhe gerade überprüft. Trotzdem: „Der Bundeskanzler will eine Politik der großen Schritte verfolgen“, so ein Faymann-Sprecher. Und ein großer Schritt wäre die ESM-Banklizenz allemal. Fragt sich nur, in welche Richtung.

Der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark sieht darin „einen klaren Verstoß gegen europäisches Recht“, weil das Verbot der direkten Staatsfinanzierung durch die Notenpresse so umgangen werden könnte. Stark hat die EZB vergangenes Jahr im Protest gegen die Notfall-Anleihenkäufe verlassen. Und sogar Österreichs Finanzministerin Maria Fekter sagt, dass „eine unbeschränkte Haftung des ESM vertraglich gar nicht möglich“ sei. Und in Richtung Faymann: „Wir brauchen nicht jeden Tag einen neuen Hüftschuss.“

Die Idee mit der ESM-Banklizenz stammte eigentlich vom ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Auch er war damit bei Angela Merkel gescheitert. Und die EZB? Deren Chef Mario Draghi zeigte sich vergangene Woche äußerst verwundert über die neu aufgeflammte Diskussion. Man habe bereits vor Monaten klargestellt, dass die EZB mit dem ESM in seiner jetzigen Form keine Kreditgeschäfte abwickeln wird. Heißt: Auch mit Lizenz bekäme der ESM (den es noch nicht mal gibt) kein „frisches“ Geld von der EZB. Eine Änderung der ESM-Verträge würde Monate dauern und sollte er einmal aktiv werden (nach einer Zustimmung des Bundesverfassungsgerichts), wird Deutschland in dem Gremium über eine Sperrminorität verfügen und Angela Merkel kann blockieren so viel sie will. Es wäre also noch nicht mal überraschend, wenn Österreich, nachdem die ESM-Banklizenz endgültig vom Tisch ist, rasch wieder in den „Hartwährungsblock“ zurückkehrt.

Bundesbank oder Zimbabwe?

Der steht in der EZB nämlich nicht so schlecht da, wie es oberflächlich aussieht. Zwar stimmte am vergangenen Donnerstag nur ein EZB-Direktoriumsmitglied (Bundesbankchef Jens Weidmann) gegen Mario Draghis Pläne, möglicherweise weitere Staatsanleihen zu kaufen. Aber: Die Draghi-Ankündigung war eigentlich eine Enttäuschung für Liquiditätsjunkies an den Märkten und in den Regierungen.

Denn die EZB wird nur Anleihen von Staaten kaufen, die offiziell unter dem Rettungsschirm sind. Heißt: Italien und Spanien müssten zuerst den erniedrigenden Weg unter den Rettungsschirm gehen – wo Geld an Bedingungen geknüpft ist. Das war sicher nicht die Botschaft, die man sich in Madrid und Rom erhofft hatte. Kaum verwunderlich also, dass auch Italiens Premier Mario Monti zu den Unterstützern der ESM-Banklizenz-Idee gehört.

Die EZB wird sich in den kommenden Monaten beweisen müssen: Ist sie tatsächlich eine größere Bundesbank, die die Inflation unter Kontrolle und den Geldwert stabil halten kann? Oder ist sie schon zum Spielball der Politiker verkommen? Gelddrucken kann nicht die Lösung sein – egal in welcher Form. Wenn Wirtschaft so funktionieren würde, wäre Zimbabwe heute das reichste Land der Welt.

Auf einen Blick
Deutschland hat schon eine ganze Reihe exotischer Geldbeschaffungsideen abgelehnt. Vom „Hebel“ für den EFSF bis zu Eurobonds: Am Ende würden die solventen Staaten haften – also vor allem Deutschland. Österreich war bisher auch Mitglied des „Hartwährungsblocks“.
Jetzt aber fordert Kanzler Faymann eine Banklizenz für den ESM. Das ist auch deswegen verwunderlich, weil die EZB betont, dass dies rechtlich gar nicht möglich sei. Außerdem gibt es den ESM noch nicht einmal. Das deutsche Verfassungsgericht muss erst zustimmen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.08.2012)

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484 Kommentare
 
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Re: bitte wann, wann kommt diese Schießbudenfigur endlich weg.

Von wegen weg mit Faymann: leider zeigen die Umfragewerte eine andere Richtung = die SPÖ liegt derzeit an 1. Stelle. Die Mehrheit der Österreicher geht eben noch immer der populistischen sozialistischen Politik auf dem Leim. Damit hat der Inseratenkanzler schon die Wahl 2008 gewonnen (wir erinnern uns an das so genannte "5-Punkte-Programm", zu dem wir noch lange, lange zahlen werden) und genau so wird die Wahl 2013 nach dem Motto "Freibier für alle" ablaufen.

Re: Re: bitte wann, wann kommt diese Schießbudenfigur endlich weg.

was mich einfach erschrecken lässt, ist eine nicht reflektierende Kernwählerschaft der SPÖ. Ob es 2013 für die SPÖ reicht, wage ich nicht zu behaupten. Zumal die Umfragewerte ja auch dementsprechend bestellt werden.
Vertraue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast... heißt es doch :-)

Re: Re: bitte wann, wann kommt diese Schießbudenfigur endlich weg.

Gut beobachtet. Es ist die Mehrheit, die derartige Figuren hochkommen lässt. Die Minderheit musste und muss sich selbst gegen den Massenwahn absichern.

bildung

ist ein hohes gut - einbildung offenbar zur zeit höher geschätzt.
ich wette der maschek-kanzler hat nichteinmal auf wikipedia nachgelesen was eine banklizenz ist, was man dafür braucht und was man damit machen kann.

unfreundlichst
ihr eco

Der peinlichste Regierungschef in der EU

Unser Faymann ist ein wahres Wunder. Kaum macht er den Mund auf, kommt auch schon Blödsinn raus. Wir sind also ein Team in Europa. TEAM steht, wie wir alle wissen für : Toll, Ein Anderer Macht´s. In diesem Fall ist das Bezahlen wohl damit gemeint.

FAYMANN..

...unser geistiger Riese!

Antworten Gast: brittobritto
06.08.2012 16:14
0 0

Re: FAYMANN..

da hat sie wieder was zu melden

Antworten Gast: Man siehts
06.08.2012 13:21
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Re: FAYMANN..

da schon eher, geistiger Nudist !

Manchmal gelingt es sogar einer "Knallcharge"...

... völlig von der Rolle zu kommen! Diesem "Mimen" wäre JEDE Subvention SOFORT zu streichen!

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jetzt mal Faymann hin oder her

betrachtet man das Ganze von der logischen Seite, oder sollte das bei kaufmännischen oder gar politischen Erwägungen keine Größe sein so wäre Staatsanleihen im eigenen Bereich, sprich Europa zu kaufen das naheliegenste.

Die Ratingagenturen könnten sich ihre Bewertungen und die Wallstreetbanken ihr Geld sonstwohin stecken wenn das in Europa selber geregelt wird. Dazu wäre natürlich ESM, ESFS, EZB am geeignetsten.
Ein Anruf aber aus der Wallstreet bringt aber die gute Merkel dazu das geld der europäischen Steuerzahler weiterhin in Richtung Wallstreet fließen zu lassen.

Dazu passt auch die Erfindung des 'Merkelmeters'
Wie schnell schafft sie es eine 180° Meinungsänderung durchzuführen?
Wurde ja schon des öfteren praktiziert.

Re: jetzt mal Faymann hin oder her

Wieso ist es naheliegender, die Schulden gemeinsam zu erhöhen, als sie gemeinsam zu senken?
Verstehe ich nicht.

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Re: Re: jetzt mal Faymann hin oder her

Ich sagte ja. Faymann hin oder her.

Mein Verstand sagt mir, wenn wir das in Europa selber erledigen, ohne die Vampire aus der Wall Street kostet uns das nur einen Bruchteil.

Wohin wandert der erkleckliche teil des Rettungspakets für Griechenland?
Erraten.

Zu den Banken.
Wo sitzen diese?
Dreimal darf man raten.

Übernimmt der Rettungsfonds nämlich nur Zinszuschüsse ( analog Annuitätenzuschuß beim Hausbau vom Land) so kann die EZB Staatsanleihen mit Risikoaufschlag kaufen.

DAS meine ich.

Re: Re: Re: jetzt mal Faymann hin oder her

Aber ob die EZB kauft oder der ESM ist doch im Grunde völlig zweitrangig. Im Grunde kauft der, der (noch) den billigeren Kredit bekommt.
Mehr Geld in diese Staaten zu pumpen, funktioniert *nachweislich* nicht. Keine Ahnung, wieviele Beweise wir jetzt eigentlich noch brauchen.
Also bleibt logischerweise gar kein anderer Weg, als Verschuldung abzubauen. Dass das nicht mit Einzelmassnahmen in einigen Ländern geht, sollte klar sein. Das braucht eine umfassen Neustrukturierung der öffentl. Ausgaben (was nicht "kaputtsparen" ist). Und zwar Eurozonen-weit.

Ich weiss, dass sich mein Wunsch nicht erfüllen wird. Zunächst wird ESM/EZB kaufen, irgendwann wird auch AT merken, dass es hoffnungslos überschuldet ist, dann gibt´s Zwangsanleihen und wenn die letzten kapiert haben, dass man nicht mehr ausgeben kann als einnehmen, den europaweiten Reset. Der Schaden wird bis dahin beträchtlich sein.

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Re: Re: Re: Re: jetzt mal Faymann hin oder her

Ist ja auch meine Meinung dass es ohne Strukturänderungen nicht geht.
Diese jedoch an den Haaren herbeizuziehen ist nichts anderes als ein gewaltsames Umbringen der ohnehin wackeligen Wirtschaft in diesen Ländern.

Re: Re: Re: Re: Re: jetzt mal Faymann hin oder her

Unter "Strukturänderung" ist eben genau das nicht misszuverstehen: Sparen egal wo, Hauptsache am Papier sieht´s nach viel aus.
Es gibt genug steuerliche Anreize, Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür werden halt (z.B. in GR) auch Reeder steuerpflichtig. Und dann zahlt sich´s auch aus, eine brauchbare Finanzverwaltung aufzustellen. Usw. usf.
Funktionierende praktische Beispiele haben gemeinsam: Es geht nicht durch herummurksen an Detailthemen, es braucht ein Paket an vielen aufeinander abgestimmten Massnahmen.

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Kasperl

Faymann ist doch erst goschert, seit in Frankreich ein roter Präsident gewählt wurde. Vorher hat ist der der Merkel doch sonst wo hinein gekrochen.

Gast: Ernst123
06.08.2012 11:40
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Denn er weiß nicht was er tut...

...man sollte mal Herrn Faymann fragen, ob er denn auch wisse, was seine Forderungen bedeuten und welche Folgen diese für Österreich hätten. Ich denke, wir alle kennen die Antwort - er weiß es nicht! Ansonsten könnten man wohl nicht im Traum auf die Idee kommen, solche Thesen aufzustellen.

Antworten Gast: Rorty
06.08.2012 13:48
2 0

Re: Denn er weiß nicht was er tut...

Es ist noch viel schlimmer. Er weiß ganz genau was er tut. Kurzfristig wird es zu keiner noch höheren Inflation kommen. Die durch die negativen Realzinsen bereits stattfindende schleichende Enteignung durch Inflation wird von jenem Großteil der Bevölkerung die sie am härtesten trifft in ihren Wirkungszusammenhängen nicht verstanden. Im Gegenteil für die "hohen" Lohnabschlüsse werden ihm viele dankbar sein.

Antworten Gast: horstl50
06.08.2012 12:29
6 1

Re: Denn er weiß nicht was er tut...

oder er hat in der schule NIE aufgepasst!
er sollte bei wiki unter hyperinflation nachschauen!

Gast: Hansi Hüpfer
06.08.2012 11:33
29 2

Zuerst die Roten im Ausland und dann Ö.

Den Roten kann man einfach nicht trauen. Ob aus Dummheit oder Inkompetenz ist egal, das Resultat ist immer gleich.
Zuerst kommmen die Linken und dann nichts und dann Österreich.

Faymann überstellt seine Pferde

"Ich hoffe Faymann findet seine Linie in EU-Fragen bald"

Es geht doch längst nicht mehr um den rechten Weg oder eine wirksame Rezeptur. Die Krise hat Europa seit 4 Jahren im Griff. Für Erkenntnisse im Sinne der von Karas geäußerten Hoffnung wäre es ohnedies zu spät.
Es geht doch nur mehr darum, im Falle des Auseinanderbrechens der Währungsunion seine politischen Pferde nicht zur Gänze im falschen Stall abgestellt zu haben. Das nennt man schlicht Opportunismus und ist kein Zeugnis von Erkenntnis.

Gast: serviettenknöddddel
06.08.2012 11:24
35 1

guter rat an den herrn bundeskanzler

er soll doch zuerst mal ein ordentliches studium abschließen.
eventuell volkswirtschaft an der wu mit zB einer spezialisierung in betriebswirtschaft, unternehmensführung und controlling würde sich da zB anbieten. vielleicht erhält er damit die qualitäten um zu verstehen, wovon er überhaupt redet.

bis dahin soll er sich doch bitte wieder an den kindertisch setzen und den mund halten.

wenn es hart auf hart kommt, dann wäre ich diesmal lieber auf der seite von deutschland.

wieso haut ihm keiner seiner österreichischen freunde auf die finger und sagt ihm" du, du, du. böser feymann, dass darf man nicht!"

Re: guter rat an den herrn bundeskanzler

er hat ja e den Ostermayer

Re: guter rat an den herrn bundeskanzler

Wenn Herr Feymann schon selbst keine Ahnung von etwas hat, dann soll er schweigen (geht bei seinem Job nicht immer) oder Fachtleute zu Rate ziehen und sich anständig briefen lassen.
Ein Kanzlerflüsterer, the chancellor's speech, directed by Laura Rudas.
And the Oscar goes to....??!!

Antworten Antworten Gast: horstl50
06.08.2012 12:33
4 0

Re: Re: guter rat an den herrn bundeskanzler

die goldene himbeere für laura und die in silberne für werner!
beide nur mit viel vitamin b auf ihren posten!

Antworten Antworten Gast: assinger
06.08.2012 12:32
4 0

Re: Re: guter rat an den herrn bundeskanzler

DER Berater des Herrn Faymann in wirtschaftlichen Fragen ist ein Hr. Muhm, und ist hauptberuflich Direktor bei der AK-Wien! Die AK ist jene penetrante u. unnötige Organisation die gerade eine Verbesserung des Kündigungsschutzes gefordert hat - mit welchen Argumenten - s. dazu den Kommentar von heute: WIEN DARF NICHT MADRID WERDEN
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/wirtschaftskommentare/1275869/Wien-darf-nicht-Madrid-werden

27 2

Faymann ist doch nur eine rote Marionette

Quer durch die EU geht der Streit um die Eurorettung und unser Faymännchen hat sich auf die Seite Hollandes und der Südländer geschlagen. Vielleicht hat er eine Vorahnung? Aber so wie in Deutschland nun ein Streit zwischen CDU/FDP und Rot/Grün immer mehr zunimmt, wird auch innerhalb der EU umso heftiger gestritten. Rot/Grün unterstützt die Sünder und will noch mehr Geld dort hineinpumpen, Schwarz/Gelb ist jedoch dagegen. Unsere Schwarzen jedoch sehen sich jetzt einem Problem gegenüber gestellt, das sie schnell nicht lösen können. Einerseits stimmten sie für den ESM und jetzt, wo es drauf ankommt Farbe zu bekennen, jetzt distanzieren sie sich plötzlich. Klar, diese Eurorettung ist kompliziert und ob sie gelingen wird ist sowieso fraglich bzw. eher unwahrscheinlich. Und in dieser Situation greift nun Faymännchen zum falschen Mittel. Er sollte nicht Angela Merkels Kurs kritisieren, er sollte vielmehr mit ihr einen gemeinsamen Weg beraten. Aber den wird er als Sozialist nicht gehen wollen und so wird dann eben weiter gestritten, sowohl mit der CDU als auch mit der ÖVP. Ist dieser Kanzler noch tragbar? Wohl kaum.

Antworten Gast: Vogel Strauss
06.08.2012 11:50
6 0

Re: Faymann ist doch nur eine rote Marionette

Leider ja - der Einflüsterer ist der Herr Muhm von der AK, als Wirtschaftsberater von Faymann ein echter Experte ...

12 1

Re: Faymann ist doch nur eine rote Marionette

Unser Grinse- und Inseratenkanzler hat ja jetzt einen neuen sozialistischen Freund, Moniseur Hollande, an den er sich jetzt anhängt. Die Hollande-Slogans von der gewonnenen Wahl wird er in 2013 ein wenig auf österreichisch ummodeln = Gerechtigkeit (obwohl dieser Slogan hierorts schon einen Bart hat), die Reichen sollen zahlen, Investieren statt sparen und natürlich Schluss mit dem Stellenabbau (Hollande hüpft uns gerade vor, wie er die maroden Autobauer Renault, Citroen und Peugeot mit Staatgeldern am Leben erhält).

Gast: Guckstdu
06.08.2012 11:19
29 1

---

Bitte um Nachsicht - unser schöner Werner hat
doch keine Ahnung worum's eigentlich geht.

Re: ---

;))))

Metall

Nun wissen wir welche Befehle unser Kanzlerdarsteller bekommen hat bei der Bilderberg Konferenz.

naja mich lässt es kalt da ich von Faymann nichts anderes erwartet habe.

schützt euer Erspartes und entzieht es dem Euro Dollar Banken System bzw dem Papiergeld überhaupt.

Indirekt warnt uns ja Faymann und Spindelegger mit deren feigen unterwürfigen Politik

Antworten Gast: horstl50
06.08.2012 12:36
0 0

Re: Metall

oder Sfr! ein schweizer franken bald 25 000 000?

Antworten Gast: Zuadraht is
06.08.2012 11:27
6 0

Re: Metall

Wurde letzte Woche schon gemacht. Jetzt können sich der Fayge und seine Zockerkumpanen mit den Zehen spielen.

Gast: yes_we_gaehn
06.08.2012 11:12
31 1

unser linkspopulist ...

... werner f. gibt also wieder einmal sein wirtschaftswissenschaftliches detailwissen zum besten ...

... auf kosten unserer kinder, die diesen mist dann auslöffeln dürfen ...

... warum bloss hat man diesen mann nicht in den niederungen der kommunalpolitik gelassen (da bräuchte er auch kein englisch) ...

Re: unser linkspopulist ...

Wegen seiner Kompetenzen, also aus Unterforderung.

Wie geht es weiter?

Wir sollten uns bei der Finanzkrise die Frage stellen, wofür das viele geborgte Geld eigentlich benötigt und ausgegeben wurde. Zumindest in Europa diente das Geld meiner Ansicht nach dazu, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit auszugleichen. Man konnte sich dadurch jahrzehntelang von eigentlich nötigen aber politisch ungeliebten wettbewerbsorientierten Reformen frei kaufen. Die Fehler reichen dabei von archaischen Zunft-Systemen, die den Zugang zu Berufen beschränken um Wettbewerb zu unterbinden über Staatsbetriebe mit geringer Produktivität, unflexiblem Arbeitsrecht bis zu hypertrophen Verwaltungsapparaten. Das betrifft alle EU-Staaten, nur mit verschiedener Intensität.

Wenn wir jetzt Geld bedingungslos freigeben, wird sich daran nichts ändern und wir haben in 3 Jahren dasselbe Problem. Letztendlich schlittern wir in eine Inflationsspirale (siehe Griechenland, Italien, Frankreich, jeweils vor dem EURO).

Auch mit Reformen wird er Übergang noch sehr viel Geld kosten und einige Jahre dauern. Vielleicht muss man sogar Geld ausgeben, um die sozialen Härten der Umstellung abzufedern. Aber mit Reformen besteht wenigstens Hoffnung, dass sich die Situation irgendwo einpendelt und wir auf lange Sicht mit vertretbaren Transferleistungen das Auslangen finden.

Letztlich profitieren alle von einem wettbewerbsfähigen und geeinten Europa und je schneller man Reformen angeht, desto früher lässt der Schmerz wieder nach.

Gast: Komiker123
06.08.2012 11:10
28 1

Wernerle

Mein Gott, Wernerle. Hast du bei der letzten Bilderbergkonferenz wieder nicht gut aufgepasst. Du solltest zumindest wissen, dass die Angela das Tempo vorgibt. Du darfst dann nachher eh wieder in die Kamera grinsen, wennst brav mitgemacht hast. Bitte tust jetzt bitte wieder nix selber denken, sondern einfach nachher brav grinsen, wenn die Reporter kommen. Ok?

Antworten Gast: horstl50
06.08.2012 12:40
2 0

Re: Wernerle

er beherrscht nicht einmal die einfachste milchmädchenrechnung! oder ist das der job von der laura?

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BK im Ausland: Inflation - ja Bitte

anstatt mit D an einem Strang zu ziehen schmeisst sich unser SP-Kanzler an die Seite der Geldentwerter, willkommen Inflation, willkommen Zwangsanleihe in Österteich

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Re: BK ischmeisst sich unser SP-Kanzler an die Seite der Geldentwerter

Mit solchen Aktionen sollte sich langsam aber sicher auch die "Rettungsfragestellung" ändern.

Nämlich von a) "wie retten wir den EURO" zu b) "ist der EURO, so wie er sich am Ende der Rettung ergeben wird, es überhaupt Wert gerettet zu werden"?

Denn wenn eine solche Rettung am Ende bei inflationärer Weichwährungspolitik endet, für welche zudem die Parlamente ausgeschaltet werden sollen (sinngemäß Hr. Monti), sollte man langsam doch zur Sinnfrage kommen.

Elmar Brock "dass es Reihenfolgen gibt"

zu allererst kommt die Frau Bundeskanzler, dann kommt lange nichts gefolgt von der einzig kompetenten in der Regierung Frau Fekter, dann bitte mit gebührenden Abstand die österreichischen Schießbudenfiguren mit der Spitze Faymann!

Re: Elmar Brock "dass es Reihenfolgen gibt"

...der einzig kompetenten in der Regierung Frau Fekter...

Hab ich was versäumt?!?

Re: Re: Elmar Brock "dass es Reihenfolgen gibt"

unter den Blinden ist der Einäugige, König!

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immer oefter gebe ich

im ausland an, deutscher zu sein - fiel zuerst sehr, sehr schwer natuerlich und ich erbrach mich oft bei den worten aber es wird einem mit jedem tag leichter gemacht
=^)

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Re: immer oefter gebe ich

Kommt auch drauf an wo. In vielen Touristengebieten wird man sich von ihnen abwenden, wenn man hört, dass sie Deutsch sprechen. Wenn die Leute dann erfahren, dass man Österreicher ist, sind sie meist wieder freundlich.

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Hr. Faymann vollzieht,

nach vielen Jahrzehnten der Hartwährungspolitik im Einklang mit Deutsschland, nun auch offiziell die Kehrtwende zu Weichwährungspolitik und Inflation.

Ob aus Unverständnis oder dem neuen französischen Idol nacheifernd ist dabei sekundär. Der Einschnitt jedoch, wenn man ihn so weiter machen lässt, wird sehr bald für alle deutlich spürbar werden. Sowhl bei der Wirtschaft, als auch bei den bisherigen, politischen Verhältnissen.

Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Zäsur tatsächlich auch der Wunsch der Mehrheit der Österreicher ist.

15 1

Re: Hr. Faymann vollzieht,

Was die Mehrheit der Österreicher will interessiert niemanden, sonst hätten wir ja eine direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild.

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Der Wohnbaustadtrat glaubt halt


dass wenn er die Frau BK Merkel kritisiert - er sich international profilieren kann.

In Wahrheit verrät Faymann die Interessen Österreichs.

beruhigend,...

dass der österreichische Ministerpräsident, der Frau Bundeskanzler nichts zusagen hat!

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Dieser österreichische Verschleuder des Volksvermögens

soll endlich seinen Mund halten. Der wäre ja nicht einmal im Stande und fähig einen kleinen Laden zu führen.

 
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