Ticker-Nachlese. Die Auftritte des ehemaligen ÖVP-Klubchefs Stephan Tauschitz und des Ex-Landesrats Achill Rumpold sorgten am neunten Verhandlungstag in der Causa Birnbacher für Wirbel. Beide dementierten die Aussagen des BZÖ-Abgeordneten Stefan Petzner. Er hatte ausgesagt, Tauschitz, Rumpold und Ex-ÖVP-Landeschef Josef Martinz hätten dem damaligen Landeshauptmann Jörg Haider 2007 einen Besuch abgestattet. Thema sei Parteienfinanzierung gewesen.
Tauschitz widersprach: "Das Gespräch hat nie stattgefunden." Überhaupt sei er nur ein einziges Mal zu Lebzeiten Haiders in dessen Büro gewesen - ohne Petzner. Damit steht Aussage gegen Aussage.
Auch FPK-Finanzlandesrat Harald Dobernig wurde befragt. Ihm und Ex-FPK-Chef Uwe Scheuch wird von Steuerberater Dietrich Birnbacher vorgeworfen, 500.000 Euro verlangt zu haben. Dobernig bestritt die Vorwürfe. Er sei Büroleiter gewesen und habe mit den Finanzen der Partei nichts zu tun gehabt. Birnbacher, der ebenfalls anwesend war, rief dazwischen: "Der Zeuge lügt."
Weiters unterstellte Birnbacher Dobernig, dass dieser ihm eine Verzichtserklärung seiner Honorarforderung zugunsten von Haider und Martinz sowie die Vereinbarung mit der Kärntner Landesholding vorgelegt habe. Auch das bestritt Dobernig. Am fraglichen Tag sei im Kalender des Landeshauptmanns für 16 Uhr ein Termin mit den KLH-Vorständen, Martinz und Birnbacher eingetragen gewesen. Er habe daran nicht teilgenommen.
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