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Martinz bekommt "Schandgeld"-Sparbuch zurück

07.08.2012 | 14:57 |   (DiePresse.com)

Der ehemalige Chef der Kärntner ÖVP überreichte dem Richter ein Sparbuch mit 65.000 Euro - um seine "Restehre" zu retten. Die Landesholding hätte das Geld gerne, der Richter nicht.

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Richter Manfred Herrnhofer hat am Dienstag im Prozess in der "Causa Birnbacher" am Landesgericht Klagenfurt das Sparbuch mit der Einlage von 65.000 Euro dem Anwalt des früheren Kärntner ÖVP-Chefs Josef Martinz, Alexander Todor-Kostic, zurückgegeben. Er sehe keine Handhabe, das Sparbuch zu behalten. Immerhin hätte Todor-Kostic die Ausfolgung des Betrags an die Holding abgelehnt, so Herrnhofer. Der wegen Untreue angeklagte Martinz hatte das Büchlein am Montag dem Gericht überreicht.

Martinz hatte den Betrag, den er als "Schandgeld" bezeichnete, von Steuerberater Dietrich Birnbacher in einem Kuvert erhalten und nach eigenen Angaben im Wahlkampf ausgegeben. Mit der Rückgabe wollte er seine "Restehre" retten, so der Politiker.

Landesholding beansprucht "Schandgeld"

Am Vormittag hatte die Kärntner Landesholding Anspruch auf das Geld erhoben. Das bestätigten die KLH-Vorstände Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander, die sich ebenfalls wegen Untreue verantworten müssen. "Es ist ja Ihre Verantwortung, dass es keinen Schaden gegeben hat", meint daraufhin Richter Manfred Herrnhofer zu Megymorez. Er gehe davon aus, dass kein Untreueschaden entstanden sei, was aber einen Betrugsschaden nicht ausschließe, antwortete Megymorez. Dieser Meinung schloss sich Xander an.

Martinz-Anwalt Alexander Todor-Kostic sprach sich dagegen aus. Sollte sich im Rahmen der Beweisführung herausstellen, dass überhaupt ein Schaden bei der KLH eingetreten sei, dann werde sich sein Mandant einer rechtskräftigen Entscheidung beugen, erklärte er. Wenn es sich jedoch nicht um Untreue handle, dann wären die 65.000 Euro als Schenkung zu definieren und es sei ein Erlagsverfahren einzuleiten, so der Verteidiger.

War es eine Schenkung?

"War es eine Schenkung?" fragte der Richter Birnbacher am Vormittag. "Nach meinem Dafürhalten nicht. Es war eine Parteispende, nachdem Martinz gesagt hat, er braucht für den Wahlkampf immer wieder Gelder, wenn er durchs Land zieht", erklärte Birnbacher. Er habe die Zahlung im Zusammenhang mit der "Drittellösung" gesehen.

Der Steuerberater hatte in seinem Geständnis ausgesagt, dass der damalige Landeshauptmann Jörg Haider, Martinz und er vereinbart hätten, sein Millionenhonorar, das er im Zuge des Verkaufs der Kärntner Hypo-Anteile an die BayernLB erhalten hatte, zu dritteln.

(APA)

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30 Kommentare
 
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Gast: ökono-mist
23.08.2012 16:20
0 0

Eulenspiegeleien...


Für mich ist das keine Sensation, sondern nur historisch logisch: Wer vom Geruch der gerichtlich servierten Speisen satt werden mußte, hat auch nur - Till Eulenspiegel gleich - mit dem Klang seiner Münzen zu bezahlen.

And now they are white.

Gast: neunmalklug
09.08.2012 08:05
0 1

NIEMAND...

Niemand gibt aus seinem Privatvermögen Geld zurück, welches er angeblich bei Wahlkämpfen ausgegeben haben will.

Diese Aktion ist ein ganz klares Eingeständnis dafür, dass er sich mit den € 65.000,- selbst bereichert hat.

Re: NIEMAND...

so monokausal kann man das nicht betrachten.

nur weil sie das nicht machen würden, oder sich nicht vorstellen können, muss das für andere nicht auch zwingend gelten. es ist kein naturgesetz.

Gast: Peter Kanalgitter
08.08.2012 07:04
0 0

Was ich nicht verstehe

Warum hat jeder Komiker von denen ein komisches Armbändchen und eine viel zu große Uhr um?
Ist das ihr Erkennungszeichen? Bei Petzner und Dobernick lass ich das ja noch durchgehen aber nicht bei gestandenen Männern,bei harten Holzfällern.

Gast: Peter Kanalgitter
08.08.2012 06:45
1 0

Alle sind angefressen

Sogar die Kärntner auf der Baustelle haben die Nase gestrichen voll. Diese Töne hörte man früher nie.
Die FPÖ wird sich noch wundern.
Apropos hat nicht Dobernick erst kürzlich wieder ein 100 Millionen Euro Geschäft alleine durchgezogen?
Ich sage nur Holzauge sei wachsam.

Gast: Klagenfurter Szene II
08.08.2012 06:23
1 0

Stimmen eigentlich die Finanzen?

Auch die sind in den letzten Jahren fragwürdig geworden!
Dobernig ein Fall für sich, der auch Kärnten in Geißelhaft hat!

Gast: Insider aus dem Süden
08.08.2012 06:21
2 0

Dobernig denk einfach nach, das Kartenhaus fällt sowieso zusammen!

Dobernig es ist dir, aber auch Dörfler bekannt, dass es auch Geld aus dem Irak und Libyen gegeben hat! Die Konten im Ausland schon vergessen?
Außerdem für wie blöd stellt ihr die Bevölkerung hin?
Neuwahlen und weg mit den Gesichtern Scheuch, Dobernig, Dörfler, Ragger, Xantner, Megymoricz......

60% der Bevölkerung will Neuwahlen und zwar ohne euch Sesselkleber und Kärntenruinierer!

Gast: Peter Kanalgitter
08.08.2012 06:19
2 0

Ehrloser Geselle

Es tut mir leid aber dieser Knilch ist mir zutiefst unsympathisch. Auch ein Grund dafür warum ich nicht mehr FPÖ wählen werde.
Ganz Österreich weiß das der am laufenden Band den Richter anlügt. Ein alter Mann namens Birnbacher hat es ihm eh ins Gesicht gesagt.

Der Dobernig lügt,

wenn er den Mund aufmacht!

dieser Prozess

übertrifft wohl alles Bisheriges....soviel Delinquenz bei Politikern....Chicago 1930 lässt grüssen....

Gast: Wolfsbergerin
07.08.2012 23:00
2 0

Wo ist das Geld.....

Wo ist das Geld, dass die vielen Schulden verursacht hat in Kärnten?

Immobilien, Schwiez, Lichtenstein....
hohe Fördergelder...

Re: Wo ist das Geld.....

in Bräunungsstudios, landwirt-schaftlichen Betrieben, Lederhosen und braunen Jankern.
Die Kärtner sollten sich bei der nächsten, hoffentlich baldigen Wahl, entscheiden.
Schöne, braune Haidernachkömmlinge. oder neue Gesichter.
Wie ist das mit dem Frauenqoute?
Frauen sind korrekter und ehrlicher.

Re: Re: Wo ist das Geld.....

da haben sie recht. mehr frauen gehören in die politik (nicht nur in afrika). aber bitte nicht eine volksschullehrerin als bildungsministerin etc., keine quotenfrauen.
denn frauen sind die hüter der familien, denken nicht nur an sich, sondern auch an zukünftige generationen… und langfristiges denken und handeln über legislaturperioden hinaus fehlt in unserer parteilandschaft.

Gast: Büderlleser!
07.08.2012 20:54
1 0

ich habe das Gesicht jetzt in viele viele.....

...Einzelteile zerlegt, natürlich nur bildlich.....das Ergebniss sagt aus, dass dieser Mensch ügt, er ügt so schlecht, dass einem schlecht werden könnte.....die ganzen Gesichtsmuskeln sind lose geworden, sein Kopf denkt etwas anderes als er bei den Mundöffnung rauslässt!
be.es: seine Augen sind auf die Wahrheit fixiert, das zeigt der Stillstand im Blick!
"Man kann viele Menschen beügen, aber NIE seinen eigenen Körper"!

Diese Gfrieser wie Matninz, Dobernig, usw,

lachen alle in die Kamera. Und nicht nur dorthin. Sie lachen UNS (das Volk) aus.

Alle einmal für vier Wochen in U-Haft, dann wird Ihnen das Lachen schon vergehen.

Gast: b754
07.08.2012 17:02
7 3

dieses falottentum der scheuchs ist demokratiegefährdend

und der strache macht jetzt auf saubermann und die dümmsten glauben ihm das auch noch

Re: dieses falottentum der scheuchs ist demokratiegefährdend

man muss ihm zugestehen, dass er ein guter politiker ist - leider auf der seite von uwe vader & co.
sein zib2-interview war von der komm.-strategie her gut an die situation adaptiert gelöst.
und so voller nlp-phrasen und zeigen auf die anderen, dass gerade sympathisanten ihm das allzu leicht abkaufen und ihn wählen werden.

kritisch betrachtet aber immer dieselbe (verantwortungslose) reaktion. bei heiklen fragen spieß umdrehen, sie nicht beantworten und statt dessen wie ein maschinengewehr slogans zu dreschen und auf andere zu zeigen.
und wenn er gar nicht auskommt zu antworten, dann wird alles auf ein "system" geschoben, in dem die fpk/fpö gefangen ist, das aber andere zu verantworten haben.

meta-strategie: opfer sein und täter in den eigenen reihen zu opfern stilisieren.was war zuerst da? das opfer oder der täter? ist es denkbar, dass jemand erst zu einem täter wird, wenn es jemanden gibt der ihn anklagt? wie viele wähler werden erkennen, dass man opfertypen nicht in die regierungsverantwortung lassen kann? opfer gehören in die opposition, verantwortung ist nicht deren sache.

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Re: dieses falottentum der scheuchs ist demokratiegefährdend

Nicht die duemmsten , die Zahnlosen

3 1

Dass ein Angeklagter öffentlich dem Richter ein Sparbuch mit €65000 überreicht geht auch nur in Kärnten.

Vielleicht sollte er damit warten bis die Kamera aus ist,
in Kärnten hat das sicherlich schon öfter
einen schlagartigen Umschwung bewirkt.

Es gilt die Unschuldsvermutung. :D

0 0

Re: Dass ein Angeklagter öffentlich dem Richter ein Sparbuch mit €65000 überreicht geht auch nur in Kärnten.

Richtig, bestechung vor laufender kamera konnten sich sonst nur mafiosis leisten.

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Ich find das nur mehr widerlich . Entweder hast du "Ehre und Anstand" oder du hast gar nichts mehr. Ab ins Bergwerk mit diesen miesen Typen aller Parteien!!!!!!

Sparbuch 65.000

Der Martinz hat eben dem Birnbacher 12 Millionen geschenkt...

... da wird wohl der Birnbacher dem Martinz noch 65000 Euro zurückschenken dürfen.

Gast: Das fängt schon wieder genau so an.....und ein .rottel muss büßen!
07.08.2012 16:07
6 1

Spürt ihr es???....

....dieser Prozess ist auf die gleiche Justizstrasse aufgefahren, wie die Justizfahrt im Bawag-Prozess.......andauernd wird über die 65 000 Euro geredet, zweifellos VIEL Geld, ABER der Ausgangspunkt sind 6 000 000 Euro (SECHSMILLIONEN).......WO SIND DIE RESTLICHEN 5,9 MILLIONEN EURO???......wenn diese Verhandlungen wieder genau so verlaufen wie die von der Bawag-Causa, WO SICH DAS GERICHT ÜBER DEN VERBLEIB DER MILLIARDEN NICHT UND NICHT INTERESSIERT HAT, WEIL ANGEBLICH NICHT INTERESSANT FÜR DIE JUSTIZ, dann sollte man sich wirklich überlegen, ob man sich in diesem Land noch länger für deppert anschauen lässt....the world is big!

Antworten Gast: freiheit
07.08.2012 17:55
2 1

Re: Spürt ihr es???....

das frage ich mich auch und der birnbacher redet ja ueber eine drittel teilung. bei einem honorar 6mio welches nur 300 000 wert ist - und bis jetzt wird nur ueber 65 000 gesprochen.... das laesst extrem viele fragen offen....

Ein interessanter ...

... Gedanke, der nicht unrealistisch ist.

Gast: fj
07.08.2012 15:59
1 0

Restehre

Herr Rat, ich hätt gern zehn Deka Restehre. Was? Die ist nicht mehr ganz frisch - macht nix, ich nehm sie trotzdem. Da hams a Sparbuch. Der Rest ist für sie.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com

 
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