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Strache: "Haider ist korrumpierbar geworden"

07.08.2012 | 13:36 |   (DiePresse.com)

Der Obmann der Freiheitlichen distanziert sich klar vom früheren FPÖ-Parteiobmann Jörg Haider. Neuwahlen in Kärnten könnten nur unter bestimmten Bedingungen stattfinden.

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FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat sich am Dienstag erstmals nach seinem Urlaub zu den Ereignissen in der Kärntner Polit-Landschaft geäußert. Dabei distanzierte er sich bei einer Pressekonferenz klar vom früheren, inzwischen verstorbenen FPÖ-Parteiobmann Jörg Haider. Dieser sei zwar angetreten, um das über Jahre gewachsene System des Machtmissbrauchs aufzubrechen. Letztlich sei er aber gescheitert. "Offensichtlich wurde auch Haider korrumpierbar", so Strache.

Er selbst sei es gewesen, der die Fehlentwicklung 2002 aufgezeigt habe und dafür sei er als der "Böse" und als "Putschist" hingestellt worden. 2005 mit der FPÖ-Spaltung, als Haider das BZÖ gegründet hatte, habe Strache in seiner Partei hingegen den "Selbstreinigungsprozess" durchgesetzt. "Ich und mein Team behielten Recht. Wenn jemand behaupten kann, dass er für Säuberung und Bereinigung in seinem Team steht, dann bin ich das", so Strache.

Vier Bedingungen für Neuwahlen

Neuwahlen in Kärnten sei er nicht abgeneigt - allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. So habe er in einer Telefonkonferenz mit den Spitzen der Kärntner Freiheitlichen vier Eckpunkte besprochen.

Erstens brauche es gesetzliche Rahmenbedingungen, damit im Wahlkampf keine neuen Grauzonen entstehen können. Dabei verwies Strache auf den von Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler eingebrachten Vorschlag für einen plakatfreien Wahlkampf und eine Kürzung der Wahlkampfkosten. Zweitens sollen die Kontrollrechte für den Landesrechnungshof ausgebaut werden. Gefordert wird weiters ein "Demokratiepaket für den Landtag", mit dem kleine Fraktionen mehr Möglichkeiten erhalten sollen, etwa was die Schwelle für den Klubstatus betrifft. Zuletzt dürfe nicht verhindert werden, dass die Kärntner Landesregierung eine Verfassungsklage gegen den Euro-Rettungsschirm ESM einbringen könne. Strache führte hier die "Absicht" der SPÖ an, mittels "Notverordnung" Neuwahlen in Kärnten zu erzwingen.

Dörfler solle diese vier Punkte nun mit den anderen Parteien diskutieren. "Ich bin guter Dinge, das man sich hier zusammensetzt und schnell zu einem Einvernehmen kommt", gab sich Generalsekretär Herbert Kickl überzeugt. Sobald alle Punkte umgesetzt würden, stünde Neuwahlen nichts mehr im Wege. Einen konkreten Termin nannte Strache aber nicht: "Das kann von Herbst bis Frühjahr der Fall sein."

ÖVP "war der einzige Nehmer"

Den Wechsel an der FPK-Spitze von Uwe zu Kurt Scheuch und damit innerhalb der Familie hat für die FPÖ keinen seltsamen Anschein. Im Gegenteil: Strachte zollte Uwe Scheuch für seinen Rücktritt "Respekt" und hatte Verständnis, dass er aufgrund der "medialen Hetze" seine Familie und Partei schützen wollte: "Das ist zu respektieren und zu schätzen."

"Wir wollen kein System, wo eine Kollektiv-Schuldvermutung etabliert wird", so Kickl. Auch Strache lehnte "politische Vorverurteilungen" und Hysterie ab und pochte auf "faire Prozesse". Der FPÖ-Chef meinte auch: "Wer die Nehmer sind, steht fest, das ist ein ÖVP-System". Diese seien die einzigen gewesen, die kassiert haben.

(APA)

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61 Kommentare
 
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Gast: Wetterfrosch90
09.08.2012 00:34
0 0

Das Foto ist genial: Die Hautfarbe von Strache sieht aus wie bei einem Morokkaner;-)

Anspielungen auf freiheitlichen Wahlkampf rein zufällig

Gast: Marcel1
08.08.2012 15:08
0 0

Strache heute so, morgen so. Was zählt sein Wort?

Erst schwärmte Strache von Haider. Dann verteufelte er ihn. Nach dessen Tod wurde Haider wieder von Strache gehuldigt. Nun ist das Pendel wieder in der anderen Richtung.

Auch über Uwe Scheuch verlor Strache lange kein gutes Wort. Nun ist er sein super Spezl.
Mal schauen, wie das muntere Hin und Her ausgeht.

Gast: Aus Wolfsberg
07.08.2012 20:58
3 1

Strache schon gehört was dem Dörfler letztes Wochenende passiert ist?

Freunde haben erzählt, dass Dörfler beim Fussballspiel in Wolfsberg letztes Wochenende ausgepuhhht wurde, beschimpft wurde und mit Bier beschüttet wurde und er will noch immer nicht abtreten?
60% der Bevölkerung will Neuwahlen aber sofort!

FPK&FPÖ wehrt euch noch länger, desto weniger Stimmen werdet ihr erhalten!

Der Schaden für die Kärntner Wirtschaft und dem Tourismus wird von Tag zu Tag größer!

Antworten Gast: Erich, Stmk
08.08.2012 06:38
1 1

Re: Strache schon gehört was dem Dörfler letztes Wochenende passiert ist?

Was, wo? Dörfler wurde beschimpft beim Fussballspiel?
Gibt es Bilder vom Sesselkleber?

Gast: Korrupty
07.08.2012 20:27
2 0

Charakter ??

Hr. Strache leider sind in ihren Reihen auch nur geistig überforderte Sesselkleber
Kein einziger ihrer Steuergeldverschwender hat für Österreich eine Leistung erbracht
Ihre Parteifunktionäre sind geistig überfordert haben einen miesen Charakter und schauchen nur auf die eigene Hosentasche
Leider sind sie und ihre Demonkratie -Verhinderer auch nicht mehr wählbar
Schade!!!

Gast: Die Wahrheit
07.08.2012 19:58
4 1

Zitat:

"Nur die FPÖ könne das "Erbe" von Jörg Haider "retten und bewahren" (HC Strache, Dezember 2008, http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/haider/1698147/index.do)

Gast: Spalter!
07.08.2012 18:57
2 0

Strache ...

... ist halt ein alter Spalter: http://www.youtube.com/watch?v=BBGmUI0u7Ic

Gast: supersauber
07.08.2012 18:32
4 1

Strache distanziert sich von Strache.

Als nächstes distanziert sich Strache wohl noch von sich selbst. Nach Haiders Tot hat Strache noch behauptet, er und Haider hätten sich versöhnt. Und dann hat Strache gesagt, die FPÖ - nicht das BZÖ - seien die wahren Erben Haiders (http://newsv1.orf.at/081221-33059/?href=http%3A%2F%2Fnewsv1.orf.at%2F081221-33059%2F33059abs_news.html). Also bitte Herr Strache, schauen Sie nach Kärnten, dort finden Sie Ihr Erbe!

Gast: Klognfurta
07.08.2012 17:37
3 3

Starche ein paar Fragen:

Glauben es mach Sinn für das BUndesland Kärnten, wenn die selben Personen (Scheuch, Dobernig, Dörfler, Ragger) zur Wahl antreten?
Warum verbinden sie Neuwahlen mit 4 Bedingungen?
Können die FPKLér nicht selbst entscheiden und müssen sie als ahnungsloser aus Wien mitreden?
Können sie uns erklären, wie Kärnten mit Politikern wie Dobernig, Scheuch, Ragger, Dörfler das Vertrauen in die korrupte Politik in Kärnten bei Tourismus, Wirtschaft und dem Ausland wieder zurück gewinnt?
Haben sie sich schon einmal in die Lage der Kärntner Bevölkerung, Wirtschaft und Tourismus versetzt, was uns DÖRFLER; RAGGER; DOBERNIG; SCHEUC´s antun?
Glauben sie wirklich das Dörfler als Parteikassier und LHstv nichts von all dem gewusst hat?
Glauben sie das es dem LAnd nützt wenn Dörfler aussagen tätigt der Kaiser soll einmal etwas arbeiten während die FPK Falotten sich vor der Arbeit drücken und ständig ausziehen?
Für wie blöd halten sie das Volk?

STRACHE, sie sind eine LAchnummer!

Sehr "glaubhaft"

Ach, jetzt, sieben Jahre später, fällt dem Strache das ein? Entweder er lügt, oder er hat nicht den Mumm gehabt, das öffentlich zu machen, solange Haider noch lebte. Beides ein Armutszeugnis.

Gast: Gernot & Gunther
07.08.2012 17:24
5 3

Habens keinen Posten gehabt, er ist schon wieder da und redet Schwachsinn!

STRACHE die FREIHEITLICHEN in Kärnten sind korrumpierbar geworden! Alle ihre Kärntner FREIHEITLICHEN haben vom System HAIDER profitiert!

Sagen sie der Kärntner Bevölkerung WO das GELD ist? Von woher kommen die vielen Schulden? Was wurde mit dem Geld gemacht?

Mich wundert es nicht, dass sie auf Geburtstagsparties von FPK und FPÖ nahen Firmen in Kärnten anzutreffen sind!

Neuwahlen jetzt, damit das FPK und FPÖ nichts weiter vertuschen und zudecken kann!

Was hat ESM mit der Korruption der FREIHEITLICHEN zutun?

Sie müssten als ehemaliger Vertrauter HAIDER´s ebenfalls einiges zu Aufklärung beitragen können!


Antworten Gast: Nachgeschaut und interessant
08.08.2012 06:36
0 0

Re: Habens keinen Posten gehabt, er ist schon wieder da und redet Schwachsinn!

Danke für den Hinweis....

Es gibt auf der Homepage der LR Ktn interessante Bilder.
Aber auch zu finden unter Google: Bilder Strache & Dörfler!

Herr Strache gefallen ihnen diese Geburtstagsparties?

Gast: Orange-in-Wien
07.08.2012 17:21
1 2

jetzt hat man die wahl

Liebe Damen und Herren!
Glauben Sie dem toten LH Jörg Haider(der sich nicht mehr wehren kann ) der HC Strache.

Sie haben die Wahl.

Ich glaube natürlich dem Parteigründer des BZÖ.
Erstens aus Loyalität, zweitens weil er im Gegensatz zum FPÖ-Chef uns im Moment ganz sicher NICHT anlügt!


Antworten Gast: Orange-in-Wien
07.08.2012 21:55
2 0

Re: jetzt hat man die wahl

Mir war klar, dass ich mit Repressalien rechnen muss(negative Bewertung).
Aber ich dachte mir: Besser man sagt was man fühlt und denkt (und zwar nüchtern), als man ist in Ibiza und meldet sich in heiterer Manier zurück und erzählt lauter Märchen.... als ob wir Wähler noch unmündige Kinder wären...

Gast: ADVOCATUS DI
07.08.2012 17:07
1 3

HCS-EIN SUMPER

Der Jörg HAIDER mag alles mögliche gewesen sein, wie z.B.:
# Ein Homo, und,
# Ein Korruptionist,und,
# Ein völlig skrupelloser Trickser,aber, er war auch:
a.Hochintelligent, daraus abgeleitet: Ein ausgezeichneter strategischer und taktischer Denker,
b.Charismatisch und charmant!!
Im Gegensatz dazu bleibt HCS, was immer er sagt und tut:
EIN EINFALLSLOSER SUMPER!!
Wenn das Wahlvolk seine billige Trickserei endlich durchschaut hat, er gegebenenfalls-POLITISCHE VERANTWORTUNG TRAGEN MUSS, dann ist die FPÖ bereits wieder auf einer radikalen Talfahrt!!
Von Jörg HAIDER und dessen exzellentem Polit-Talent kann der HCS-nicht einmal träumen, DIXI!!

Antworten Gast: Da Bese
07.08.2012 17:40
2 4

Re: HCS-EIN SUMPER

Warten Sie ab, wie sich Strache als Kanzler macht. Besser als Faymann wird er sicher! Das ist jetzt schon fix.

Natürlich wird es echte Reformen geben, aber die werden so gut sein, dass die FPÖ mit Sicherheit auch als Regierungspartei weiter zulegt.

Zum Wohle Österreichs kann Strache von mir aus die ÖVP bestechen, damit sie z. B. einer Tobinsteuer von 100 Prozent, die im voraus auf jede Zahlung des ESM zu leisten ist, anfällt.

Damit kann der ESM fordern was er will, die Tobinsteuer frisst gleich die komplette Überweisungssumme auf.

Nur allein kann die FPÖ das (vermutlich wird sie keine absolute Mehrheit bei den nächsten Wahlen schaffen) nicht durchziehen können. Irgendwie ist es ja ein Glück, dass die SPÖVP-Bonzen so bestechlich sind, denn diesen Umstand kann man auch zum Wohle Österreichs nutzen, wie man beim Kauf der Zustimmung der ÖVP in Kärnten zum Verkauf der Hypo Alpe Adria gesehen hat, was enormen Schaden von Kärnten und Österreich fern gehalten hat.

Danke Jörg! Aber auch mit Strache bin ich zufrieden!

Antworten Antworten Gast: gast0815
07.08.2012 18:24
1 0

Re: Re: HCS-EIN SUMPER

Strache ist nichts als ein Wiener der sich nicht einzumischen hat. Im übrigen wenn die FPÖ von Reformen spricht glaub ich denen als Kärnter gar nichts. Die verhindern Reformen, die Abschaffung des Proporzes ist nur ein Beispiel. Wenn die an den Hebeln sitzen sind vergesssen sie was sie dauernd posauenen, die Wichtikusse.

Gast: Da Bese
07.08.2012 16:17
3 8

Ein Regierungsbeschluss braucht eine Mehrheit um umsetzbar zu sein!

Strache hat noch nie regiert. Und um regieren zu können braucht man eine absolute Mehrheit - auch wenn es rein theoretisch ohne dieser geht, so geht es praktisch nicht.

So wie die Aussagen vor Gericht ablaufen, sieht alles so aus, als hätte man die Zustimmung der ÖVP zum Verkauf der Hypo Alpe Adria erkauft.

Aber was wäre denn die Alternative gewesen? Nicht verkaufen und zusehen wie die SPÖVP-Bonzenhochburg Hypo Alpe Adria Kärnten in den Ruin reißt.

Haider war sehr klug und ihm war zum Zeitpunkt des Verkaufs der Hypo Alpe Adria sicher klar, dass Kärnten die immer größeren Haftungen im Fall des Falles nicht stemmen kann. Daher suchte man einen Käufer für die HAA, der diese übernimmt samt sämtlichen Risken. Man fand den Käufer in Bayern und nun brauchte man aber die Zustimmung der ÖVP zum Verkauf, da das BZÖ keine absolute Mehrheit hatte.

Hätte Haider Kärnten vor die Hunde gehen lassen sollen? Da war meiner Meinung nach der Kauf der ÖVP-Zustimmung völlig in Ordnung. Die ÖVP fühlte sich auch im Recht das Geld zu nehmen, da ja ihre Bonzen in der SPÖVP-Bonzenhochburg Hypo Alpe Adria vielleicht ihre überbezahlten Jobs im Zuge des Verkaufs verlieren würden.

Meiner Meinung nach war die Bestechung der ÖVP vollkommen in Ordnung im Interesse Kärntens! Ohne Zustimmung der ÖVP hätte das BZÖ die Kärnter Hypo unmöglich verkaufen können.

Wenn einer Regierungspartei Angst und Bang wird wegen wachsendem Risiko muss sie das minimieren, wennn nötig mit Bestechung für eine Mehrheit!

Antworten Gast: gast0815
07.08.2012 18:29
3 1

Re: Ein Regierungsbeschluss braucht eine Mehrheit um umsetzbar zu sein!

Die Haftung beträgz derzeit 16Mrd., das Land muss immer noch haften Sie Held.
Wäre nicht die Notverstaatlichung, wären uns Kärntnern die damals 18Mrd Haftung um die Ohren geflogen.

Re: Ein Regierungsbeschluss braucht eine Mehrheit um umsetzbar zu sein!

1. Bestechung und Korruption ist niemals in Ordnung oder gerechtfertigt. In bestimmten Kreisen scheint sich das offenbar noch immer nicht herumgesprochen zu haben.

2. Die finanziellen Risiken für das Land Kärnten durch Milliardenhaftungen für die HGAA fielen nicht vom Himmel. Diese sind unter der Ägide Jörg Haiders entstanden um das exorbitante Wachstum der Bank zu ermöglichen.

3. Durch den Verkauf verschwanden diese Risiken für das Land Kärnten keineswegs. Nur weil die Bayern neuer Eigentümer waren verschwanden die Milliarden an Landeshaftungen nicht. Folglich war der Verkauf an die Bayern keine Lösung für das Haftungsproblem.

Antworten Antworten Gast: Analyst 829
07.08.2012 17:06
2 2

Re: Re: Ein Regierungsbeschluss braucht eine Mehrheit um umsetzbar zu sein!

Wenigstens das durchlassen, damit der Unsinn widerlegt wird, wonach Kärnten nach dem Verkauf noch haftete.

Auch wenn es ein Link zur Konkurrenz ist:

http://www.profil.at/articles/1004/560/260544/hypo-alpe-adria-kaufvertrag-bayernlb

Unten im Text des Links gibt es einen Link zu einem PDF das den Kaufvertrag der Hypo Alpe Adria zeigt - die Bayern übernehmen definitiv SOFORT mit dem Kauf die volle Haftung!

Nur wenn Bayern bankrott gegangen wäre, da es die Milliarden im Zuge einer Haftung nicht auftreiben hätte können (ist offen gesagt ausgeschlossen) hätte Kärnten den Rest zahlen müssen.

Ist einfach so laut Vertrag.

Das ist leider völlig falsch.

In Ihrem Link geht es um allfällige Gewährleistungsansprüche des Käufers, d.h. beispielsweise die Frage, ob die Bayern über die Risiken, die in den Büchern der HGAA versteckt waren, getäuscht wurden und ob sie dies geltend machen können. Auf die Landeshaftung hat das keinen Einfluss.

Durch den Verkauf der HGAA blieb die Haftung des Landes Kärnten für die Verbindlichkeiten der Bank weiter im vollen Umfang aufrecht.

Im Geschäftsbericht des Jahres 2009 der HGAA (Seite 150) können Sie die Haftung des Landes Kärnten für die Verbindlichkeiten der Bank auch eindeutig entnehmen.

Haftungsvolumina 2008: 21,49 Milliarden Euro
Haftungsvolumina 2009: 19,37 Milliarden Euro

http://www.hypo-alpe-adria-bank-annualreports.com/2009_annual_report/geschaeftsbericht-2009-download.47.htm

Im Jahr 2009 wären diese 19 Milliarden ohne Verstaatlichung der Bank für das Land Kärnten schlagend geworden.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Da Bese
08.08.2012 09:29
0 1

Kein Punkt in der Überschrift, das schmerzt und bitte sinnerfassend lesen lernen!

Sie können einfach nicht sinnerfassend lesen!

Kärnten haftet, ja - und das habe ich ja auch nie bestritten und auch geschrieben - nur wenn der Freistaat Bayern die Haftungssumme nicht mehr aufbringen kann. Genau deshalb hat die HAA nach dem Verkauf an Bayern bessere Konditionen ihren Kunden bieten können, da der Freistaat Bayern sogar billiger als die Republik Österreich (Kärnten zahlt noch mehr) Kredit bekommt und dadurch natürlich Geld billiger weiterverborgen kann. Für die Sparer ändert sich, dass sie bei gleichen Zinsen eine bessere Sicherheit haben durch den Freistaat Bayern.

Die Bayern übernehmen sofort die volle Haftung - uneingeschränkt! Noch dazu österreichisches Recht gilt, das bekanntlich unsere Politiker selbst machen und daher z. B. bei den für Wien so verlustreichen Leasingverträgen, die Wien schon Milliarden gekostet haben, nicht angewandt wird (da wird US-Recht angewandt, das die dortigen Lobbys zu IHREN Gunsten zurechtbiegen und damit eben Wien und anderen Opfern Milliardenverluste bescheren)...

Weil österreichischisches Recht gilt, darf im Zuge eines Firmenverkaufs der Kunde nicht schlechter gestellt werden und daher haftet Kärnten weiter, aber ZAHLEN muss Kärnten nur, wenn die Bayern nicht die Haftungssumme zusammenkratzen können und da nur den Rest. Wobei Bayern 19 Mrd. mit Sicherheit aufbringt.

Lesen und VERSTEHEN sie z. B. auch Punkt 7.2 Der Käufer hat keine Rechte gegen die Übergeordneten Rechtskörper, Angestellten, Leitungsorgange....

Im Klartext: Die gut 18 Milliarden Landeshaftung wären schlagend geworden im Falle des Konkurses der HGAA und das nicht erst wenn der Bayern LB oder gar dem Freistaat Bayern das Geld ausgegangen wäre.

1. Also mit dem sinnerfassenden Lesen scheinen Sie auch gewaltige Probleme zu haben, denn ich habe schließlich auch immer nur behauptet, dass die Haftungen durch den Verkauf an die Bayern nicht verschwanden - und mehr auch nicht.

2. Aber dennoch stimmt Ihre Darstellung keineswegs, dass Kärnten nur dann zahlen hätte müssen wenn dem Freistaat Bayern das Geld ausgegangen wäre.

Die Kärntner Haftung ist eine Ausfallshaftung, d.h. sie wird sofort mit der Insolvenz der HGAA schlagend und nicht erst wenn zuerst die Muttergesellschaft der HGAA, die Bayern LB, oder gar deren Eigentümer, der Freistaat Bayern, nicht mehr zahlen kann.

Die Bayern LB hätte 2009 die HGAA als selbständiges Bankinstitut auch in die Insolvenz schicken können. Die Folge für die Bayern LB wäre gewesen die Anteile an sowie die Forderungen gegenüber der HGAA vollständige abschreiben zu müssen. Für die Gläubiger der HGAA bliebe nur die Quote und die Ansprüche aus Haftungen gegenüber den Bürgen der HGAA, also dem Land Kärnten. Die Bayern LB hätte aber keinesfalls für die 18 Milliarden an Haftungen des Landes Kärnten einstehen müssen. Das steht auch nirgends im Vertrag.

Re: Das ist leider völlig falsch.

Noch ein kleiner Nachtrag (Quelle: Kleine Zeitung):

6. [...] haftet man mit?
ANTWORT: [...] Doch die Haftungen für die Hypo von aktuell 18 Milliarden Euro blieben als tickende Bombe beim Land.

7. Kann Kärnten pleite gehen, muss es nun mitzahlen?
ANTWORT: Beim Bank-Konkurs haften zuerst die anderen Hypos, die zum Teil Raiffeisen gehören, dann Kärnten. In Milliardenhöhe, sodass es pleite wäre. Der Bund müsste Kärnten retten. So wie jetzt die Hypo. Kärnten hat 2,5 Milliarden Schulden.

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/hypo/2231181/kann-kaernten-pleite-gehen.story

Re: Re: Das ist leider völlig falsch.

@gast123, kannst dir dein Blabla sparen. Seit der Notverstaatlichung haftet die Republik für die Milliarden. Kärnten ist damit aus dem Schneider. Wie sagte schon Uwe so schön: wer sant jetzt die Tockan?

 
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