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Neugebauer: Amtsverlust erleichtern

08.08.2012 | 18:16 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

Politiker sollen künftig leichter ihre Ämter verlieren können: Die ÖVP legt ein Modell vor, wonach sich Fälle wie jener Westenthalers nicht wiederholen könnten. Neugebauer will es demnächst der SPÖ präsentieren.

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Wien. Politiker sollen künftig leichter ihre Ämter verlieren können: Das ist der Kern eines neuen ÖVP-Papiers, das der Zweite Nationalratspräsident, Fritz Neugebauer, demnächst dem Koalitionspartner SPÖ präsentieren will und das der „Presse“ vorliegt. Demnach sollen Abgeordnete des Nationalrats oder Bundesrats, aber auch der Bundespräsident und Minister ihr Amt sofort verlieren – und zwar dann, wenn ihre Straftat ihrem Amt höchst „abträglich“ ist, dies unabhängig vom Strafmaß.

Beispiele für entsprechende Delikte sind falsche Zeugenaussage oder Betrug. Aktuell sind Abgeordnete in solchen Fällen vor Amtsverlust geschützt, solange ihre Strafe nicht ein Jahr bedingt oder unbedingt übertrifft. Käme das ÖVP-Modell, wären Fälle wie jener Peter Westenthalers (BZÖ) oder Susanne Winters (FPÖ), die einst verurteilt wurden, aber im Amt blieben, nicht mehr möglich.

Weiters sollen Politiker ihr Amt verlieren, wenn sie zwar keine „abträglichen“ Delikte begangen haben, aber entweder zu einem Jahr bedingt oder einem halben Jahr unbedingt verurteilt worden sind. Und zwar unabhängig davon, ob sie sich im Amt oder privat schuldig gemacht haben. Voraussetzung wäre, dass es sich um eine vorsätzliche Tat handelt. Aktuell gilt für Politiker „nur“ ein Mindestmaß von einem Jahr bedingt oder unbedingt, ehe sie ihr Amt verlieren. Neugebauer, der auch Beamtenchef ist, will aber eine Angleichung an die strengeren Regeln für Beamte, für die ein Jahr bedingt oder sechs Monate unbedingt als Messlatte gilt.

Die SPÖ will den ÖVP-Plan prüfen. Auf Ablehnung stieß FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit seiner Idee, Politiker sollten nach nicht rechtskräftiger Verurteilung in erster Instanz „suspendiert“ werden. Neugebauer dazu: „Die zweite Instanz ist abzuwarten.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)

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3 Kommentare
Gast: total crash
09.08.2012 06:53
1 1

Guter Vorschlag,den so gut wie alle, (unsere) österr.Polit-Korruptler,

können ohne das sie jemanden abgehen würden,
ihres Amtes verlustig gehen.

Alle, moralische Ungustl`n ,deshalb weg, auf Nimmerwiedersehen.

Gast: 1. Parteiloser
08.08.2012 18:38
2 0

Dann muss es auch für die pragmatisierten Totalversager gelten!

Dieser Misthaufen ist doch genauso krank, teilweise auch genauso korrupt, wie der Politikerhaufen. Das ist auch kein Wunder, sind doch diese beiden Gruppen ordentlich durchmischt und der Eine kann Nichts ohne den Anderen. Es gibt ja auch keinen Amtsträger, welcher das schöne Amterl (Posterl) nicht durch Parteignaden erhalten hat. Diese Betrachtung geht weit über Pragmatisierten hinaus und betrifft alle geschützten Bereiche (Parteienherrschaft!). Man kann den Politikermisthaufen niemals getrennt vom Beamtenmisthaufen betrachten und beurteilen. Der Neugebauer als oberster Beamtenlobbyist lebt die Ö Krankheit als Präsident der Gesetzgebung auch vor.

Wenn sogar, wegen Pädophilie verurteilte Menschen, durch Gerichte wieder zum Unterricht mit Jugendlichen geschickt werden, dann zeigt das doch, dass auch beim Beamtendienstrecht der totale Wahnsinn herrscht.

Die Vorgänge in der Politik in K (Wiener Privatstiftung, korrupter Inseratenkanzler, kaputter Strasser, etc.) sind rechtlich nicht wirklich gedeckt aber auch ohne brauchbare Rechtsverfolgung unglaublich grausig. Die Vorgänge des Beamtentums (gemeint alle geschützten Bereiche) sind rechtlich gedeckt, weil mit Beamtendominanz von der kranken Gesetzgebung zu geltenden Recht gemacht, sind aber am Ende genauso grausig.

Den Bürgern stellen sich die Fragen nach den Grausigsten in Ö. Scheuch, Strasser, Faymann, Sobotka oder doch die Typen Neugebauer, Foglar, Haberzettel? Eventuell auch der ÖBB Pöchhacker, Wrabetz, Nowotny?

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schon

bin auch dafuer, aber wo die beamten hernehmen, wenn die auch den gesetzen unterliegen? bei den piraten muss man aber ausnahmen machen!