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Broschüre: Bucher genehmigte Zahlung

08.08.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Josef Bucher gab als Aufsichtsrat der Kärntner Tourismusholding 100.000 Euro für die BZÖ-Wahlkampfbroschüre frei. Das Geld wurde vom Land zurücküberwiesen.

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Wien/Red./Apa. Nun trifft es auch BZÖ-Chef Josef Bucher: Nach den damaligen BZÖ-Landespolitikern Gerhard Dörfler, Uwe Scheuch und Harald Dobernig ist auch er – zumindest indirekt – in die Causa BZÖ-Wahlkampfbroschüre samt Imagevideo verwickelt. Denn Bucher genehmigte im März 2008 als Aufsichtsratsvorsitzender der Kärntner Tourismusholding (KTH) die Zahlung von 100.000Euro durch die KTH für das Imagevideo. Als Beschuldigter wird er aber nicht geführt. Laut Bucher war zu diesem Zeitpunkt von einer Wahlkampfbroschüre noch keine Rede.

Aus dem Umlaufbeschluss geht hervor, dass die Tourismusholding als Zwischenstation benutzt wurde: Als erste Prämisse ist die „schriftliche Zusicherung des Landes Kärnten, dass der Beitrag von 100.000 Euro [...] der Tourismus Holding vom Land Kärnten refundiert wird“, festgehalten. Die von der Landesimmobiliengesellschaft an die KTH gestellte Rechnung werde daher an das Land weiterverrechnet.

Der Antrag an den Aufsichtsrat wurde sowohl von Bucher als auch von Geschäftsführer Friedrich Morri unterschrieben. Dobernig hatte im August 2010 noch kategorisch bestritten, dass die Landesgesellschaften für die Broschüre Mittel aus dem Landesbudget erhalten hätten.

Die Broschüre und der Film haben insgesamt 500.000 Euro gekostet. Für ein Projekt dieser Größenordnung ist normalerweise ein Regierungsbeschluss notwendig. Laut APA hat es einen solchen nicht gegeben, die Kosten für das Projekt wurden stattdessen auf Landesgesellschaften aufgeteilt.

Bucher meinte am Mittwoch dazu: „Als Tourismusverantwortlicher kann ich die Produktion eines Imagefilms über Kärnten ja nicht gut ablehnen.“ Von der Aufteilung eines größeren Projekts auf die Landesgesellschaften zwecks Umgehung eines Regierungsbeschlusses habe er allerdings nichts gewusst.

Hintergrund: Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt in dieser Causa gegen die FPK-Spitze sowie gegen Stefan Petzner (BZÖ) wegen des Verdachts der illegalen Parteienfinanzierung. Dabei geht es um eine aus öffentlichen Mitteln finanzierte Hochglanzbroschüre samt DVD, die 2009 an rund 200.000 Kärntner Haushalte ging – kurz vor der Landtagswahl.

Das Design erinnerte frappant an die Wahlkampflinie des BZÖ. In der Broschüre waren deren Spitzenpolitiker Dörfler, Scheuch und Dobernig auch mit einem an die BZÖ-Plakate erinnernden Foto abgebildet. Inhaltlich gestaltet wurde das Projekt von Stefan Petzner, damals auch BZÖ-Wahlkampfleiter. Ob und wann es zu einer Anklage kommen wird, steht noch nicht fest, alle Beteiligten haben die Vorwürfe bis dato stets dementiert.

 

Kärnten: BZÖ tritt bei Neuwahl an

Unterdessen meldete sich Bucher am Mittwoch auch in Sachen Neuwahlen in Kärnten zu Wort: Das BZÖ werde bei der bevorstehenden Landtagswahl in Kärnten antreten. Man wolle das Land aus der „Geiselhaft der Scheuchs“ befreien.

Die Wahlen sollten so rasch wie möglich stattfinden, Bucher rechnet mit einem Termin in diesem Jahr. Die FPK werde dem Druck nicht standhalten können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)

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29 Kommentare
 
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Kärnten ein Traumland für Werber

500.000 Euro für eine einzige Broschüre mit CD, da läuft einem Werbeprofi ein wohliger Schauer über den Rücken. Man sollte sich doch mehr um die Politiker kümmern.

Gast: Euer-Volksbundeskanzler
08.08.2012 18:56
0 0

na ich hab saubere hände

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Inserate-Ex-OeBB-Chef-entlastet-Faymann/74838152

Sehts nicht ich war das mit den Inseraten sondern der ÖBB-Chef

"Inserate: Ex-ÖBB-Chef entlastet Faymann".

*Grins grins.* Hab euch alle lieb euer Werner Faymann, Bundeskanzler aller Österreicher.
Zu Weihnachten gibts eine saftige Steuererhöhung.

Antworten Gast: diegedanken
09.08.2012 10:47
1 0

Themenverfehlung ?

Es geht hier nicht um den Werner.
Und die Ermittlungen gegen ihn gehen zurecht weiter, hören sie doch endlich auf hier Nebelgranaten zu werfen, es hat absolut nichts mit dem Thema zu tun. Nur weil der Werner auch Mist gemacht hat, sind die anderen um nix besser.

Strafe für alle denen Strafe gebührt.

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Nur Hunderttausend...

Das habe ich (Bucher) blindlings unterschrieben, denn wegen läppische Hundertausend (Euro!!!) werde ich nicht fragen, für was und für wen diese sind.
Zudem sind dies Steuergelder und nicht meine Marie....

Gast: KFJ
08.08.2012 16:26
1 1

Leider kann man mittlerweile sagen...

... dass alle Politiker Verbrechner sind, zumindest in Österreich

Gast: Marcel1
08.08.2012 14:51
4 3

Einfach ehrlich - einfach freiheitlich

Für diese Politik Gauner muß man sich schämen

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Der nächste bitte ....!


Re: Der nächste bitte ....!

"Die nächste Bitte" haben Sie wohl gemeint. Oder "der Nächste, bitte"?

11 2

wos

is mit die 7 Millionen für'n Werner??? das ist die wichtigere Frage!!!!

Antworten Gast: SiebtePosaune
08.08.2012 17:07
2 0

Re: wos

Gestern keine Zeitung gelesen?
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1276482/Faymann_OeBBKampagne-mit-Dichand-beraten?_vl_backlink=/home/index.do
Oder Politiker mit extremem Kurzzeitgedächtnis?

Re: wos

Mich würde auch interessieren,wieviel Geld der Gusi von der Haider-Hypo für die Chianti-Koalition in Summe abkassiert hat?

Wo treibt sich dieser Herr eigentlich herum?

Wieder Familien-Luxus-Urlaub in Marbella?

Seine Tochter Selina ist dort sicher wieder der Star am Strand oder doch nicht?

Antworten Gast: der Österreicher
08.08.2012 14:59
3 3

Re: wos



..heißt das, wenn die haben, dürfen wir auch??

Wie primitiv seid ihr Effen eigentlich...

Antworten Antworten Gast: qopi
08.08.2012 15:20
2 1

Du glaubst wohl auch nur die Effen sind gegen linke Steuergeldverschwendung.. auch wir Bürger sind dies


Antworten Antworten Antworten Gast: supersauber
08.08.2012 15:37
4 2

Re: Du glaubst wohl auch nur die Effen sind gegen linke Steuergeldverschwendung.. auch wir Bürger sind dies

Die Bürger sind aber auch gegen freiheitliche Korruption. Korruption gehört bekämpft - unabhängig von der Parteifarbe. Das ständige aufwiegen von Skandalen gegeneinander nützt niemandem. Außer korrupten Politikern.

Die liste waere viel kuerzer..........

wenn nur die namen der politiker aufscheinen, die wirklich (aber auch wirklich) keinen dreck am stecken haben...............

Gast: SPRICHMITMIR
08.08.2012 14:14
10 2

komisch

dass man nie etwas über Vrantzys 1 Millionen Telefonat hört. Hängt offenbar davon ab, wer die Linke dreht. Ein echter Justizskandal.

Antworten Gast: Merchant
08.08.2012 14:45
0 3

Re: komisch

Lustiger, da gings auch nicht um Steuergeld...

Ja, Ja die unabhängige und tagesaktuelle APA Meldung!

Information 0 Punkte
Aktualität 0 Punkte
Propaganda 100 Punkte

Es ist schon lustig,

dass unsere Politiker

von NICHTS gewusst haben,

wenn es im diverse Geldflüsse geht.

Werden wir von Menschen regiert,deren Gedächtnis nicht richtig funktioniert?

Ach ja,in den geschützten Werkstätten diverser Parteien kann man da anscheinend gut leben,aber in der Privatwirtschaft,als Lehrer oder Beamter wäre das fatal.
Man stelle sich auch einmal vor,ein Polizist oder Finanzbeamter verliert sein Gedächtnis?

Keine Strafmandate und keine Steuern mehr.

Deshalb sind ja Politiker am Arbeitsmarkt nicht vermittelbar.

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Re: Es ist schon lustig,

Gebe Ihnen recht, Politiker sind für das "normale Erwerbsleben" gänzlich ungeeignet.
Nur: Am Arbeitsmarkt brauchen die sich nie mehr abstrappeln, die werden gut versorgt nach oben gelobt. Dort bekommen sie für keine Leistung viel Geld und halten den Mund, denn die Hand, die einen füttert, beißt man nicht.
Das ist auch der Grund, weshalb wir - die dieses unselige System finanzieren müssen - nur die Spitze des Eisberges kennen, denn zugegeben wird nur, was wirklich nicht mehr abzustreiten ist. Dieser ganze Sumpf ist ein in sich geschlossenes System, wo einer den anderen schützt.

Re: Re: Es ist schon lustig,

"dieses unselige System finanzieren müssen," aber auch immer wählen.

Re: Re: Es ist schon lustig,

Korrekt!

In der Politik gibt es eben eine negative Selektion bei den Funktionären,denn wer zu intelligent,kritisch,ehrlich und aufrecht ist,der hat keine Chance.

Besonders gefragt für höhere politische Funktionen ist Rückgratlosigkeit,geistig einfach gestrickt zu sein und absoluter Gehorsam gegenüber der Partei.

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Re: Re: Re: Es ist schon lustig,

Ja, Sie haben es auf den Punkt gebracht!

Gast: Pips
08.08.2012 13:34
3 3

Die

machen halt im Kleinen was die Sozis im Großen machen. Die Millionen die dort dem Steuerzahler abgenommen werden regen offenbar keinen auf.

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Re: Die

"kleine Gaunereien" werden nicht dadurch rechtens, weil andere grössere machen. Gauner ist Gauner!

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Tipp

Die WKStA muss sofort aufgestockt werden und von Wirtschaftsprüfern unterstützt werden. Diese Institution muss helfen den Filz zu säubern. Ich wüsste nicht wie es sonst gehen kann.

Leider finden sich für den unliebsamen Job zu wenig Leute:(

Ist ja klar, dass man danach bei den Politikern unten durch ist und keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr bestehen....

 
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