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"Promischreck": Strenger Richter für Strasser

10.08.2012 | 13:37 |   (DiePresse.com)

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Ex-Innenminister erhoben. Der Verdacht lautet auf Bestechlichkeit. Georg Olschak wird dem Schöffensenat vorsitzen.

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Der Richter, der vor knapp zwei Wochen den ehemaligen Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees, Heinz Jungwirth, nicht rechtskräftig für fünf Jahre ins Gefängnis geschickt hat, wird den Prozess gegen den ehemaligen ÖVP-Innenminister Ernst Strasser leiten. Georg Olschak wurde zum Vorsitzenden jenes Schöffensenats bestimmt, der zu beurteilen haben wird, ob Strasser den Tatbestand der Bestechlichkeit erfüllt hat. Das teilte Gerichtssprecher Christian Gneist am Freitag mit.

Olschak gilt als "Promischreck". Bereits als junger Richter verurteilte er einen prominenten Wiener Schönheitschirurgen zu vier Jahren Haft, weil dieser an HIV-erkrankte Patienten wirkungslose Präparate verkauft hatte. Später wickelte Olschak unter anderem die Verhandlung um die Pleite des in SPÖ-Besitz befindlichen Vorwärts-Verlags und einen Prozess um groß angelegte Bieterabsprachen und Bestechungen in der Wiener Bauwirtschaft ab.

Zuletzt ließ der Richter mit seiner Urteilsbegründung im Untreue-Prozess gegen Jungwirth aufhorchen, als er "die widerwärtige, altösterreichische Funktionärsmentalität" geißelte und betonte, selbstherrliches und mit den Gesetzen nicht in Einklang stehendes Verhalten gehöre "mit aller gebotenen Härte unterbunden".

Amtsgeschäft oder "Reden über Lobbyieren"

Für den Wiener Strafrechtsexperten Helmut Fuchs hat das Gericht im Fall Strasser eine "schwierige Rechtsfrage zu lösen", wie er am Freitag erklärte. "Man wird nicht sagen können, dass die Anklage aus der Luft gegriffen ist. Aber man muss sich sehr genau anschauen, ob hier tatsächlich ein Amtsgeschäft vorliegt", sagte Fuchs.

"Strafbarkeit wäre nur gegeben, wenn das, was Strasser gemacht hat, etwas Spezifisches ist, das er nur aufgrund seiner Amtsfunktion hat machen können oder Ausfluss seiner Amtsstellung war", erläuterte Fuchs. Ein "bloßes Reden und Lobbyieren" würde den Tatbestand der Bestechlichkeit noch nicht erfüllen: "Es wäre zu wenig, wenn er etwas tut, was jeder andere auch tun könnte."

Der Hintergrund: Im Jahr 2010 soll er als EU-Parlamentarier zwei vermeintlichen Lobbyisten - in Wahrheit britische Enthüllungsjournalisten der "Sunday Times" - Einfluss auf die Gesetzgebung in der EU gegen 100.000 Euro Beraterhonorar im Jahr versprochen haben. Danach soll Strasser im Sinne seiner vermeintlichen Auftraggeber einen Änderungswunsch zu einem Gesetzesentwurf bei seinem ÖVP-Kollegen Othmar Karas deponiert haben. Karas stieg darauf aber nicht ein. Einen Interventions-Versuch soll es auch beim CDU-Abgeordneten Karl-Heinz Florenz gegeben haben.

Strasser: "Wollte sie überführen"

Der Ex-Innenminister weist bisher sämtliche gegen ihn erhobene Vorwürfe zurück und behauptet, durchschaut zu haben, dass die vermeintlichen britischen Lobbyisten keine solchen waren. Er habe vermutet, dass die beiden "einem britischen oder amerikanischen Dienst angehören, der in Wirtschaft oder sonstigen Dingen Ausforschungen macht", so Strasser vor drei Wochen als Zeuge in einem vom ihm geführten Medienprozess gegen die Tageszeitung "Kurier".

Er habe versucht, "sie zu überführen" und sich daher zum Schein auf die Gespräche eingelassen: "Ich habe die provoziert, um herauszufinden, was los ist, was die wollen, wer die sind."

(APA)

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50 Kommentare
 
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Gast: andi bauer
15.08.2012 13:36
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System pröll

Warum spricht man in Zusammenhang von Strasser eigentlich nicht vom "System Pröll" und in Wien vom "System Häupl"?

Gast: trust 12
11.08.2012 18:33
1 0

Georg Olschak, ganz Österreich schaut auf sie

bitte enttäuschen sie uns nicht

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U-Haft für Strasser, Martinz und Altenberger !!!


Promischreck

Herr Olscher darf diesen Kosenamen erst dann führen, wenn Ernst Strasser mit der Höchststrafe abgefertigt wird - ein doch sehr unwahrscheinliches Ergebnis in der CV-Republik.

Davor ist von solchen Beinamen Abstand zu nehmen.

Herr Fuchs,

es wurde nicht jeder andere gefragt, die ohnehin keinen Einfluss haben, sondern Strasser, der serwohl Einfluss hatte. Wie er auch selbst im Interview bestätigt. Also hören Sie auf, Blödsinnige Argumente, zugunsten Strasser zu finden. Die gibt es nicht. Auf Ihre Meinung kann man getrost verzichten.

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lächerliche ausrede

in den knast!!!!!!!!!!!

alles andere wäre ein hohn eines jeden einzelnen österreichers und europäers!!!!!

promischreck

ja, wow ganz neue zeiten brechen da an: vor dem gesetz sind ja alle gleich, gell?

5 0

ach geh bitte solche klischees!!! die weisungsgebundene justiz in österreich ist doch eine lachnummer an und in sich!!!


Gast: fj
11.08.2012 09:00
2 0

Karriere

Ernst Strasser: Vom Innenminister zum Häfenbruder. Auch das ist eine Karriere.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com

Ernst Strasser gegen "Deutschtümelei"

Am 8. September 2008 habe ich an Ernst Strasser Folgendes geschrieben:

Sehr geehrter Herr Vizekanzler und ÖVP-Obmann!

Auf einem Grabstein an der Pfarrkirche zu Steinbach an der Steyr (also in Ihrer Heimat) wird der im Jahre 1801 verstorbene Wolfgang Adam Strasser als "Ein Mann Von deutscher Redlichkeit und wahrem Christenthum" gerühmt. In der Othmarkirche zu Mödling (also in meinem Wohnort) gibt es einen aus dem Jahre 1724 stammenden Grabstein mit einer ähnlichen Inschrift. Über Johann Christoph Molitor heißt es hier: "Starb alß ein Ehrlich Teutscher Mann wie man von Ihm auch sagen kan, daß Er Gott und Mariam gliebt."

In der TV-Debatte mit Strache haben Sie kritisiert, daß es in der FPÖ Leute gebe, "die der Deutschtümelei nach wie vor das Wort reden". Wegen dieser Aussage habe ich zwei Fragen an Sie:

1.) Meinen Sie mit dem abwertenden Ausdruck "Deutschtümelei" nur die übertriebene
und aufdringliche Betonung des Deutschtums oder das Deutschbewußtsein überhaupt, wie es in den oben zitierten Grabinschriften zum Ausdruck kommt?

2.) Wollen Sie österreichische Landsleute, die sich einerseits der überstaatlichen Gemeinschaft der Menschen deutscher Sprache und Kultur zugehörig fühlen und die andererseits aus weltanschaulichen, beruflichen oder anderen Gründen geneigt sind, die ÖVP zu wählen, vor den Kopf stoßen?

http://meinparlament.diepresse.com/p/652/wilhelm-molterer/?site=question&&topic_id=3&p=1

Eine Antwort ist noch ausständig ...

Thema leider verfehlt!


Re: Thema leider verfehlt!

Einen derartigen Subkommentar habe ich beinahe erwartet. Aber mein Kommentar passt zumindest insofern zum Thema, als in den beiden Grabinschriften ein redlicher und ein ehrlicher Mann gewürdigt werden. Diese Männer hätte sich Ernst Strasser zum Vorbild nehmen sollen. Vielleicht war Wolfgang Adam Strasser in Steinbach an der Steyr sogar ein Vorfahre von ihm.

Gast: tribe
10.08.2012 21:25
2 0

"promischreck

ja,diese überschrift ist eine schande!Austria EST In Orbe Ultima!!!

Soziales verankerte Gleichberechtigung als wichtige Säule der Rechtsstaatlichkeit

Brutal, so lief es im Jahre 1868, in Zeiten von Johannes Brahms und des Kaisers Franz Joseph I ab. Für Bürgerin heute unvorstellbar.

Noch wurde die Sozialdemokratie nicht gegründet. Ein Werner Faymann wird erst im 20. Jahrhundert geboren sein. Der einzige Kaiser der heute noch im Amt und Würden ist, ist der allseits bekannte und beliebte Peter Kaiser der SPÖ - der Landeshauptmannanwärter von Kärnten.

Ansonsten erinnert uns heute Bürgerins sei Dank nichts mehr an dieser Zeit des Grausums. Der meistens sehr Phobische und Xenophobische ausgeprägte Kaiser dieser Zeit befand über Leben und Tod. Über schuldig oder nicht schuldig. Fairness war kein Bestandteil seines Repoquas und war typisch für die Bürgerins schreckliche Zeit.

Aber so richtig fair für die Bürgerin wurde es ab dem Jahre 1912, die Entstehung der Sozialdemokratie. Der Startschuss, als das Leben für die Bürgerin erst so richtig lebenswert wurde. Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Frieden aber auch Modernität waren Ihre Hauptanliegen.

Heute am 10. August 2012 sehen wir, dass sogar hohe Beamte gleich vor Gericht behandelt werden wie die einfachen und fleißigen Bürgerinnen nebenan.

Zurecht fragen sich jetzt viele, wo wären wir ohne der modernen Sozialdemokratie gelandet? Wahrscheinlich in der Steinzeit. Gut, dass es soziales und Gleichberechtigung gibt. Das bedeutet Lebensqualität für Dich und mich.

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Re: Soziales verankerte Gleichberechtigung als wichtige Säule der Rechtsstaatlichkeit

einfach nur lächerlich

Re: Soziales verankerte Gleichberechtigung als wichtige Säule der Rechtsstaatlichkeit

wer bitte wird gleich vor einem Österreichischen Gericht behandelt?

Antworten Gast: Leopoldine Simmering
10.08.2012 19:56
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Re: Soziales verankerte Gleichberechtigung als wichtige Säule der Rechtsstaatlichkeit

Danke für diese ehrlichen und aufrichtigen Zeilen, ich kann das alles nur vollstens unterschreiben.

Soziales verankerte Gleichberechtigung als wichtige Säule der Rechtsstaatlichkeit

Brutal, so lief es im Jahre 1868, in Zeiten von Johannes Brahms und des Kaisers Franz Joseph I ab. Für Bürgerin heute unvorstellbar.

Noch wurde die Sozialdemokratie nicht gegründet. Ein Werner Faymann wird erst im 20. Jahrhundert geboren sein. Der einzige Kaiser der heute noch im Amt und Würden ist, ist der allseits bekannte und beliebte Peter Kaiser der SPÖ - der Landeshauptmannanwärter von Kärnten.

Ansonsten erinnert uns heute Bürgerins sei Dank nichts mehr an dieser Zeit des Grausums. Der meistens sehr Phobische und Xenophobische ausgeprägte Kaiser dieser Zeit befand über Leben und Tod. Über schuldig oder nicht schuldig. Fairness war kein Bestandteil seines Repoquas und war typisch für die Bürgerins schreckliche Zeit.

Aber so richtig fair für die Bürgerin wurde es ab dem Jahre 1912, die Entstehung der Sozialdemokratie. Der Startschuss, als das Leben für die Bürgerin erst so richtig lebenswert wurde. Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Frieden aber auch Modernität waren Ihre Hauptanliegen.

Heute am 10. August 2012 sehen wir, dass sogar hohe Beamte gleich vor Gericht behandelt werden wie die einfachen und fleißigen Bürgerinnen nebenan.

Zurecht fragen sich jetzt viele, wo wären wir ohne der modernen Sozialdemokratie gelandet? Wahrscheinlich in der Steinzeit. Gut, dass es soziales und Gleichberechtigung gibt. Das bedeutet Lebensqualität für Dich und mich.

Gast: _warum_
10.08.2012 19:23
5 0

Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass da wieder etwas bei Gericht verjährt...?


Gast: oTTo sagt, man sollte endlich aufhören, die Menschen für sooooo dumm zu verkaufen!
10.08.2012 18:36
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"Promischreck": Strenger Richter für Strasser....

"Promischreck"??? Bitte was soll dieser Blödsinn??? Schaut man die Menschen schon wirklich für soooooo dumm an??? Sollen die Menschen jetzt denken, dass es JETZT den Strasser ordentlich an den Kragen geht, GEH BITTE...........es genügt ein NORMALER RICHTER, der mit besten Wissen und Gewissen hier handelt, MEHR MUSS ES NICHT SEIN, nicht mehr und nicht weniger......das schaut mir schon wieder ein bissi nach vorplanen aus, wenn nix rauskommt, sollen die Menschen höchstwahrscheinlich sagen, das wird schon stimmen, weil es war eh der SCHARFE Promischreck am Werk.........GEH BITTE, gehts noch seichter???
be.es: Wer fürchtet sich vom Promischreck, NIEMAND, aber wenn er kommt, dann laufen wir davon hihihihihihi.......
Wer fürchtet sich vom Promischeck, NIEMAND, aber wenn er kommt, dann lösen wir ihn ein hihihihihihi.......

Chirurg ?

Also mich würde interessieren um welchen Schönheitschirurg es sich dabei handel..denn mir fiele nur ein society geiler ein...und der Worseg wird's wohl nicht sein....

Gast: sollte hinter Gitter gehen
10.08.2012 17:39
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SEHR GEEHRTER HERR RAT OLSCHAK, bitte geb'n S' eam die Gurk'n!

Die Probleme liegen aber eher in der Staatsanwaltschaft. Sobald die Baggage vor einem unabhängigen Richter steht, nützt keiner der miesen Tricks mehr etwas.

Antworten Gast: Let me be the judge
10.08.2012 18:15
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Re: SEHR GEEHRTER HERR RAT OLSCHAK, bitte geb'n S' eam die Gurk'n!

Statuieren Sie ein Exempel. Damit die Konsorten jetzt schon schlaflose Nächte und Nabelsausen bekommen. Trauen Sie sich doch, Sie haben einen Großteil der Bevölkerung hinter sich.

PromiShrek

PromiShrek - harhar. Der ist doch bloß ein Pfeifendeckel. Die ganze Justiz ist glücklicherweise in der ÖVP-Hand. Da kann dem Strasser nix passieren. Gott sei dank. Sonst greift halt hinterrücks Karl ein, falls der nicht spurt oder es gibt einen "Verfahrensfehler". ÖVP bleibt ÖVP. Uns passiert nichts. harhar.

Österreichischen Olympischen Komitees, Heinz Jungwirth,



Für den Schaden, auch ausserhalb Österreichs, sind 5 Jahre lächerlich!

"Ich habe die provoziert,..."

Diese Rechtfertigung Strassers ist kongruent mit der dümmlichen Selbstverliebtheit mit der er seine Aktivitäten den verdeckten Journalisten offenbarte.Für Österreich ist es genant einen solchen Imbezilen in hohe politische Ämter gehievt zu haben.

 
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