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Entacher: "Das Match für die Wehrpflicht ist gewinnbar"

13.08.2012 | 18:14 |  von iris bonavida (Die Presse)

Generalstabschef Edmund Entacher erklärt, dass der Katastrophenschutz nur mit Grundwehrdienern gesichert sei - und widerspricht damit erneut Minister Darabos. 43 Dienstjahre sind Entacher genug. von iris bonavida

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Die Presse: Bei der steirischen Unwetterkatastrophe wurden verstärkt Grundwehrdiener eingesetzt. Sie haben gesagt, eine Berufsarmee könnte einen solchen Einsatz nicht leisten. Warum?

Edmund Entacher: Die steirischen Unwetter waren kurz und heftig. Allein daraus kann man noch keine Wehrpflichtdebatte ableiten. Wir denken in der Katastrophenhilfe an eine Größenordnung bis zu 10.000 Mann, die über eine längere Strecke verfügbar sind. Diese Parameter könnte ein künftiges Berufsheer nicht erbringen. Unmöglich.

 

Damit stellen Sie sich aber wieder einmal gegen Minister Darabos. Laut diesem stünden bei einem Berufsheer 12.500 Kräfte zur Verfügung.

Ich gehe von Dokumenten aus, die diese Zahlen beschreiben. Ich gehe von meinem Fachwissen aus. Ich kann mir aus Fachsicht beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Berufsheer diese Zahlen bringen könnte.

 

Wie kommt der Minister dann darauf?

Ich kann den Minister nicht kommentieren. Ich halte diese Stärke für nicht erreichbar.

 

Haben Sie mit Darabos schon darüber geredet?

Das hätte ich gerne gemacht, aber ich habe ihn nicht getroffen.

 

Der Katastrophenschutz soll ja unter anderem durch das Pilotprojekt „Freiwilligenmiliz“ gesichert werden. Sie sind aber gegen die Ausweitung dieser Pilotprojekte.

Die Ausweitung steht noch nicht zur Debatte. Wir haben die Pilotprojekte aufgestellt, später sollen sie bewertet werden. Aber das Thema Katastrophenhilfe kann man mit diesen zwei Pionierkompanien nicht einmal ankratzen. Sie können den richtigen Weg zeigen, dann kann man vier oder fünf Kompanien machen, da sind wir aber finanziell ziemlich am Limit.

Die Ausweitung steht nicht zur Debatte? Der Minister sieht das sicher anders.

Da müssen Sie mit dem Minister reden. Wenn ein Berufsheer kommt, muss man solche Formen wählen. Ich hätte aber meine Zweifel, ob man den Erfahrungswert 1:1 auf ein Berufsheer übertragen könnte.

 

Wieso investiert man dann überhaupt zehn Millionen jährlich in diese Projekte?

Das ist schon vertretbar. Es sind Fragestellungen, für die wir noch keine Praxis haben. Das dritte Pilotprojekt dürfte aber am kniffligsten werden: Systemerhalter durch andere Lösungen ersetzen, etwa Leiharbeiter.

 

Warum ist das knifflig? Um zu wissen, dass nicht nur Systemerhalter kochen können, sondern auch Profis – dafür braucht man kein Pilotprojekt.

Das schaut vielleicht einfach aus, aber es ist ein bisschen kniffliger. Wir sind große Lehrlingsausbilder. Wir bräuchten etwa 1500 bis 3000 Personen, die diese ersetzen. Ich weiß nicht, wie man das machen soll.

 

Finanziell?

Ja, eben. Sagen wir, es kommen 2000 neue Personen. Eine Kraft kostet mindestens 25.000 Euro. Das wären insgesamt 50 Millionen. Ich weiß nicht, wie das gehen soll.

 

Der Minister könnte also daran scheitern.

Beim Pilotprojekt nicht. Aber beim gesamten Bundesheer.

 

Sehen Sie mit den Projekten allgemein einen Schritt Richtung Berufsheer gesetzt?

Vom Minister ist es so intendiert. Meine Haltung ist bekannt: Ich bin nicht dafür.

 

Würden Sie das Volk entscheiden lassen?

Man sollte sich hier nicht abputzen. Die gewählten Organe sollten das entscheiden.

Glauben Sie, dass sich die Bevölkerung für die Wehrpflicht entscheiden würde?

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Wehrpflicht eine Mehrheit bekommt. Das Match ist gewinnbar.

 

Ist die Politik unfähig, sich zu einigen und versucht deswegen, die Verantwortung abzugeben?

Das ist eine taktische Frage: Wo erleide ich weniger Schaden – im parlamentarischen Kampf oder bei ausgelagerten Befragungen?

Bis 2016 muss das Heer über eine Milliarde Euro einsparen, bei einem Jahresbudget von 2,1 Milliarden Euro. Wo kann man hier noch kürzen?

Wir pflügen alles durch, wo noch ein bisschen Fett ist – wir senken Betriebskosten, streichen Dienstreisen. Bei den gepanzerten Fahrzeugen haben wir vor, über 700 Stück auszuscheiden. Das ermöglicht uns andere Sachen. Wir werden im bescheidenen Umfang Drohnen(unbemannte Fahrzeuge, Anm.) einführen. Dafür brauchen wir Personal. Sie sind so dimensioniert, dass sie von der Reichweite im Bereich Kompaniebataillon Brigade sind. Also Drohnen mit kurzer Reichweite und kurzer Verweildauer.

 

Was sagen Sie zu den Vorwürfen, dass Darabos versucht, das Heer kaputtzusparen, um ein Berufsheer umsetzen zu können?

Das klingt medial interessant, ist inhaltlich aber ein Unsinn. Denn wenn ich ein Berufsheer ernst nehme, dann ist es teurer.

Das ist das Gegenteil von dem, was Darabos sagt.

Ja, was soll ich machen ... Der springende Punkt ist: Die heutige Leistungsfähigkeit sollte bleiben. Dann wird es teurer. Es ist so.

 

Seit Juli ist Österreich in der EU-Battle-Group. Seit ihrem Bestehen gab es noch nie einen Einsatz. Sollte man die Kompetenzen erweitern?

Man könnte die Einsatzmöglichkeiten erweitern. Also nicht nur primär robuste Einsätze ermöglichen, sondern die Battle-Group möglicherweise im UN-Kontext hernehmen, vielleicht auch im Nato-Kontext. Oder etwa im Kosovo, wenn man Verstärkung braucht.

 

2013 läuft ihr Vertrag aus. Wer, glauben Sie, wird Ihr Nachfolger?

Das weiß ich nicht. Ich vermute, es wird nicht viele Bewerber geben. Es wird sehr viel verlangt. Das entscheidet aber der Minister.

Möchten Sie ihm einen Tipp geben?

Nein.

 

Glauben Sie, dass er auf Sie hören würde?

Ich könnte mir vorstellen, dass mich der Minister nach meiner Meinung befragt.

 

Es gibt theoretisch die Möglichkeit für Sie, die zehn Monate, in denen sie nicht als Generalstabschef tätig waren, anzuhängen.

Das werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht machen. 43 Jahre Dienst – das ist schon was. Zeit für einen Schichtwechsel.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2012)

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101 Kommentare
Antworten Antworten Gast: Moderndenkender
14.08.2012 20:27
0 1

Re: Re: Es ist erstaunlich ..............

Da bin ich mir aber nicht so sicher, ob das Recht wirklich vom Volk ausgeht. Vielmehr werden wir im Glauben gelassen, das Recht ginge von uns aus.

Gast: Slavenski_cuksfirer
14.08.2012 15:55
5 4

Ich bin bestürzet

über die bundesheerfeindlichen Äußerungen hier.

Seien wir uns doch ehrlich; wer die Wehrpflicht abschaffen will, der urgiert dies nicht wegen eines gewünschten Berufsheeres, sondern weil er sich dadurch die Entkoppelung des Heeres vom Volke erhofft - der erste Schritt zur Abschaffung des Bundesheeres also!

Wehret den militarofoben Anfängen!

Gast: ROTFRONT
14.08.2012 14:20
3 8

Auch ein Berufsheer hätte in St. Hl. Lorenzen hervorragendesgeleistet! Warum sollen Berufsgeneräle, Berufsoberste, Berufsvizeleutnants nicht die Gasstätten leeressen und leersaufen können?

Bringens doch jetzt auch ohne Berufsheer zusammen.

Grüninnen..

....diese ganze grüne Weiblichkeit, gleich ab zum Heer. Trinkfest sind ja die Grüninnen, wie man neulich erfahren konnte und fahren mit schwerem Gerät UNTER Alkoholeinfluss liegt Ihnen ja auch, wie wir alle hörten!

Da kann man nur staunen, wie schnell die Grüninnen unterwegs sind und da sagt man Grüninnen sind langsam, stimmt gar nicht, mit 160km/h auf der Autobahn, die Grüninnen sind schnell wie der Wind!

Die Grüninnen sind ja gegen Kinder bekommen und gegen die Arbeit hinterm Herd und Haushalt,
eine moderne Grünnin geht zur Arbeit, natürlich ganztags im Büro, die körperlich schwere Arbeit wird ja noch von den Männern ausgeführt, wie auch die Hausarbeit, diese soll der Mann erledigen, gehts nach der modernen Grüninn!

Da schadet es sicher nicht, dass sich die Grüninnen auch bei diesem Thema emanzipieren
und endlich freiwillig ein Jahr Dienst beim Heer versehen, würde deren Weitblick sicher verbessern!

diesen schwachsinn muss ich nicht lesen. schön dass es die block-funktion gibt...


Gast: jahresdieb
14.08.2012 12:39
4 4

Die Jungen müssen ein halbes Jahr gratis malochen, damit die Goldfasäne und Ruhegenüssler ihr Leben in vollen Zügen genießen können.

Was will der ewiggestrige Großvater?

Und warum sollen eigentlich immer nur Männer zwangsarbeiten? Was ist mit den Frauen?

Im Krankenhaus gibt es zwar viele Krankenschwestern, aber nur Männer als Zivildiener? Wie passt das zusammen?

GLEICHBERECHTIGUNG JETZT!

ZWANGSARBEIT für ALLE oder KEINEN!

Antworten Gast: alatheus
16.08.2012 01:13
1 0

Ich bin ein paar von denen, die Sie hier so verächtlich als "Goldfasane" abstempeln,

schon bei diversen Gelegenheiten begegnet. Und das sind keine "Ruhegenüssler" oder Säufer, sondern Leute, die etwas von ihrem Job verstehen und deren intellektuelles Niveau und soziale Kompetenz absolut in der Norm liegt bzw. überdurchschnittlich ist.

Gast: Zweifel tut not
14.08.2012 12:03
4 2

Der Succus von dem was der Oberbeamte hier sagt ist:

Das System in seinem Ministerium kommt ohne Zwangsarbeiter nicht aus.
Warum sollen wir was ändern.
Des war immer schon so.
Und es bleibt, punktum!

"Wir denken in der Katastrophenhilfe an eine Größenordnung bis zu 10.000 Mann, die über eine längere Strecke verfügbar sind."

und DAFÜR brauchen wir ein bundesheer, das jahr für jahr 2 milliarden verbrennt? quatsch hoch drei!

der bislang intensivste einsatz fand vor exakt 10 jahren statt: überschwemmung vor allem im unteren kamptal. dabei waren diese 10.000 (hauptsächlich) grundwehrdiener eine woche vor ort, in der zweiten kamen andere 10.000.

es ist doch lächerlich zu behaupten, man könne für eine woche in zentralniederösterreich nicht 10.000 feuerwehrleute und andere finden, die helfen! eine (quasi notfall-)dienstfreistellung und entsprechende finanzielle entschädigung für dienstnehmer und -dienstgeber - und schon sind diese männer da.
und es wären sogar MÄNNER, die sich auskennen und nicht wie 18jährige stadtbubis erst angelernt werden müssen bei der handhabung von kübel, schaufel und besen.

oder rein finanziell betrachtet: wenn man das bundesheerbudget einiger jahre (solche großkatastrophen ereignen sich nicht öfter) zusammenlegt und den opfern gäbe - diese könnten JEGLICHE hilfe durch privatpersonen/-firmen damit bezahlen, sich ihr haus pipifein rausputzen lassen oder andernorts größer und schöner neu bauen lassen!

was für ein hohn der militär-oberen, zwecks sicherung des eigenen jobs und des eigenen lebenssinns sich diese ausrede mit dem katastrophenschutz einfallen zu lassen!

Re: "Wir denken in der Katastrophenhilfe an eine Größenordnung bis zu 10.000 Mann, die über eine längere Strecke verfügbar sind."

bitte tun`s uns einen gefallen und halten`s Ihren inkompetenten Schnabel - bezahlte Parteischranze !

Gast: Vernunftwende
14.08.2012 10:24
5 1

Man kann mit dem jetzigen Budget einfach kein Berufsheer machen - man hat ja nicht einmal die nötigen Gelder um den Dienst für Wehrpflichtige attraktiv zu machen.

Egal welche Variante, mit unserem Hungerleiderbudget wird man nicht weit kommen - zumindest nicht ohne eine massive Anschubfinanzierung.

1 4

Re: Man kann mit dem jetzigen Budget einfach kein Berufsheer machen - man hat ja nicht einmal die nötigen Gelder um den Dienst für Wehrpflichtige attraktiv zu machen.

Das Geld dafür wird wohl da sein müssen. Die EU will überall Söldnerheere, die sich auch leichter gegen die eigene Bevölkerung einsetzen lassen.

Gast: Vita bene
14.08.2012 10:19
2 5

Technisches Hilfswerk

Das BH mit GWD als Helfer für den Katastrophenschutz ist sinnlos,da die Bedürfnisse bzw. Anforderungen für den Einsatz völlig verschieden sind.

D.h. BH abschaffen bzw. auflösen, ein "Technisches Hilfswerk" aufstellen und die "Gold Fasane" in die "Küche" versetzen.


2 0

Wissen Sie eigentlich ...

... was das technische Hilfswerk ist und warum es existiert?

Das THW wurde geschaffen da die Bundeswehr lange Zeit nicht innerhalb Deutschlands agieren durfte, auch nicht zwecks Katastropheschutz.
Das THW ist praktisch eine Freiwillige Feuerwehr die direkt dem Inneministerium untersteht.
Davon abgesehen besteht das THW zu 80-90% aus freiwilligen und wehrersatzdienstleistern.

Da die Anzahl der Freiwilligen zurückgeht und da die Wehrpflicht in D abgeschaft wurde kämpft das THW gerade sehr damit seine Mannstärke aufrecht zu erhalten.


Gast: gegenmilitär
14.08.2012 09:58
3 5

ich habe das bundesheer abgeleistet

nur für den katastrophenschutz habe ich null ausbildung dabei erhalten, ich und alle anderen wurden in keinster weise im bereich katastophenschutz ausgebildet, wie was ist zu tun bei lawinenabgängen, was ist zu tun bei murenabgängen, was ist bei hochwasser zu tun - das sind ja die probleme, die uns eigentlich betreffen

der schutz vor atomaren oder chemischen angriffen einer militärischen supermacht bringt im ealen leben recht wenig, außerdem gibts da nur eines - den bunker

von was redet der typ also??

0 0

Dreck schaufeln ...

... und Sandsäcke füllen und tragen sollte man auch ohne tiefgreiffende Ausbildung hinbekommen.

Antworten Antworten Gast: emantsag
14.08.2012 20:44
0 0

Re: Dreck schaufeln ...

Er hat schon recht! Wenn der Katastrophenschutz immer wieder zum Kernthema gemacht wird, dann sollte dieser auch Kernthema in der Ausbildung werden! Natuerlich kann jeder Sandsaecke fuellen und tragen, aber zu lernen wie man Lawienensonden bedient oder eine staerkere Pumpe um Keller auszupumpen bzw auch den richtigen Umgang mit etwas gefaehrlicheren Werkzeugen wie etwa Kettensaegen zu lernen waere schon ein Schritt in die richtige Richtung! Dann haette das Heer in seiner bisherigen Form mit GWD auch mehr Daseinsberechtigung!

1 0

Die Schritte sind gesetzt ...

Für Pumpen, Kettensägen, Bagger, Boote, ..., gibt's die Pioniertruppe/Panzerpioniere/ABC-Abwehr. Dort ist der Katastrophenschutz auch ein Thema in der Grundausbildung.

In Melk, beim Pionierbataillon, wird der Ausbildungsplan zB immer so angelegt, dass immer 1 Kompanie fertig ausgebildet zum Katastrophenschutz bereit steht.

Was Lawinensonden udgl. angeht, dafür gibt’s die Gebirgsjäger und Hochgebirgsjäger.

Es gibt spezialisierte Kernelemente für verschiedene Bereiche.
Im Katastrophenschutz braucht man im Normalfall auch nicht 3.000 Spezialisten.
Man benötigt eine Teil Spezialisten und viele Teile die Dreck wegräumen und das ggf. über Wochen.

Vorweg:
Ich bin keineswegs gegen ein Berufsheer, aber das wird Geld kosten und zwar wesentlich mehr als jetzt zur Verfügung steht, auch bei reduzierter Mannstärke.

Re: ich habe das bundesheer abgeleistet

seinen Posten behalten???

Gast: Dr. Fischlerer
14.08.2012 09:44
1 8

Klientelpolitik betreibt der ÖVP-General ...

Entacher, Berlakomisch und andere ÖVP-Versager wird es nach der nächsten Wahl nicht mehr geben, denn Klientelpolitik ist zu wenig und wird die ÖVP auf den 3-ten Platz bringen, meint ÖVP-Fischler ( http://derstandard.at/1343744764894/Fischler-mahnt-OeVP-zu-mehr-Bewegung )

10 0

Re: Klientelpolitik betreibt der ÖVP-General ...

Entacher ist SPÖler.

Antworten Antworten Gast: Dr. XC
14.08.2012 13:56
1 4

Re: Re: Klientelpolitik betreibt der ÖVP-General ...

Nein, Entacher ist ÖVP-Klientel-er, egal welche Färbung der offiziell hat.

4 0

Re: Re: Re: Klientelpolitik betreibt der ÖVP-General ...

Geh, du hast auch keinen Tau! Entacher war immer der "SPÖ-General". Wurde sogar von Darabos selbst auf seinen jetzigen Posten gesetzt - als Darabos selbst noch glühender Verfechter der Wehrpflicht war (In der Hinsicht ist der Darabos so was wie die "Mit mir wird es keine Studiengebühren geben"-Gehrer der SPÖ.)

Beibehaltung der Wehrpflicht war bis vor Kurzem schon immer die Position der SPÖ! Blos weil Entacher sein Fähnchen nicht einfach so in den Wind hängt, macht ihn das nicht zum ÖVPler! Genausowenig wie die Gabi Burgstaller zur ÖVPlerin wird, wenn sie sich für Studiengebühren ausspricht - die ist und bleibt auch SPÖlerin!)

Re: Re: Re: Klientelpolitik betreibt der ÖVP-General ...

... denn jeder hat die Farbe zu haben, die ich - Dr.XC - will - sag gehts`s noch ?

Gast: isis osiris
14.08.2012 09:32
3 0

Absurde Argumentation

Wenn man den GWD nur mehr mit Katastrophenschutz begründen kann, steht man wohl mit dem Rücken zur Wand.

4 0

Budget erhöhen

Das Problem ist die Verfassung und die Weigerung der Parteien ENDLICH eine Sicherheitsdoktrin zu verfassen weil man dann draufkommt dass man das Budget auf 5 Milliarden erhöhen MUSS und genau das ein Problem ist weil man die letzten 50 Jahre das Volk dahingehend medial getrimmt hat das Bundesheer als bessere Feuerwehr wahrzunehmen und es dabei schleichend auszuhungern weil man als Sozialist immer noch Angst davor hat.
Bei einer neuen aktuellen DOKTRIN käme man dann drauf dass man die verlangten Aufgaben nicht lösen kann weil es an allen Ecken und Enden an Infrastruktur, internationalem Standard und technischem Gerät fehlt.

Und den Niki Berlacovic

als neuen Verteidigungs-Minister,der selbst nie die Wehrpflicht absolviert hat!

Wehrpflicht JA

eventuell unter einen anderen Namen;
Wir können unser schönes Land mit unserem Militär (allein) verteidigen - vor allem (zur Zeit) gegen wen ?
Wollen wir den Namen "Käsekrainer" gegen Slowenien oder "Griass di" gegen Bayern militärisch erzwingen ?
Meiner Meinung nach hat das Militär den Sinn der Kampftruppe zum Großteil verloren und hat seine Wichtigkeit im Einsatz beim Zivilschutz zu suchen.
Diese Leistungen sind jedoch nur mit Engagement von Freiwilligen oder durch einen verpflichtenden Grunddienst von jungen Bürgern zu erfüllen.
Daher Beibehalt der "Zivildienstpflicht" für Männchen und Neueinführung für Weibchen !

Re: Wehrpflicht JA

Bitte,lasst unser Bundesheer gegen diese grauslichen Windfloder kämpfen,die permanent Vögel und Fledermäuse töten!

Das wäre ENDLICH auch eine Aufgabe im Sinne des Naturschutzes für Ihr GELIEBTES Bundesheer,Mister Entacher!

Würde Raketenwerfer empfehlen!


Re: Wehrpflicht JA

Wenn schon, dann "griaß di".

Gast: beobachter xy
14.08.2012 08:34
2 2

Der Plan von Darabos

ist sinnvoll, wenn keine Unruhen zwischen Europäischen Ländern infolge des EURO Desaters zu erwarten sind.

Das ist allerdings zur Zeit definitiv auszuschließen; die gegenwärtige Schuldenpolitik provoziert neue Kriege in Europa.

Verständlich ist der Plan Darabos unter der Annahme, dass lediglich Unruhen der eigenen Bevölkerung zu unterdrücken sind; davon geht offensichtlich die SPÖ Startegie aus.

Hr. Entacher bedenkt einen Faktor nicht: Technologie

In der derzeitigen Situation verstehe ich die Aussagen des Hrn. Entacher. Die Frage ist: Soll es so bleiben?

1. Wenn man technologisch (=mehr Maschinen, mehr Knowhow) besser ausgestattet ist, dann braucht man weniger Kräfte.
zB stellen die Amerikaner ein Feldlazarett für 10000 Personen an jedem beliebigen Punkt der Erde in 72 Stunden voll funktionsfähig auf. Anzahl der Personen: 600. Natürlich wird Unmengen an Material dafür eingesetzt, aber wenige Soldaten.
Beim Katastrophenschutz ist es genauso: Man kann Keller ausschaufeln, oder mit leistungsfähige Schlammpumpen ausräumen.
Oder ein Hochwasser mit Sandsäcken abwenden. Oder mit einem Hochwasserschutz-System, dass mit LKWs kommt, und mit Kränen aufgestellt und verankert wird. (Waren nur 2 Beispiele)

2. Warum muss ein Katastrophenschutz bewaffnet sein? Ok, in Krisengebieten vielleicht. Aber auch dort wäre es vielleicht besser, wenn zivile Spezialisten (könnten ja leicht bewaffnet sein, wobei sie dann eine beliebte Zielscheibe abgeben) durch Soldaten mit sehr guter Ausstattung (Panzer, Luftunterstützung, Drohnen, Automatischen Überwachungsanlagen, Nachtsichtgeräten, ...) und sehr guter Ausbildung beschützt werden.

So gesehen würde ich Vorteile sehen, wenn Geld ins Material und nichts ins Personal gesteckt wird.

Re: Hr. Entacher bedenkt einen Faktor nicht: Technologie

"So gesehen würde ich Vorteile sehen, wenn Geld ins Material und nichts ins Personal gesteckt wird. "

das wäre ein doppelkauf.
denn all das für katastrophen notwendige material ist doch vorhanden. hochleistungspumpen, bagger, lkw und anderes stehen in den garagen der feuerwehren bzw in privaten firmen zuhauf herum!

4 0

Re: Hr. Entacher bedenkt einen Faktor nicht: Technologie

Der Herr General weiss das auch, wir bräuchten auf die Schnelle erstmal sofort satte 5 Milliarden ZUM BUDGET um all das anzuschaffen was notwendig wäre und auf NATO Standard aufzuholen, mittelfristig fehlen derzeit an die 15 Milliarden um ernstgenommen zu werden und das kann niemand dem Volke klar machen, es wäre politischer Selbstmord, deswegen macht man eben so weiter wie bishe rin der Hoffnung dass nix passieren wird und uns die NATO aus dem Schlamassel hilft.
Selbst die Schweizer die nur 300 Mann im Ausland erhalten, haben ein Budget von 4 Milliarden.

Re: Hr. Entacher bedenkt einen Faktor nicht: Technologie

Stimmt ! Das BH ist die ÖBB der schwarzen Reichshälfte viele Indianer und kein Material.

4 16

Altersstarrsin nennt man das

üblicherweise, wie sich der unnötige militarist verhält.

Gedankenspiel....

Also zählen wir mal zusammen wenn das BH ein Militär bleiben will mussten in Kasernen weiterhin Wachen postiert sein, (24 Stunden Dienste) in manchen Kasernen bis zu 12 Mann pro Dienstrad...dafür gibts Zuschläge für Berufssoldis. Für GWDs nicht! Gut Küche wäre Outsourcing bereit da braucht man eigentlich keine Soldaten für, nur was ist mit Kraftfahrern? Und überhaupt für nahezu jede Funktion gibt es einen eingetragenen Dienst vom Tag welcher wiederrum besser bezahlt werden müsste bei Berufssoldaten...
Also ich sehe in der Idee nicht wirklich eine Machbarkeit einfach aufgrund der Annahme das sowohl Budget als auch Manneskraft nicht ausreichen.

Und noch als Kommentar zu "dafür gibt es Maschinen" ja genau das Stg77 heißt "77" weil das ihr Indienststellungsjahr ist ^^ genauso wie die Mg74 und die Liste der Gerätschaften des BHs geht in diesen Jahrgängen weiter. Mehr Kohle für das BH und die wahrscheinlichkeit eines Berufsheeres wächst aber in der derzeitigen Lage wsl eher Wunschtraum.

Gast: um halb acht
14.08.2012 07:20
8 2

Wenn Entacher geht, dann gibt es keinen mehr, ...

... der den Zerfall des ÖBH aufhalten kann.

8 12

Grundwehrdienst

Jeder normal denkende Mensch der den Grundwehrdienst in Österreich absolviert hat, muß für seine Abschaffung sein !!

Entacher erklärt, dass der Katastrophenschutz nur mit Grundwehrdienern gesichert sei?

Es sind die letzten Halme, die dieser Sesselkleber noch ergreift:

Der Grundwehrdiener auf schwerem Gerät und das Wasser dem Entacher bis zum Hals, das wäre die Katastrophe, von der er träumt?

Gast: Piccolomini
14.08.2012 01:39
7 2

So ist es!

Wir brauchen nur nach Tschechien, Ungarn etc schauen. Man hat dort ein kleines Berufsheer eingefuehrt, dass nur mehr zu Auslandseinsaetze im Auftrag der Nato machen kann. Katastrophenhilfe, oder Landesverteidigung sind ueberhaupt nicht mehr moeglich. In der gesamten Diskussion wird vollkommen das politische Ziel uebersehen. Die Einfuehrung eines Berufsheeres bedeutet, dass man von Oesterreich Einsatzkraefte haben will, die fuer internationale Interessen eingesetzt werden und wir noch dafuer zahlen duerfen.

Katastrophenschutz

schön und gut, mich beschleicht aber immer wieder das Gefühl das unsere Grundwehrdiener da nicht wirklich effizient eingesetzt werden. Da gibts Fotos wo die Burschen z. B. zu dritt, zu viert Baumstämme tragen, mit der Schaufel Erdrutsche beseitigen (im Freien, nicht im Haus) zu zehnt ein Fahrzeug anschieben usw., das sind in der heutigen Zeit Arbeiten für MASCHINEN. Ich denke, ein gut ausgerüsteter Einsatztrupp mit hochwertiger maschineller Ausstattung würde mit wesentlich weniger Personal das selbe erledigen. Was ich damit sagen will, mit dem Argument Katastrophenschutz die Wehrpflicht zu argumentieren ist doch ziemlicher Schwachsinn, Herr General.

Antworten Gast: alatheus
13.08.2012 23:53
3 1

Re: Katastrophenschutz

1.) Was ist ein "Einsatztrupp"? Wie viel soll dieser kosten - wohl am besten überhaupt nichts? Darüber hinaus gibt es bereits Berufsfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren - und diese sind aufgrund mangelnder Durchhaltefähigkeit und einem stark begrenzten Personalpool bei Naturkatastrophen rasch überfordert.

2.) Maschinen benötigen teure logistische Unterstützung und sind kostspielig in der Anschaffung. In manchen Fällen sind sie aus Gründen der Geländebeschaffenheit auch nicht einsetzbar.

3.) Katastrophenhilfe ist keine Kernaufgabe für eine Armee. Diese Einsätze heißen nicht umsonst "Assistenzeinsätze" und müssen gemäß Wehrgesetz unter Angabe von Zweck, voraussichtlichem Umfang und Dauer, sowie einer stichhaltigen Begründung vom Bundesminister des Inneren beim Verteidigungsminister angefordert werden.

Ist doch bitte logisch

(ich bin Berufsoffizier, trotzdem für ein Berufsheer)

Die 12.500 Mann vom Darabosch sind ein Zahlenspiel, da müsste man alles zamkratzen was noch irgendwie verfügbar ist (zBsp. aus den höheren Dienststellen).

Hat aber zwei Probleme:
1) die, die nicht wollen, gehen im Krankenstand (wir sind ja Kreisky sei Dank Beamte)
2) und die, die sich für so einen Einsatz zur Verfügung stellen (ich würds sofort machen, nette Abwechslung zu meinem Stabsjob), sind halt sehr teuer (Einsatzgebühr), weil dann ohne GWD jeder Schauffelträger Beamte und/oder Berufssoldat ist.

Also ja zum Berufsheer, und da wir nicht genug Geld bekommen werden um die derzeitigen Leistungen zu gewährleisten, Reduktion des Aufgabenspektrums auf das notwendige Minimum (= Auslandseinsatz, für die Katastrophenhilfe reicht eh die FF).


Re: Ist doch bitte logisch

ja und? die ganzen Zivilbediensteten, Sonderverträge, oder gar externe Mitarbeiter..... (VB, VBSV,...) die sollten wir alle kündigen? Es gibt Abteilungen, da sind an die 4 verschiedene Besoldungsschema tätig für ein und die selbe Arbeit und da besteht Potential zum Sparen. Aber nein da bezahlen wir für teure Mitarbeiter und fragen uns, "wo können wir sparen" Binden wir lieber das bestehende Kaderpersonal mit ihrer spezialisierten Ausbildung.

Gast: fsdfdsfsdfs
13.08.2012 21:50
7 16

entacher ...

ich würde vorschlagen, dass der herr general selber wieder mal die ein oder andere runde im gatsch schwimmt oder ein wenig im chad sand schaufelt ... das sollte gegen krankhaften wehrdienstwahn helfen ...

Re: entacher ...

Bitte etwas mehr Respekt dem Herrn General....

Gast: gast898
13.08.2012 21:46
7 16

von den wehrpflichbefürwortern kommen immer mehr argumente

die gegen die wehrpflicht sprechen

wenn es um den katastrophenschutz geht, für was dann die ausbildung an der waffe, für was muss jemand, der sandsäcke füllen und stapeln soll, schnee räumen oder murenreste wegschöpfen soll sich mit waffensystemen wie dem stg-77 oder handgranaten auskennen??

das wissen diese leute wohl selbst nicht, er hat angst, angst vor dem machtverlust, das sieht man an seinem gesichtsausdruck, nicht mehr über so viele junge männer verfügen zu können, sie nicht mehr wie im I WK und II WK in den tod schicken dürfen

mir wird bei solchen militaristen schlecht ich könnte speiben - ich hoffe (glaube es aber nicht, leider), dass es eine gerechtigkeit nach dem tot gibt, da dürften solche leute nichts zu lachen haben

Gast: Major Tom
13.08.2012 21:41
6 3

Generalstabchef

Pragmatisierter Beamter. Meine volle Antipathie. Sollen in Zukunft die General und anderen Offizierposten in der Zahl jener der französichen Armee fürs Schlammschippen weiterbestehen??!!

Gast: Liebscher J
13.08.2012 21:39
6 11

Andere Staaten -ohne allg. Wehrpflicht- haben auch einen funktionierenden Katastrophenschutz !

Es ist also unwahr, was der Herr General hier behauptet.

0 0

Re: Andere Staaten -ohne allg. Wehrpflicht- haben auch einen funktionierenden Katastrophenschutz !

Das sind aber allesamt ZIVILE Einrichtungen wie das deutsche "TECHNISCHE HILFSWERK".