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SP-Mandatar geht überraschend zu Stronach-Partei

15.08.2012 | 12:27 |   (DiePresse.com)

Der Austro-Kanadier holt sich erste politische Mitstreiter - und zwar aus dem Lager der SPÖ: Gerhard Köfer schließt sich der Partei seines "väterlichen Freunds" an. Dem Nationalrat bleibt er als "wilder Abgeordneter" erhalten.

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Der Austro-Kanadier Frank Stronach hat erste politische Mitstreiter gefunden - und zwar im Lager der Sozialdemokraten: Der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Köfer wird sich dem Milliardär anschließen. Sein Mandat im Hohen Haus will Köfer aber behalten, genauso wie seinen Job als Bürgermeister im Kärntner Spittal an der Drau.

Der 51-Jährige wird aber sowohl aus dem SPÖ-Parlamentsklub als auch aus der Partei austreten. Seine bisherigen Kollegen in der SPÖ-Fraktion hat der künftige "wilde Abgeordnete" bereits von dem Schritt informiert.

"Bekomme dafür keinen Cent"

Seine Mitarbeit bei der neuen Stronach-Partei sei unentgeltlich. "Ich bekomme dafür keinen Cent", erklärte Köfer im Gespräch mit der APA. Zu Gerüchten, wonach ein Teil der Spittaler SPÖ-Fraktion mit ihm mitwechseln wolle, meinte Köfer: "Wenn jemand mit mir mitgeht, freue ich mich, aber ich nehme niemanden mit, jeder hat sich mit der Materie beschäftigt und entscheidet selbst."

Als Motiv für seinen Wechsel nannte der 51-Jährige die Herausforderung, es sei eine "spannende und faszinierende Aufgabe, bei einer neuen Bewegung dabei zu sein". Noch spannender sei die Möglichkeit, ganz vorne mitzuarbeiten und das Programm mit zu entwickeln, seine Ideen einbringen zu können, außerhalb von Parteien, Kammern und Bünden. 

--> Der neue Stronach-Mann im Porträt

Neben der neuen politischen Herausforderung könnte aber auch eine Änderung des Parteistatuts Köfer zu dem Wechsel bewogen haben: Die Kärtner SPÖ hatte auf ihrem jüngsten Parteitag beschlossen, dass Bürgermeister von Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern kein überregionales politisches Amt mehr bekleiden dürfen. Köfer hätte daher im kommenden Jahr entweder sein Amt als Abgeordneter oder als Bürgermeister aufgeben müssen.

SPÖ: "Mir tut das leid"

SPÖ-Landeschef Peter Kaiser bedauerte Köfers Schritt in einer eilig einberufenen Pressekonferenz. "Mir persönlich tut sein Schritt leid, man muss aber auch sagen, dass Köfer inhaltlich, etwa beim ESM oder Euro, nicht die Linie der SPÖ und der Bundesregierung geteilt hat." Köfer hatte im Nationalrat gegen den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM gestimmt. Damit liegt er politisch auf einer Linie mit seinem neuen Chef. Stronach will bekanntlich sogar "raus aus dem Euro".

--> ESM-Gegner und "Wunderheiler": Köfer im Porträt

Noch in der Früh hatte Köfer in der "Kleinen Zeitung" vehement dementiert, dass er an einen Wechsel denke. Kaiser: "Da sich aber die Gerüchte verdichtet haben, habe ich ihn angerufen und gefragt, ob etwas dran ist, das hat er bejaht." Er habe Köfer danach vor die Wahl gestellt, selbst aus der SPÖ auszutreten oder ausgeschlossen zu werden. Am Nachmittag sei dann ein E-Mail Köfers gekommen, in dem er seinen Austritt bekanntgegeben habe. Zugleich sei ein Austritts-Mail an den SPÖ-Parlamentsklub gegangen.

Die Kanzler-Partei in Wien kommentierte Köfers Schritt zurückhaltend: Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter sprach von einem "klaren Schritt". Die Trennung habe sich ohnehin schon abgezeichnet, weil Köfer zuletzt im Klub isoliert gewesen sei und kaum noch den Kontakt gesucht habe, so Kräuter. Er geht davon aus, dass auch Abgeordnete anderer Parteien zu Stronach wechseln werden und dessen neuer Partei somit die Arbeit des Unterschriftensammelns für die Nationalratswahl ersparen werden. "Im BZÖ gibt's ja auch viele, die ihre politische Laufbahn fortsetzen wollen", so Kräuter.

Mit 80 Jahren in die österreichische Politik

Der Austro-Kanadier Stronach hatte am Wochenende angekündigt, im Herbst eine neue Partei zu gründen. Den Spitzenkandidaten bei den nächsten Nationalratswahlen will der 80-Jährige gleich selbst geben. Ziel sei es, 2013 die Zehn-Prozent-Marke zu überspringen.

Politologen sehen gute Chancen für den Industriellen,  zumindest den Einzug in den Nationalrat zu schaffen. Der Experte Thomas Hofer glaubt, dass Stronach vor allem den Rechtsparteien schaden könnte. Zumindest was das Personal anbelangt hat Stronach nun aber erfolgreich im Lager der SPÖ gefischt.

Frank Stronach: Ein Selfmade-Milliardär will Österreichs Politik aufmischen

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(APA/Red.)

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492 Kommentare
 
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Gast: einBeobachter
23.08.2012 10:34
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Einfach ekelig ...

... sich so kaufen zu lassen. Ob mit Geld oder "Macht" spielt keine Rolle. Ich würde mit genau jenen, die sich kaufen lassen, nichts zu tun haben wollen. Was ist, wenn einer kommt, der noch mehr zu bieten hat ?

Gast: Millionen
19.08.2012 13:47
0 0

Rote und Blaue schlüpfen reihenweise unter die Fittiche des Milliardärs


In Anbetracht der Politiker, die für Stronach (Magna) tätig sind oder waren

FPÖ: Peter Westenthaler, Mathias Reichhold, Karl-Heinz Grasser, Waltraud Dietrich (neu)

SPÖ: Franz Vranitzky, Rudolf Streicher, Andreas Rudas, Gerhard Köfer (neu), Harmut Prasch (neu + 4 SP-Gemeinderäte) usw.

sieht man, dass die Sympathien dieses Industriellen eher national-sozial sind.

Gast: Hans Hinteregger
17.08.2012 22:17
1 2

mehr Fairness gegenüber Stronach

Hirnschmalz ist gefragt..
Stronach macht das etappenweise:
1.Phase 1 : 3 Mandatare zwecks Parteigründung
2. Phase 2 : Klubgründung (mind. 5 Mandatare)
3. Phase 3: er kauft sich einen ganzen TV-Sender,besser als auf ein paar Sendeminuten zu lechzen..
4. wer braucht ein Parteiprogramm?
die Wunschliste für Verbesserungen ist lang genug...
5. wenn sich genügend Protestwähler finden,dann ist die Durchsetzung für eine parlamentarische Arbeit erst möglich
6. das Alter ist unerheblich ..nur der Kampfeswille etwas zu verändern bzw. zu verbessern
auch die Pensionisten wären eine interessante Wahlgruppe(Schilling-Nostalgie ?)
7. viel Erfolg Mr. Stronach

Gast: karhub
16.08.2012 23:17
0 1

Politiker sind nur Marionetten

Jahrzehnte hat die SPÖ in Kärnten regiert und einen Sumpf hinterlassen, der sie bis heute Spuren hinterlassen hat. Dann hat es die ÖVP versucht, ist auch daneben gegangen. Und jetzt ist halt die FPK (vormals BZÖ) an der Reihe, und es ist auch hier vieles nicht in Ordnung. Die Grünen sind mit ihren Dogmen leider für viele nicht verständlich und weitere Parteien sehe ich nicht, die wählbar wären. Und nicht wählen gehen bedeutet, sich mit der Mehrheit abfinden, aber bitte nicht hinterher kritisieren. Solange der Klubzwang regiert und nicht das Gewissen der Politiker, ist jede Wahl nur Scheinheiligkeit.

Gast: globetrotterneu
16.08.2012 17:29
1 0

Die schlaue SPÖ

wird den Energetiker unb Handaufleger (!),
der Angst vor dem Verlust seiner zweifachen Bezüge hat,
vom rechten Parteirand
auf elegante Weise los
und legt ihn dem Stronach ins Nest.

Sehr schlau ...

Antworten Gast: Solche
19.08.2012 02:48
0 0

Bezüge sollten auch genannt werden. Außerdem ist er nicht nur Handaufleger und Energetiker, sondern auch gelernter Gastwirt.

Nationalratsbezüge pro Monat: 8000 €
Bürgermeisterbezug p. Monat: 7200 €

Alles was hilft die Sozialisten zu zerbröseln, ist akzeptabel!

Bitte noch 10 Abgeordnete der Sozen abwerben!

Der Pferdeflüsterer Köfer

hat vielleicht mit Stronach auf das falsche Pferd gesetzt.

Diese zukünftige Partei ist eine von denjenigen, die mit ihrem Zugpferd stehen und fallen. Mehr als ein einmaliger Wahlerfolg ist da wahrscheinlich nicht drin.

Re: Der Pferdeflüsterer Köfer

es reicht bei der nächsten wahl den sieg der freiheitlichen zu verhindern, ein anderes ziel hat diese showpartei von rot und schwarz nicht.

1 0

... und vielleicht Arnold als Sportminister?

Frankie und Arnie könnten unseren versteinerten Parteien schon einen gehörigen Schock versetzen - vielleicht wird was draus, wenn unsere zurück gekehrten Auslandsösterreicher zuschlagen - die wissen wenigstens wie es geht!
Weitere Minister Kanditaten:
- Niki Lauda für Infrastruktur
- Niki Pelinka für Propaganda

hoppala, der 2. Niki ist mir entfahren.

3 0

bevor noch die Wellen hoch gehen.

Jetzt zu spekulieren wie die nächste Wahl ausgeht, ist verfrüht. Wer weiß was sich da mit dem Euro noch alles zusammenbraut und welcher Schaden uns daraus entsteht! Vielleicht regt das die Menschen endlich an, bei der Wahlurne zu denken und sich erinnern wer uns das alles eingebrockt hat!

Antworten Gast: StVO
16.08.2012 16:37
1 0

Re: bevor noch die Wellen hoch gehen.

Nun, der der am meisten in die EU gedrängt hat, war bekanntlich Jörg Haider. Erst nachdem der Brief an Brüssel abgesandt war und unmittelbar vor der Volksabstimmung hat sich Haider, wie es so seine Art ist gedreht und plötzlich die Blutschockolade und das Lausjoghurt ausgepackt.

so dumm ist österreich

ein cleveres konzept, von spö und övp !
die angst das strache nach der nächsten wahl die nummer eins ist ,treibt diese angebliche stronachpartei.
sonderbar ist, das alle themen mit denen fpö punktet jetzt von stronach vertreten werden schilling, esm, korruption.
viele proteststimmen werden von fpö zu stronach wandern und nach der wahl wird es eine koalition von rot,schwarz und stronach geben.
stronach wird aus gesundheitsgründen nicht im parlament sitzen, er wird einen ehemaligen roten schicken. wer es nicht glaubt, ich nehme gerne wetten an.

Gast: inkasso
16.08.2012 10:26
3 1

parteiwechsel ja - weiter kassieren mit altem mandat

...der hr kofer hält wohl alle für blöd, diesen schmäh (mit neuem beginnen) kann er in kärnten anbringen. wenn er wirklich was neues beginnen will, dann soll er sein mandat zurücklegen und schon jetzt auf wahlkampftour gehen, um genügend stimmen bei der nächsten wahl für seine neue partei zu bekommen. vielleicht verlegt die neue partei ( sowie onkel strohsack) ihren hauptsitz in die schweiz, da könnte einiges an steuer gespart werden und in östtereich fest auf den busch geschlagen werden.
wenn ja dann wirklich, aber so - nein danke

1 0

kein geld

na warum gibt er dann nicht sein mandat als nationalrat ab - und warum bleibt er bürgermeister - er wurde als sozialdemokrat gewählt und nicht als einer der sich davonschleicht.....

aber bezüglich geld:
wenn ein kärtner politiker etwas mehrmals als unwahr betont, können sie sicher sein, das es stimmt


3 1

Bankldrucker

Lieber Herr Stronach bei aller Sympathie, glauben Sie wirklich das man mit den Bankldruckern die Sie den anderen Pateien abwerben erfolgreich Politik machen kann ?
Sie sind 81 Jahre alt, wenn Sie ihr Amt als Spitzenmann einer Fraktion oder gar Regierungspatei nicht mehr ausfüllen können, glauben Sie wirklich einer der von Ihnen angeworbenen Kasperln könnte Sie ersetzen ?

Sie haben meinen größten Respekt für Ihre wirtschaftliche Leistung. Sie haben in Ö viele Arbeitsplätze geschaffen und somit mehr für unser Land gemacht als unsere Parlamentarier.
Bitte bleiben Sie uns in guter Erinnerung !!!

nau ja

was soll das gejammer ! er macht es doch nur wie damals die schmid heidi, nur mit dem unterschied dass der heidi damals heifi tatkräftigst unter die arme griff ( pikante details auslegungssache). aber damals gings ja gegen den gottseibeiuns jörgele, und heute gegen die heiligste einrichtung in korruptistan gegen die spö.

1 0

SOZIALE ADER ?

Das ist eine neue Art, der Deffinition einer "sozialen Ader", wenn man in erster Linie seine Ämter als Bürgermeister und Nationalratsabgeordneter im Auge hat und um diese Einkommensquellen aufrechtzuerhalten zu einem Parteigründer wechselt, dem die finanzielle Aufrechterhaltung des österreichischen Sozialstaates so sehr am Herzen liegt, dass er um in Österreich keine Einkommenssteuern zahlen zu müssen, eine nicht bewohnte Wohnung in der Schweiz als Hauptwohnsitz angibt

Gast: buagal
16.08.2012 09:19
2 1

kärnten, wie es leibt und lebt...

immer fasching auf kosten des gesamten landes

Mein Teil ist, die soziale Komponente dort einfließen zu lassen. Frank Stronach bringt als Mensch eine unglaublich soziale Ader mit.

wenn jemand das gegenteil sagte, wäre es ehrlich und brächte das land auch weiter. dann wird er halt nicht gewählt.

Re: Mein Teil ist, die soziale Komponente dort einfließen zu lassen. Frank Stronach bringt als Mensch eine unglaublich soziale Ader mit.

wer 130.000 MA hat, macht vieles richtig, auch die soziale seite!

Gast: leelala
16.08.2012 08:46
3 1

Energetiker?

Sehr geehrter Herr Energetiker,
Irgendwie ist das ein Widerspruch in sich,
wenn sie sich mit einen "Energiesauger" wie dem Stronach abgeben. Sie sind nicht glaubwürdig.


Re: Energetiker?

energiesauger sind die abzocker in diesem land, die von der leistenden hin zu den nichtleistenden verteilen!

das ist noch immer die spö!

Antworten Antworten Gast: So ein Topfen
16.08.2012 09:51
0 1

Re: Re: Energetiker?

Sie haben Leelalalala falsch verstanden...

Es geht nicht um Kapitalsenergie...

Nachdem er sowieso


aus der SPÖ ausgeschlossen worden wäre, finde ich seine "Standhaftigkeit" lustig!

Vor Allem, nachdem er für den ESM gestimmt hat und in die problematischen SPÖ-Kärnten-Parteifinanzierungen verstrickt sein soll!


Re: Nachdem er sowieso

er hat dagegen gestimmt

 
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