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Wahlrecht: Grüne gegen SPÖ

15.08.2012 | 18:21 |  MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Rot-Grün habe sich im neuen Wahlrecht auf eine Fünf-Prozent-Hürde für das Bezirksparlament geeinigt, erklärt die SPÖ. Die Grünen kündigen dagegen Widerstand an.

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Die Presse: Die Grünen rücken vom Notariatsakt ab, es soll weiter ein mehrheitsförderndes Wahlrecht geben. Wie gehen Sie damit um, dass die Grünen dadurch völlig ihre Glaubwürdigkeit verlieren?

David Ellensohn: Es gibt mehr Bereiche, die zu verbessern sind, als im Notariatsakt stehen. Es fehlt darin die Problematik rund um die Briefwahl. Und: Hunderttausende Wiener sind vom Wahlrecht ausgeschlossen – EU-Bürger und Drittstaatsangehörige sollen in Wien auf Landesebene wählen dürfen.

Entschuldigung, Sie haben die Frage nicht beantwortet: Es geht nicht um grüne Forderungen, sondern um den Notariatsakt, den Sie jetzt brechen.

Der Notariatsakt war eine politische Forderung. Jetzt, in der Regierung, werden wir das Wahlrecht weiter verbessern.

Der Notariatsakt war also ein grüner Wahlkampf-Gag?

Kein Gag. Das ist die Position der Grünen. Darüber hinaus gibt es Verbesserungen beim Wahlrecht. Wir werden erleben, dass EU-Bürger wählen dürfen.

Die Grünen hätten sich durchsetzen können, indem sie, wie versprochen, ein direkt proportionales Wahlrecht zur Koalitionsbedingung machen.

Im Koalitionsvertrag steht das nicht drin.

Also haben die Grünen bei den Koalitionsverhandlungen versagt.

Das war mit der SPÖ nicht machbar – wie manches andere auch. Aber es wird ein neues Wahlrecht geben.

Sie haben zum Notariatsakt erklärt: Was drei Personen unterschrieben haben, ist nicht bindend für alle anderen. Die Unterschrift von Parteichefin Maria Vassilakou ist also nichts wert?

Wir haben keinen Klubzwang. Die Grünen haben sich in einem Punkt nicht durchgesetzt, dafür aber fünf andere schon. Ich finde, man kann damit zufrieden sein.

Im neuen Wahlrecht wird auch eine Fünf-Prozent-Hürde für Kleinparteien in den Bezirken eingeführt.

Wer sagt das?

SP-Klubchef Rudolf Schicker, also ihr Koalitionspartner.

Wir sind in der Phase der Verhandlungen.

Er hat das aber bereits öffentlich angekündigt – die Grünen hätten ihm zufolge zugestimmt.

Bei der Nationalratswahl haben wir eine Vier-Prozent-Hürde. Warum man in Wien bei der Bezirksvertretung eine höhere Hürde braucht, das erschließt sich mir nicht.

Die Grünen werden das blockieren?

Eine Hürde für die Bezirksvertretung hört sich für mich nicht gut an.

Nochmals: Die Grünen werden die Fünf-Prozent-Hürde bekämpfen?

Es ist ein SPÖ-Vorschlag. Es ist nicht unser Bedürfnis, kleine Fraktionen aus der Bezirksvertretung zu drängen.

Nochmals: Wird man zustimmen?

Ich kenne kein gutes Argument für Bezirkshürden.

Es gibt 170.000 Unterschriften gegen die Parkpickerl-Ausweitung – Vassilakou will sie trotzdem durchziehen. Haben sich die Grünen nicht verrannt?

Verrannt hat sich die ÖVP. In allen großen Städten gibt es eine Art der Parkraumbewirtschaftung. Außerdem gibt es eine Stadtverfassung, die diese Volksbefragung verbietet.

Es gibt einige Gutachten, dass dem nicht so ist.

ÖVP-Meinungen sind keine Gesetze. In Wien ist der unabhängige Verfassungsdienst zuständig. Außerdem: Wenn ich die Frage stelle, „Wollen Sie mehr Steuern zahlen?“, dann weiß ich, wie diese Frage ausgeht.

Das klingt, als wäre die Ausweitung keine Verkehrslenkung, sondern nur eine Geldbeschaffungsaktion.

Nein. Aber die Jahreskarte wurde verbilligt, alle wollen gute Spitäler, gute Bildung. Gleichzeitig Schulden abbauen, das geht bei der momentanen Konjunkturlage nicht.

Also doch eine Aktion zur Geldbeschaffung?

Nein. Es wird bessere Luft und weniger Lärm geben. Das ist ein Gewinn für alle.

Die SPÖ hat sich mit dem Ruf nach schärferen Regeln für Radfahrer auf die grünen Kernwähler eingeschossen. Leidet das Koalitionsklima?

Das ein Koalitionspartner dem anderen etwas sagt, was nicht angenehm ist, ist normal. Wir sind zwei unterschiedliche Parteien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2012)

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46 Kommentare
 
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3 0

Wer einen Notariatsakt anzweifelt, verliert jede Paktfähigkeit.




Gast: Daniel Goldstein
16.08.2012 22:13
8 1

Machen wir die GrünInnen zur 3,1 % Partei in Wien! Wer macht mit?


Antworten Gast: bundo
18.08.2012 11:46
2 0

Re: Machen wir die GrünInnen zur 3,1 % Partei in Wien! Wer macht mit?

Raus aus dem Parlament mit den grünen.

Antworten Gast: geht nicht
17.08.2012 16:14
1 0

Re: Machen wir die GrünInnen zur 3,1 % Partei in Wien! Wer macht mit?

und wählen die blauen??????

Gast: Sergo Ordzhonikidze
16.08.2012 22:09
6 1

Die bürgerlichen Parteien ÖVP, BZÖ und FPÖ


… sollten im eigenen Interesse umgehend eine öffentliche und voll bindende Zusage abzugeben, daß nach den nächsten Wr. Landtagswahlen ein von der die Un-Sozialistische Partei Österreichs und ihre grünlichen ErfüllungsgehilfInnen eingeführtes PARKPICKERL in den Außenbezirken umgehend und vorbehaltlos rückgängig gemacht wird.

Bald sind Wahlen! Gehen wir auch hin!

Gast: 4 Mampfi
16.08.2012 22:05
8 1

KEIN kostenpflichtiges PARKPICKERL in Wien!!!


Freie Fahrt für freie Bürger!

Gast: quatro
16.08.2012 18:52
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grüne

Grüne Brut fahrt zur hölle!

ich bin fuer eine Änderung des Wahlrechts! wer steuern zahlt, der bestimmt!

sozial gerecht ist nicht der, der umverteilt, sondern der, der dafür sorgt, dass es ueberhaupt etwas zu verteilen gibt!

Ich kann´s nur wiederholen...


....was sind das für Menschen, die derart verlogene und machtgeile Chaoten wählen?

15 1

Ab in die Arena mit Rot-Grün

Sollen sie auf der Donau-Insel miteinander raufen, aber die Wiener in Ruhe lassen.

Diese beiden Parteien sind ein Luxus, den wir uns nicht leisten können und wollen!

Gast: GRÜNER KAKTUS
16.08.2012 11:48
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5 %!!! Hihihi! Das akzeptieren die Blauen nur beim Schankbier!

Sollens halt dort eine Senkung beantragen. Haben ja eh beste Kontakte zur Brauindustrie!
Aber uns sollens gefälligst das Beste für die BürgerIn machen lassen.

Gast: Lev Kopelev
16.08.2012 11:38
10 1

Wahlrecht ist, wie im alten Rom, nur mehr den STEUERZAHLERN zu gewähren!

Das schließt dann endlich die ganzen MinderleisterInnen der verhinderten Bolschewisten in Rathaus und Regierung und ihre grünlichen ErfüllungsgehilfInnen mit Migrationshintergrund Gott sei dank gleich vorweg aus!!

Gast: bergziege
16.08.2012 11:14
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Alles was GRÜN ist,

muss eingebremst werden. Es wird immer unerträglicher.

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Da kommen die wahren Grünen heraus.

Dieser Mann kann nicht mal Fragen beantworten und macht genau das, was die Grünen den anderen Parteien vorwirft, nämlich grob fahrlässig das Volk für Dumm zu verkaufen.

entsetzlich!

was für ein grausliges bild diese wien-grünen abgeben. welcher teufel hat mich geritten als ich die gewählt habe?

das mit dem notariatsakt ist eine bodenlose frechheit!

Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese...

...dann stelle ich fest, dass dieses Land genau jene Politiker hat, die seine Forumstrolle verdienen.

Ach, ihr seid alle bezahlte Parteiposter? Das erklärt es auch... :-)

Re: Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese...

Welcome to the Club!

Gast: Josef Haller
16.08.2012 09:41
10 1

Parkraumbewirtschaftung

Eine Parkraumbewirtschaftung kann erst dann als solche bezeichnet werden, wenn mann nicht mehr Parkpickerl (=Dauerparker) ausgibt, als öffentliche Parkplätze vorhanden sind! Alles andere wie eben praktiziert wird, ist reine Gedbeschaffung.

Ibrigens

rast die grüne Eva weiter

ungestraft mit ihrem E-Mobil auf den Autobahnen!

Zuletzt bei Linz auf der West-Autobahn am 1.August laut Leserbrief in der heutigen Presse.

Kann diese Dame nicht endlich von der Polizei gestoppt werden?

Gast: Na und?
16.08.2012 06:57
29 2

Das schöne an der Rotgrünen Koalition in Wien:

Die demaskieren sich als Abkassierer pur und werden im Bund sicher nicht kommen!!!

Noch dazu wird Grün auch in Wien abgewählt, da kann sich Häupl woanders nach einem Koalitionspartner umsehen!

Abgesehen davon finde ich es bemerkenswert, wie unfähig die Piraten sind. So ein Harakiri ist schon einmalig, der HC wird sich freuen...

das wiener wahlrecht mit der spö

verbessern zu wollen, kann nur eine gefährliche drohung sein.
am interview hat mir das strenge hinterfragen gefallen. aber die behauptung schicker habe sich wegen der 5% hürde bereits mit den grünen geeinigt, wäre noch zu hinterfragen gewesen.
denn entweder wird verhandelt oder man hat sich geeinigt.
in beiden fällen hat zumindest einer gelogen.

Fazit

1.) Die Grünen möchten dass Ausländer (EU) in Österreich wählen

2.) Die Grünen meinen die Volksbefragung gegen das Parkpickerl sei gegen die Stattverfassung

3.) Die Grünen wollen das Wahlrecht verbessern (nach punkt2 der absolute Schwachsinn, und nach punkt 1 sollten die Ausländer erstmal Österreicher werden bevor sie igrendeinen Senf dazugeben)

Das ist so ziemlich das beste Interview das ich in meinem ganzen Leben gelesen habe, weil sich die Grünen ganz von selbst diqualifizieren.

Die hätten alles gegeben um ins Rathaus zu kommen, jetzt machen sie den Hampelmann für die Roten und versuchen auch noch den Willen von einer Minderheitenpartei durchzusetzen, das echt keiner brauchen kann.

o.m.g.


Gast: Gast695
15.08.2012 23:49
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Das Interview war schon richtig gut,

aber diese verlogene Grünkommunistentruppe kann man schon noch härter anfassen!

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grün ist sowas von ueäuh ... !


Gast: gast2610
15.08.2012 23:03
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der ist ja besser als der Fernsehkasperl!!!


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unglaubwürdig

mit dieser Politik und vor allem mit diesen kläglichen Versuch das alles auch noch zu argumentieren fällt die Glaubwürdigkeit dieser grünen Partei unter das Niveau von Investment-Bankern!

 
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