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„Reichensteuer“ spaltet die Koalition

15.08.2012 | 18:21 |   (Die Presse)

Die SPÖ möchte damit unter anderem zusätzliche Mittel für die Bildung aufbringen. Die ÖVP fordert Steuerentlastungen statt der SPÖ-Pläne für Vermögensteuern.

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Wien/Ett. Bei der Erstellung des Budgets 2013 sind die Wegmarkierungen mit dem von der rot-schwarzen Koalition beschlossenen Finanzpfad bis 2016 vorgegeben. 2013 soll das Defizit auf 2,1 Prozent des Wirtschaftswachstums gedrückt werden. Viel größere Reibereien stehen der Koalition heuer im Herbst wegen der neu ausgebrochenen Debatte um Vermögensteuern bevor.

Bundeskanzler SPÖ-Chef Werner Faymann hat bekräftigt, dass jene, die mehr haben, auch mehr zum Steueraufkommen beitragen müssten. Der Kanzler hat nach dem Ministerrat einen Bericht der „Presse“ bestätigt, wonach einer der Pläne der SPÖ auf eine Wiedereinführung der 2008 abgeschafften Erbschaftssteuer mit einer Freigrenze bis zu einer Million Euro hinausläuft. SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder assistierte, dass „Reiche und Superreiche“ verstärkt zur Kasse gebeten werden sollen. Die SPÖ möchte damit unter anderem zusätzliche Mittel für die Bildung aufbringen.

Die Überlegungen der SPÖ, die am 20. September vom Bundesparteivorstand in einen Leitantrag für den SPÖ-Bundesparteitag am 13. Oktober einfließen werden, gehen aber noch weiter. Ein zweiter Punkt zielt auf die unbefristete Verlängerung der sogenannten Solidarabgabe für höhere Einkommen ab. Nach Spar- und Steuerpaket der Regierung, das heuer im Frühjahr beschlossen wurde, gilt die Solidarabgabe stufenweise ab knapp 186.000 Euro Bruttoeinkommen im Jahr. Sie ist begrenzt bis 2013.

 

Spindelegger will Debatte nicht anheizen

Vizekanzler Michael Spindelegger möchte die Diskussion nicht zusätzlich anheizen, winkt aber bei neuen Vermögensteuern ab. Es sei legitim, dass die SPÖ Pläne entwickle. Spindelegger fordert eine Entlastung statt einer Belastung. Diese solle dem Mittelstand zugutekommen und „Tüchtige“ beflügeln. Detaillierte ÖVP-Konzepte stehen noch aus. Er sei über den Sommer „kein anderer geworden“, daher bleibe es beim Nein zu Vermögensteuern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2012)

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33 Kommentare
 
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Gast: reichensteurer
17.08.2012 12:29
1 0

wozu

damit die Parteien sich weitere Förderungen genehmigen, von den Landeskaisern das vom Bund eingehobene Geld mit vollen Händen unter die willfährigen Günstlinge verteilt wird, munter mit öffentlichen Geldern spekuliert wird? WAS soll der Bürger noch alles tragen?

Gast: Gastronom 354647
17.08.2012 12:26
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Was spaltet denn diese Koalition eigentlich nicht?


Gast: Gast 2012
16.08.2012 21:47
1 0

unterlassen statt unternehmen

ist für die Tüchtigen wohl der bessere Weg unter SPÖVP. Leistung wird ohnedies bestraft...

"Tüchtige" kann man nur beflügeln, wenn man endlich die Lohnkosten senkt.

Aber das geht nicht, weil wir ja keine Vermögen besteuern.

Die einen zahlen 50%, die anderen nichts. Immer mehr Leute sehen dieses Ungleichgewicht und sehen die ÖVP nurmehr als Blockierer und Klientel-Partei.

Daher bin ich zuversichtlich, dass die Vorraussetzung für Steuergerechtigkeit, eben der Wegfall der ÖVP aus der österreichischen Regierung, bald eintreffen wird.

Antworten Gast: Nurse Diesel
16.08.2012 14:34
0 0

Re: "Tüchtige" kann man nur beflügeln, wenn man endlich die Lohnkosten senkt.

Die SPÖ will aber Vermögenssteuer UND Lohn-und Einkommenssteuern wie bisher.

Ich bin nicht die SPÖ,

sondern einer dieser Tüchtigen, denen man weit über 50% vom Erarbeiteten abzieht.

Die SPÖ ist mir wurscht, die ÖVP aber nicht, weil die seit 25 Jahren immer gegen meine Interessen gearbeitet hat. Außerdem finde ich deren arrogantes, korruptionsnahes Personal einfach widerlich.

Die SPÖ ist mir wurscht, die ÖVP aber nicht, weil die seit 25 Jahren immer gegen meine Interessen gearbeitet hat.

Geben Sie´s zu: Sie sind nur enttäuscht, dem Falschen vertraut zu haben.
Aber Sie müssen das positiv sehen: "Ent-täuscht" zu sein, heisst ja nichts anderes, als sich der Täuschung entledigt zu haben;-)

Sie haben Begabung

zum Märchenerfinder ;-)

Steuer


Die Politiker, die Politik, machen Ihren Job auf Kosten der Steuerzahler! Danke!

Gast: Wasserlaeufer
16.08.2012 12:53
1 1

Wenn jemand etwas leistet, so ganz von

sich heraus ohne Schieber und ohne
dem unverschaemten Ausnuetzen von
Schwaecheren, dann vergoenn ich ihm das auch.

Meistens aber gilt die Statzfrage:

"Who suffers for your success"

"Wer muss darunter leiden,
dass du erfolgreich sein kannst".

Und dieses Leiden muss halt der Gesellschaft
gegnueber wieder abgegolten werden.
So einfach ist das.

Antworten Gast: gast45
17.09.2012 19:05
0 0

Re: Wenn jemand etwas leistet, so ganz von

haben sie recht ... die inserate haben eine lawine gekostet .. gezahlt hat es der steuerzahler , über die oebb .. alsdann 7 mio für den werner ist ja ein ganz ordentliches vermögen, gelitten hat der steuerzahler , also sind mal 3,5 mio abzugelten ...

Wenn jemand viel hat, hat er das auch in der Regel auch schon mit bis zu 50% versteuert

Man sollte also lieber Steuerschlupflöcher stopfen und generell das Steuersystem vereinfachen.

Letzteres beseitigt durch Einfachheit auch Schlupflöcher. Alles andere is purer Populismus.


Gast: Wunderlich
16.08.2012 10:14
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Vermögenssteuern = legalisierter Raub

Wenn nun lapidar angemerkt wird, dass die Solidarabgabe unbefristet verlängert werden soll, dann bestätigt das noch früher als befürchtet, dass jeder Griff ins Börserl der Österreicher nicht wieder zurückgenommen wird.

JEDE existierende Abgabe/Steuer in Österreich wird bestenfalls steigen oder, über den Zeitablauf, letztlich jeden treffen - der Inflation "sei Dank". Die Reichensteuer von heute ist somit die Massensteuer von morgen.

Ein Mio Schilling, noch vor 30-40 Jahren ausreichend für ein ansehnliches Luxusdomzil entsprechen heute 73t Euro. Für das Geld bekommt man kaum noch eine Kleinstwohnung imn Ballungszentren. Die "Luxusgrenze" von damals ist heute der Einstiegsreis.

Wer glaubt, dass diese Luxusgrenzen der Inflation angepasst werden würden, hat wohl keinerlei politische Erfahrung aber eine ausgeprägte Naivität.

Mir ist insgesamt unklar, warum die Allgemeinheit (=Staat) ein Recht auf die legal erworbenen Vermögenswerte hat, besonders, wenn diese aus versteuertem Einkommen geschaffen wurden. "Du hast gespart, daher ist es jetzt meins" ??? Und wer soll das kriegen? Diejenigen, die sich nichts geschaffen haben? Begründet auf welcher Gerechtigkeit? Ist Erfolg denn unredlich und schafft er eine Schuld?

Überbordende Umverteilung ist ungerecht, da sie Leistungswillige bestraft und Unwilligen dennoch ein sehr angenehmes Leben ermöglicht. Gerecht ist ein sozialer Ausgleich bei dem nur Leistung und Wille Luxus ermöglicht.

Antworten Gast: verärgert
27.08.2012 15:37
0 0

Re: Vermögenssteuern = legalisierter Raub

... "Du hast gespart, daher ist es jetzt meins" ??? Und wer soll das kriegen? Diejenigen, die sich nichts geschaffen haben? Begründet auf welcher Gerechtigkeit?" ...
lieber wunderlich, sie haben es auf den punkt gebracht! dem kann ich nur zustimmen!

Budget 2013

Bevor die hier jetzt große Pläne für 2013 machen sollten sie besser nochmal das Budget für 2012 nachrechnen, weil diese Rechnung vermutlich schon nicht aufgehen wird !!

Gast: Ich bin der Meinung
15.08.2012 23:19
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Offensichtlich brauchen die Apparatschiks

Nachhilfe und dafür soll das Geld dann verwendet werden.

Man schröpft und schröpft und wirft dann nachdem die eigenen Taschen prall geüllt wurden alles zum Fenster raus. Siehe 80 Mio Sporthilfe, 1,? Mrd für Eurofighter, usw usf.

Ach die Plakate und Inserate im Boulvard und für den Boulevard habe ich vergessen ....

Ein paar Seiten weiter wird von den ins Ausland abwandernden Akademikern berichtet. Na warum ist das so?

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Re: Offensichtlich brauchen die Apparatschiks

Danke für Ihren Kommentar. Ich bin ganz ihrer Meinung. Es muss jetzt endlich Schluss sein mit unserer ständigen Nivellierung nach unten!
Klar soll in AT niemand verhungern müssen - ein lebenswertes Leben führen können, auch wenn er/sie alt, krank oder schwach ist.
Nur braucht es dazu eine Grundsicherung von 744 Euro im Monat, wenn der Kollektivlohn einer Floristin nur knapp darüber liegt.
Wo ist hier die heilige "Gerechtigkeit" her Bundeskanzler?

Gast: gast111
15.08.2012 23:05
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das ganze wird nichts bringen

selbst wenn man was einnimmt, so wird es von den sozis schon vorher wieder ausgegeben diesmal für bildung und wann werden die schulden abbezahlt??

ohne staatsverschuldung (danke kreisky, danke spö) hätte man 10 mrd € im jahr mehr zur verfügung d.h jeder österreicher hätte 1000€ mehr im sack, eine 4-köpfige familie hätte 4000€ mehr im jahr zur vefügung, und der staat hätte 2mrd noch zum uasgeben für bildung, forschung und wissenschaft oder energiewende - so bezahlt man irre zinsen und das jahr für jahr, im übrigen meist an reiche

Gerechtigkeit der SPÖ

Einkommen wird versteuert - Lohnsteuer/Einkommensteuer. Bei sämtlichen Einkäufen gibt es Mehrwertsteuer zu bezahlen, dann so Absurditäten wie Mineralölsteuer, NOVA, Steuern auf Wertzuwachs bei Wertpapieren - auch wenn beim Kauf um den Betrag € 100,-- 4 % Ausgabeaufschlag, also € 104,-- bezahlt wird, um 102 Euro verkauft wird, sind die 2 Euro zu versteuern - nur die professionellen Zocker zahlen statt 50 nur noch 25 Prozent steuer - herzlichen Glückwunsch.

Am Sparbuch gibt es die "Kest" - wird was gekauft, fällt Ust an, besitzt man was, wollen die doch tatsächlich Erbschafts- und Schenkungssteuer...... und glauben die "Wirklich Reichen" haben keine anderen Möglichkeiten.

Geschröpft wird der Mittelstand...... - und die Neider in Österreich applaudieren, weil sie nicht mal merken, dass sie selbst gemolken werden.....

und dann..... nach 30 Jahren im Berufsleben und Krankheitsbedingt in Pension geschickt kriegt man rund € 1000,-- Pension - Mindestsicherung beträgt rund € 750,-- ..... und das ist gerecht????

Gast: Weltökonomin aus Attnang-Puchheim
15.08.2012 22:34
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Solange ich was zu sagen habe, werden in unserem Österreich keine Multimillionäre

in Bahnhofsmissionen wohnen und dem Sozialstaat am Säckel hängen müssen.

Gast: Gast 2012
15.08.2012 22:19
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diese Koalition kann nichts mehr spalten

sie werden mit grüner Unterstützung nach der Wahl Österreich weiter verraten.

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Einkommen 2x versteuern????

Wo kämen wir hin, wenn bereits versteuertes Geld noch einmal versteuert wird.

Da zahlt man jedes Monat eh schon tausende Euro Steuern und dann soll man noch mehr abgeben, das sie Sozis sich in den Boulevard Blättern mit diesem Geld per Inserat selbst inszenieren.

Reicht es nicht, dass wir zusätzlich für alles was wir uns gönnen den Staat 20% davon schenken??

Antworten Gast: ZARA
15.08.2012 23:17
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Sie sind schon geizig! Wie sollen bitte die vielen Kinder ausgebildet werden, wenn Sie die Steuern verweigern?

Steuerzahlen ist eben Bürgerpflicht. Kommt ja wieder zu uns zurück, das liebe Geld.

Antworten Antworten Gast: Schluß mit Freundschaft
16.08.2012 14:26
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Re: Sie sind schon geizig! Wie sollen bitte die vielen Kinder ausgebildet werden, wenn Sie die Steuern verweigern?

Warum zahlen dann nur noch 1 Mio. Einwohner Lohn- oder Einkommenssteuer? Die unteren Einkommen wurden sukzessive zu Lasten der höheren steuerbefreit. Fair wäre eine Flat Tax ab dem 1. verdienten Euro. Dafür nur 20%. Laßt doch die Bezieher niedriger Einkommen auch ihren Bürgerpflichten nachkommen und nicht auf meine Almosen angewiesen sein!

Re: Sie sind schon geizig! Wie sollen bitte die vielen Kinder ausgebildet werden, wenn Sie die Steuern verweigern?

He, He.

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Re: Sie sind schon geizig! Wie sollen bitte die vielen Kinder ausgebildet werden, wenn Sie die Steuern verweigern?

lesen sie mal den Artikel über die abwandernden Uni-Absolventen. das hilft vielleicht

 
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