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Rechter Roter, Rebell, „Heiler“

15.08.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

Der hemdsärmelige Gerhard Köfer hatte nie Berührungsängste mit der FPÖ.

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Das Bild, das von mir gezeichnet wird, die Abschätzigkeit, mit der ich als „Wunderheiler“ apostrophiert werde, tun mir ein bisschen weh.“ Gerhard Köfers Klage am Feiertag bezog sich auf den Umstand, dass der seit 2006 tätige SPÖ-Nationalratsabgeordnete 2010 als Energetiker („Meine Hände sind wie Starterkabel“) für Aufsehen gesorgt hatte. „Im Parlament sagen sie schon manchmal: ,Da kommt der Wunderheiler.‘“

Der 51-jährige Bankkaufmann und Gendarm, der seit 1997 Bürgermeister von Spittal an der Drau ist, ließ politisch aber auch mit einem Gastauftritt bei einem FPÖ-Landesparteitag aufhorchen. Berührungsängste nach rechts hat der Rote nicht. Bei der ESM-Abstimmung rebellierte er vor dem Sommer im Nationalrat gegen die SPÖ-Linie.

Seine Ambitionen auf den Chefposten der Kärntner SPÖ scheiterten 2010 an der Zweidrittelmehrheit zur Zulassung zur Kampfabstimmung. Über Spittal hinaus bekannt wurde der forsche SPÖ-Politiker, als er sich für ein „Kopfgeld“ für Drogendealer ausgesprochen hatte. Die Anrede „Genosse“ wollte er in der SPÖ schon einmal abschaffen. Mit SPÖ-Frauenchefin Barbara Prammer wiederum lag er im Clinch, weil auf der Homepage der Stadt Damen in lasziven Posen zu sehen waren. ett

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2012)

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3 Kommentare

Stronachs "Sammelleidenschaft"

Wer, außer diverse Hinterbänkler etabilierter Parteien, könnten Stronachs Schalmeienklängen Folge leisten? Sie tun es vermutlich, um endlich etwas mehr ins mediale Rampenlicht und damit über die öffentliche Wahrnehmungsschwelle zu geraten. An sich ist das alles durchaus legitim, denn jeder Politiker ist schließlich seiner eigenen Karriere Schmied! Nur sollten diese Herrschaften demnächst nicht zu sehr enttäuscht darüber sein, daß sie auch in den Augen Stronachs das selbe bleiben wie in ihrer bisherigen poltischen Heimat: Personelles Füllmaterial und reine Staffage! Die wahren Entscheidungen treffen auch in der "neuen Partei" ganz andere!

Vor allem Stronach selbst wird sich in seine Ziele und Pläne kaum von irgendwo her Engangierten drein reden lassen! Schließlich denkt, redet und handelt er stets nur nach einer Maxime: "Wer zahlt, schafft an"! Heuern und Feuern von Managern bei MAGMA wie auch Funktionären im Sport ging immer rasch vonstatten. Ausschließlich loyale Ja-Sager behielten unter Stronach ihren Job. Kritische Einwände liebte der alte Herr noch nie! Und wenn er bei einem seiner diversen ehrgeizigen Projekte auch nur einen leisen Hauch von Gegenwind verspürte, verlor der "Big Spender" schnellstens seine Lust. Und was machen die von ihm eingesammelten Politiker dann? In ihre bisherigen Parteien können sich bestimmt nicht leicht zurück. Denn da sitzen ja schon anderre an den Futtertrögen. Womöglich müssen sie dann sogar erstmals in ihrem Leben riichtig ARBEITEN...

Gast: ein Mediengeschädigter
15.08.2012 21:26
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die rote Systempresse schlägt zurück

es wäre ja doch gelacht wenn sie nur böse Blaue verfolgen. Auch auf böse EX-Rote wird das Halali geblasen. Wenn der Werner sagt, der ESM-Vertrag ist gut für Österreich, dann glaubt das "seine Presse".

Antworten Gast: gggggg
16.08.2012 14:43
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Re: die rote Systempresse schlägt zurück

Touché!

Und es wird noch viel dicker kommen. Wie sagte doch Friedrich Heer einstens: ´Man kann dem Österreicher vieles nachsagen. Aber harmlos war er nie.´

Wenn es um die Macht geht, ist jedes Mittel recht. Aber es wird nichts (mehr) nützen. Die Zeit ist reif. Stronach ante portas.