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Auch Ex-Ministerin Kdolsky bei Stronachs Partei?

16.08.2012 | 18:25 |   (Die Presse)

Die Vorbereitungen für die offizielle Vorstellung von Stronachs neuer Partei laufen auf Hochtouren. Nach dem Spittaler Stadtchef Köfer wechselt nun auch sein Vizebürgermeister von der SPÖ zum Industriellen.

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Wien/Ett/Juk. Nach dem überraschenden Wechsel des bisherigen Kärntner SPÖ-Nationalratsabgeordneten und Bürgermeisters von Spittal an der Drau, Gerhard Köfer, stand am Donnerstag ein weiterer Übertritt von der SPÖ fest. Auch der Spittaler Vizebürgermeister Hartmut Prasch hat der SPÖ am Nachmittag seinen Austritt aus der Partei mitgeteilt. Er folgt Köfer zu Stronachs neuer Partei. Zuletzt war bereits damit gerechnet worden, dass im Schlepptau Köfers, der seit 1997 Stadtchef von Spittal an der Drau ist, weitere Gemeindepolitiker aus der Kärntner Bezirksstadt diesen politischen Seitenwechsel vollziehen werden.

In den Reihen der ÖVP gab es am Donnerstag einige Absagen. Dafür tauchte in Informationen der „Presse“ ein neuer prominenter Name auf. Die frühere ÖVP-Gesundsheitsministerin Andrea Kdolsky wurde dabei in Verbindung mit Frank Stronachs politischen Ambitionen genannt. Die Ex-Ressortchefin (von 2007 bis 2008) übernahm im Juni 2009 den Geschäftsbereich Gesundheit bei PricewaterhouseCoopers Österreich. Kdolsky selbst war am Donnerstag vorerst für die „Presse“ für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Absage von Waltraud Klasnic

Andere ÖVP-Politiker haben inzwischen öffentlich bezüglich einer Kandidatur für Stronachs Partei abgewunken. Die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, die dem Unternehmer nicht zuletzt wegen seiner Investitionen in der Steiermark verbunden ist, ließ der „Presse“ auf Anfrage mitteilen: „Ich stehe für eine Kandidatur nicht zur Verfügung.“ Dazu sei auch ihre Loyalität gegenüber der Volkspartei zu groß, für die sie erst vor wenigen Wochen auch Mitglied des von Parteiobmann Michael Spindelegger eingesetzten Ethikrates geworden ist. Der frühere ÖVP-Bauernbundpräsident und Nationalratsabgeordnete Fritz Grillitsch, dessen Name als Stronach-Unterstützer zuerst ebenfalls gefallen war, hat dies als bloßes Gerücht in der Zwischenzeit dementiert.

Nach wie vor als möglicher Kandidat für die neue Partei Stronachs wird der frühere steirische ÖVP-Landesrat Herbert Paierl gehandelt. Allerdings wird im Falle Paierl frühestens Mitte September mit Klarheit gerechnet, weil Paierl zuerst die Entscheidungen über die Bestellung des künftigen ÖIAG-Chefs Anfang September abwarten werde.

Bereits ihr Interesse und ihre Sympathie für Stronachs politische Bestrebungen haben die frühere steirische FPÖ-Klubobfrau Waltraud Dietrich und der derzeit fraktionslose Nationalratsabgeordnete Robert Lugar bekundet. Dieser hat sich im vergangenen Jahr vom BZÖ losgesagt, weil er mit dem Kurs der Orangen nicht mehr einverstanden war.

Stronach braucht, um sich das Sammeln von österreichweit 2600 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigen zu ersparen, jedenfalls die Unterschriften von drei Nationalratsmandataren. Jene des inzwischen aus dem SPÖ-Parlamentsklubs ausgetretenen Köfer ist zu wenig. Auf Anfrage der „Presse“ in der Wahlabteilung des Innenministeriums wurde zudem klargestellt, dass Köfers Unterschrift allein auch noch nicht die erforderliche Zahl an etwaigen Unterstützungserklärungen von Bürgern reduziert. Im Klartext: es ist dadurch statt der 2600 Unterschriften nicht um ein Drittel weniger notwendig. Um einen eigenen Parlamentsklub vor der Wahl gründen zu können, bräuchte Stronach fünf „wilde“ Abgeordnete.

Team Stronach: Die Mitstreiter des Milliardärs

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Noch „Feilen“ am Parteiprogramm

Im Stronach-Institut wird in der Zwischenzeit noch intensiv am Programm der neuen Partei des Industriellen gearbeitet. Da werde noch an Punkten „gefeilt“, wurde zur inhaltlichen Arbeit erklärt. Es würden darin aber „natürlich“ jene „Schwerpunkte“, die Stronach genannt habe, verankert. Dabei hat vor allem Stronachs Forderung nach einem Ausstieg aus dem Euro „je früher umso besser“ für das meiste Aufsehen gesorgt. Damit macht er nach übereinstimmenden Einschätzungen hauptsächlich den Euro-kritischen Freiheitlichen Konkurrenz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.08.2012)

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438 Kommentare
 
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Gast: Ein Skeptiker.
19.08.2012 09:28
0 1

Wo ist da ein Problem?

Stronach nutzt wie andere Unternehmer vor ihm die gesetzlichen Möglichkeiten seine Steuern zu vermindern. Es ist unangebracht abwertend hier von "Steuerflucht" zu sprechen. Auch Klein- und mittlere Unternehmen haben diese gesetzlichen Möglichkeiten die sie aber nur sehr wenig in Anspruch nehmen.

Sich finanziell zu outen und von "Offenlegung" zu sprechen ist in seinem Fall "lächerlich". Jeder halbwegs Informierte weiß warum. Hält er die Menschen in Österreich für „blöd“?

Anscheinend wenn ich das Interview bei Bischofsberger lese: Tut es ihnen im nach hinein leid bei Ihrem ZIB Auftritt der Kragen geplatz ist? Stronach: „ Nein, doch nicht wegen eines Schulmädchens, sie hat mir leid getan. Letztklassig. Allein diese Antwort spricht Bände für seinen Charakter und seine Wesensart.

Wenn er die gesetzlichen Bedingungen einer „Parteigründung“ und die Bewerbung um ein Mandat in einer gesetzgebenden Körperschaft erfüllen kann, dann mag es so sein.

Nur das kann es nicht sein, das eine derartige Person & Konsorten die Interessen der Österreicher tatsächlich wahrnehmen kann. Das wird sich letztendlich jeder Wähler fragen müssen.

Gast: holifax
19.08.2012 07:54
0 0

Die haben alle nur Angst

Wählerstimmen zu verlieren !!
Ist auch gut so.

Langsam werden alle Kasperl-Parteien im Lande nervös


Gast: Travniceks Omama
18.08.2012 12:04
0 1

Kdolsky und Ita for Uncle Fränk

Vielleicht sollte Stronach, wenn er schon die Kochbuch-Autorin Kdolsky an seiner Seite haben möchte, auch den Herrn Philip "Spesenkaiser" Ita an Bord holen.

Der Strasser-Zögling soll im "Austro-Watergate" Herwig Haidinger angewiesen haben, Unterlagen für den Banken-Untersuchungsausschuss zuerst an den ÖVP-Klub zu schicken.

Unvergessen auch sein Kreditkarten-Verlust im Puff... pardon, Lokal.

Ein schönes Früchtchen: http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Platters-Kabinettschef-Philipp-Ita-outet-sich/244442" target="_blank">http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Platters-Kabinettschef-Philipp-Ita-outet-sich/244442

Stronach hat vielmehr Zeit im Ausland gelebt,

als in Österreich, warum soll er sein während dieser Zeit im Ausland ehrlich und gesetzeskonform erworbenes Einkommen nun in Österreich nochmals versteuern???
Man merkt den Roten und Blauen gehen auf
einmal die Argumente aus! Das ist das beste Argument dafür, warum man diese Langweiler abwählen sollte!!

Gast: atarog
18.08.2012 11:39
0 1

Abgeorneter und Bürgermeister

In welchem der beiden Jobs ist der Herr Köfer so unterfordert, dass er gleich beide machen kann?

Bei 8000€ im Monat (14x pro Jahr) im Nationalrat sollte der Job ja recht anspruchsvoll sein.

Gast: odin C.
18.08.2012 09:50
0 5

Hinterbänkler und Abgehalfterte (egal von welcher Partei) sammelt er also auf.



Die Stronach-Partei kann man sofort vergessen.

Gast: Uhudler
18.08.2012 08:13
2 0

unwichtig

warum soll er sein Geld den Steuerschluckern spenden? Er hat wenigstens nichts gekostet, wie unsere hiesigen Politiker. Die haben bis Dato ja nur abkassiert, wer von denen hat für das Land auch nur einen Arbeitsplatz geschaffen?

Kdolsky

die hat wenigsten einen ordentlichen Beruf erlernt und als Ministerin keinen fachlichen Fehler gemacht!

Antworten Gast: isis osiris
18.08.2012 10:51
1 0

Re: Kdolsky

Satire mit dem Holzhammer oder schlicht Gedächtnisverlust?

Antworten Gast: die Antwort :
18.08.2012 09:51
0 0

Re: Kdolsky


hat als Ministerin etliche schwere Fehler gemacht.

Gast: Interessantes
17.08.2012 21:57
0 0

Kdolsky ist Mitglied im Vorstand der Union Europäischer Föderalisten

Die Union der Europäischen Föderalisten (UEF) ist eine übernationale Vereinigung mit Vereinssitz in Den Haag und Generalsekretariat in Brüssel, deren vorrangiges Ziel die Förderung des europäischen Föderalismus ist. Sie strebt die Demokratisierung der Europäischen Union und die Schaffung eines föderalen europäischen Bundesstaats an. Mit zwanzig nationalen Sektionen ist die UEF die mitgliederstärkste proeuropäische Vereinigung. Die größten Sektionen der UEF sind die Europa-Union Deutschland, das italienische Movimento Federalista Europeo und die Europäische Föderalistische Bewegung in Österreich.

Kdolsky - das ist doch wohl der beste Witz aller Zeiten

Einfach unglaublich, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Antworten Gast: BYD
17.08.2012 19:29
0 2

Re: Kdolsky - das ist doch wohl der beste Witz aller Zeiten

Was soll an einem Witz unglaublich sein? Woher haben Sie diese geistreiche Erkenntnis?

Gast: Huch
17.08.2012 18:30
6 0

Man glaubt es nicht, ist aber Fakt:

Hier fallen lauter Ösis über Ösis her und am meisten über einen Ösi, der es im Ausland zu was gebracht hat, einem reichen Österreicher also, der zudem zurückgekommen ist in sein Land, um Tausenden Arbeitsplätze zu geben.
Und sie fallen nur über ihn her, weil sie eben den offensichtlich doch sehr österreichischen Tugenden unterliegen, die das sind Suderei, Neid, Vereinsmeierei und Ausländerfeindlichkeit (auch gegen eigene Landsleute, nur weil die es im Ausland zu was gebracht haben ohne Parteibuch und in Österreich hochheiligem Titel).
Wie erbärmlich ist das doch alles.

Antworten Gast: friedhofsgärtner
18.08.2012 10:39
0 2

Re: Man glaubt es nicht, ist aber Fakt:

da kommen einem ja die Tränen, so ergreifend schreiben Sie das. Das Problem ist nur , der Fränk bewirbt sich nicht um die Leitung eines Kirchenchores.Der ach so verfolgte Fränk wird in seinem Leben manchen hundsgemeinen Tritt ausgeteilt haben, sonst würde er noch in Kanada die Strassen fegen. Haben Sie für Ihre Mitfühlen nicht eine Kirchengemeinde in der Nähe ?

O du mein Ö!

Der alte Mann und seine Schar der Getreuen treten an, um Ö vor dem Untergang zu retten. Klingt alles so, als hätte Robert Musil aus dem Jenseits ein weiteres Kapitel für seinen berühmten Roman geschrieben. Schade, dass Altkanzler BK das nicht mehr erleben kann!

Gast: total crash
17.08.2012 18:02
3 0

Wisst`s wos, ihr österreichischen politischen Moralschleimer?

Ah jeder dahergelaufener ex & aktiv-Politiker, hat mehr unmoralisches Geld, deren Herkunft absolut nicht Nachvollziehbar ist, irgendwo in einem Steuerparadies "Veranlagt".

Bei Hr.Stronach ist die Herkunft des Geldes aber jederzeit & einwandfrei Nachvollziehbar & Nachzuweisen wo die "Kohle" herstammt.

Sicher nicht aus dubiosen politischen Malversationen ,wie bei manch eurer Parteihabara.

Kapische ihr Korruptler?

Gast: Galenos 44
17.08.2012 17:58
2 0

Diese Dame soll bitte in der wohlverdienten Versenkung bleiben! Jedes Comeback, in welcher politischen Funktion immer, wäre von Übel!


Wer Frau Dr. Kdolsky in sein Team nimmt, dem ist nicht mehr zu helfen. Vor allem muss man an seiner Urteilsfähigkeit zweifeln - Kdolsky hat außer Unfrieden nichts zusammengebracht. Sie soll sich weiter mit den Vorzügen des Schweinsbraten und ähnlich wichtigen Dingen befassen, sie soll Czardas tanzen oder den Vandango, sie soll Kondome verteilen, am besten in Altersheimen, sie soll überhaupt machen, was sie will, sie soll nur NIE MEHR AUF DIE POLITISCHE BÜHNE ÖSTERREICHS ZURÜCKKEHREN !

Der Schaden, den diese Frau im Lauf ihrer glücklicherweise kurzen Karriere als Ministerin angerichtet hat, ist etwa verkehrt proportional zu ihren Fähigkeiten. Also: wer die in sein Team holt, dem ist nicht zu helfen! Frank, FORGET ABOUT HER !

Gast: ME Again
17.08.2012 17:18
0 1

Keep it simple

...einfach krank...

Antworten Gast: Bergsteiger 458
17.08.2012 18:19
0 0

Re: Keep it simple

Und? Kommt da sonst noch was von dir? Oder geistig nicht in der Lage? Oder der Rechner abetstürzt. Oder was?

Gast: ME Again
17.08.2012 17:17
0 1

Keep it simple

...einfach krank...

Lasst Stronach arbeiten!

Ich persönlich schätze ihn aus verschiedenen Gründen NICHT, dennoch sollte man ihn und seine gegründete Partei zulassen. Schon allein seine Drohung "Ich führe die Partei wie eine Firma" ist es wert, verwirklicht zu werden. Vielleicht klappt's?

Gast: einpaarjahrenoch
17.08.2012 16:59
1 0

Demokratie ist, wenn der Wähler bekommt, was er verdient!

Sollte die Demokratur in Österreich es nicht schaffen, Herrn Stonach rechtzeitig vor einem Wahlerfolg zu demontieren, wird dieser Job nach Brüssel delegiert. Die haben Erfahrung darin und das auch in Griechenland hingekriegt.

Wenn das nicht klappt, dann kommt der Weltpolizist. Es darf nichts geben auf der Welt so es ihnen nicht gefällt.

Aber so weit wird es gar nicht kommen. Österreich wird brav sein Kreuzerl bei dem machen, der Brot und Spiele am überzeugendsten noch für eine Zeit lang garantiert. Und das ist ...

So richtig grauslich wird es erst, wenn der Wohlfahrtsstaat in sich zusammenkracht. Dann will der Österreicher den „starken Mann“. Und er wird ihn wieder bekommen, so wie er es verdient. Dieser Mann wird aber nicht „Stonach“ heissen.

Gast: Ich bin dafür
17.08.2012 16:38
8 1

Stronachs Abgeordnete

stehen wenigstens klar für eine Sache:

RAUS AUS DEM EURO

Das kann man von unserem Stimmviehverein (Nationalrat) nicht behaupten, denn dort entscheidet die Partei und die ist immer gegen das Volk. Die verdonnern noch unsere Kinder zum Schuldendienst und eisernen Sparkurs.
Als Belohnung für die fleißigen Parteien gibt es eine Verdoppelung der Parteienförderung!

Selbst wenn Stronach nur alte, vergammelte Pappmännchen aufstellen würde, wähle ich diese noch viel lieber!

Gast: Grätsche
17.08.2012 16:28
6 0

ich wage die Prognose,

daß recht bald, wenn er den links- wie rechts-sozialistischen Systemparteien gefährlich wird, man über die Systemmedien folgende Gerüchte streut:

- eine ehemalige Mitarbeiterin wurde persönlich gemobbt und fristlos entlassen ("soziale Kälte")

- eine ehemalige Sekretärin wurde sexuell belästigt ("abartig triebhaft")

- ein windiger Immobiliendeal und unklare Geldflüsse ("korrupt")

- ein Dossier über körperliche Gebrechen("Schwäche")

so dass die Wahlschafe sich denken, der ist ja auch nicht anders als "unsere" Politiker.

Wetten?

 
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