19.06.2013 10:21 Merkliste 0

Glawischnig: "Cannabis sollte entkriminalisiert werden"

17.08.2012 | 18:26 |  THOMAS PRIOR (Die Presse)

Grünen-Chefin Eva Glawischnig im "Presse" Interview über eine "seriöse" Volksbefragung in Wien, notwendige Staatseingriffe und einen Verteidigungsminister Peter Pilz.

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Die Presse: Sie machen gerade einen Roadtrip namens „Sommertour“ durch Österreich und suchen den Kontakt zu den Bürgern. Ist das – mehr als ein Jahr vor der Nationalratswahl – nicht ein Frühstart in den Wahlkampf?

Eva Glawischnig: Das ist nicht Wahlkampf, sondern das Gegenteil davon. Ziel dieser „Sommertour“ ist es, möglichst viele Gespräche zu ermöglichen und Zeit für die Anliegen der Bürger zu haben.

 

Das ist auch ein Ziel von Wahlkämpfen.

Im Wahlkampf stellt man sich auf eine Bühne und redet vor möglichst vielen Leuten. Mir geht es ums Zuhören. Außerdem wollen wir unseren 5000 Funktionären einmal die Möglichkeit geben, diejenigen, für die sie nächstes Jahr rennen werden, in Interaktion mit der Bevölkerung kennenzulernen.

 

Die Tour soll Ihrer Partei wohl auch ein kleines Zwischenhoch in den Umfragen bescheren. Daraus wurde bislang allerdings nichts. Die Grünen befinden sich gerade in einem Tief.

Warum?

 

Weil sie in Wien wegen der Parkpickerlausweitung stark in der Kritik stehen. Und weil die Grünen zu einer Verbotspartei zu werden drohen. Schön langsam bekommen Sie ein Glaubwürdigkeitsproblem, oder?

Das sehe ich nicht so.

 

Wie glaubwürdig ist es, wenn eine Partei, die für mehr direkte Demokratie eintritt, zuerst die Parkpickerlzone in Wien ausweitet und dann die Bevölkerung über ein neues Modell zur Parkraumbewirtschaftung befragt?

Ich halte die verkehrspolitischen Ziele der Wiener Grünen für absolut unterstützenswert. 60 Prozent der Wiener haben kein Auto. Alle wollen mehr Lebensqualität, keinen Feinstaub und keinen Lärm. Da ist es doch legitim, ein Gesamtkonzept abzufragen.

 

Warum tritt dann eine Maßnahme schon mit Oktober in Kraft, obwohl die Befragung erst im Jänner geplant ist? Das ist doch scheindemokratisch.

Scheindemokratisch wäre es, ohne Gesamtkonzept über einen einzelnen Punkt abstimmen zu lassen – so wie das die Opposition will. Das Parkpickerl ist nur eine Maßnahme von vielen, um das Ziel – eine gesündere Stadt, vor allem im Sinne der Kinder – zu erreichen. Es geht allerdings um mehrere Maßnahmen. Und darüber sollen die Bürger abstimmen können. Das ist doch ein seriöser Zugang zu mehr direkter Demokratie, oder?

 

Das sehen viele Bürger anders.

Es handelt sich um eine administrative Maßnahme, die man jederzeit nach den Wünschen der Bevölkerung ändern kann. Im Übrigen bin ich nicht die Pressesprecherin der Wiener Grünen. Fragen Sie mich doch bitte auch etwas Bundespolitisches.


Woher kommt die grüne Lust am Verbieten und Vorschreiben? Tempolimits in der Nacht, Regeln für Radfahrer, Verbot von Zigarettenautomaten. Was kommt als nächstes?

Reden wir doch lieber über den Kern von Liberalität!

 

Wie lautet Ihre Definition?

Liberalität ist etwas anderes als eine Debatte über Tempolimits. Im Kern umfasst dieser Begriff für mich die Grundrechte des Einzelnen, die vor Eingriffen des Staates geschützt werden müssen. Da geht es etwa um Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und den Missstand, dass Asylwerber eine Woche festgehalten werden dürfen.

Wo endet die Freiheit des Einzelnen?

Stellen wir das Genannte außer Streit. Der Rest sind Spielregeln für das Zusammenleben: Man muss zum Beispiel im Straßenverkehr aufeinander Rücksicht nehmen.

 

In welchen Bereichen muss der Staat die Bürger vor sich selbst schützen?

Wir brauchen Jugendschutz, Gesundheitsschutz, Umweltschutz und eine regulierte Wirtschaft. Ich bin auch für Frauenquoten. Das wird Sie nicht überraschen, oder?

 

Nein. Wie halten Sie es denn damit: Soll Cannabis legalisiert werden?

Es sollte jedenfalls entkriminalisiert werden. Wenn man als Jugendlicher einen Joint raucht und deshalb später Schwierigkeiten bei der Berufsauswahl hat, finde ich das unangemessen.

 

Das käme einer Legalisierung zumindest sehr nahe.

Nein. Es ist ein Unterschied, ob man Haschisch in den Trafiken verkaufen darf oder nicht.

 

Das wollen Sie also nicht?

Ich will die Entkriminalisierung. Das hat im Strafrecht nichts verloren.

 

Das können Sie ändern, wenn Sie der nächsten Bundesregierung angehören. Nächste Woche treffen Sie Kanzler Werner Faymann. Sind das schon vorgezogene Koalitionsverhandlungen?

Immer diese Interpretationen! Ich habe auch die ÖVP eingeladen, aber noch keine Antwort erhalten.

 

Sie haben mehrmals gesagt, dass Sie Rot-Grün bevorzugen würden. Wie realistisch ist das aus heutiger Sicht?

Im Moment ist so viel Dynamik im politischen System, dass ich keine Prognose wage.

 

Als Wahlziel der Grünen haben Sie vor Kurzem 15 bis 20 Prozent ausgegeben. Was geschieht, wenn Sie Ihr Ziel nicht erreichen?

Das werden wir sehen.

 

Gibt es eine Latte, von der Sie sagen, wenn Sie die unterschreiten, geben Sie die Parteiführung ab?

Das ist eine typische Journalistenfrage. Auf der Straße fragt das kein Mensch.

Das ist eine typische Politikerantwort.

Ich sehe keinen Grund, warum die Grünen nächstes Jahr ein schlechtes Ergebnis einfahren sollten.

 

Sie wollen sich also nicht festlegen.

Die Wiener Grünen haben trotz Stimmenverlusten erfolgreich Koalitionsverhandlungen geführt.

 

Heißt das, wenn die Grünen nicht in die nächste Bundesregierung kommen, treten Sie als Parteichefin zurück?

Das glaube ich – ehrlich gesagt – nicht. Sie können mich das alles 2013 im Wahlkampf fragen.

 

Ich frage Sie aber jetzt.

Ich weiß im Moment aber keine Antwort darauf.

 

Auf welche Personen müssten wir uns bei einer grünen Regierungsbeteiligung einstellen? Auf eine Umweltministerin Eva Glawischnig? Auf einen Verteidigungsminister Peter Pilz?

Ich wäre ziemlich sicher Vizekanzlerin. Bei Peter Pilz bin ich fürs Erste schon froh, wenn er sich im U-Ausschuss nicht so auspowert, dass er sich im Winter auf Krücken durchs Parlament schleppen muss.

 

Welche Grünen sind noch ministrabel?

Ach, ist das öde!

 

Langweile ich Sie?

Was soll man darauf sagen? Harald Walser ist ein hervorragender Bildungsexperte. Christiane Brunner hat beim Ökostromgesetz gezeigt, dass sie eine gute Umweltpolitikerin ist. Und einen Rudi Anschober muss man nicht extra erwähnen. Das sind alles Personen, die besser sind als die aktuellen Amtsträger.

Zur Person

Eva Glawischnig ist seit Oktober 2008 Bundessprecherin der Grünen. Davor war Glawischnig Dritte Nationalratspräsidentin
(2006 bis 2008) und Vizeparteichefin (ab 2002). Dem Nationalrat gehört die 43-jährige Juristin seit 1999 an. Vor ihrem Einstieg in die Politik war sie Beraterin der Umweltschutzorganisation Global 2000. Eva Glawischnig ist mit dem ATV-Moderator Volker Piesczek verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2012)

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225 Kommentare
 
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unibeauftragter

was kassiert der unibeauftragter van der Bellen zusätzlich im monat?

was ist seine leistung für das gehalt vergangen und bisher???

fahrt die glawischnig e-auto in wien privat???

verlogen

zuerst freigabe und dann rückzieher mit entkriminalisieren.

und das ist juristisch ein wesentlicher unterschied!

bei dieser frage ist sie voll geschwommen beim sommergespräch.

aber zigarettenautomaten verbieten wollen, die "lieberalen" grünen...

verlogenes pack!

Frau Glawischnig, haben sie keine anderen Probleme

z.B. Vassliakou, die wird Ihnen mindestens die Hälfte ihrer Stimmen kosten und das ist gut so aber Sie sind auch Eine von jenen welche Wasser predigen aber Wein trinken, Grün/Rot - nein Danke!

Gast: Nörgler
19.08.2012 20:47
4 0

Woher kommt die grüne Lust am Verbieten und Vorschreiben?

Die ehrliche Antwort von Frau GLAWISCHNIG auf diese Frage wäre gewesen: Weil wir Grüne in Wirklichkeit die Nachfolger der Kommunisten sind. Und die wollten ja auch alles vorschreiben, regeln und was nicht dass Ihre war verbieten. Wir Grüne sind ja nur außen grün, innen ist unsere Überzeugung tief rot. Das wäre die ehrliche Antwort gewesen. Offensichtlich beginnen immer mehr Österreicher zu verstehen, was sich hinter dem grünen Mäntelchen wirklich versteckt - und daher die ständig sinkenden Umfragewerte der Grün-Partei!

Antworten Gast: apfelmännchen
20.08.2012 10:50
0 0

Re: Woher kommt die grüne Lust am Verbieten und Vorschreiben?

Wahlumfrage Österreich: SPÖ 28 (-1,3), ÖVP 21 (-5), FPÖ 20 (+2,5), GRÜNE 14 (+3,6) , STRO 8 (+8), PIR 4 (+4), BZÖ 3 (-7,7) (Gallup/oe24: n=400, 18.08.2012) Quelle: neuwal.com

Wie alle, die für eine 'Entkriminalisierung von Cannabis' eintreten

hat auch Glawischnig kein Modell parat wie das funktionieren soll. Die Grünen in .de haben während ihrer Koalition mit der SPD genau gar nichts unternommen um endlich vernüftige Drogenpolitische Schritte zu setzen. Ebenso die Grünen in .at. Die werden - sollten sie in eine Koalition kommen - an diesem Thema so lang nicht anstreifen wie ihre Regierungsbeteiligung dauert und danach gerne beutern das 'der Koalitionspartner leider nicht zu überzeugen war.' Völlig legalisierung vom Cannabis schafft keine rechtlichen Grauzonen und wird im übrigen auch von der http://www.globalcommissionondrugs.org/ ausdrücklich empfohlen...

Gast: Strudelhupf
19.08.2012 14:10
1 1

Cannabis - wie langweilig!

In Wirklichkeit redet momentan kein Mensch von Cannabis... Da wollte der Herr Prior offensichtlich auf Biegen und Brechen eine billige Schlagzeile generieren...

Antworten Gast: plebs potus
20.08.2012 03:08
1 0

Re: Cannabis - wie langweilig!

trotzdem kostet die Verfolgung von solchen Jugendsünden Milliarden. An Polizeiarbeit, Justizarbeit, Steuern und dann gehen auch noch alle Erträge an die Kriminellen Schmuggler in Afghanistan und sonst wo. Also was soll das. Entkriminalisieren jetzt, damit die Verbrecher ihre Kohle endlich verlieren und Konsumenten und Kleingärtner endlich ihr Hobby ohne tamtam betreiben können, denn wer niemand anderem etwas tut oder stieht, der hat gegenüber dem Gesetzgeber und auch sonst nichts und niemandem gegenüber eine Bringschuld oder irgendeinen Grund zur Rechtfertigung. Lernt von Schwarzenegger: 2 Milliarden Dollar an Polizeigeldern eingespart (die nun im Kampf gegen die mexikanische Drogenmafia verwendet werden können) und 2 Milliarden Steuereinnahmen für das Gesundheitssystem. Ein Apothekennetzwerk in dem jeder Patient/Kunde reines und kontrolliertes Gras bekommt und alle sind glücklich.

Die Auswirkungen davon werden wir in 10 Jahren MASSIV merken und die Mafiosi dieser Welt verlieren gleich mal 20% ihrer Einnahmen in Österreich. Cui Bono? alle Bürger, auch die die nicht kiffen.

Antworten Antworten Gast: Drago
04.11.2012 10:02
0 0

Re: Re: Cannabis - wie langweilig!

Cui Bono? alle Bürger, auch die die nicht kiffen. <--------------------------------

Antworten Antworten Gast: apfelmännchen
20.08.2012 10:08
0 0

Re: Re: Cannabis - wie langweilig!

das kalifornische Prinzip scheint die einzig sinnvolle und zukunftsweisende Art zu sein, den ohnehin stattfindenden Konsum von Cannabinoiden kontrollierbar zu machen.

Antworten Antworten Antworten Gast: glaubichnichtwirklich
29.08.2012 08:22
0 1

Re: Re: Re: Cannabis - wie langweilig!

Ging da nicht gestern durch die Zeitungen, dass eine austral. Studie bescheinigte, dass Canabsikonsum nachhaltig - also irreversibel den IQ senkte...
offenbar sind die befürworter langjährige Konsumenten... Nur rigorose Rauchverbote - ALLE - insbes. bei Jugendlichen und ihren Vorbildern würden helfen. Schmarrn diese Pseudoliberalität der Grünen hier - gepaart mit fast stalinistischer Verbotspolitik und "wir die Elite wissen es (etwa beim Parkpickerl) besser, als direkt abstimmend Betroffene...
na ja - oben schrieb schon einer: Wasser predigen und Wein trinken...

Gast: goran
19.08.2012 12:15
5 0

klowische

Wählt dies klowische ab!

Gast: Filomena Haberditzl
19.08.2012 11:41
14 0

Seltsam ...

... daß die Frau an ihrer selbstgefälligen Eitelkeit noch nicht erstickt ist!

Gast: Ceterum
19.08.2012 10:59
4 0

Ewig gestrig

Die „Entkriminalisierung“ von Cannabis, was immer darunter auch zu verstehen ist, gehört zu den Uralt-Kalauern aus den Siebzigerjahren. Er zeigt, dass die extreme Linke seither nichts dazugelernt hat. Ebenso wie die anderen linken Sager, die sich im Laufe der Zeit schon längst als falsch heraus gestellt haben. Ewig gestrig eben, die extreme Linke.

10 0

Dann bitte im gleichen Zug auch die Dummheit kriminalisieren!

Ob der Fahrer vor wenigen Tagen bei der Einschätzung des Sicherheitsabstandes mutmaßlich bekifft war?

In jedem Fall brauchen wür einen grünen Schutz!

Wahrscheinlich wird im nächsten Parteiprogramm unter der Rubrik "Verkehr" die Abschaffung der rechten Fahrspur stehen.


Hoffentlich bleibt die grüne Eva

auch noch nach der Wahlniederlage 2013

Chefin dieser grünen Party,

denn dann fliegt sie 2017 endlich aus dem Parlament.

Denn diese grüne Dame ist,

wie der blaue Kurti Scheuch mit seinem irren Blick

ein aufgelegter Elfer

für die politischen Mitbewerber.

Komischerweise wurden BEIDE,

nicht weit voneinander als deutsch-nationale Bauern-Kinder

geboren

und erzogen.

Möglicherweise gibt es sogar eine genetische Verwandtschaft?

Übrigens:

Glawischnig drückte mit dem blauen Herbert Kickl die Schulbank - woran sie heute gar nicht gerne erinnert wird...

Liberalität ist etwas anderes als eine Debatte über Tempolimits. Im Kern umfasst dieser Begriff für mich die Grundrechte des Einzelnen, die vor Eingriffen des Staates geschützt werden müssen.

Da ist dann aber kein Platz für die genannten Einschränkungen. Man kann einen "Kern" von etwas nicht beliebig beschneiden und behaupten, der armselige Rest würde der Ideologie genau entsprechen.

Das ist Kommunismus.

Gast: Unbelievable
19.08.2012 09:59
4 0

...

"Woher kommt die grüne Lust am Verbieten und Vorschreiben? Tempolimits in der Nacht, Regeln für Radfahrer, Verbot von Zigarettenautomaten. Was kommt als nächstes?

Reden wir doch lieber über den Kern von Liberalität!"

keine weiteren Fragen^^

14 0

Egal, was sie sagt:sie hat dem ESM zugestimmt(vermutlich aus Machtgier)-das genügt mir.


die grüne ist blau


Gast: Orange-in-Wien
19.08.2012 06:45
8 0

Eva Glawischnig

sollte illegalisiert werden!

Allein schon die Vorankündigung Marihuana legalisieren zu wollen ist für viele bürgerlich-konservative wie mich sowie meine gesamte Familie und Freundeskreis eine Drohung mit der man neben den Krebs und Alkohlkrankenmenschen im Krankenhaus zusätzlich noch eine dritte große Gruppe produzieren will!

Die der psychisch Kranken.

Einige Studien haben zum Ergebnis, dass Cannabis Schizophrenie auslösen könnte.
Quelle:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/32977

Antworten Gast: plebs potus
21.08.2012 14:51
0 0

Re: Eva Glawischnig

und das deutsche Ärtzteblatt hatte seine Quelle wo? in Pittsburg? Das ist eine republikanische Pressemeldung. Also von der Partei die die USA zum größten Kokainhändler und -umschlagsplatz der Welt verkommen lassen mit ihrer hehren christlichen Prohibition

??????

"60 Prozent der Wiener haben kein Auto."

Wie bitte?? Ich glaub, Cannabis ist deren letztes Problem....

Grüne Scheinheiligkeit aus dem Schmollwinkerl

Eva Glawischnig hat mit diesem beispielhaft unprofessionellen Interview ein weiteres Mal gezeigt, dass die ihr in regelmäßigen Abständen unterstellte Arroganz in vollem Ausmaß zutrifft. Sie hat zumindest jede zweite Frage de facto überhaupt nicht beantwortet und stattdessen die durchaus berechtigten Fragen von Herrn Prior mit beleidigten Nullaussagen aus dem Schmollwinkerl konterkariert. Die Grünen reden immer von Liberalität (wie uns auch deren Frontfrau hier wieder weismachen will), allein es bleibt bei heißer Luft - und diese hat sogar noch den üblen Geruch von Scheinheiligkeit, um nicht zu sagen des Veräppelns der wahlberechtigten Bürger. Anders kann man es wohl nicht bezeichnen, wenn in den Medien zwar verschiedene grüne Politiker bereits zähneknirschend eingestehen, dass die Ausweitung der Parkpickerlzonen in Wien vor allem durch die erst nachträgliche (!) Befragung der Bevölkerung ein mehr als unglücklicher Wurf war, die grüne Frontfrau aber dem Leser allen Ernstes einzureden versucht, es handle sich hierbei um einen "seriösen Zugang zu mehr direkter Demokratie". Wer's glaubt, wird selig.

Grüne Scheinheiligkeit aus dem Schmollwinkerl

Eva Glawischnig hat mit diesem Interview ein weiteres Mal gezeigt, dass die ihr unterstellte Arroganz in vollem Ausmaß zutrifft. Sie hat zumindest jede zweite Frage de facto überhaupt nicht beantwortet und stattdessen die durchaus berechtigten Fragen von Herrn Prior mit beleidigten Nullaussagen aus dem Schmollwinkerl konterkariert.
Die Grünen reden schon immer von Liberalität (wie uns auch deren Frontfrau im Interview wieder weismachen will), allein es bleibt bei heißer Luft - und diese hat sogar noch den üblen Geruch der Scheinheiligkeit.
Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn in den Medien verschiedene grüne Politiker bereits zähneknirschend eingestehen, dass die Ausweitung der Parkpickerlzonen in Wien vor allem durch die erst nachträgliche (!) Befragung der Bevölkerung ein mehr als unglücklicher Wurf war, die grüne Frontfrau aber dem Leser allen Ernstes einzureden versucht, es handle sich hierbei um einen "seriösen Zugang zu mehr direkter Demokratie". Wer's glaubt, wird selig.

 
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