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Wirtschaftsbund: Gesetz gegen teure „Wahlzuckerl"

20.08.2012 | 16:30 |  VON KARL ETTINGER (Die Presse)

Vorstoß von Generalsekretär Haubner: Ein neuer „Schulden-Check" für Anträge soll Kostenexplosion verhindern.

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[WIEN] Die „Wahlzuckerl" vor der Nationalratswahl 2008 seien Österreich „teuer zu stehen gekommen". Der Generalsekretär des ÖVP-Wirtschaftsbundes, Peter Haubner, spielt damit auf die Abschaffung der Studiengebühren auf Druck von SPÖ-Chef Werner Faymann, auf die Ausweitung der Hacklerpensionen und die außertourliche Erhöhung der Pensionen an. All das wurde am 24. September 2008, nur wenige Tage vor der Wahl, beschlossen. „Da sind wir gebrannte Kinder", betont Haubner, der auch Vizechef des ÖVP-Parlamentsklubs ist, im Gespräch mit der „Presse".

Daher fordert der ÖVP-Wirtschaftsbund nun möglichst rasch einen verschärften „Schulden-Check" für neue Gesetzesanträge. Damit soll vermieden werden, dass es kurz vor der nächsten Nationalratswahl 2013 erneut zu kostspieligen Vorhaben kommt, die erst recht wieder höhere Schulden zur Folge haben.

Schon derzeit ist vorgeschrieben, dass die Höhe der Kosten, die durch eine neue gesetzliche Regelung entstehen, und deren künftige Entwicklung in einer Gesetzesvorlage angeführt werden müssen. Im Vorblatt muss unter anderem angegeben werden, welche sozialen Auswirkungen ein bestimmtes neues Gesetz hat.
Künftig soll nach den Vorstellungen des Wirtschaftsbundes eine Ausweitung dieser Regelung verankert werden. Demnach müsste in den jeweiligen Gesetzen auch ausdrücklich angeführt werden, welche Auswirkungen auf die Staatsverschuldung die neue Maßnahme hat. Dieser Schulden-Check soll das Kostenbewusstsein erhöhen.

Sonst Ausgleichsmaßnahmen

Damit aber noch nicht genug: Die Neuregelung müsse konkret auch beinhalten, dass im Falle von Mehrausgaben andere Maßnahmen, also Einsparungen, getroffen werden, damit unter dem Strich keine Mehrbelastungen für das Budget entstehen. „Die Zeit des Verteilens ist vorbei", bekräftigt Haubner.

Konkret müsse dafür das geltende Bundeshaushaltsgesetz ergänzt werden sowie die damit zusammenhängenden Richtlinien des Finanzministeriums. Für den Wirtschaftsbund-Generalsekretär schließt ein derartiger Schulden-Check allerdings nicht nur die Auswirkungen neuer Gesetze auf das Budget und die Verschuldung des Bundes ein.

Hürde gegen das Abwälzen von Kosten

Es müssten auch die finanziellen Folgen für die Haushalte der anderen Gebietskörperschaften, also von Ländern und Gemeinden, berücksichtigt werden. Damit soll vermieden werden, dass der Nationalrat neue Gesetze oder Ermächtigungen beschließt und Kosten auf andere abwälzt. Haubner verweist darauf, dass zuletzt etwa der Präsident des Gemeindebundes, Helmut Mödlhammer, über eine neue Verordnung für Eisenbahnkreuzungen gestöhnt habe. Denn diese belaste die Kommunen in Summe längerfristig mit hunderten Millionen Euro zusätzlich.
Auch eine Umgehung des Schulden-Checks soll vermieden werden. Das bedeutet konkret, auch Initiativanträge, die von den Parteien direkt im Parlament und nicht von der Bundesregierung via Ministerrat eingebracht werden, müssten unter die verschärfte Schuldenregelung fallen. Zur Prüfung soll ein Legislativer Dienst im Hohen Haus eingerichtet werden. Für Haubner wäre das aus zwei Gründen sinnvoll. „Populistische Anträge" der Opposition, die hohe Mehrkosten zur Folge haben, würden sofort entlarvt. Außerdem würde das die „Arbeit des Parlaments stärken".

Damit die Neuregelung ab Anfang kommenden Jahres zum Tragen kommt, sollte der Schulden-Check im Herbst gemeinsam mit dem Budget 2013, das in der zweiten Oktoberhälfte dem Parlament vorgelegt wird, beraten werden. Über die Punktation des Wirtschaftsbundes werde man jetzt einmal in der ÖVP beraten.
Die Verhandlungen über das Budget 2013 sind auf Beamtenebene bereits im Laufen. Die rot-schwarze Regierung will die Verschuldung gemäß ihrem heuer im März beschlossenen Finanzpfad für den Bund im kommenden Jahr auf 2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.08.2012)

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15 Kommentare
Gast: mrdzuckerlforbanker
21.08.2012 04:46
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ein gesetz und volksabstimmung gegen die aberwitzigen mrd. fuer die banken und finanzmaerkte waere notwendig. die eu, die banken u.die subventionsmrd fuer die bauern und eliten gefaehrden oesterreichs zukunft und nicht die asvg hackler die 40 jahre versichert waren und die asvg arbeitnehmer.


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Heuchler

Was Haubner in Wirklichkeit meint:
Wahlzuckerl in Zukunft bitte nur mehr für die Wirtschaft in Form von Steuersenkungen und (Lohn)Subventionen, für Soziales ist damit leider kein Geld mehr vorhanden.

Gast: Pepigramla
20.08.2012 22:07
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Sie versprechen uns ja nur Wahlzuckerl die nicht zumutbar sind.

Deswegen glaube ich auch Feymann nicht. Das Arbeitnehmer endlich entlastet werden. Auch ohne das die Reichensteuer zustande kommt. Für diese wo die ÖVP dagegen ist gibts keine Garantie. Wir Arbeitnehmer müssen den teuren Sprit bezahlen, die Fast wochentlich teueren Lebensmittel bezahlen. Den Frühpensionisten die wegen Berufsschutz in Pension sind erst über 50 Jahre sind das unterstützen diese Regierung. Alle Neu überprüfen und zurück am Arbeitsplatz. Feymann wir habne nix mewhr zu verschenken. Unsere Kinder wolen auch noch eine Pension erhalten.

Gast: b745
20.08.2012 21:38
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der wirtschaftsund steht für die förderung der ausbeutung

kein zufall dass die reallöhne in österreich weit hinter denen anderer länder zurückliegen seit schüssel nur mehr eine verbrecherorganisation

Wirtschaftsbund sollte die ÖVP verlassen

Der Wirtschaftsbund sollte eine neue selbstständige Wirtschaftspartei werden.Die ÖVp ist zur reinen Beamten und Bauernpartei mutiert.Für die Menschen welche in der Privatwirtschaft arbeiten ist die derzeitige ÖVP nicht mehr wählbar.Im Wirtschaftsbund sind noch die vernünftigsten Politiker welche eine Ahnung von der Wirtschaft haben.Deshalb Austritt aus der ÖVP.

Zu spät!!!

Das Geld ist weg - jetzt kann man Gesetze machen so viel man will.

Gast: b745
20.08.2012 19:13
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was man vom wirtschaftsbund halten kann zeigt sich in salzburg

primitive hetze unter scheuch niveau für ein paar günstlinge der övp leut ihr lebt von meiner zwangskammerumlage

jössas

der blede haubinger schowida,schorzes gsindl schworzes.

sachwalter

also ich schlag gleich einen sachwalter vor. das trifft wohl das niveau der aus- und einbildung unserer legislative am besten.....
verschonet uns

freundlichst ihr,
eco

Gast: Wasserlaeufer
20.08.2012 18:14
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Wer wuerde den Wirtschaftsbund als Partei waehlen?

Kenne niemanden.

Sie muessten schon sich selbst waehlen.

Offenbar sind sie aber unwaehlbar.
(Aber "Gute Ratschlaege" geben)

Warum nicht jetzt as Geld den Mindestpensionisten
spenden bevor es dann sowieso mit Griechenland
den Bach runter geht.

wie jetzt

die parteien sollen sich kontrollieren lassen, ob es das geld, das sie ausgeben wollen überhaupt vorhanden ist? bin paff!

Gast: das hirn
20.08.2012 17:35
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alleinregierung

die wahlzuckerln wurden zusammen mit dem koalitionspartner beschlossen, daher also mit der övp. faymann hat in einer nacht 2,5 milliarden beim fenster hinaus geworfen. und die trottel von wählern haben die spö zur stärksten fraktion gemacht. jedes land hat die regierung, die es verdient.

Antworten Gast: Karl Huber
20.08.2012 18:18
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Re: alleinregierung

"The democracy will cease to exist when you take away from those who are willing to work and give to those who would not."

Alles über die Genossen und GrünossenInnen in einem Satz...
Wie Adenauer richtig sagte:
"Die Genossen können nur eines. Geld stehlen von den Andern".

Gast: Angestellter und EX-ÖVP Wähler
20.08.2012 17:35
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Gesetz gegen teure „Wahlzuckerl"

Mir wäre ein inflationsbereinigter Gehalt lieber.

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Das würde ja bedeuten, dass die SPÖ ihre Wähler überzeugen statt kaufen muss.