Rudolf Hundstorfer hat der Forderung von Seniorenrats-Präsident Andreas Kohl nach einer "Nachbesserung" der Pensionserhöhungen für 2013 eine Absage erteilt. Der Sozialminister lehnt es ab, die Pensionen im Schnitt um mehr als 1,8 Prozent anzuheben. Mehr wird es „100-prozentig nicht", sagte Hundstorfer am Dienstag im Ö1-Morgenjournal. „Wir haben uns bei den Verhandlungen da sehr mühselig hinentwickelt."
Regierung und Seniorenvertreter hatten im Zuge des Sparpakets vereinbart, dass die Anhebung der Pensionen nächstes Jahr um einen Prozentpunkt unter der Inflationsrate liegen soll. Im maßgeblichen Zeitraum von August 2011 bis Juli 2012 betrug die Teuerung 2,8 Prozent, macht also eine durchschnittliche Erhöhung der Pensionen um 1,8 Prozent.
Mehr für Kleinstpensionen?
Kleine Pensionen bis 1000 Euro könnten aber dennoch stärker erhöht werden. Hundstorfer betonte erneut, dass die Verteilung des Volumens auf die 2,6 Millionen Pensionisten im Herbst verhandelt wird. "Jetzt gehe es um die Frage, gibt es Rangiermöglichkeiten, bei Kleinstpensionen etwas mehr und bei ganz hohen etwas weniger zu machen. Zu dieser Debatte stehe ich, aber nicht mehr."
Die Seniorenvertreter streben an, dass kleine Pensionen bis 1000 Euro um die Inflationsrate erhöht werden und mittlere Pensionen bis etwa 3500 Euro um die gesetzlich berechneten 1,8 Prozent. Höhere Pensionen sollen dagegen weniger als die 1,8 Prozent erhalten. Vor zwei Wochen forderte Khol dann aber noch zusätzliche "Verbesserungen" für die Pensionisten. Aktuell wollten er und Pensionistenverbands-Chef Karl Blecha dazu keine Stellungnahme abgeben, berichtet Ö1.
(jst)
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