25.05.2013 07:17 Merkliste 0

ÖVP wirft Stronach Stimmenkauf vor

22.08.2012 | 10:03 |   (DiePresse.com)

Der Justizsprecher der Volkspartei ortet nach dem Überlaufen mehrerer Abgeordneter zu dem Industriellen einen "demokratiepolitischen Tiefpunkt". Justizministerin Karl soll den Tatbestand der Anfütterung prüfen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Justizsprecher der Volkspartei, Michael Ikrath, erhebt schwere Vorwürfe gegen Magna-Gründer Frank Stronach bzw. gegen dessen Mitstreiter. Seiner Meinung nach seien jene Personen, die bisher zu dem Industriellen wechselten, "Politiker mit Ablaufdatum, ohne Klub oder gekauft". "Es besteht sehr stark der Eindruck, dass diese Abgeordneten das tun, um für sich Vorteile zu lukrieren. Das ist sehr ungustiös und demokratiepolitisch ein Tiefpunkt", sagte Ikrath im Interview mit dem Ö1-"Morgenjournal" am Mittwoch.

Bisher sind der SPÖ-Abgeordnete Gerhard Köfer, der Vize-Bürgermeister von Spittal an der Drau, Hartmut Prasch, und der "wilde Abegordnete" Erich Tadler zu Stronach übergelaufen. Letzterer ging auf die Vorwürfe noch nicht näher ein. "Ich gebe mein eigenes Geld aus", blockte Stronach in einer Diskussionssendung auf "Puls4" am Montag ab.

Justizministerium am Zug

Zu beweisen, ob tatsächlich Geld im Spiel ist oder den Politikern für ihre Stimme ein Job in Aussicht gestellt wird, werde schwierig, meinte Ikrath. Er habe daher Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) ersucht zu prüfen, ob das Antikorruptionsgesetz solch einen Vorgang überhaupt erfasse. "Für den Fall, dass es das nicht tut, werden wir diese Lücke ganz schnell schließen müssen", so Ikrath.

Der Anfütterungsparagraf gilt erst ab dem kommenden Jahr. Wer sich dann kaufen lässt, landet vor dem Strafrichter, betonte Antikorruptionsexperte Hubert Sickinger gegenüber Ö1. "Etwas zynisch gesagt: diejenigen, die zur Stronach-Partei wechseln wollen, sollten das heuer machen. Denn nächstes Jahr wird das juristisch gesehen deutlich schwieriger".

Allerdings wäre es nicht in Ordnung, jeden Fraktionswechsel mit dem Korruptionsstrafrecht zu unterbinden, so Sickinger. Vielmehr gelte es, die Frage zu beantworten: "Wo ist die sensible Grenze zwischen legitimen Parteiwechsel und dem Herauskaufen von Abgeordneten?"

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

307 Kommentare
 
12 3 4 5 6 7

pfui

mir scheint alle sind blind und taub, pfuiteufel
kann doch nicht sein dass dieser Stronach mit Geld
Abgeordnete aus der 4.Reihe kauft um damit die Berechtigung für eine Parteigründung erschleicht.
Für mich ist das eindeutig Bestechung. Wie heute im Journal Ö1 von Bucher zu hören war wurden ihm bzw. dem BZÖ von Stronach 500.000 Euro geboten und angeblich einigen anderen Abgeordneten 15.000,- lebenslanges monatliches Gehalt. Pfuiteufel auch an jeden der so ein Angebot angenommen hat oder annimmt. Wer dann so eine Partei wählt macht sich mitschuldig an einer Demokratiezerstörung.

stimmenkauf?

gehaltserhöhung für beamte?
gemeinde Wien?
um nur einmal 2 beispiele zu nennen.
das ist stimmenkauf - zu lasten des steuerzahlers.
der frankie gibt wenigstens sein eigenes geld aus und nicht das des bürgers.

Gast: VEBbeobachter
24.08.2012 08:19
0 0

Michael Ikrath und die Demokratie

Beide Schnee von gestern. der Unsinn, der 1789 auf den Guillotinen und mit den Noyaden begann, muss raschest aufhoeren. Und ich habe lieber einen, der mit 80 seine Liebe zur Politik mit seinem EIGENEN Geld finanziert, als einer wie Ikrath, der dem Steuerzahler praktisch seit Geburt am Saeckel haengt, und selbst NICHT produktives geleistet hat. Und sich aufplustert, dass einem Hoeren und Sehen vergeht. WEG MIT DIESER oeVP.

Gast: guckmal
24.08.2012 08:12
1 0

add: Das ist sehr ungustiös und demokratiepolitisch ein Tiefpunkt"e

das was die ÖVP da abzieht um Herrn Stronach davon abzuhalten eine Partei zu gründen ist widerlich.

Ungustiös und demokratipolitisch ein Tiefpunkt, ist der Sumpf der Korruption in der ÖVP!

Einen Mann der sich einen guten Namen gemacht hat, ein Riesenkonzern aufgebaut hat und ernsthaftes Interesse an Österreich zeigt, so dermassen zu diskreditieren ist schlichtweg ein Schuss der für die ÖVP nach hinten losgehen wird.

Die Gangsterpartei

Ist nicht dazu auserwaehlt andere anzuschwaerzen. Was die Lumpen zustandebrachten hat in anderen Laendern ein Todesurteil zur Folge. Hierzulande traut sich das Pack andere anzuklagen. Sie kommen mit allen Geschuetzen, da sie richtig Schi.. bekommen.
Dahinter steckt natuerlich Bruessel, das seine Interessen gefaehrdet sieht.
Es sollten sich Strache mit Stronach absprechen.

Gast: hans2
23.08.2012 19:57
0 0

Korruption nicht nötig

Die Vorwürfe der etablierten Parteien zeigen nur deren Fracksausen vor einem neuen, bekannten Mitbewerber, der eine beeindruckende Lebensgeschichte hat.

Korruption hat Stronach hier wohl kaum nötig, wenn er sich ein paar Hinterbänkler für seine neue Partei holt. Wen hat er bislang eingesammelt? Nur Personen, die ihre politische Zukunft bei der nächsten Wahl beendet sehen, weil sie auf den hintersten Plätzen ihrer Liste stehen. Bei Parteien, die bei der nächsten Wahl ganz sicher Stimmen verlieren werden. Oder gar keine Partei und damit sowieso keine Chance im Wahlkampf haben.

Für diese Politiker ist eine neue Partei mit geklärter Finanzierung und bekanntem Aushängeschild als Grundlage ihrer politischen Zukunft weit sicherer als ihr aktueller Status. Diese Politiker fängt Stronach auch ohne Geld. Und die Aussicht auf Wahlerfolg ist noch keine Korruption.

Da soll noch einer sagen, dass

unsere Justiz unabhängig ist und nicht gelenkt wird. Dass sich Hr. Ikrath nicht geniert, da wird soviel Dreck unter den Teppich gekehrt und vertuscht aber gleichzeitig will er die Justiz instrumentalisieren um einen politischen Gegner loszuwerden.
Ausserdem ist hier auch das jetzige Politsystem entlarvt. Denn folgt man Ikraths Logik müsste man jedem Abgeordneten "Nebeneinkünfte" verbieten.
Sieht man sich http://www.parlament.gv.at/PERK/FAQ/ABGEO/ an merkt man schnell, dass kaum ein Mandatar "nur" vom Abgeordnetengehalt lebt.
Wechselt nun einer dieser Abgeordneten die Fraktion, was geschieht dann mit dem "Nebenjob" ? Und warum hat er überhaupt einen? Antworten sind erbeten.

Gast: Käufer
23.08.2012 16:20
0 2

Ist unsere Politlandschaft schon so versaut


... dass der Kauf mehrerer Abgeordneter keine Partei außer der ÖVP stört?

Ich bin wirklich erschüttert!!!

Gast: Christoph_S
23.08.2012 15:44
0 0

Verluderung

Diese ganze Politik verludert immer mehr - egal ob alte oder neue Parteien - und erreicht ein Niveau das zum Weinen ist

Gast: Österreichische Verbrecher Partei
23.08.2012 13:57
4 0

wie groß ist der RAIKA Klub im Parlament ??

Die Raiffeisenkasse kauft seit Jahren Bürgermeister, Landtagsabgeordnete und Nationalräte für die ÖVP

Wie viele sind das in summe? sicher über 100

Gast: Blasius Bullenbeisser
23.08.2012 13:18
4 0

Also,

meine Unterstützung ist Herrn Stronach und seiner neu gegründeten Partei sicher.

Wenn eine neu gegründete Partei die etablierten System-(Filz-)Parteien so in helle Aufregung und Verunsicherung versetzt, dann kann sie nur gut sein und es kann nur richtig sein, sie zu wählen (Meine Meinung).

Weitere Gründe für meine Unterstützung Frank Stronachs:

1. Er ist wirtschaftlich unabhängig

2. Er hat Charakter und Anstand

3. Er ist dadurch ziemlich unbestechlich

4. Er hat - in der Praxis - bewiesen, daß er etwas von Wirtschaft versteht.

Gast: international_
23.08.2012 12:26
1 0

nur nicht aufregen!

der wechsel zu einer anderen partei - die nicht einmal noch im nationalrat sitzt - kann doch wohl nicht korruption sein.

korruption ist es hingegen eindeutig, wenn ein abgeordneter seinen politischen einfluss gegen bares in die eine oder andere richtung geltend macht. deshalb sollte die övp sich nach den geschichten rund um strasser nicht aufregen, sondern lieber sehr leise sein.

Gast: Strasserle
23.08.2012 12:12
3 0

Stimmenkauf.....

die Schwarzen lassen sich in Ämterl wählen und sich danach abschmieren.
Da ist mir Franks System sympathischer.

Gast: Xury1941
23.08.2012 12:11
3 0

ÖVP=Korruptionssumpf!!!

Und jetzt wollen die ÖVP-Korrumpeln vor lauter Angst, dass sie durch Stronach als Partei zerbröselt werden, mit der Korruptionsstaats-anwaltschaft auffahren. Aber in den eigenen Reihen wird fleißig am korrupten System festgehalten.
Diese Partei ist absolut unwählbar geworden.

Gast: Quo Vadis
23.08.2012 10:13
7 1

Katalysator für Veränderung...

Man kann über Stronach und seine zukünftige Partei denken was man will, aber eines bewirkt er auf jeden Fall - ein Aufbrechen der unerträglichen versteinerten politischen Strukturen. Er zwingt damit die Altparteien zu politischen Reformen, wenn sie nicht untergehen wollen. Hoffentlich bedeutet das das Ende der unsäglichen "grossen" Koalition...

Re: Katalysator für Veränderung...


Das macht die FPÖ aber besser, vor Allem, glaubwürdiger!


Gast: guckmal
23.08.2012 09:35
6 0

und ich als Wähler werfe manchen ÖVPlern

die Korruption vor die stattgefunden hat.

Mann die ÖVP muss mächtig Angst vor Stronach haben.

Gast: Hahahihi
23.08.2012 09:21
4 0

Doppelmoral der ÖVP

Kann nur Doppelmoral oder schlicht und einfach Neid sein. Oder die Scham vorm eigenen Sumpf (nicht nur in K).

Gast: 1307867
23.08.2012 08:35
4 1

Fazit: denen muß der A... ganz schön auf Grundeis gehen


Gast: Siegl M
23.08.2012 08:20
2 0

Keine Sorge!

Immaterielle Werte kann man nicht kaufen.

Gast: tc_t
23.08.2012 08:19
3 0

da könnte man der övp genausogut ihre existenz vorweisen

auf die man langsam aber doch verzichten könnte

Gast: sowhatson
23.08.2012 07:12
2 1

Stimmenkauf...

...naja, der macht wenigstens keinen Hehl draus.

lustig

Wenn es nicht so traurig wäre was dieser Mann von sich gibt müsste man ja ob der Tatsache, dass Erwin Pröll diesem Mann ständig den roten Teppich auslegte, laut lachen

Gast: Hellgate
23.08.2012 00:48
0 0

Vom Regen in die Traufe

Money rulze
Alle Tiere sind gleich, nur Manche sind gleicher.
Nennt es wie Ihr wollt! Das Ergebnis ist jedodh immer das Gleiche!

das lobbying gesetz

sagt nur, dass parlamentarier in einer liste aufscheinen müssen... nicht dass l. mit dem abgeordnetenstatus unvereinbar ist. das sollte er ändern der herr ikratz und zwar sofort.

Gast: St. Ronacher derzeit in St. Rache auf Kur!
22.08.2012 23:49
3 1

ist es nicht interessant.....

...da kommt ein neues "amerikanisches" Waschmittel auf den Markt und schon sch.isst sich der Schmutz in seinen politischen Poren an und reagiert hysterisch wie ein aufgescheuchtes Hendl!

 
12 3 4 5 6 7