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Pensionen: Aus für schwarz-blauen Härtefonds

23.08.2012 | 11:19 |   (DiePresse.com)

Ineffiziente Administration, ungerechte Vergabeprinzipien: Der RH zerpflückt den Fonds aus der schwarz-blauen Ära. Jetzt wird er aufgelöst.

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Der Rechnungshof (RH) hat in einem aktuellen Bericht den unter Schwarz-Blau geschaffenen Härteausgleichsfonds in der Pensionsversicherung zerpflückt. Und die Kritik wirkte: Das Sozialministerium folgte den Empfehlungen und kündigte an, den Härtefonds aufzulösen - und zwar im Zuge der bereits paktierten Reform der Invaliditätspension.

Mit dem im Jahr 2004 geschaffenen Fonds sollten Pensionsverluste durch die schwarz-blauen Reformen eingedämmt werden (Details, siehe Faktbox unten). Die RH-Prüfer kritisierten nun aber nicht immer gerechte Vergabeprinzipien und eine ineffiziente Administration.

"Hackler" bevorzugt?

Bezieher einer Hacklerpension etwa seien durch die Richtlinien des Sozialministeriums bevorzugt worden. Zudem sei es je nach Datum der Entscheidung zu Ungleichbehandlungen gekommen. Die Prüfer hielten es auch für nicht sinnvoll, dass die Administration vom Bundessozialamt übernommen wurde, obwohl der Großteil der erforderlichen Daten bereits bei den Pensionsversicherungsträgern vorhanden war. Letzgenannte wurden aber nur in die Vorarbeiten einbezogen.

Merkwürdig erschien dem Rechnungshof zudem die Medienkampagne für die Zuwendungen an die Nachkriegsfrauen. Mehr als 207.000 Euro wurden für regionale Inserate verwendet, wovon nicht weniger als 43 Prozent an die Steiermark gingen.

Geld soll an Fonds für Behinderte gehen

Letztlich kritisierten die Prüfer aber vor allem, dass der Fonds noch immer nicht aufgelöst ist, obwohl die Antragsfrist bereits 2009 abgelaufen war und die letzte Zuwendung 2010 gewährt wurde. Das Sozialministerium kündigte daraufhin am Mittwoch an, den Fonds nun tatsächlich auflösen zu wollen. Die verbliebenen Mittel sollen an den Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung überwiesen werden.

Der Pensions-Härtefonds
Der Fonds sollte ab dem Jahr 2004 besondere Härten durch die sogenannte Pensionssicherungsreform mittels Einmalzahlungen zwischen 400 und 1500 Euro ausgleichen, wovon letztlich mehr als 5500 Personen profitierten. Zudem flossen Gelder an Frauen, die am Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt waren. 47.556 Personen aus dieser Gruppe erhielten eine Zuwendung von jeweils 300 Euro.

(APA)

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2 Kommentare
Gast: wissi
27.08.2012 09:29
0 0

haben wohl eher

haben wohl politische günstlinge gut bezahlte posten bekommen (und weiter behalten, obwohl das programm bereits abgelaufen war.... )

und haben wohl hauptsächtlich politische günstlinge von der inseratenserie profitiert...

Gast: Free
23.08.2012 17:08
1 0

Haben wohl Einheimische bekommen das Geld und keine Multikultis...

Deshalb sofort aufgelöst...