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Inseratenaffäre: „Kampagne“ für Faymann

23.08.2012 | 18:12 |  Von Hanna Kordik (Die Presse)

Der Rechnungshof übt in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht scharfe Kritik an den ÖBB-Inseraten in der Ära Werner Faymanns als Verkehrsminister. Für die Bahn sei der Nutzen „kaum erkennbar“.

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Wien. So ändern sich die Dinge. Vor zwei Wochen konnten sich Bundeskanzler Werner Faymann und sein Staatssekretär Josef Ostermayer (beide SPÖ) noch beruhigt zurücklehnen: In der Inseratenaffäre seien sie durch ein Gutachten entlastet worden – eine Expertise habe den Werbewert einer Inseratenkampagne für die ÖBB bestätigt, meldeten die Zeitungen des Landes. Besagte Kampagne war zu Beginn von Faymanns Amtszeit als Verkehrsminister in der „Kronen Zeitung“ geschaltet worden, dort hatte Faymann erklären dürfen, wie er die Missstände in den ÖBB abzustellen gedenke.

Seit Donnertag sieht die Sache wieder ganz anders aus. Der Rechnungshof, der die Angelegenheit in den vergangenen Monaten unter die Lupe genommen hatte, hat nämlich seinen Bericht veröffentlicht. Von Entlastung keine Spur. Im Gegenteil: Er übt heftige Kritik an den seinerzeitigen Gepflogenheiten rund um ÖBB-Inserate. Zitat: „Die Schaltungen erweckten teilweise den Eindruck einer Imagekampagne des BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie; Anm.) und des Bundesministers.“ Und: „Es war nicht nachvollziehbar, warum die ÖBB-Holding die Kosten dieser Schaltungen zur Gänze übernahm.“

Womit sich das auch angeblich entlastende Gutachten relativiert: Darin hatte der deutsche Sachverständige Stefan Braun lediglich eruiert, ob der Preis für die Inseratenkampagne angemessen war. Sein Urteil: Für die Kampagne hatte es tatsächlich einen entsprechenden Gegenwert gegeben. Für wen, ist halt die Frage.

Die Rechnung ging an die ÖBB

Der Rechnungshof hat sich mit dieser Frage sehr wohl auseinandergesetzt. Dazu haben sich die Prüfer die seinerzeit in der „Krone“ geschalteten Advertorials angesehen – also Werbebotschaften, die in Form eines redaktionellen Beitrages geschalten werden. Unter dem Titel „Unsere Bahn“ hätten diese sich großteils mit Verkehrsthemen aus Perspektive des Ministeriums beschäftigt. Der Rechnungshof: Der Nutzen für die ÖBB sei „kaum erkennbar“ gewesen. Trotzdem mussten sie 525.000 Euro dafür bezahlen.

Ein Fall von vielen. Insgesamt, so heißt es in dem Bericht, hätten sich für den Rechnungshof Hinweise ergeben, dass die ÖBB in den Jahren 2007 und 2008 Schaltungen in Printmedien finanziert hätten, „die vom BMVIT initiiert wurden und/oder im Interesse des BMVIT bzw. des Bundesministers (. . .) lagen“. Zudem sei es auffällig, dass ein erheblicher Teil des Werbeetats von jährlich rund sieben Millionen Euro in erster Linie drei Zeitungen zugutekam.

Gegen Faymann, für den selbstverständlich die Unschuldsvermutung gilt, wird aufgrund der Inserate wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Immer noch, beziehungsweise: schon wieder. Denn die Staatsanwaltschaft Wien hatte vor Monaten ihre Erhebungen als beendet erachtet. Doch auf Wunsch von Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) hieß es vor Kurzem: Zurück an den Start.

Weitere ÖBB-Manager werden befragt

Konkret heißt das: Es müssen weitere Ermittlungen durchgeführt werden. Zum Beispiel rund um die Inserate, die der staatliche Straßenbaukonzern Asfinag in derselben Zeit geschalten hatte. „Die Presse“ hatte bereits im Herbst des vergangenen Jahres Asfinag-Aktenvermerke veröffentlicht, die die besondere Rolle des Verkehrsministeriums bei der Inseratenpolitik beleuchteten. Trotzdem hatte die Staatsanwaltschaft keinen der damaligen Asfinag-Vorstände einvernommen. Das soll jetzt nachgeholt werden. Auch in puncto ÖBB-Inserate kommt es nun doch zu weiteren Ermittlungen: Zahlreiche damalige ÖBB-Manager der zweiten und dritten Führungsebene werden demnächst ebenfalls von der Staatsanwaltschaft befragt werden.

Derweil wurde gestern, Donnerstag, ein neuerliches für Faymann entlastendes Gutachten bekannt: Das Wiener Institut für Publizistik sieht „keinen Schaden für die ÖBB“ aufgrund der seinerzeitigen Inserate. Auftraggeber des Gutachtens war Rechtsanwalt Gottfried Korn. Was nicht dazugesagt wurde: Korn ist Josef Ostermayers Rechtsvertreter.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2012)

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117 Kommentare
 
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freunde

und?
zahlt er seine facebookseite und freunde auch mal selbst?

wieso hat österreich so einen bundeskanzler????

Wie lange

läuft dieser Clown eigentlich noch frei herum?

Gast: Ichglaubnix
24.08.2012 15:22
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Hilfe fûr Faymann

Die ganzen Gutachten die den Faymann entlasten sind .........mir ist schlecht

ein wahnsin hoch drei

wie man doch mit unserem ersten werner des landes umgeht, eine schande. anstatt vor der würde des amtes, und somit auch vor werner dem ersten, andächtig und wie es einem staatsbürger zusteht devot bückend den hut zu lüften, nein man wirft unserem herzenskanzler ungeheure garstigkeiten via medien an den kopf. hoffentlich vergrämen diese bösen menschen unsere regierende lichtgestalt nicht all zu sehr, auf dass er nicht gar das amte hinwürfe und uns patscherln dann in der rue de la gack alleine und unbehütet zurückläßt.

Gast: globetrotterneu
24.08.2012 14:32
4 1

zeit für gerechtigkeit

das muss man gelesen haben.

http://www.mieterecho.at/images/presse/fay_medien_finanzierung.jpg

Gast: *** Mark Poller ***
24.08.2012 14:21
9 1

Es gibt ja auch Gutachten, welche die "sechs Millionen für den Birnbacher" als angemessen bezeichnen!

Die "sieben Millionen für den Werner" sind also in Ordnung? Wegen eines Gutschtens?

Es gab auch genau solche Gutachten in Kärnten, welche die "sechs Millionen für den Brirnbacher" als gerechtfertigt bezeichneten!

Und genau solche "Gutachten" sollen jetzt den mutmaßlichen Amtsmissbrauch und die mutmaßliche Veruntreuung eines amtierenden Kanzlers reinwaschen?

Natürlich hat sich Faymann mit diesen Steuergeldern auch selbst bereichert, denn niemand in Österreich wäre ohne die massive Medienkampagne auf die Idee gekommen, mit Faymann den bildungsfernsten Kanzler seit Jahrzehnten zu wählen.

Aber die laut KURIER-Bericht durch und durch rot unterwanderte Justiz wird sicher dafür sorgen, dass sozialdemokratische Korruption, sozialdemokratischer Amtsmissbrauch und sozialdemokratiesche Veruntreuung nicht geahndet werden.

Wetten?


Re: Es gibt ja auch Gutachten, welche die "sechs Millionen für den Birnbacher" als angemessen bezeichnen!

diese Wette haben sie gewonnen..

Hoppla...da wurde inzwischen kräftig zensiert und herausgefiltert...

Diese Inseraten-Affäre od. mittlerweile bald Strafakte Faymann-Ostermayer (?) ist vielleicht doch zu heiß für die Foren (u.Redaktion).

Obwohl man es mit Fehlverhalten, Malversationen zu tun hat od.unglaublich auch, mit welchen Methoden,Tricks und Mitteln sich diese Sozialisten in die Spitzenämter des Staates katapultiert haben. ( e.linke Bananenrepublik ?)

Das Problem ist auch der Mediensumpf (s.großteils linkslastige Medienlandschaft) als ständiges Ärgernis.


Und wieder verschwinden hier die postings....


Re: Und wieder verschwinden hier die postings....

schwup di wupp, weg is weg. das nennt man meinungsfreiheit al la austriaka

Gast: HarHarHar
24.08.2012 13:05
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Ausgerechnet das "Wiener Institut für Publizistik"

vielleicht gar vom Hausjell?

Eigentlich sollte ein solches Gutachten ja nicht feststellen, ob "kein Schaden", sondern ob ein Nutzen für das Unternehmen, das die Kosten tragen "durfte" entstanden ist bzw. ob es rechtens, wenn ein Minister Geld eines ausgelagerten Staatsunternehmens "abruft".

Am besten das nächste glaubwürdige Entlastungsgutachten aus der Löwelstraße, vom Institut für Inserate und sonstige Gefälligkeiten und die Rechnung bitte direkt an die ÖBB.

Gast: Millionig
24.08.2012 12:24
5 1

"7 Millionen für den Werner"

ex-ÖBB-Generaldirektor soll bei seiner Einvernahme im Dezember erklärt haben, Ostermayer habe damals "mit Sicherheit" gesagt, dass "Werner sich 7 Mio. von den 23 Mio. Euro für seine Disposition vorstelle"

Was ist mit den 7 Millionen geschehen?

aus dem "ig" darf ich schließen, daß ...

der gast aus kärnten stammt?

die können nämlich weder lesen noch rechnen.

also, der rauscher vom "standard" meint, insgesamt wurden 10 mio € in krone, heute und österreich geschaltet, leider nichts im standard und der presse.

für die summe gibt's ganz- & doppelseitige inserate, alles klar?

was soll also die frage:
"Was ist mit den 7 Millionen geschehen?"

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Besteht die SPÖ nur noch aus Gaunern und Schwindlern???


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Re: Besteht die SPÖ nur noch aus Gaunern und Schwindlern???

nein - auch aus Scharlatanen ("Demokratie" im Mund , Diktatur (gegen 170 000 UNdemokraten) im Hirn.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.08.2012 13:36
3 3

Re: Besteht die SPÖ nur noch aus Gaunern und Schwindlern???

Ja sicher!,
genauso wie die anderen Parteienmisthaufen. Der Unterschied ist doch nur die Farbe!

Der Sonderfall bei der SPÖ ist vielleicht, dass es auch eine Menge an dummen Ideologen gibt, welche besser in Gebetshäusern aufgehoben wäre. Die gibt es aber auch bei den Freiheitlichen, eben nur mit einer anderen Ideologie. Nur die Beamtenpartei ist relativ frei von Ideologie, die wollen möglichst alle Leistungen der Anderen für sich abkassieren, bei pragmatisierten Herxenmenschen auch kein besonderes Wunder.

Gast: Marandana
24.08.2012 10:53
4 0

Je nachdem ....

über wen berichtet wird heisst es wie in dem Fall Inseratenaffäre, oft wird aber speziell bei Leuten aus der Privatwirtschaft gerne von einer Betrugsaffäre gesprochen bzw. geschrieben !!Wenn jemand im Supermarkt ein z.b Waschmittel fladert wird auch nicht von einer Supermarktaffäre oder von einer Waschmittelaffäre geschrieben,oder? Also nennst doch das Kind beim Namen ---> es gilt eh die UV ,die UV ist nähmlich schon zu einem der wichtigsten Politikprogramme geworden in Österreich !!

Gast: handlewithcare
24.08.2012 10:48
13 1

Gutachten:

Der Nutzen ist doch in der Sekunde nachvollziehbar: kein böses Wort schreibt die Krone über den Inserator.

Re: Gutachten:

no na, da tät sich doch der dichand onkel noch im grab rotierend melden.

Ein Hoch auf das Weisungsrecht der Justizministerin

zugegeben bei der ÖBB ist ein Nutzen/Schaden schwieriger zu beweisen, aber bei der ASFINAG?
Die Rechtsauffassungen der Kollegen in der STA kann ich wirklich selten nachvollziehen.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.08.2012 13:37
2 0

Re: Ein Hoch auf das Weisungsrecht der Justizministerin

Faymann - ÖBB - MAV Cargo?

Würde die STA in die richtige Richtung ermitteln, vielleicht vorhandene Tonbandprotokolle auch beachten, dann würde eine heftige Korruption der Verantwortlichen für die kranke Übernahme der MAV Cargo sehr einfach beweisbar sein.

Diese Übernahme war 100erte Millionen Euro schwer und der Infrastrukturminister mit Sicherheit über die Details informiert / beteiligt.

Das Tonbandprotokoll des AR Vorsitzenden der ÖBB beweist eindeutig, dass "Provisionen" nach Ungarn geflossen sind um die MAV Cargo zum doppelten Kaufpreis übernehmen zu können!

So deppat sind nur wenige Menschen, der damalige Infrastrukturminister muss also zwingend die Federführung dabei gehabt haben!

Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung, Muahahaha!

Dass den pragmatisierten Totalversagern bei der Justiz das Weisungsrecht auf die Nerven gehen muss, das ist doch verständlich. Es könnte ja dazu "missbraucht" werden diese faulen und präpotenten Typen zu ein bissl Arbeit zu verdonnern. Das ist doch das Letzte was die Versager brauchen können.

Gast: werbeprofis
24.08.2012 10:19
3 0

faymanns(SPÖ) inseratenkampagnen:nutzen kaum erkennbar- werbung in eigener sache und zum vorteil der eigenen karriere ist nie zum nutzen einer gemeinschaft.

Bleibt der „Kükenweg",den Thaler zufolge immer mehr Spitzenpolitiker begehen. Junge Karrieristen eignen sich ihr Know-How in Regierungsbüros und Parteisekretariaten an und steigen auf, ohne sich die langen Bewährungsjahre an der Basis antun zu müssen.Der Vormarsch dieser „Schreibtischtäter", deren Beförderung die Parteichefs oft im Alleingang beschließen, ist für Thaler eine der Wurzeln des derzeitigen politischen Übels. Er vermisst die Rebellen in der Politik. Vorankommen würden nur mehr „aalglatte Strippenzieher der Macht".Die Welt der Spitzenpolitik werde immer mehr zu einem in sich geschlossenen Zirkel von Menschen, die die reale Lebenswelt außerhalb des Parteiapparats nie kennengelernt hätten.

Die folgen dieser negativauslesen sind in der eu nun zu sehen. faymann/SPÖ ist ein bsp davon. als bildbergerbesucher wird er dort von den reichen eliten informiert, was zu tun ist.sozialabbau bei den echten leistungsträgern- den asvg versicherten u. den asvg pensionen.viele milliarden einsparungen bei den völkern, dessen sozialen wohlstand kann man sich nicht mehr leisten, so medien,banker u.viele politiker. jahrzehnte wurde auf einen sozialen wohlstand hingearbeitet(ohneEU/Euro)hat dies alles keinen wert mehr? sozialer zusammenhalt u.ethische werte zählen nichts mehr. die börsen-u. bankenkonzerne, die von elitären aktionären u. reichen gelenkt werden, dulden kein europa des sozialen wohlstandes mehr. die bürger sollen mehr arbeiten,zahlen u.auf die basisdemokratie verzichten.

Gast: Peeperkorn
24.08.2012 09:48
8 0

Kein Schaden durch vorhandenen Werbewert?

Die Frage kann doch nur sein, ob die ÖBB bzw. die ASFINAG die Inserate gemacht hätten wenn Faymann und Ostermayer nicht interneniert hätten! Ob den Kosten ein Werbewert gegenüberstand, kann doch für die strafrechtliche Beurteilung nicht relevant sein. Es geht hier um Korruption! Faymann ließ sich positiv darstellen und ein staatsnaher Betrieb hat es blechen müssen!! Wenn ich jemand erpresse, mir ein Auto abzukaufen, kann mich auch nicht entlasten, dass der solcherart Erpresste keinen Schaden hat weil er ja ein Auto bekommen hat!!

Asfinag macht's spannend

Wenn die von Faymann/Pöhhacker , wegen der Weigerung Inserate von Faymann zu bezahlen,gefeuerten und mit Millionen abgefertigten Manager auspacken,müssen Faymann /Ostermayer und Pöhhacker einpacken und die Häfnkleidung ausfassen. Dies weiß in der Asfinag jeder mitarbeiterIn.
Kein Wunder das diese nie von der STA befragt werden durften.

Warum ist dieser Artikel nicht auf Platz 1?


Jeder FPK-Furz wird ja auch bis zum gehtnichtmehr aufgeblasen!

Und hier geht es um den amtierenden Bundeskanzler!!!


Re: Warum ist dieser Artikel nicht auf Platz 1?

hier geht es um unseren allerliebsten herzenskanzler, werner den ersten von krones gnaden. die anderen sind die pösen pösen blauen und fpkler, da ist schon ein himmelhoher unterschied, da die gottseibeuns und dort er unser wernerle das herzibinkerl der krone.

 
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