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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Ministerin Gastinger

23.08.2012 | 20:34 |   (DiePresse.com)

Wegen des Verdachts auf illegale Parteienfinanzierung im Zusammenhang mit der Nationalratswahl 2006 ermittelt die Staatsanwaltschaft Graz gegen Ex-Ministerin Gastinger.

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Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt gegen Ex-Justizministerin Karin Gastinger (B). Die Vorwürfe lauten auf illegale Parteienfinanzierung sowie Preisabsprachen im Rahmen ihrer Arbeit in einem Consulting-Unternehmen. Das berichteten die Wiener Stadtzeitung "Falter" in ihrer aktuellen Ausgabe sowie die "Zeit im Bild" des ORF am Donnerstag.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hans-Jörg Bacher, sagte gegenber der "ZiB", den übermittelnden Unterlagen zufolge bestehe "insbesondere der Verdacht der illegalen Parteienfinanzierung im Zusammenhang mit der Nationalratswahl 2006". So soll die ehemalige BZÖ-Politikerin mit Geldern der Telekom den Vorzugsstimmenwahlkampf finanziert haben.

Bekannt geworden waren die Vorwürfe erstmals im Jänner dieses Jahres; damals startete die Wiener Justiz eine Prüfung der Rolle des ehemaligen Kabinettschefs Gastingers Michael Schön bei den angeblichen Geldflüssen. Es soll um 240.000 Euro für den Vorzugsstimmenwahlkampf von Gastinger gehen, die von der Telekom geflossen sein sollen. Gastinger erklärte damals, davon nichts gewusst zu haben. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte bereits zu Jahresanfang ein Ermittlungsverfahren in dem gesamten Komplex aufgenommen.

Die aktuellen Ermittlungen werden nun deshalb von der Grazer Staatsanwaltschaft durchgeführt, da Gastingers Ex-Kabinettschef Schön mittlerweile als Ermittler für die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien tätig ist. Damit soll der Verdacht der Befangenheit ausgeschlossen werden, schreibt der "Falter". An Graz übergeben worden ist der Fall Anfang August.

Im Zuge der Ermittlungen in der Telekomaffäre wurde Gastinger auch drei Monate lang von der Justiz abgehört. Die überwachten Gespräche der Ex-Ministerin führten laut "Falter" nicht zu einer Entkräftung des Verdachts, sondern zu einer Ausweitung der Ermittlungen: Gastinger soll am Telefon im Rahmen ihres Jobs beim Consulting-Unternehmen Pricewaterhouse Coopers (den sie nach ihrem Ausscheiden aus der Politik antrat) die Vergabe von Scheinangeboten und Preisabsprachen besprochen haben.

Staatsanwaltschafts-Sprecher Bacher sagte dazu in der "ZiB": "Ein Teilaspekt des Ermittlungsverfahrens betrifft auch den Verdacht von Scheinanboten" - auch hier sei man allerdings noch im "Anfangsstadium".

Gegenüber derm Falter sagte Gastinger, sie könne sich nicht vorstellen, "dass die Angelegenheit einen sachlichen Hintergrund hat. Preisabsprachen und Scheinangebote - ich habe ja keinen Vogel. So etwas mache weder ich noch PwC." Auch gegenüber dem ORF wies sie Vorwürfe gegen sich zurück: Sie kenne diese bis jetzt nur aus den Medien und könne sie sich nicht erklären.

(APA)

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24 Kommentare

Gastinger-die Verräterin Jörg Haiders!

hoffentlich bekommts Sie den Lohn am damaligen Verrat Jörg Haiders!

Gast: J.D.
26.08.2012 18:23
0 0

Und wieder eine der Kreaturen Jörg Haiders.....


linkslinkse erfindungen


die jagdgesellschaft reitet wieder und will die großartigste reformperiode der neuzeit, die ära schüssel/grasser diskreditieren. darum wollen die sozialistischen gutmenschen und alt-68er jetzt alle mitglieder des teams schüssel anpatzen. nach strasser, grasser, rauch-kallat, reichold, gorbach, scheibner erwischts jetzt die ausgezeichnete karin gastinger. gemein!

und schon wieder erwischts ein mitglied von schüssels "erstklassigem team"



aber ich weiß eh. der heldenkanzler selber hat nix gewußt, und überhaupt sind das alles nur linkslinkse erfindungen, sozialistische verschwörungen und vorverurteilungen! es gilt die unschuldsvermutung!

Gast: warum nur
24.08.2012 14:01
1 1

hört niemand den schussel ab?


Ein dummer Gang der Geschichte

Höchst unangenehm und aufs extremste belastend für die Ex-Justizministerin, wenn es stimmt, was die Abhörprotokolle in den Medien wiedergeben.

Der Linie Strassers folgend kann sie nur mehr eine Verteidigungslinie errichten, der zufolge sie jene kompromittierende Telefongespräche einzig zum Zweck führte, eine im Verdacht stehende "Überwachung" aufzudecken.

Glauben wird ihr das natürlich niemand, aber ein Versuch ist es wert. Dumm gelaufen für die Ex-Ministerin.


Gast: ja sogts amol
24.08.2012 12:08
2 0

Ex-Kabinettschef Schön "befangen" ?? Wieviele ehemalige Parteikarrieristen sitzen da noch in der Korruptionsstaatsanwaltschaft?

Also mal ehrlich, wenn es um Verfahren gegen Parteipolitiker geht, sollte man allein schon der Optik wegen in der Korruptionsstaatsanwaltschaft wahrlich nicht ehemalige Parteipolitiker beauftragen. Der Chef ein ehemaliger Grüner, jetzt ein BZÖler, der selbst im Visier und dann auch noch in derselbigen Staatsanwaltschaft arbeitet...

http://derstandard.at/1326503686795/U-Ausschuss-Ex-Kabinettschef-Gastingers-im-Visier-der-Justiz

Gast: Wirtschaftler
24.08.2012 10:53
4 0

Ablenkung

Die Gastinger interessiert schon lange niemand mehr, deshalb wird die Staatsanwaltschaft aktiv. Aber anstatt total heiße Eisen anzugreifen wie falsche Zeugenaussagen vor Gericht, schwerer gewerblicher Betrug von einer Systembank usw. fertigt man diese Fälle lapidar ab mit der Bemerkung "Man hat nichts Strafbares gefunden"-obwohl man nicht einmal noch recherchiert hat. Dass so nebenbei die Justizleute auch noch Kunden dieser Bank sind, hat ja angeblich nichts zu bedeuten.
Lieber arbeitet man bei Nebenschauplätzen, damit man die heißen Eisen nicht angreifen muss. Man darf ja seine Zubringerorganisationen nicht verärgern.......

Gast: Willenlose
24.08.2012 10:25
5 0

Verdacht der Willkür

Irgendwie bekommt man schon langsam den Eindruck,dass Verdachtsmomemente bei den Regierungsparteien bzw.deren Umfeld nicht so konsequent verfolgt werden wie bei anderen politischen Gruppierungen;oder haben diese so viele Neider und Missgünstige in ihren eigenen Reihen, die sie laufend verpfeifen

Alleine gelassen

Sie wird es letztendlich sein, die man als einzige Politikerin bzw. Ex-Politikerin über die Klinge springen lassen wird - denn sie hat keine Freunde mehr in der Politik - sie hat letztendlich Charakter bewiesen und hat dem Trupp der Unmoralischen den Rücken zugewandt.

Bedenklich stimmt,

dass man in Österreich scheinbar nur irgendeinen x-beliebigen Politiker eine Weile lang abzuhören braucht, um auf eine mögliche Straftat, die würdig ist, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt, zu stoßen... ;-)

Der Spurch
“Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen, und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhängen zu lassen.”
von Armand Jean du Plessis wird aber wahrscheinlich auch für das gesprochene (mitgeschnittene) Wort gelten. Und man weiß leider wirklich nicht mehr, wem man noch einigermaßen vertrauen kann...

Gast: louser
24.08.2012 06:38
7 2

Immer wenn es brenzlig wird ...

... für unseren "Boulevard-Kanzler", taucht auch schon gleich ein neuer Fall einer Gegenpartei auf.
Die aktuelle Kernfrage in der Politik lautet anscheinend, wer den größeren Talon an Skandal- und Korruptionsfällen vom politischen Gegner hat.

Antworten Gast: merchant
24.08.2012 10:20
2 1

Re: Immer wenn es brenzlig wird ...

Schon, aber von gegenpartei kann man beim BZÖ wirklich nicht mehr sprechen...nicht mehr vorhanden...

Antworten Antworten Gast: louser
24.08.2012 11:27
1 1

Re: Re: Immer wenn es brenzlig wird ...

zur kurzfristigen Ablenkung und Verschnaufpause reicht`s allemal noch.

Gast: Vollkorrupter
24.08.2012 04:55
5 0

Machtlos und wütend

Und wir können nichts tun außer blöd zuschauen wie dieses ganze Ge......... über Grasser und seine 4er Bande,Strasser bis hin zu Mensdorf,Rauch-Kallat und jetzt auch Gastinger frech in die Kamera grinsen und uns die lange Nase zeigen. Jedenfalls auf die Justiz ist kein Verlass schon gar nicht auf diese ÖVP geführte Justiz. Oder wie kann mir einer erklären das von diesem Pack noch keiner einsitzt?
Alleine das der Rechnungshof 11 Jahre für das Dorotheum braucht sagt doch wohl alles aus und was sind die Konsequenzen?
Ich glaube schon langsam selber das wir das Gesetz in die eigene Hand nehmen müssen und dieses ganze Gesindel das den Steuerzahler um Unsummen betrogen hat am nächsten Baum aufknüpfen denn die Justiz hat uns im Stich gelassen. Nur um kleine Tierschützer und Hendldiebe einzusperren brauchen wir keine Justiz.

Ich fordere Wiedergutmachung ich will das ganze Geld zurück und wo notwendig Rückabwicklung aller Geschäfte die auf Lug und Betrug aufgebaut sind. Das ist noch das mindeste und die Todesstrafe für diese Volksschädlinge,Parasiten.

1 0

Re: Machtlos und wütend

Bis auf die Todesstrafe stimme ich ihnen zu. Damit würden wohl einige zu billig davonkommen. Arbeitslager wäre eher in meinem Sinne.

Antworten Antworten Gast: Vollkorrupter
25.08.2012 06:55
1 0

Re: Re: Machtlos und wütend

Sie haben recht da habe ich wohl in meiner Wut über die Stränge geschlagen. Aber wenn schon ein Arbeitslager bitte in Sibirien.

neoliberaler bodensatz.

es dauert lange, aber es wird langsam klar.

Gast: Wer die Menschen kennenlernen will, der studiere ihre Entschuldigungsgründe!
24.08.2012 01:07
2 0

"ich habe ja keinen Vogel"???....

....Gnä Frau, man muss NICHT unbedingt einen Vogel haben, um die Partei illegal zu finanzieren.....wenn das so wäre, dann wäre Österreichs Politik ein Paradies voller Vogelhändler!

Eine schwache "Charakterin":

Ansich doch eine integere Vertreterin außerhalb jeder Quote, dass sie aber ins unredliche stürzt ist schon auch ein Beispiel für einen schwachen Charakter und ein Zeichen für politische Kultur in unserem Land.

Gast: b745
23.08.2012 22:08
4 2

schüssel der erfolgreichste kanzler aller zeiten


8 4

Faymann

Wann ermittelt die Staatsanwaltschaft einmal ernstlich gegen den
Sozi Faymann ?

Gast: ASVG-Sklave
23.08.2012 21:41
4 0

was ist eine illegale Parteispende und eine legale?



Diese Schweinereien gehören prinzipiell unter Strafe gestellt: Entweder gilt der Wille des Volkes oder der des höchsten Bieters.

Gast: gubelstürmer
23.08.2012 21:26
3 0

willkommen im Club