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Was Michael Häupl anfängt, bringt Erwin Pröll zu Ende

27.08.2012 | 18:28 |  RAINER NOWAK (Die Presse)

Die Debatte um die Abschaffung der Wehrpflicht belegt die Machtverhältnisse in Österreich. Und zeigt einmal mehr, wie absurd Sicherheitspolitik argumentiert wird.

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Es begann mit Michael Häupl und endet mit Erwin Pröll: Die Debatte um die Abschaffung der Wehrpflicht ist eine schöne Posse der österreichischen Innenpolitik, die die wahren Machtverhältnisse in Österreich klar zeigt. Michael Häupl erfand in einem gemeinsamen Brainstorming mit der „Krone“ 2010 die Abschaffung der Wehrpflicht auf den Spuren von Bruno Kreiskys Wahlkampfschlager „Sechs Monate sind genug!“ zwecks letzter (nicht übertrieben erfolgreicher) Mobilisierung vor der Wiener Gemeinderatswahl. Seither bemüht sich Norbert Darabos darum, anfangs unterstützte ihn auch noch Werner Faymann dabei. Zuletzt werkt der traurige Verteidigungsminister alleine am Umbau des Heeres.

Die ÖVP, die einst klar für Nato-Beitritt und Berufsheer stand, hatte angesichts des Wiener Bürgermeisters ihre Position geändert und die Wehrpflicht als politisch schützenswert wiederentdeckt. Die Angst vor Katastrophen wie Hochwasser hilft bei der Mobilisierung am flachen und hügeligen Land – nicht nur in gefährdeten Gebieten. Kein Wunder also, dass Erwin Pröll – auch nach den jüngsten Murenabgängen in der Steiermark – auf den Spuren seines Freundes Michael Häupl die Wehrpflicht als Wahlkampfthema für sich reklamiert und eine Volksabstimmung – oder wohl eher Volksbefragung – darüber fordert. Günther Platter, in Tirol aus einer wesentlich unbequemeren Ausgangslage als Pröll startend, reagierte verständlich begeistert, auch Vorarlbergs Markus Wallner sieht die Chance auf Profilierung und stimmte zu. Sogar Wolfgang Waldner müsste begeistert sein. Neben diesen strategischen Überlegungen sei den Landeshauptleuten auch ein handfestes Motiv für ihre Verteidigung der Wehrplicht zugestanden: Ein kleines Berufsheer würde Kasernen, Soldaten und dazugehörige Infrastruktur in den Ländern kosten.

Es besteht kein Zweifel daran, dass Michael Spindelegger seinen Landeschefs ähnlich widerspruchslos wie einst Norbert Darabos seinem Chef folgen wird, alles andere wäre eine echte innenpolitische Sensation. Ob der ÖVP-Chef auch noch eine Abstimmung über das Sebastian-Kurz-Modell zum Ausbau der direkten Demokratie beim Koalitionspartner durchbringen wird, darf bezweifelt werden, aber probieren wird man es doch noch dürfen.

Sollte in diesem Herbst eine solche „verbindliche Volksbefragung“ abgehalten werden – eine Volksabstimmung gäbe es nur über ein Gesetz, also im Konkreten jenes zur Abschaffung der Wehrpflicht, diesem könnte die ÖVP nie zustimmen –, dürfte entgegen veröffentlichten Umfragen das Berufsheer in weite Ferne rücken. Denn wenn die ÖVP noch eins kann, ist es, in den kleinen Gemeinden und Städten zu mobilisieren: Dort zieht das Argument, eine neue Darabos-Armee könnte nicht mehr für umfassenden Katastrophenschutz sorgen. Und: Auch wenn die Neutralität zu einem großen Teil mit dem EU-Beitritt an der Brüsseler Garderobe abgegeben wurde, als lieb gewonnenes Denkmal funktioniert sie noch. Im Gegensatz zur Argumentation von Norbert Darabos ist es richtig, dass ein echter neutraler Staat mit allgemeiner Wehrpflicht glaubwürdiger ist als einer ohne, wie die Schweiz vorexerziert (Österreichs Neutralität ist das freilich auch mit allgemeiner Wehrpflicht nicht).

Prinzipiell spricht nichts dagegen und vieles dafür, dass die Wähler eine so wichtige Entscheidung selbst treffen und so der in solch entscheidenden Fragen taumelnden Regierung aushelfen. Was inhaltlich dann für die Nationalratswahl übrig bleibt, ist eine andere Frage, aber was interessiert das einen Landeshauptmann? Aufgrund der unsauberen Argumentation von SPÖ und ÖVP wird aber keine ehrliche, notwendige Weichenstellung vorgenommen. Zur Auswahl stehen nicht ein Nato-Beitritt, beziehungsweise das Eingeständnis der Aufgabe der Neutralität mit passend ausgestattetem Berufsheer einerseits, oder die Wehrpflicht mit reformiertem Präsenzheer und echter gelebter politischer Neutralität nach Schweizer Vorbild andererseits, sondern parteipolitisch motivierte Mischformen mit Ablaufdatum.

Also genau, was SPÖ und ÖVP sich trauen, dem Wahlvolk so zur Abstimmung oder Befragung vorzusetzen.

 

E-Mails an: rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.08.2012)

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34 Kommentare
 
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Gast: ökono-mist
29.08.2012 01:17
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Durch diese hohle Rettungsgasse mußte sie kommen, die zur Spaziergänger-Umfrage geschrumpfte "Volksabstimmung"


1. Der Bundespräsident, sonst um höchste demokratiepolitische Ansprüche nie verlegen, findet's toll, weil's die Regierungsparteien toll finden. Und weil es die zur Lethargie gewordene österreichische Harmonie am wenigsten beeinträchtigt.

2. Die meisten Landeshauptleute und manche Bundespolitiker finden's toll, weil das lästige Wahlkampf-Störthema de facto hinter die Wahl verräumt werden kann. In die andere Richtung bietet es gleichzeitig die Möglichkeit, bei Bedarf jederzeit Korruptionsaufdeckungs-Überdeckungslärm ertönen zu lassen.

3. Herr Darabos findet's toll, weil er darin eine politische Überlebenschance erblickt.

Jene, denen es tatsächlich - abseits der verfassungswidrigen populistischen (Wählerstimmen- und Zeitungsschlagzeilen-Rektrutierungs-)Grenzeinsätze der letzten Jahrzehnte - um die optimale Lösung für die Sicherheit unserer Heimat geht, können es wohl weniger toll finden, wenn diese sich plötzlich in den Händen der nächsten Einrückungs-Jahrgänge wiederfindet, die logischerweise ein vordergründiges Interesse an der Abschaffung der Wehrpflicht haben müssen - und daher wohl geschlossen an der Abstimmung teilnehmen werden. Nach unten keine Latte zu legen, zeugt vom Unernst, mit dem dieses Thema von der Politik herumgeschubst wird.

Zumindest eine (letzte?) Volksabstimmung hätte sich unser Heer aber wirklich verdient!

P. S.:So wird nämlich die Direktdemokratie zur Farce, bevor man sie noch beschlossen hat!

Wortbruch der Bundesregierung nun zur Voksbefragung

Zu dieser Abstimmung darf nicht außer Acht gelassen werden, wie diese Bundesregierung mit einem ausdrücklichen Bekenntnis zur allgemeinen Wehrpflicht angetreten ist. Und mit dem konkreten Versprechen: „Die Ausbildung und der Dienstbetrieb der Grundwehrdiener müssen so gestaltet und weiter entwickelt werden, dass sie den geänderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen entsprechen und für die jungen Staatsbürger sinnvoll und motivierend wirken.“

Der zuständige Minister hat diese übernommene Aufgabe und Verantwortung einfach nicht erfüllt, sondern stattdessen – zunächst parteipolitisch von Häupl gesteuert – ein übles Spiel zur Abschaffung der Wehrpflicht ins Werk gesetzt. Das gehört zum Übelsten, was in der Zweiten Republik hervorgebracht worden ist.

„Der bedeutendere Teil der Bürgerschaft“ soll es nun in die Hand bekommen, die politischen Repräsentanten in die Erfüllung ihrer Aufgaben und Verantwortungen zu zwingen. Hoffentlich mit einer entscheidenden Fragestellung. Glück auf!

Gast: *** Mark Poller ***
28.08.2012 12:00
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Sg. Hr CR, ein Hinweis off topic

Warum muss in der Online-Ausgabe der PRESSE wochenlang immer der gleiche, stets langweilige Blog-Beitrag von Frau Rohrer stehen? Wäre dieser wertvolle Titelseitenplatz nicht besser aufgehoben wenn man abwechselnd verschiedene Blogs und Kommentare, z. B. auch Ortner, per Zufallsprinzip hier anbieten würde?

Nichts gegen Frau Rohrer, aber wochenlang jeweils der gleiche Beitrag auf der Startseite ist strange...

Der Christoph-Chorherr-Gedenkkommentar

"Stadtplan: Wo bleibt Leadership?" vom 17.05.2010 ist auch ein rechtes Highlight auf der Meinungsseite online.

Antworten Gast: Postmeisterl
28.08.2012 13:57
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Rohr(er)post

Schreiben Sie das dem Häuptl, und der Pröll bringt es zu Ende! Todsicher!

Wehrpflicht auf für Frauen

sollte auch zur Sprache kommen...... die Töchter in der Hymne,aber bei der Wehrpflicht Taub stellen!
Bei der Polizei,Feuerwehr sind sie ja auch zwingend vertreten!

Gast: Moderndenkender
28.08.2012 10:07
0 5

Berufsheer

Ein JA zum Berufsheer (und damit ein NEIN zur Wehrpflicht & Zivildienst) im Jaenner !

Ein NEIN zur Politik der Volkspartei !

Es wird der Wein sein...

Hätten die beiden Veltliner-Brüder keine Chauffeure, müsste man ihnen täglich dreimal den Führerschein abnehmen...

Antworten Gast: Herr Ober
28.08.2012 10:49
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Re: Es wird der Wein sein...

Postgratuate-Dissertationsthema, um zweifacher Akademiker zu werden: Die ambivalente Wirkung der Reblaus in der österreichischen Innenpolitik oder Kein Alkohol ist auch keine Lösung.

Antworten Antworten Gast: Waldmensch
28.08.2012 11:32
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Re: Re: Es wird der Wein sein...

Man kann aber auch Alkohol ohne Spaß haben!

Herr Nowak: "Auf krummen Zeilen..."

Andere mögen Revolutionen für die Erringung der Demokratie anzetteln, wir ÖsterreicherInnen haben diese nach dem ersten Krieg geschenkt bekommen, mit etwas Widerwillen angenommen und nach dem zweiten Krieg aus den Händen der Allierten akzeptiert. Unser erster Kanzler, ein echter"Österreichpoildl" hat diese Demokratie zu schätzen gewusst, war er doch mit vielen anderen Jahre im KZ eingesperrt. Unter dem angeblichen Superdemokraten Kreisky, der allerdings nach dem Wahlsieg verlautbaren ließ, dass wir "ihn und seine mehr als 1000 Experten arbeiten lassen sollen" kam es zwar zum Wohlstandsstaat nach schwedischem Muster aber keineswegs zu einem Demokratieschub nach dem Muster der vorwiegend protestantisch sozialisierten Nordländer. Selbst bei der ersten Volksabstimmung kam es durch diverse Stimmenverschiebung zwischen den noch dominierenden Lagern zu einem Ergebnis, das uns acht Jahre später zu "Visionären" werden ließ,hatte wir uns doch bereits acht Jahre vor Tschernobyl gegen die Atomkraft entschieden. Nun werden wir nicht von unserer Bundesregierung, sondern von den Landeshauptleuten (die Häuptling und Vizehäuptling nach Bedarf wechseln) auch in einer ziemlich eindeutig bundespolitischen Sache (Verteidigung) regiert. In anderen Fragen sind die realpolitischen Machtverhältnisse ohnehin seit längerer Zeit klar, da die bieden Häuptlinge ihre Lehrbuben zu den wesentlich unangenehmern Bundesangelegenheiten geschickt hatten. "Auf krummen Zeilen schreibt Gott gerade" und wir Ösis.

Gast: fulca
28.08.2012 09:26
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Der Verschwender

Derzeit spezialisieren sich die Armeen Europas (und nicht nur diese) auf spezielle Bereiche, ein Staat spezialisiert sich zum Beispiel auf Transport und Logistik, ein anderer auf Lufttransport, ein dritter auf Aufklärung usw. Alle diese Aufgaben und die möglichen Einsatzgebiete dafür in den nächsten zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren erfordern hochspezialisierte Profis, die für ihren BERUF immer wieder trainieren und sich laufend weiter bilden.
Sechs Monate Ausbildung für Grundwehrdiener und nachfolgende Einsatzverwendung für solche oft auch gefährlichen Einsätze ist unmöglich und wäre zudem höchst verantwortungslos und blöd. Um eine Reserve als Sandsackschaufler zu haben, weil vielleicht in zehn oder zwanzig Jahren wieder einmal ein gröberes Hochwasser kommen könnte, ist der Aufwand Grundwehrdiener sechs Monate beschäftigen zu müssen, deutlich zu hoch. Das können auch Feuerwehren, Landes- und Gemeindearbeiter sowie Freiwillige wie etwa das Personenreservoier, dass Ö3 vor Jahren zusammen mit einigen Hilfsorganisationen initiert hat. Dass die Wirtschaft und damit die ÖVP lieber auf Zwangsfreiwillige setzt, verwundert nicht, ist die Wirtschaft doch kaum bereit, Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehren im Anlaßfall entsprechend bezahlte Freizeit zu gewähren. Da wird die Verantwortung einmal mehr auf den Steuerzahler (Heerespersonal, Infrastruktur, Taschengeld für Grundwehrdiener) abgewälzt.

Darüber hinaus dürfte das Anheizen der Debatte über die Wehrpflicht zu diesem Zeitpunkt einmal mehr zur Ablenkung von anderen, tiefergehenden Problemen in der ÖVP dienen. Kaum anders ist der eher unausgegohrene und auch nicht auf die gesetzlichen Möglichkeiten abgestimmte Hüftschuß von Dr. Pröll zu erklären. Abgesehen davon, dass dort auch der Unterschied zwischen Volksbegehren und Volksabstimmung nicht ganz klar sein dürfte ....

Der (vorsätzliche?) Verwechsler

Leider genau das Niveau, auf dem in Österreich das Thema Landesverteidigung diskutiert wird.

1) Ja, die Armeen spezialisieren sich. Das können alle Armeen, die in einem militärischen Bündnis stehen und daher im Anlassfall gemeinsam kämpfen. Aber mit einer Teilarmee alleine ist der Staat dann auch alleine Handlungsunfähig und dem Bündniss ausgeliefert, daher wird üblicherweise die Waffengattung in reduzierter Form auch dann erhalten, wenn die Spezialisierung auf anderem Gebiet liegt. Nur so kann (wenn sich die politischen Rahmenbedingungen ändern sollten) diese Waffengattung wieder "hochgefahren" werden.
Österreich ist allerdings nicht Teil eines militärischen Bündnisses und daher alleine für seine Landesverteidigung zuständig.

2) Deutschland zB hat für Katastrophenhilfe ein technisches Hilfswerk, dieses ist nicht weniger spezialisiert und technisiert als die Armee. Ein "Team Österreich" kann hingegen vielleicht eine Armee Sandsack- oder Schlammschaufler aufbieten (Nach Berichten von Bekannten aus echten Einsätzen in vielen Fällen aber nicht einmal dafür. Nur durch klug reden bewegt man weder Sand noch Schlamm.)

3) Die bösen Wirtschaft (also die Unternehmen) wälzen die Verantwortung für Katastrophenhilfe auf den Staat (den Steuerzahler) ab? Da habe ich die Aufgaben von Staat und von Unternehmern wohl verwechselt ...

4) Die ÖVP, SPÖ, etc. ist Schuld dran. Das ist Stammtischniveau. Die SPÖ verhindert das Bündnis, die ÖVP hat das Milizsystem zerstört, die ...

Die Visionen der Roten...

...von den Schwarzen umgesetzt. Und die Grünen machen die Qualitätssicherung.
Gar nicht so schlecht, so eine Kombination.

Irrsinn

"ein handfestes Motiv für ihre Verteidigung der Wehrplicht ...: Ein kleines Berufsheer würde Kasernen, Soldaten und dazugehörige Infrastruktur in den Ländern kosten."

Zur Ankurbelung des Konsums in Wolfsberg und anderen Kleinstädten der gesamten männlichen Bevölkerung ein halbes Jahr stehlen, das ist doch eine klare Kosten-Nutzen-Rechnung!!???

Richtig peinlich

wie Österreich von 2 Landesfürsten regiert wird.
Wozu zum Teufel wählen wir einen Nationalrat wenn die Macht bei den Landeshauptleuten liegt?

In der Muppet Show macht ja Kermit auch nicht jeden Blödsinn den die beiden wollen.

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Re: Richtig peinlich

Nicht Pröll und Häupl werden im Jänner entscheiden, sondern die BÜRGER. Streng dich an, lieber Oberhuber und versuche, möglichst viele von deiner meinung zu überzeugen, dann werden Pröll und Häupl alt aussehen und das VOLK wird entschieden haben wies weitergeht. Oder wollen Obergescheite (wie Oberhuber) das gar nicht wirklich, weil sie dann nicht mehr gegen die Politiker motzen können ????

Re: Re: Richtig peinlich

also ist es durchaus OK, dass in Wien Häupl mit der Krone und Pröll in NÖ den Österreichern sagen wo's langgeht?

Gast: Gruftmaus
28.08.2012 08:27
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aber nein.

Es trinkt bloß den "Lack" aus, den Häupl im Glasel stehen ließ.
Selbst nachschenken darf er nicht, also delektiert er sich am befohlenen Restl.
Prost.

ist ja bekannt, dass

häupl und pröll das alpha und omega des österreichischen polit abc sind.
pröll und platter stehen bald im wahlkampf, kärnten hat momentan andere sorgen und könnte nur zum thema bundesheer geleitet werden, wenn die pioniere das draukrokodil suchen.
wenn schon in form einer volksabstimmung über die zukunft des heeres, zivilschutz und katastrophenhilfe (katastrophen müssen nicht schutz unterliegen) entschieden werden soll, dann ist auch die aufgeblasene "neutralität" ebenso zur diskussion zu stellen.

Gast: Chronos94
27.08.2012 23:27
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Pro Wehrpflicht

Ich bin zwar ein Verfechter von stärkerer Bürgerbeteiligung, doch halte ich ein Thema wie die Landesverteidigung als absolut ungeeignet dafür. Die Hälfte des Stimmvolkes ist nicht einmal direkt davon betroffen - die andere Hälte ist schwer anfällig eigennützig zu denken, anstatt an das politische Gemeinwohl zu denken.

Aber da ein Referendum mehr als fix zu sein scheint: Pro Wehrpflicht im Jänner!

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Ich hoffe


die österreichische Bevölkerung lässt sich von so euphemistischen Begriffen wie „Freiwilligenarmee“ keinen Sand in die Augen streuen! Denn in Wahrheit will Darabos ein Berufsheer.

Wenn in Österreich Berufe wie z.B.: "MG-Schütze", Scharfschütze", "Panzerkommandant", "Panzerfahrer", "Kampfhubschauberpilot", "Black-Hawk-Pilot" usw. im Rahmen des neuen österr. Darabos-Berufsheeres definiert werden.

Dann ist es gemäß der EU-Rechtsvorschriften die vom EuGH (mit Sitz in Luxemburg) überwacht werden, logisch und klar, dass diese Berufe im Zuge der Personenfreizügigkeit in der EU auch EU-Bürgern aus Lettland, Polen, Portugal, Griechenland, Zypern usw. offenstehen müssen.

Eine Diskriminierung allein auf Grund der Nationalität darf es in der EU für einen Beruf nicht geben, das ist EU-Recht.

Also da wird es dann Angehörige des österr. Bundesheeres geben, die Letten, Litauer, Polen etc. sind. Wie es bei diesen Menschen um die Loyalität und Treue zu Österreich bestellt ist - ist dann eine andere Frage.

Ist es den Menschen in unserem Land bewusst welche Konsequenzen ein Berufsheer hat?

Antworten Gast: Gscheitbert
28.08.2012 14:39
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Re: Ich hoffe

Personenfreizügigkeit gilt nicht im Bereich der "öffentlichen Verwaltung" (Art 45 Abs 4 AEUV), wozu die Streitkräfte unstrittig zählen.

Also keine Letten in österreichischen Panzern.

Antworten Gast: gast rettungsring
28.08.2012 09:17
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Re:Sie haben leider recht

Wir werden dermaßen verraten und verkauft, daß es eine wahre Schande ist. Die Konsequenzen dieser Volksverblödung sind noch gar nicht abzusehen.

Antworten Gast: Österreicher
28.08.2012 08:57
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Re: Ich hoffe

Nein, das ist denen nicht bewusst, es ist ihnen auch egal, wenn das Berufsheer im Ernstfall auf das eigene Volk schießt. Wie war das in Ex-Jugoslawien?

Außerdem: die Abschaffung der Wehrpflicht erfordert eine Verfassunsänderung (erhöhte präsens- und konsensquoren) eine Volksbefragung ist praeter legem nicht bindend. Eine "bindende" VB gibt es nicht. Unsere "gewählten Volksvertreter" verkaufen uns nach Strich und Faden für blöd und die Meisten merken es gar nicht.... "Gott schütze Österreich"

Antworten Antworten Gast: Till aus dem Haus der Freude
28.08.2012 09:23
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Re: Re: Ich hoffe

Jugoslawien hatte eine Miliz-Armee.

...und hat das diese gehindert?

 
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