Wien/red. Nach dem ORF-Sommergespräch macht FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nun einen Rückzieher: In dem Interview ging es unter anderem um einen Eintrag auf Straches Facebook-Seite vom 9. August zu dessen Lieblingsbuch „Waldgang“ von Ernst Jünger. ORF-Moderator Armin Wolf wiederholte den Vorwurf, die in diesem Eintrag wiederholte Mini-Rezension des Buches sei großteils von einer rechtsradikalen Homepage abgeschrieben.
Strache wehrte sich, nur um später auf Facebook zurückzurudern: Mitarbeiter hätten den Eintrag verfasst: „Ohne mein Wissen wurden dabei sechs Sätze aus einer anderen Besprechung übernommen. Meine Mitarbeiter hatten offenbar Angst davor, mir diesbezüglich die Wahrheit zu sagen.“ Daher, so Strache weiter, ziehe er seine Vorwürfe gegen den ORF-Moderator zurück. Nicht allerdings, ohne gleichzeitige weitere Vorwürfe etwa bezüglich mangelnder ORF-Objektivität zu posten.
FPÖ bekräftigt: Abstimmung als „Muss“
Auch eine weitere Klarstellung gab es gestern, Dienstag, aus dem Büro des FPÖ-Chefs: In der ORF-Vorabaussendung Montagnachmittag zum Sommergespräch hieß es, eine Volksabstimmung über einen Euro-Ausstieg sei Bedingung für eine Koalition. Im Interview selbst hatte es dann nicht so eindeutig geklungen. Allerdings, so konkretisierte ein Sprecher im Nachhinein, sei die Aussage der Sache nach richtig.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)
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