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Häupl: „Es droht ja keine Schlacht im Tullnerfeld"

29.08.2012 | 19:05 |  Von Rainer Nowak und Ulrike Weiser (DiePresse.com)

Der Wiener Bürgermeister über die Macht der Landeschefs, die Grenzen der direkten Demokratie und warum man über die Neutralität nicht debattieren muss.

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Die Presse: Sie haben das Thema Wehrpflicht begonnen, Erwin Pröll führt es nun zu Ende?

Michael Häupl: Das ist nicht das Wichtige daran. Meine Argumentation lautete: Wenn die Regierung nichts zu einer so wesentlichen Lebensplanungsfrage von jungen Männern zusammenbringt, soll das Volk entscheiden. Erwin Pröll ist offenbar in der ÖVP durchsetzungsfähiger als ich.

Das heißt: Sie sind der einzig Durchsetzungsfähige in der SPÖ und er in der ÖVP?

Gar nicht. Die SPÖ - wenn auch nicht alle - hat die Auffassung vertreten, dass ein professionelles Freiwilligenheer, dessen Aufgaben auf die jetzige Zeit abgestimmt werden, richtig ist. Das war eine sehr rasche Meinungsbildung.

Ich sprach eher davon, dass durch ein Zeitungsinterview der wahren Regierungschefs Häupl und Pröll die jeweilige Parteilinie geändert wurde.

Und ich versuche, diese These wortreich zu falsifizieren. Der Parteichef der SPÖ heißt Werner Faymann. Punkt.

Es gibt auch in der Sozialdemokratie, gerade in ländlichen Gebieten, die Furcht, dass ein Berufsheer den Katastrophenschutz nicht sicherstellt.

Das halte ich für ÖVP-Propaganda. Eine Professionalisierung des Heeres bedeutet die Rettung der Miliz, die durch frühere Aktivitäten infrage gestellt wurde. Die Miliz wird gestärkt, und es gibt eine ganz andere sozialrechtliche Absicherung, wenn es im Katastrophenfall zu einer Mobilisierung kommt. Bei den Aufgaben, die wir schon jetzt im Rahmen internationaler Verpflichtungen erfüllen, wird sich nicht rasend viel ändern. Und beim Katastrophenschutz bin ich überzeugt, dass die Einsatzfähigkeit eher infrage gestellt wird, wenn wir weiterwursteln wie bisher.

Der Nachteil beim Milizionär ist, dass der nicht auf Knopfdruck Zeit hat, wenn die Katastrophe ausbricht.

Das gälte für die Freiwillige Feuerwehr noch viel mehr. Bei den Katastrophenschutzplänen geht es darum, Berufsheer, Miliz und die Hilfsorganisationen abzustimmen.

An das altmodische Argument, dass man jungen Männern einen Dienst am Vaterland zumutet, weil das für das „Wir-Gefühl" besser sei und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund fördere, glauben Sie nicht?

Nein. Jeder, der meint, seine patriotischen Gefühle ausschließlich über den Dienst am Vaterland - und nicht zum Beispiel am Fußballplatz - ausleben zu müssen, der kann das ja. Wir leben aber nicht in der Zeit, wo eine Panzerschlacht im Tullnerfeld droht. Sondern sind von EU- und Nato-Staaten umgeben, wo unsere Sicherheit im Rahmen europäischer Sicherheitsbedürfnisse ganz andere Aufgaben hat als vor 40 Jahren. Was wir übrigens auch nicht brauchen - und das steht noch immer im Wehrgesetz - ist, dass das Heer die Sicherheit nach Innen gewährleistet. Dafür haben wir die Polizei.

Die Teilnahme an den Petersberger Aufgaben (Pflichten der EU-Mitglieder auf militärischer Ebene, u. a. Kampfeinsätze bei der Krisenbewältigung) interpretieren ja viele so, dass das de facto eine massive Einschränkung unserer Neutralität war. Wären es nicht sinnvoll, im Zuge einer solchen Debatte reinen Wein einzuschenken?

Ich halte diese Kooperation durchaus für mit der Neutralität vereinbar.

Könnten Sie sich vorstellen, dass bei einem Freiwilligenheer - wie auch in einigen anderen Ländern - Nicht-Staatsbürger mitmachen?

Man kann das diskutieren, aber grundsätzlich sollte man daran festhalten, dass man österreichischer Staatsbürger sein muss.

Sie überlegen, gleichzeitig mit der Bundesheer-Volksbefragung in Wien die Befragung über das Verkehrskonzept abzuhalten. Mobilisiert die Wehrpflicht-Frage Rot-Grün-Sympathisanten?

Ich habe nur gesagt, dass ich es nicht ausschließe, und dass man sich das überlegen muss. Dafür spricht, dass die Wiener nur einmal hingehen müssten. Dagegen, dass die Bundesparteivorsitzenden vereinbart haben, dass es nur eine Frage gibt.

In Wien wird über ein Verkehrskonzept abgestimmt, aber nicht wie 170.000 Unterschreibende sich das wünschen, über die Ausweitung des Parkpickerls. Laut Rechtsmeinung des Magistrats sei das so, weil man über Gebühren keine Befragung machen darf. Damals bei der Citymaut war das aber kein Problem.

Das ist keine Rechtsmeinung, sondern Verfassungswahrheit. Der Unterschied ist, dass das Parkpickerl vor 20 Jahren eingeführt wurde und die Ausweitung nur ein Verwaltungsakt ist. Die Citymaut hingegen gibt es in Wien gar nicht.

Ein Thema der Befragung wird ein Konzept für den ruhenden Verkehr sein. Die Autofahrerclubs sind von den Verhandlungen abgesprungen, weil sie finden, dass man mit der Ausweitung des Parkpickerls die Verhandlungen hätte abwarten sollen.

Für mich ist es undenkbar, dass die Interessenvertreter der Autofahrer an der Debatte nicht teilnehmen. Wir werden einen Weg finden.

Warum ließ sich die Ausweitung nicht aufschieben?

Es ist ja nicht so, dass wir nicht auf bestimmte Dinge reagiert hätten. Es gab räumliche, zeitliche und kostenmäßige Adaptionen. Ich kann aber nicht hergehen und sagen: Der Bezirk beschließt etwas und ich sage dann Nein, das machen wir nicht. Ist das denn demokratisch?

Und was ist mit den 170.000 Unterschriften?

Die partizipative Demokratie ersetzt nicht die parlamentarische Demokratie, sondern ergänzt sie.

Das heißt, in Wahrheit bringen solche Unterschriftenlisten nichts?

Das kann man so nicht sagen. Der ursprüngliche Plan wurde ja modifiziert.

Bleiben wir bei der direkten Demokratie: Die SPÖ ist beim Thema gespalten. Dem Modell von Parlamentspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) zufolge könnte - nach längerem Prozedere - die Bevölkerung den Nationalrat „overrulen".

Diese Automatik, die de facto die Ausschaltung des Parlaments bedeutet, werde ich nie akzeptieren. Ich bin für die Stärkung der Instrumente der direkten Demokratie, aber nicht für die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie.

Glauben Sie, dass die Parlamentspräsidentin die parlamentarische Demokratie abschaffen will?

Nein. Sie wird es nicht konsequent durchgedacht haben.

Was halten Sie eigentlich von einer Abstimmung über die Studiengebühr?

Wenig. Ich glaube, dass es auch der falsche Ansatz ist. Man müsste vorher das Stipendiensystem für den Mittelstand ausbauen.

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas würde gerne eine Steuer für reiche Akademiker einführen. Eine gute Idee?

Ich halte das noch immer für absurd. Bei der geringen Zahl von Akademikern in unserem Land ist das nicht akzeptabel.

Die Rathaus-Auguren glauben zu erkennen, dass Sie sich mit ihrer Ankündigung, 2015 wieder anzutreten, nur Luft verschafft haben, um in Ruhe einen Nachfolger aufzubauen.

Das ist eine köstliche Interpretation, aber vermutlich haben Sie recht. Es ist nicht die extremste Koketterie, wenn ein 63-Jähriger sagt, er denkt nach, wie sein Nachfolger ausschaut - aber in aller Ruhe und mit viel Zeit.

 

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130 Kommentare
 
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Gast: sabine5
17.10.2012 00:15
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wehrbauern

wie vor jahrhunderten sollten wieder wehrbauern an den grenzen angesiedelt werden

...einmal beim bauernbund werbung machen
...und die raiffeisenbank soll sponsern

Gast: jugoko
07.09.2012 17:29
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presse

Primitifes schmierblatt

Antworten Gast: thomas 2
16.10.2012 23:54
0 0

Re: presse

auf österreichisch schreibt man primitiv mit einem v

Hat da wer das Marchfeld mit dem Tullnerfeld verwechselt?

Naja, selbst wenn nicht, machts auch nicht klüger.
Das Bundesheer der 2. Republik wollte das Marchfeld noch nie verteidigen. Das ist eine Mär, die Darabos gegründet hat, um etwas abzuschaffen, wofür es nie gedacht war: Panzer.

Gast: gscheidling
31.08.2012 09:45
4 0

Wie staatstragend doch ein Bürgermeister sein kann

Da keine Schlacht im Tullnerfeld mehr droht und Wien in nächster Zeit nicht militärisch umfasst wird brauchen wir ja kein Bundesheer mehr für Rest-Österreich. Und anstatt Sandsäcke schlichten und Keller ausräumen sollten die jungen Staatsbürger lieber ins Happel oder Hanappi Stadion um ihre Vaterlandsliebe auszudrücken.

Fast gleich intelligent wie Herr Peter Pilz.
5000 sind genug und ohne Übergang sofort Wehrpflicht abschaffen. Wer transportiert dann ab 1.1.13 die Patienten?
1500 Soldaten für Internat. Einsätze und 2500 für die Battle Group. Das heisst 1000 hätten wir dann Reserve falls die anderen für ewig im Ausland bleiben und sich nicht ablösen lassen.

Aber es wird sicher bald eine sehr geistreiche politische Erklärung nachgereicht, dann erscheint alles logischer!

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Der Parteichef der SPÖ heißt Werner Faymann. Punkt.

tja, dass sieht man auch an allen "Erfolgen" bestens.

Warum so bescheiden Hr. Häuptl; war doch bisher auch nicht ihre Domäne !

>Ich bin für die Stärkung der Instrumente der direkten Demokratie, aber nicht für die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie.<

daher also auch eine Volksbefragung statt abstimmung zum Parkpickerl, NACHDEM diese umgesetzt wird ???
Ein sehr seltsames Demokratieverständniss.

Gast: Sueton
30.08.2012 22:46
5 0

Roter Zinnober!

Ich kann der Presse eigentlich nur danken, dafür, daß sie es uns wieder einmal ermöglicht, derart tiefe Einsichten in die geistigen Mechanismen unserer "Regierer" zu gewinnen.
Dieser politische Defraudant ist einfach unglaublich! Und er ist ein Symptom für den beschämenden Zustand dieser Republik.

Gast: ROTER OKTOBER
30.08.2012 22:00
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Den werdet Ihr halt nicht so schnell los! Der Michl hat eben Charakter und steht zu seinen Wählern!

Da könnts tschentschen was wollts.
Häupl bleibt!

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„Es droht ja keine Schlacht im Tullnerfeld"

Das nicht, aber ein Häuserkampf rund um das Rothaus.

Gast: Jodeldiplomsänger
30.08.2012 20:42
5 0

Parteichef

obiges Zitat, Häupl: "Der Parteichef der SPÖ heißt Werner Faymann. Punkt."

Anläßlich der Wahl Gusenbauers zum Parteichef:
"Wer UNTER mir Parteichef wird is ma Wurscht!"

Häuptl ist nicht Parteichef, er ist Erzparteichef.

So wie die Habsburger keine gewöhnlichen Herzöge waren, sie waren Erzherzöge, so gibt es auch Erzrote und gewöhnliche Rote.

Er hat auch das Jodeldiplom für Heurigenlieder.

Diridiri dödl du.

Ich glaube, dass er keine Ahnung hat. Er stellt Behauptungen und Folgerungen auf, die falsch sind.

„Eine Professionalisierung des Heeres bedeutet die Rettung der Miliz.“ Das ist absoluter Nonsens. Abgehen von der Wehrpflicht bedeutet ein folgendes Desinteresse der Staatsbürger am Bundesheer. Ergebnis: Das sollen „DIE“ machen, das geht mich nichts an.
„Es gibt eine ganz andere sozialrechtliche Absicherung, wenn es im Katastrophenfall zu einer Mobilisierung kommt.“ Das ist unwahr, weil sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht geändert haben.
„Beim Katastrophenschutz bin ich überzeugt, dass die Einsatzfähigkeit eher infrage gestellt wird, wenn wir weiterwursteln wie bisher.“ Das Bundesheer hat bisher alle Katastropheneinsätze mit großer Professionalität und hoher Anerkennung durch die betroffene Bevölkerung geleistet.
Presse: Der Nachteil beim Milizionär ist, dass der nicht auf Knopfdruck Zeit hat, wenn die Katastrophe ausbricht. Häupl: „Das gelte für die Freiwillige Feuerwehr noch viel mehr.“ Das ist richtig. Die FF hat ein großes Problem, ihre Kräfte für lange Zeit vom Arbeitsplatz abzuziehen. Aber gerade das macht die Bedeutung des Bundesheeres aus. Die FF ist sofort vor Ort und leistet Ersthilfe, die Soldaten kommen und können den Hilfseinsatz über lange Zeit fortsetzen. Milizsoldaten bekämen so wie die Feuerwehrkräfte bei lange andauernden Einsätzen große Probleme am Arbeitsplatz.
„Was wir übrigens auch nicht brauchen – und das steht noch immer im Wehrgesetz – ist, dass das Heer die Sicherheit nach Innen gewährleistet. Dafür haben wir die Polizei.“ Was ist aber im denkbaren Fall einer Anschlagsserie, wenn die Polizei zu wenige Polizisten hat, um wichtige Einrichtungen des Vaterlandes zu schützen?
Presse: Könnten Sie sich vorstellen, dass bei einem Freiwilligenheer – wie auch in einigen anderen Ländern – Nicht-Staatsbürger mitmachen? Häupl: „Man kann das diskutieren.“ Will er ein Söldnerheer?

Auch Wunderbar.....

HAHAHA, mir rinnen schon die Tränen vor lauter lachen. Gelernt ist gelernt beim Wortspiel ......

Und was ist mit den 170.000 Unterschriften?

Die partizipative Demokratie ersetzt nicht die parlamentarische Demokratie, sondern ergänzt sie.

Das heißt, in Wahrheit bringen solche Unterschriftenlisten nichts?

Das kann man so nicht sagen. Der ursprüngliche Plan wurde ja modifiziert.

MODIFIZERT !!!!!! heißt das also jetzt......ein neues Wort für verarschen!!!!!!!

Gast: X S 1 C H T
30.08.2012 13:04
5 0

Die Schlacht im Tullnerfeld findet nicht statt?

Da sieht man wieder einmal genau, wie sehr uns die Regierungen der letzten Jahrzehnte bereits herabgewirtschaftet haben.

Nicht einmal mehr erobern will man uns noch!

Gast: alatheus
30.08.2012 12:37
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Wunderbar

wie die letzten FPÖ-Berufsposter hier toben müssen.

Antworten Gast: alatheus
30.08.2012 13:20
4 0

Re: Wunderbar

Ich habe mit der FPÖ absolut nichts am Hut. Aber dass Sie sich meinen Nick klauen müssen (Ich weiß, das ist nur ein Gastkommentar.), zeugt nicht gerade von übertriebener Kreativität oder Intelligenz. Solche Formulierungen sind zwar normalerweise nicht meine Art, aber das musste raus.

Gast: Neutron
30.08.2012 11:46
4 1

Wir sind seit Beitritt zur EU nicht mehr neutral.


Stimmt so nicht

Jedenfalls sind wir nicht so un-neutral, dass uns wer anderer schützt, wenn was passierte.
Passieren tut schnell was, wie wir seit Sommer 1991 wissen.

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Beim Bundesheer...

... hat er recht der Häupl. Auch wenn ich sonst wenig mit ihm anfangen kann, aber jeder der dort war, weiß, welch sinnloser Haufen Nichtsnutze sich beim Bundesheer auf Steuerzahlerkosten herumtreiben. Alleine die Umstrukturierung könnte schwer werden, wenn du die letzten 30 Jahre nicht gearbeitet hast, wirds schwierig die Mitarbeiter für die nächsten Jahre zu motivieren.

Antworten Gast: Das Ekel Alfred
30.08.2012 11:59
8 1

Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken


Wer hat die letzten 4 Jahre nichts geleistet (verbessert).

Man wird es nicht glauben:
Der Mann heißt Norbert Darabos und ist Minister wider Willen.

Der Mann ist übrigens auch vom Zivildienst so angwidert, daß er seinen eigenen auf der SPÖ-Homepage großzügig verschweigt.

Was Steuerzahlerkosten betrifft:
Herr Darabos als Minister wider Willen bekommt 16.320 Euro Monatsgehalt (14 mal im Jahr).



Antworten Antworten Gast: der mann aus la mancha
30.08.2012 19:58
3 0

Re: Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken

Und was ist mit den diversen Sonderzahlungen? Was verbraucht er mtl. allein an Aufwandsentschädigungen? Unsere politisch weit überm Durchschnitt entlohnten „Überflieger“ krebsen ziemlich Ideenlos im Cockpit hilfloser Bruchpiloten dahin und wir Steuerzahler brandeln, dass uns die Schwarten krachen. Jeder von denen kassiert zwei, drei, vier Extraentlohnungen und kein Mensch weiß was er damit anstellt. Wer kontrolliert diese Ausgaben. Bei wem müssen sie sich rechtfertigen? Da gehen uns Unsummen verloren. Wahrscheinlich kriegen sie auch noch Wohngeld und einen Regierungsbonus auf den jeweiligen Nachwuchs?!? Die frisst die Gier zur Potenz. Gewissensbisse sind ein Luxus den sich die Benachteiligten leisten sollen. Und die sind in der Mehrzahl sowieso überflüssig. Und wer überflüssig ist hat sowieso keine Ansprüche geltend zu machen. Die Rache der „bekloppten“ Brotsuppenauslöffler wird sie aber treffen: Wir werden aussterben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Jodeldiplomsänger
30.08.2012 20:56
3 0

Re: Re: Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken

"Bei wem müssen sie sich rechtfertigen? "

Na vor der Baddeizentrale.
Wie damals Exminister Löschnak, bei Einführung der Gehaltspyramide im Rundfunk Interview loslegte: "es sei gegen die Rechtsstaatlichkeit, daß die Pensionen der Exbolidiger vielleicht rückwirkend gekürzt würden, es ist verfassungswidrig, eine Schweinerei "und und und...

Außerdem jammerte er ins Mikrofon: "und sie glauben, mir bleibt die gesamte Pension? Ich muß 50% an die Partei abliefern, was bleibt denn mir dann noch!"
Mir sind damals, wie heute die Tränen nur so heruntergeronnen. Ich habe herzerweichend geschluchzt. So arme Leut' die Bolidiger!

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Weiß dieser Typ eigentlich noch, wovon er spricht???

1.) Wenn die innere Sicherheit durch die Polizei so wie so gewährleistet ist, wieso ist das Bundesheer dann mehr als ein Jahrzehnt an der Burgenländischen Grenze gestanden? Das wurde immer mit der "inneren Sicherheit" argumentiert.

2.) Wenn er glaubt, die Petersberg Aufgaben sind mit der Neutralität vereinbar, dann hat er ganz offensichtlich null Ahnung von den Verträgen:

Artikel 42 Absatz (2) des Vertrages von Lissabon:
Die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik umfasst die schrittweise Festlegung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik der Union. Diese führt zu einer gemeinsamen Verteidigung, sobald der Europäische Rat dies einstimmig beschlossen hat. Er empfiehlt in diesem Fall den Mitgliedstaaten, einen Beschluss in diesem Sinne im Einklang mit ihren verfassungsrechtlichen Vorschriften zu erlassen.

Artikel 42 Absatz (7): Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die
anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung.

Letzteres ist eine BeistandsVERPFLICHTUNG in einem Militärbündnis (!!!) und steht damit im kompletten Widerspruch zur Österreichischen Pseudoneutralität

Er sollte ein Mal auf den Schweinsbraten verzichten, der im die letzten Denkkanäle verstopft!!!

Gast: Kasper Kroko
30.08.2012 11:10
5 0

Die Grenzen der direkten Demokratie

Ausschließlich das Volk bestimmt wie weit es sich vertreten lässt und wie weit es selbst direkt mitbestimmt.

Ein Politiker, der glaubt, dem Volk vorschreiben zu müssen, wie viel Demokratie es selbst ausüben darf und wie viel es abzugeben hat, ist kein Demokrat.

Antworten Gast: Aussenbeobachter
30.08.2012 11:56
1 0

Re: Die Grenzen der direkten Demokratie

Leider ist das in der Praxis nicht ganz so, dass das "Volk" bestimmt, wie viel es mitbestimmen will. Dazu müssten jene, die die Macht haben - wie Bm. Häupl - mehr Vertrauen in die politische Reife der Bürger haben etc,

Re: Re: Die Grenzen der direkten Demokratie

Glauben Sie bei dem Einfluss den der Boulevard hat und dem Zulauf zu Populisten an die politische Reife des Großteils de Wähler?

Gast: Argesauge
30.08.2012 11:09
5 0

das nicht aber wenn es so weitergeht werden die villenviertel gestürmt

und dann brauchts schon ein Söldnertruppe die die innere "Ordnung" wieder herstellt.

Und bezeichnend, dass zu diesem Thema die INNENMINISTERIN antanzt !!

Das alleine ist schon ein Skandal - WAS HABEN SIE SICH DABEI GEDACHT AM KÜNIGLBERG ?


 
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