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U-Ausschuss: Eklat um Ladung Faymanns

31.08.2012 | 20:53 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

SPÖ und ÖVP wollen den Kanzler in der Inseratenaffäre nicht laden. Aber zur Entscheidung kam es nicht, weil die Lage im Parlament eskalierte.

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Wien. Werner Faymann muss bis auf Weiteres nicht im parlamentarischen Korruptions-Untersuchungsausschuss zur Inseratenaffäre aussagen. Zu verdanken hat das der SPÖ-Kanzler aber nicht seiner „weißen Weste“, von der er im Zusammenhang mit der Causa spricht. Und auch nicht der Tatsache, dass gestern, Freitag, eine Ladungsliste zustande gekommen wäre, auf der sein Name nicht steht. Denn über eine Ladungsliste – ob mit oder ohne Faymann als künftigem Befragten des U-Ausschusses – haben dessen 16 Mitglieder in ihrer ersten Herbstsitzung gar nicht abgestimmt.

SPÖ und ÖVP sowie das BZÖ hatten zwar vorschlagen wollen, dass man Faymann vorerst nicht vorlädt, wohl aber Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP). Sie argumentieren, dass ein amtierender Kanzler, so wie in der Vergangenheit, nur in Ausnahmefällen vor einen U-Ausschuss geladen werden sollte – einerseits wegen der Optik, andererseits im Fall Faymanns auch mangels ausreichender Vorhalte. Doch zu einem Ladungsantrag, wie ihn die drei Parteien ersonnen hatten, sowie auch zu Alternativanträgen von FPÖ und Grünen kam es nicht mehr.

Denn die Lage im Parlament eskalierte: Die grüne Ausschusschefin Gabriela Moser ließ zwei andere Anträge nicht zu. Jenen von SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ dazu, an welchen Tagen man welche Themen (Inserate, Staatsbürgerschaften, Ostgeschäfte) behandeln will. Der Vierparteienantrag hatte nur noch einen schlanken Zeitplan (vorläufig) bis zum 2. Oktober vorgesehen, die Grünen wollen intensiver tagen. Der zweite Antrag von SPÖ, ÖVP und BZÖ lautete, dass Akten zu bereits behandelten Themen (wie der Buwog) nicht mehr geliefert werden müssen. FPÖ und Grüne wollen das schon.

Moser wehrte beide Anträge ab, weil sie gesetzeswidrig seien. Die anderen Parteien sprachen demgegenüber von einem „Boykott“ ihrer Arbeit – nur weil die Grünen, vor allem Peter Pilz, sachlich etwas anderes wollten („ungeheuerlich“, so ÖVP-Mandatar Werner Amon). Stimmt nicht, sagt Pilz: Die Anträge seien nicht rechtens, und SPÖ und ÖVP wollten den Ausschuss nur kurz halten, um (partei-)eigene Skandale zuzudecken.
Jetzt müssen Parlamentsdirektion und -präsidium entscheiden, wie es mit dem Ausschuss – voraussichtlich ab 6. September – weitergeht. Und mit welchen Zeugen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.09.2012)

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156 Kommentare
 
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Bananenrepublik

Ich weiß, diesen Link gab es schon öfters hier, aber ich finde der muss an dieser Stelle wieder erwähnt werden:

Politik und Medien in Österreich - Freunderlwirtschaft per Inserat - NDR 2.11.11
http://www.youtube.com/watch?v=qAxHCf8BGtY

Außerdem sollte mal die internationale Presse darüber informiert werden, ich meine, wenn schon ein Cartoon so ein Echo auslöst, sollte das doch damit erst recht berichtenwert sein.
(ist immerhin ein Bundeskanzler)

Was kann jeder Bürger dagegen tun?
-Abo der entsprechenden Printmedien abbestellen und auch nicht kaufen
-GIS abmelden
-und ganz wichtig: bei der nächsten Wahl das Hirn einschalten, sofern er/sie hingeht!

Warum U-Ausschuss?????

In jeder Republik fern der Bananenstauden wäre er bereits in U-Haft! Und sein Adlatus mit ihm!!!

In was für einer Bonzenrepublik leben wir eigentlich?????

Diese indirekte Demokratie österreichischen Zuschnitts offenbart eine Schwachstelle nach der anderen, und nichts wird repariert!

Die Mehrheit lebt von einer gekauften Schlagzeile zur nächsten, die "Eliten" sind gekauft, direkt oder indirekt, der Rest bezahlt dafür!!


Gast: Gast671
02.09.2012 13:15
11 0

Ich versteh absolut nicht

warum nicht alle Parteien die SchmutzigsteParteiÖsterreichs und den Skandalkanzler attackieren!

In einem funktionierenden Rechtsstaat wäre dieser SPÖ-Skandalkanzler und sein Anhängsel SPÖ-Ostermayer schon längst auf der Anklagebank!

Aber Österreich wird immer mehr zu einem durch und durch korr..ten Unrechtsstaat!

Ob's zur Explosion oder Implosion kommt - egal, Hauptsache die Korruption wird bekämpft und Österreich wird eine saubere Demokratie ohne Rechts- oder Linksextremisten an der Spitze!!


Gast: Gruftmaus
02.09.2012 10:58
0 1

Narrenfreiheit.

Meine Freiheit muß noch lang nicht deine Freiheit sein.
Meine Freiheit: JA !
Deine Freiheit: NEIN !

Meine Freiheit ist schon ein paar Jahrhunderte alt.
Deine ist noch nicht mal relevant.

Re: Narrenfreiheit.

kenn mich nicht aus, ist da von den Dinosauriern die Rede?

Antworten Gast: Guckst du
02.09.2012 13:07
5 0

Re: Narrenfreiheit.

Zitat Werner Finck:

"Was die Freiheit uns gibt, stiehlt sie dem Sozialismus, und was der Sozialismus uns gibt, stiehlt er der Freiheit."

Gast: diepaddei
02.09.2012 10:54
6 0

die övp schadet sich selbst am meisten, wenn sie spö k.faymann nicht ins parlament einladen lässt.


Gast: Lukas
02.09.2012 10:05
13 0

das Wernerle wird auch medial geschützt

da zahlt es sich aus, wenn die System-Medien mit korrupten Inseraten und ORF-Gebührenerhöhung auf Kosten der Steuerzahler gefüttert werden. Die brauchen ihren Inseratenkanzler und der hält für einfältige Wähler schon das nächste Wahlzuckerl bereit. Und die Schwarzen haben sich SPÖVP längst mit Haut und Haaren verschrieben.

Re: das Wernerle wird auch medial geschützt

Zum Kotzen, aber was tun??

12 0

Natürlich müssen die Schwarzen Faymann schützen:


denn findet der U-Ausschuss etwas bei Faymann ,könnte er sich sicher nicht mehr halten-dann zerbricht die Koalition höchstwahrscheinlich.
Bei vorzeitigen Neuwahlen geht die ÖVP ziemlich sicher baden.
Also, Zähne zusammenbeissen und durch....

Gast: guckmal
02.09.2012 07:42
5 0

Faymann macht es nicht besser

wenn er zu solchen Ausschüssen oder -sitzungen nicht geht.

Feigheit? ?????

ich fordere gerechtigkeit - für faymann !


15 0

Re: ich fordere gerechtigkeit - für faymann !

Und wa hielten Sie für gerecht? 10 Jahre? 15?

Gast: Bubul
02.09.2012 00:27
7 0

Sperrt diesen...

...unfähigsten aller Politiker endlich weg! Stronach, wo bist du?

Hätten wir eine unabhängige StA....


....bräuchten wir das ganze Unterausschuß-Kasperltheater nicht.


Im negativen Sinne, eine der zwei Top-Storys dieser Woche: der höchstrangigste Politiker unter allen Korrupteuren kommt, mitsamt seiner natürlich geltenden Unschuldsvermutung, lieber doch nicht in den U-Ausschuss.


Dass die Profiteure des "System Failmann", sprich Boulevard und diverse Sinnlosmagazine, nicht viel über diesen Eklat schreiben würden - war vorhersehbar. Aber ist deshalb nicht minder verwerflich.

Neu ist allerdings, dass sich der Standard diesen Zeitungen bedenklich annähert. In ihm wird der Verweigerung Faymanns, sich den Parlamentariern zu stellen, um über die schwerwiegenden Vorwürfe, Rede und Antwort zu stehen, nur ganz wenig, viel zu wenig, Platz eingeräumt. Obwohl gerade diese Weigerung eine der Top-Schlagzeilen sein müsste. Kann man diese Weigerung doch auch als Schuldeingeständnis verstehen und ist sie der Beweis dafür, dass die ganz oben, es sich noch immer am allerbesten richten können.

Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral, schrieb schon Berthold Brecht. Gilt dieser Spruch inzwischen auch für den Standard? Verabschiedet sich der Standard gerade von seinem Anspruch, Qualitätszeitung zu sein?

Aber auch für ihn gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Antworten Gast: Der Herzmayr
01.09.2012 22:07
2 0

Re: Im negativen Sinne, eine der zwei Top-Storys dieser Woche: der höchstrangigste Politiker unter allen Korrupteuren kommt, mitsamt seiner natürlich geltenden Unschuldsvermutung, lieber doch nicht in den U-Ausschuss.

Bert Brecht läßt Mackey Messer aber auch sagen: "Man schlage ihnen ihre Fressen mit schweren Schmiedehämmern ein!"

16 0

Ob der geladen wird oder nicht

Das Kasperltheater der "Untersuchungsausschuß" dient ja nur dazu dem einfältigen Wahlvolk zu zeigen wir tun was (aber es tut niemand weh)
Bla,Bla, Bla wie immer hohe Kosten und das war es auch.

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Die Justiz gehört gewechselt

unsere Justiz hat Angst vor diesen korrupten Politikern. Das ist der größte Fehler. Man braucht nicht Jahre um vielleicht doch noch was zu finden, was eh schon Sonnenklar ist. Aber unsere Justiz hat Schiss bis zum GEHT NICHT MEHR, weil sie selber Angst um ihre Posten haben, wenn sie was gegen Politiker unternehmen.

Antworten Gast: Politik and Justiz is to cut!
01.09.2012 20:49
0 1

Re: Die Justiz gehört gewechselt

...to the sign! Worse luck

Antworten Antworten Gast: HBY
02.09.2012 13:12
1 0

Re: Re: Die Justiz gehört gewechselt

Das ist ein deutschsprachiges Forum. Oder ist es Ihre Absicht, dass Sie von vielen Kommentatoren nicht verstanden werden (wollen)? "That would be stupid!"

23 1

Warum so viele Worte.

Unabhaengige deutsche und schweizer Richter, sollen ueber die Schuld oder Unschuld unserer Politiker aller Parteien entscheiden( Die oesterreichischen Richter sind befangen). Wenn schuldig:

Enteignung des beweglichen und unbeweglichen Eigentums zu gunsten des Staates.
Aberkennung der Staatsbuergerschaft.
Und die Ausweisung aus Oesterreich.

Nur so wird in unserer Heimat wieder eine saubere Regierung bekommen.
Wir brauchen Leute mit Charakter und den notwendigen Fachkenntnissen. Berufspolitiker sind Parasiten, ohne praktischer Lebenserfahrung, die brauchen wir in Oesterreich nicht.

Antworten Gast: und des alles ganz ohne gewalt bravo, dafür bin ich auch meine stimme haben sie
01.09.2012 23:13
0 0

Re: Warum so viele Worte.


Antworten Gast: globetrotterneu
01.09.2012 23:02
0 0

Re: Warum so viele Worte.

das ist eine sehr gute idee.

?

ist doch eh wurscht ob er aussagt ... erstens gibts keine konsequenzen, zweitens wird es von unserer korrupten justiz eh niemals eine anklage gegen diesen allerwertesten geben

 
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