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Wehrpflicht: "Keine Befragung Pro oder Contra Darabos"

01.09.2012 | 13:38 |   (DiePresse.com)

Der Verteidigungsminister kann sich vorstellen, dass in der Volksbefragung über ein Berufsheer auch das Wort "Zivildienst" in der Frage vorkommt.

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Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) kann sich durchaus vorstellen, dass in der Fragestellung zur Bundesheer-Volksbefragung nun auch das Wort "Zivildienst" vorkommt. Darüber sei allerdings noch im Detail zu sprechen, erklärte er in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast" am Samstag. Einmal mehr betonte er, bei der angekündigten Volksbefragung gehe es nicht um seine Person. Die Frage nach einem etwaigen Rücktritt, sollte sich das Volk für eine Beibehaltung der Wehrpflicht aussprechen, wollte er dann auch nicht beantworten.

Die Volksbefragung über die Zukunft des Bundesheeres soll am 13. oder 20. Jänner 2013 stattfinden. Nun werde die detaillierte Fragestellung gemeinsam mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ausgearbeitet. Im Mittelpunkt soll dabei aus Darabos' Sicht die Wehrpflicht stehen, für dessen Abschaffung er eintritt. "Theoretisch" könne in der Fragestellung auch der Zivildienst vorkommen, meinte der Minister heute. "Die Formulierung muss sehr einfach sein", hielt er jedenfalls fest. Darabos wies auch darauf hin, dass für ein Aussetzen der Wehrpflicht keine Verfassungsänderung notwendig wäre. Er geht davon aus, dass es ab 2014 für die jungen Männer keine Stellungstermine mehr gibt.

"Nicht Pro oder Contra Darabos"

Mit seiner Person möchte er die Volksbefragung nicht verknüpft wissen, quittierte Darabos die Frage nach einem Rücktritt, sollte er die Volksbefragung "verlieren": "Ich verstehe die Frage nicht ganz. Es geht hier um die Frage, ob das Bundesheer in eine Berufsarmee umgebaut wird. Das ist nicht die Frage Pro oder Contra Darabos." Gleichzeitig räumte der Ressortchef ein: "Gegen die eigene Überzeugung kann man keine Politik machen." Egal wäre es ihm nicht, würde sich die Bevölkerung gegen seine Präferenz entscheiden. Über mögliche Konsequenzen werde er aber erst nach Vorliegen des Ergebnisses Auskunft geben, plädierte Darabos dafür, "jetzt endlich über Inhalte" zu reden.

Dem Vorschlag des steirischen LH-Stv. Hermann Schützenhöfer (ÖVP), einen "Österreichdienst" für junge Frauen und Männer einzuführen, erteilte Darabos eine Absage: "Das halte ich für den völlig falschen Weg." Schützenhöfer hatte in einem Interview mit der "Presse" bekräftigt, dass jeder beim Heer oder in einem Sozialbereich verpflichtend einige Monate für den Staat arbeiten sollte.

Weiterhin ungleicher Meinung ist Darabos mit seinem Generalstabschef Edmund Entacher, der die Pläne des Ministers zur Abschaffung der Wehrpflicht kritisiert hatte. Darabos verwies hier auf ein von Entacher unterzeichnetes Papier des Generalstabs, in dem der Katastrophenschutz in einem Berufsmodell besser bewertet werde. Entacher erklärte im Radio, der Minister verwechsle hier etwas. Darabos meinte: "Ich verwechsle nichts."

(APA)

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40 Kommentare
 
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Darabos, auch diese Abwehrschlacht hast du verloren!

Und wenn du weg bist, sehen wir uns die modifizierten Eurofighterverträge an!

Da ist auch Geld in Richtung Rapid geflossen, warum nur???

Norbert, den Zivi, als Verteidigungsminister arbeiten zu lassen, ist wie einen Blinden als Gehirnchirurgen ohne Anleitung arbeiten zu lassen!

Gast: sojabienchen
03.09.2012 13:47
0 0

Wenn die Wehrpflicht fällt

Wenn die Wehrpflicht fällt, dann sollte man sinvoller weise das Berufsheer dem Innenministerium unterstellen.

Darabos könnte ja dann Justizminister werden, weil das kann er ja auch nicht.

Antworten Gast: alatheus
03.09.2012 17:27
0 0

"Wenn die Wehrpflicht fällt, dann sollte man sinvoller weise das Berufsheer dem Innenministerium unterstellen."

Das würde dem Prinzip der Gewaltenteilung klar widersprechen.

An BM Heinisch-Hosek

Enden bei der Wehrpflicht Ihre feministischen Fantasien und die Gleichberechtigung? Dann wären dies selektive Wahrnehmung und Diskriminierung!

Sogar das Pensionsalter wird angeglichen!

Welchen Beweis brauchen

die Österreicher noch dafür, dass BM Darabos völlig ahnungslos und vollkommen unfähig ist?? Er könnte der Republik Österreich einen großen Gefallen tun, indem er bereits jetzt zurücktritt!

richtig: kein "pro oder", nur ein contra


Gast: Gast 2012
02.09.2012 19:00
1 0

wenn der Verteidigungsminister sich vor dem Wehrdienst drückt

dann muß es entweder mit dem Heer oder mit der Partei, die ihn aufgestellt hat, sehr schlecht bestellt sein. Einen Zivi als Verteidigungsminister - das gibt es wohl nur in der Bananenrepublik Österreich!

Gast: wien 10
02.09.2012 08:17
0 1

Wehrpflicht abschaffen !

jetzt wo man Kasernen verkauft , Truppen aauflöst , braucht man ein Berufheer und keine Diener für die Offiziere und des Generalstab . Wieso sollen wir abstimmen ? Die Würfel fielen schon 1994 mit den Beitritt zu EU !
Die ÖVP hat es Verschlafen , zuerst fordert man die Auflösung und Beamtenverkleinerung und beim letzten Schritt , schreit man HALT , oder ?

Gast: Piccolomini
02.09.2012 02:36
2 0

Natuerlich geht es nicht,

um die Frage, ob ein ueberforderter Mann seinen Posten behalten soll, oder nicht. Es geht hier um die wichtige Entscheidung, wollen, wir ein Berufsheer, dass eine Einsatzarmee ist, die sich an internationalen Einsaetzen zur Wahrung von internationalen Interessen beteilligen muss. Wollen wir weg vom Buerger in Uniform, hin zum Legionaer, der uns in internationale Konflikte zieht? Wollen wir wirklich fuer Soldaten zahlen, die primaer nicht unbedingt fuer unsere Interessen kaempfen? Wie Bm Haeupel richtig sagte, finden die Schlachten nicht im Tullnerfeld statt, sondern es geht um die Rohstoffquellen in Afrika und Asien. Also stimmen wir ab! Falls das Votum gegen die Politik von Herrn Darabos ausgeht, sollte er doch auch die Verantwortung tragen, genauso wie er sie tragen muss, wenn seine Politik schief geht.

Antworten Gast: Snotling
02.09.2012 17:50
1 0

Re: Natuerlich geht es nicht,

Aber ihr so verehrter Herr Bürgermeister hat den ganzen Mist doch erst vom Zaun gebrochen. Denn für den Herr D. war vor des Bürgermeisters Wahlkampfrülpser die Wehrpflicht noch in Stein gemeisselt, oder etwa nicht ?

Gast: Das Ekel Alfred
01.09.2012 23:16
0 0

Darabos ist sich selbst der Nächste


Die Motivation einens Sesselklebers ist schlicht und einfach:

Brutto-Monatssalär 16.320 Euro / 14 mal pro Jahr / 5 Jahre lang

= 1,14 Millionen Euro Brutto

Da braucht es keine Ideologie mehr!



Gast: Hellgate
01.09.2012 22:31
1 0

BlaBlaBla

"Die Formulierung muss sehr einfach sein" heißt übersetzt: "damit es diese Idioten auch kapieren".
Somit weiß ja jetzt jeder Österreicher, wofür man ihn hält.

1 0

wie bitte?

"Keine Befragung Pro oder Contra Darabos"

Warum zum Teufel sollte dann irgendjemand zur Volksbefragung gehen? Die qualitativ hochwertige, interessante und wichtige Fragestellung kanns ja nicht sein...

Neutralität


Kann jemand sagen, ist die Abstimmung eine Gefahr für die österreichische Neutralität?

Antworten Gast: G.D.
05.09.2012 10:18
0 0

Re: Neutralität

Welche Neutralität?
Österreich ist EU-Mitglied. mit allen Rechten und "Pflichten".

Antworten Gast: Yes, wie can
02.09.2012 08:21
0 0

Re: Neutralität

Keine Gefahr für die Neutralität. Heer wird jedenfalls bleiben, entweder als Wehrpflicht oder eben Berufsheer.

8 2

Der Wahlkampf 2013 ist spätestens mit diesem Thema eröffnet -

der Populist Darabos kündigt schon vollmundig an, dass ab 2014 nicht mehr eingerückt werden muss. Na, welcher von den Jugendlichen möchte das nicht? Dass damit die strategische Ausrichtung Österreichs den Bach runter geht und Österreich für Krisen und Katastrophen weniger Resourcen hat - wenn interessiert das schon? Hauptsache die Paddei bleibt weiter am Futtertrog.

Gefahr

Die handelden Personen sind nicht Herr der Lage!MfG

Gast: Karli Kraus
01.09.2012 16:56
9 3

Vorbild?

Der ehemalige Unterrichtsminister Piff-Percevic ist zurückgetreten, als er sein poliitisches Projekt des neunten Gymnasiumsjahres nicht durchbrachte.
Begründung: wenn meine politischen Vorschläge nicht akzeptiert werden, muss ich gehen.
Gilt das auch für Darabos? Wie könnte er weiterhin Politik machen, wenn sein zentraler Vorschlag von der Bevölkerung mehrheitlich nicht akzeptiert wird?
PS: die "Fragestellung muss einfach sein".. no na, sonst versteht der Herr Minister die Fragen nicht?

Re: Vorbild?

Ein Mensch ohne Charakter und Ehrgefühl wie Darabosch wird freiwillig nicht gehen (wie beim BH). Eine Mensch ohne Scham eben.

Gast: Karli Kraus
01.09.2012 16:56
5 2

Vorbild?

Der ehemalige Unterrichtsminister Piff-Percevic ist zurückgetreten, als er sein poliitisches Projekt des neunten Gymnasiumsjahres nicht durchbrachte.
Begründung: wenn meine politischen Vorschläge nicht akzeptiert werden, muss ich gehen.
Gilt das auch für Darabos? Wie könnte er weiterhin Politik machen, wenn sein zentraler Vorschlag von der Bevölkerung mehrheitlich nicht akzeptiert wird?
PS: die "Fragestellung muss einfach sein".. no na, sonst versteht der Herr Minister die Fragen nicht?

bitte genauer arbeiten, liebe Redakteure

es ist keine Volksabstimmung sondern eine Volksbefragung geplant, das ist ein gewaltiger Unterschied!

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Vorsicht

Wer nichts ist und wer nichts kann geht zum .........Berufsheer. Es wir gut sein dass eine Kommission die körperliche und geistige Eignung der Kanditaten genau prüft.

Re: Vorsicht

Kandidaten

*seufzt*

So ist es

Die Erfahrungen aller anderen westlichen Staaten sprechen Bände. Spanien sah sich vor Jahren genötigt, welche mit niedrigem IQ zu nehmen, um auf die eforderlichen Zahlen zu kommen.
Sie mussten dann die Grundausbildung doppelt so lange machen. Keine Spur von Professionalität. Inzwischen rekruttiert Spanien erfolgreich in sprachgleichen Exkolonien. In Lateinamerkia. Das nennt man Söldnertum.
Ist es in Österreich überhaupt erlaubt, dass Nichtösterreicher beim Bundesheer dienen? Glaub nicht, wegen der Neutralität.

Re: So ist es

klar, weil das Berufsherr so schlecht ist haben es praktisch alle westlichen Länder

 
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