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Fischer erhofft klare Entscheidung bei Volksbefragung

02.09.2012 | 10:49 |   (DiePresse.com)

Das Problem dürfe "nicht weiter verschleppt" werden und das Ergebnis wäre auch für ihn bindend. Eine Empfehlung gibt der Bundespräsident nicht ab.

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Bundespräsident Heinz Fischer geht davon aus, dass die Volksbefragung über die Zukunft des Bundesheeres eine "klare Entscheidung" bringt. Diese sei dringend notwendig, "weil das Problem einer Lösung bedarf und nicht weiter verschleppt werden kann, ohne dass Schaden entsteht", sagt er der Austria Presse Agentur. Er selbst habe seine positive Haltung zur Wehrpflicht nicht geändert, will aber keinesfalls "Teil einer Kampagne" werden und wird auch keine "Stimmempfehlung" abgeben. Das Ergebnis sei auch für ihn bindend, betont er. Die der Volksbefragung zugrunde liegende Fragestellung solle im Laufe des September vorliegen.

"Sicher nicht", sagt der Bundespräsident auf die Frage nach einer Stimmempfehlung. "Das würde meinem Verständnis vom Amt des Bundespräsidenten widersprechen. Und es ist unbestritten, dass beide Konzepte grundsätzlich vertretbar sind." Andererseits werde er sich aber auch kein "Schweigegebot" auferlegen. Fischer hatte ja in der Vergangenheit wiederholt betont, dass sich für Österreich die Wehrpflicht "bewährt" habe.

Ergebnis muss umgesetzt werden

Doch das Ergebnis der Volksbefragung sei zu akzeptieren, auch wenn es rein rechtlich nicht bindend ist. "In dem Moment, wo eine Entscheidung im Wege einer Volksbefragung herbeigeführt wird, steht fest, dass das Ergebnis von der Politik umgesetzt werden muss. Diese Umsetzung wird in manchen Einzelfragen immer noch schwierig bleiben - selbst wenn die Richtung vorgegeben ist und feststeht", sagt Fischer

Er wünscht sich auch, dass die konkrete Frage an die Bürger "im Laufe des Monats September" vorliegt. "Die Debatte über die Fragestellung darf sich nicht über Wochen ziehen", mahnt er die Regierungsparteien. Präferenz für eine Variante - laut Gesetz ist sowohl eine Ja/Nein-Frage möglich als auch die Darlegung zweier Alternativ-Vorschläge - zeigt er nicht. Und auch in die Frage, ob der Zivildienst explizit auf den Stimmzettel soll, "mische ich mich nicht ein".

Fischer erhofft klare Entscheidung

Bedenken, dass Österreich nun ein Jahr Dauerwahlkampf bevorstehen, hegt der Bundespräsident nicht. Vielmehr sei der Beschluss zu einer Volksbefragung eine Möglichkeit, durch eine "faire Fragestellung" die "Phase der politischen Auseinandersetzung" nach der Abstimmung einem Ende zuzuführen. "Eine klare Entscheidung zu Beginn des kommenden Jahres ist besser als eine Fortsetzung des Streites und der andauernden Unsicherheit über Jahre hinweg."

Sicher, die Volksbefragung sei nicht "der Regelfall der politischen Problemlösung", dennoch sei sie in der Verfassung als "Instrument zur Blockadeüberwindung" vorgesehen. "Die Regierungsparteien müssen die politische Klugheit und die politische Reife aufbringen, dass sie auch eine Debatte, die in einer Befragung der Bevölkerung mündet, in einer Art und Weise führen, dass ihre Zusammenarbeit nicht ernsten Schaden leidet."

Abstimmungen zu anderen Themen möglich

Fischer könnte sich vorstellen, dass eine österreichweite Volksbefragung nach einer erfolgreichen "Premiere" in Zukunft auch bei einem anderen Thema zur Anwendung gelangen könnte. Das Instrument sei ja schon 1989 eingeführt worden, "und ich hätte damals nicht gedacht, dass es bis 2012 dauern wird, bis man die erste Volksbefragung tatsächlich durchführt. Ich nehme an, dass es bis zur nächsten Volksbefragung nicht weitere 25 Jahre dauern wird." Konkrete Themen für solche künftigen Befragungen will er nicht aufs Tapet bringen.

In der generellen Debatte über mehr direkte Demokratie hatte Fischer wiederholt davor gewarnt, durch quasi-automatische Volksabstimmungen auf der Basis von Volksbegehren das Parlament zu überspringen. Seine Bedenken seien auf fruchtbaren Boden gefallen, sagt er: "Ich glaube, die Zahl der Politiker und Experten, die erkennen lassen, dass sie dieses System für problematisch halten, ist eindeutig im Zunehmen. Ich nehme an, dass eine Zweidrittelmehrheit im Parlament für eine solche Lösung immer weniger in Reichweite ist."

(APA)

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50 Kommentare
 
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Gast: Dr. Eisendraht
06.09.2012 10:05
0 0

Österreich ist am Ende

Und wir verlangen von Fischer eine klare Entscheidung für Österreich!

Ich dachte immer er ist für die Wehrpflicht...

hmmm... achja wäre ja gegen die SPÖ Linie.

Peinlich Herr Präsident

Gast: Gruselbauer
04.09.2012 16:34
1 0

der rote Heinzi

Unser Mann vom Klo

Eine Volksabstimmung

kann auch anders durchgeführt werden.
Wenn zum Beispiel einige tausende Demonstranten auf der Ringstrasse ein " NEIN " ausrufen.
Nur - seien wir ehrlich - uns geht es zu gut.

Gast: sojabienchen
03.09.2012 13:38
1 1

Lieber Herr Präsident

Lieber Herr Präsident,

ich weiß das Sie ein anständiger und herzensguter Mensch und Präsident für alle Österreicher sind.

Darum habe ich Sie auch gewählt.

Es hat mich auch sehr gefreut, dass sie in Sachen Bundesheer dem teuren Berufsheer Häupels eine Abfuhr erteilten und die Wichtigkeit des Präsenzdienstes für den Katastrophendienst und für soziale Einrichtungen Krankenhäuser und Altenheime hervorhoben.

Sie sagten auch, dass ein Berufsheer viel teurer kommt und die Neutralität gefährde.

Bitte, lieber Herr Präsident, enttäuschen sie Uns Österreicher nicht und stehen sie trotz dem Druck ihrer Genossen zu sich selbst.

Danke

bei diesem Thema traut man sich eine Volksabstimmung zu inszinieren

nicht jedoch zu wichtigeren themen wie ESM,.... von Parkpickerl gar nicht zu reden,...

Gast: Gast 2012
02.09.2012 21:36
3 0

für den Oberbefehlshaber des Heeres

ist es doch ganz egal ob die Gardesoldaten aus einem Miliz- oder Berufsheer stammen wenn sie vor ihm "Männchen" machen...

Gast: frechheit in potenz
02.09.2012 20:24
6 0

wir brauchen eine Volksabstimmung und nicht nur über das Bundesheer

sondern zur Absetzung der Regierung und zur Abschaffung des Bundespräsidenten; angeblich geht ja alle Macht vom VOLK aus.

Gast: falscher funfziger
02.09.2012 20:19
6 0

wenn schon dann eine VOLKSABSTIMMUNG -


eine Volksbefragung ist ein Armutszeugnis für die Mandatare, die offensichtlich entscheidungsunfähig sind.

Eine Volksabstimmung hat eine andere Qualität; in diesem Falle wird die Entscheidung dem SOUVERÄN als obersten Machthaber überlassen.

Aber der Fischer hat ja nur Angst, dass eine Volksabstimmung zur Abschaffung seines unnötigen Amtes gefordert wird.

Gast: Angewidert
02.09.2012 19:25
7 0

Sie haben

soeben warme Luft und Mundstuhl von unserem Sonntags Bauchredner abbekommen.

1 0

Re: Sie haben

Der könnte ein Zwilling vom Nowotny sein.

Gast: walter g
02.09.2012 19:19
4 0

Was unterscheidet einen Wehrpflichtigen von einem Berufssoldaten ?

Ein Berufssoldat ,schiesst auf Befehl auf Menschen. Laut EU auch auf Demonstranten ,
welche auch Österreicher sind.
Deshalb VORSICHT ,vor dem Gedanken GUT der SOZI.

Wehrdienst und BH ist ein Wert an sich (!) u. gebietet auch das Neutralitätsgebot!

bzgl. Bundesheer... es kann immer Anlassfälle geben, egal in welchem Zeithorizont s. gg. Feinde im Inneren od. v.Außen, Katastrophenfälle und Zivildienst (im sozialen Dauerbedarf).

Von den Friedenswerkstätten des Linken Blocks u. Grünen haben wir nix (!) von Nutzen.

Klartext

Ja zur wehrpflicht und Zivildienst und abbau der äuptlinge, das wird das ergebnis

17 0

Fischer ist eine Schande


Wo bleibt die Rücktrittsaufforderung für Faymann, Herr Fischer??? Oder gibt es solche Aufforderungen nur für FPÖ und BZÖ??? Ein Bundespräsident sollte sich schämen so offensichtliche Parteilichkeit zu zeigen!!!
Er steht zu Wehrpflicht, will aber dazu keine Empfehlung abgeben! WENDEHALS DER SPÖ!!! Dieses Amt sollte sofort abgeschafft werden!!!

Gast: Volksabstimmung
02.09.2012 17:26
12 0

Fischer erhofft klare Entscheidung....

Diese Politiker sind wirklich ekelhaft. Es wird nur mehr vom Thema, das uns wirklich trifft, nämlich Euro/ESM/EU, abgelenkt. Hierüber gehört vorerst einmal eine Volksabstimmung gemacht. Ich bin grundsätzlich für eine Wehrpflicht (Männer und Frauen) oder als Ersatz Dienst im Gesundheitswesen (Männer und Frauen). Denn beides ist im Anlassfall für die Menschen in einem Staat überlebensnotwendig.

Antworten Gast: netzwerker5
02.09.2012 21:02
2 0

Re: Fischer erhofft klare Entscheidung....

Keiner der sogenannten Spitzenpolitiker hat eine klare Meinung, bezieht eindeutig Stellung, provoziert eine politische Sachdiskussion bzw. erzwingt diese mangels Entscheidungs-schwäche der Regierung. Wir und Europa haben ernsthafte Probleme für die Zukunftsgestaltung - und alle Politverantwortlichen schauen weg. Und dafür werden sie auch noch bezahlt.

Gast: der-nie-mit-der-lufthansa-fliegt
02.09.2012 17:02
9 0

unser heifi

der heifi ist ja wirklich wendiger als ein gardena gartenschlauch, unglaublich.
sagen und doch nix sagen.

sein amt sollte auch endlich abgeschafft werden.

wir brauchen keinen ersatzkaiser.

Gast: Saublöde Provokation
02.09.2012 16:59
7 0

Die Wehrpflicht betrifft nur die Männer.

Also dürfen nur die Männer abstimmen.....

Antworten Gast: wer sagt das
02.09.2012 17:28
7 0

Re: Die Wehrpflicht betrifft nur die Männer.


g'schamig versteckt

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1285303/OesterreichDienst-auch-fuer-Frauen?from=suche.intern.portal

...das kommt sicher gut an...

die Frauen dürfen dann Wehrdienst in der Altenpflege abdienen... gratis klaro....
denn dafür ist ja nun wirklich kein Geld da, wir müssen schließlich irgendwelche Banken retten...

Warum dürfen eigentlich die Politiker bestimmen,

was wir sie bestimmen lassen? Normalerweise müsste, sobald irgendwo der Ruf nach mehr direkter Demokratie laut wird, eine Volksabstimmung darüber stattfinden, da das eine Grundsatzentscheidung ist, die nicht alleine von den Profiteuren des aktuellen Systems getroffen werden darf. Die Regierung müsste sozusagen ihre Existenzgenehmigung in der aktuellen Form erneuern. Passiert aber nicht.

Was tut man jetzt? Das Volk will Entscheidungskraft zurück, die Regierung will es ihm nicht geben und ignoriert das Volk, das sich eh nicht helfen kann. Gleichzeitig leistet sich die Regierung immer himmelschreindere Frechheiten. Für eine gröbere Revolution geht es uns allen noch viel zu gut, also behaupte ich einmal, es geht ab jetzt bergab, bis es ordentlich kracht. Nur eine Frage der Zeit.

Wenn schon Volksabstimmung, dann ...

bitte keine populistisch formulierten oder NoNa-Fragen!

Als Wähler und Stimmberechtigter, der neben Darabos, Faymann, Schindlegger usw. auch UHBP bezahlt, erwarte ich:

Klare und objektive Entscheidungsgrundlagen, bei denen Vor- und Nachteile der Varianten gut verständlich präsentiert werden, wie z.B. Größe der geplanten Einheiten, die Kosten einmalig für die Umstrukturierung und laufend für den Betrieb, Lösungen für "Nebenschauplätze" wie den Zivildienst, militärische Auswirkungen, Chancen und Risiken ...

Wäre außerdem ganz gut, wenn die vorgelegten Vergleiche und Berechnungen von wirklichen und neutralen Experten überprüft und abgesegnet sind. Weil den "politisch motivierten" Berechnungen vertraue ich nicht ;-)

Und was goutiere ich überhaupt nicht: Die Schwindeleien, die es bei diesem Thema bereits gegeben hat und bei denen z.B. die Kosten nach politischem Belieben hoch- oder tiefgerechnet wurden.

Also bereits VORHER alles korrekt offenlegen und nicht erst NACHHER jammern, dass alles teurer und komplizierter geworden ist, und überhaupt anders war und die bösen ??? daran schuld sind ...

Denn dann fühle sicher nicht nur ich mich (wie schon oft) gefrotzelt!

Gast: pussy bär
02.09.2012 16:57
2 0

fischerfan

wenn schon fischer, dann bitte helene fischer!:)))www.helene-fischer.de

Antworten Gast: schmusi bär
02.09.2012 17:05
0 2

Re: fischerfan

geh, die ist aber alles andere als hübsch.

in 2 jahren hat sie cellulitis und ist noch weniger zum anschauen.

wenn die Wehrpflicht endet,


endet hoffentlich auch die Zeit des Oberbefehlshabers des BH. Gibts da auch eine Abstimmung???.....

Re: wenn die Wehrpflicht endet,

dann würde ich auch freudig für das Ende der Wehrpflicht stimmen......

 
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