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Neue Debatte um Kinderwahlrecht: SPÖ bremst Mikl-Leitner

02.09.2012 | 18:25 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

Eltern sollten 2013 auch stellvertretend für ihre Kinder wählen dürfen, meint die Innenministerin. SPÖ und Grüne lehnen das ab, die FPÖ ist diskussionsbereit.

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Wien. „Das ist eine gute Variante. Ich kann mir das auf alle Fälle vorstellen, ja.“ Mit dieser Forderung nach einem Kinderwahlrecht in ihrem jüngsten „Presse“-Interview (Freitagausgabe) sorgt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) für Aufregung: Eltern sollten auch schon bei der Nationalratswahl 2013 nicht nur selbst, sondern auch stellvertretend für ihre Kinder eine Stimme abgeben können, sofern diese nicht schon selbst wählen dürfen, hatte die Ministerin gemeint.

Beim Koalitionspartner SPÖ erntet sie mit ihrem Vorstoß jetzt heftige Kritik: „Ich bin absolut gegen das Verleihen, Verschenken und Verkaufen einer Wahlstimme, das ist undemokratisch und kommt für uns nicht infrage“, sagt die rote Kinder- und Jugendsprecherin Angela Lueger. Denn ein Kinderstimmrecht wäre in Wahrheit ein Familienwahlrecht, das in erster Linie die Elternrechte, nicht die Kinderrechte stärkt. Es sei schon sinnvoll, dass es für Kinder gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenzen, etwa auch für die Strafmündigkeit, gibt. Besonders „schäbig“ wäre es laut Lueger, würde die ÖVP-Ministerin deshalb das Kinderwahlrecht propagieren, weil sie darauf spekuliert, dass es am ehesten der – selbst ernannten – „Familienpartei“ ÖVP zugute käme – was in weiterer Folge mehr Geld in die Parteikasse spülen würde.

 

Kinder anders stärken?

Auch die grüne Verfassungssprecherin Daniela Musiol lehnt ein Kinderwahlrecht ab. „Ausdiskutiert“ sei die Frage in ihrer Partei zwar nicht, es gebe aber „schon einen Grund, warum wir sagen: One woman – one vote, one man – one vote“, so Musiol zur „Presse“: „Ich sehe nicht ein, warum Menschen mit Kindern mehr Stimmen bekommen sollten und man ihnen dabei unterstellt, dass sie wirklich für ihre Kinder und deren Interessen abstimmen.“

Worüber man aber sehr wohl diskutieren sollte, wäre, Kindern und Jugendlichen andere Möglichkeiten für mehr Einfluss zu geben. Etwa (mehr) Kinder- und Jugendparlamente in Gemeinden oder eine lebendigere, stärkere Schülerinnen- und Schülervertretung, so Musiol. Auch SPÖ-Mandatarin Lueger wünscht sich eine Aufwertung, zum Beispiel durch eine Stärkung der Kinder- und Jugendanwälte oder einen „Generationen-Scan“ bei der Gesetzgebung. Wie würde sich ein Gesetz speziell auf Kinder und Jugendliche auswirken? Diese Frage sollte automatisch gestellt werden (müssen). Sehr wohl für „überlegenswert“ hält Mikl-Leitners Vorstoß für ein Kinderwahlrecht hingegen der Verfassungssprecher der FPÖ, Harald Stefan – wiewohl man sich noch Detailfragen widmen müsse. Etwa, wer die Stimme eines Kindes im Fall von gemeinsamer Obsorge durch geschiedene Eltern abgeben soll. Aber: „Grundsätzlich ist die Idee, dass Menschen mit Verantwortung für Kinder stärker im Wahlrecht Berücksichtigung finden, gut. Dann denkt man vielleicht ein bisschen mehr an die Zukunft, als man das jetzt tut“, sagt Stefan.

Mikl-Leitner verteidigt ihre Haltung, die sie auch schon bei ihrem Antritt als Chefin des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB im Frühjahr 2011 skizziert hat. Im Herbst 2012 will Mikl-Leitner ihren Fokus aber auf ihre Verhandlungen namens der ÖVP mit der SPÖ und den Oppositionsparteien über mehr direkte Demokratie richten, wie sie der „Presse“ sagte. Auch für Junge-ÖVP-Chef Sebastian Kurz, Staatssekretär im Innenministerium, geht es zurzeit „vor allem darum, das Demokratiepaket der ÖVP voranzubringen, mit den Schwerpunkten automatische Volksabstimmung und Personenwahlrecht“. In Sachen Kinderwahlrecht dürfe es aber „keine Tabus geben“. Der demografische Wandel sei ein „Faktum, man muss demokratiepolitisch eine Antwort finden“. Er sei daher für eine „offene Diskussion“, so Kurz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2012)

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130 Kommentare
 
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Gast: tom22
05.09.2012 22:00
0 0

absurd

für jemanden anderen wähllen ist vollkommen absurd. weiters wäre zu bedenken, dass wir dann in 4 Jahren ein Kalifat wären

Gast: Rating Agent 007
05.09.2012 09:49
2 1

Es ist einfach unfassbar, welche Dodeln

in der Regierung sitzen. Hier wurde gigantischer Schaden angerichtet. Die REchnung werden sie bald präsentiert bekommen.

Eltern haben das Recht für ihre Kinder ..

.. bis zur Volljährigkeit, die Politik zu wählen, die ihnen und ihren Kindern zugute kommt !!! Deshalb dürfen sie auch das " MITWAHLRECHT" ihrer minderjährigen obsorgepflichtigen Kinder mitabegeben !!!!

Antworten Gast: Spindi
05.09.2012 04:53
0 2

Re: Eltern haben das Recht für ihre Kinder ..

hallo - bist du's Miki...?

Gast: Da hast mein Zaster
04.09.2012 07:24
3 1

...und ich bin für ein Zensuswahlrecht,

denn Steuerzahlern gebührt mehr Stimmrecht als Handaufhaltern und Zasterkassierern

0 13

Die reflexartige Ablehnung der senilen Proleten und ihrem linken Öko-Blinddarmfortsatz musste ja umgehend kommen

Jeder der heutzutage noch Verantwortung für sich selbst und seine Kinder übernimmt ist ein Leistungsträger und hat seine Eigenverantwortung nicht in der SPÖ Parteizentrale mit dem Parteibuch abgegeben.

So lange senile Pensionisten, denen man rechtzeitig vor der Wahl mit ungedeckten Pensionserhöhungen ihre Stimme abkauft wählen dürfen, so lange wäre es überfällig, auch die nächste Generation, die diese Politik der sozialen Schwachsinnigkeiten auf den Kopf fallen wird, ebenfalls eine Stimme zu verleihen.

Re: Die reflexartige Ablehnung der senilen Proleten und ihrem linken Öko-Blinddarmfortsatz musste ja umgehend kommen

Klar, weil gerade die Anatolier in Scharen zur ÖVP überlaufen werden....

Gemessen an der Zahl der Kinder säßen dann die weltweiten Leistungsträger in Afrika südlich der Sahara, den Andenregionen und Bangla Desch.

Antworten Gast: triton
03.09.2012 20:51
3 0

Re: Die reflexartige Ablehnung der senilen Proleten und ihrem linken Öko-Blinddarmfortsatz musste ja umgehend kommen

schon schlimm genug, dass so jemand wie
Sie wählen darf.

Antworten Antworten Gast: Ausguck
03.09.2012 21:41
1 2

Re: Re: Die reflexartige Ablehnung der senilen Proleten und ihrem linken Öko-Blinddarmfortsatz musste ja umgehend kommen

Die Wahrheit schmerzt Sie offensichtlich sehr.

Antworten Gast: ÖVP Radio
03.09.2012 20:14
0 0

Re: Die reflexartige Ablehnung der senilen Proleten und ihrem linken Öko-Blinddarmfortsatz musste ja umgehend kommen

Leistungsträger als Schlagwort ist einfach schon zu negativ besetzt.

Antworten Gast: das hirn
03.09.2012 19:10
3 1

Re: Die reflexartige Ablehnung der senilen Proleten und ihrem linken Öko-Blinddarmfortsatz musste ja umgehend kommen

frau michl leitner ist sehr hilfreich und sichert der övp 2013 den dritten platz.

Antworten Gast: policeman
03.09.2012 16:30
4 0

bcd-driver

backseat-driver? camel-driver? drink-driver?

Antworten Gast: ydriver
03.09.2012 15:58
5 0

Re: Die reflexartige Ablehnung der senilen Proleten und ihrem linken Öko-Blinddarmfortsatz musste ja umgehend kommen

woher wollen sie geistige Größe wissen, welche Partei ihr 3-jähriger Brabbler wählen würde...?

Antworten Antworten Gast: Ausguck
03.09.2012 21:43
1 1

Re: Re: Die reflexartige Ablehnung der senilen Proleten und ihrem linken Öko-Blinddarmfortsatz musste ja umgehend kommen

Woher wissen dies Demenzpatienten - die in Altersheimen natürlich alle wählen (lassen)?


5 0

Vielleicht bald auch ein Wahlrecht

für Haustiere ?

Gast: Hellboy
03.09.2012 15:25
16 1

frei nach Goethe's Faust:

"Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber..."

und Mephisto antwortet: „Das ist noch lange nicht vorüber...“

8 0

Mikl-Leitner verteidigt ihre Haltung, die sie auch schon bei ihrem Antritt als Chefin des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB im Frühjahr 2011 skizziert hat

sollte man nicht endlich angehende Minister und sonstige Darsteller eine ärztliche Begutachtung unterziehen lassen, bevor man sie auf die Bevölkerung loslässt ?!

Re: Mikl-Leitner verteidigt ihre Haltung, die sie auch schon bei ihrem Antritt als Chefin des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB im Frühjahr 2011 skizziert hat

nicht schlecht.. wie die Wahlwerber der FPÖ ticken , ist eindeutig klar.. bipolar bis schizophrene größenwahnsinnige präpotente hochstapler..

Re: Mikl-Leitner verteidigt ihre Haltung, die sie auch schon bei ihrem Antritt als Chefin des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB im Frühjahr 2011 skizziert hat

Ja, unbedingt. Und vorher noch alle, die den Ministern und anderen Laiendarstellern auf den Sessel helfen.

Bodenlose Frechheit von so einer dummen Frau als Bürger vertreten zu werden


Re: Bodenlose Frechheit von so einer dummen Frau als Bürger vertreten zu werden

Mit dieser Aussage von dieser Frau ist die ÖVP für mich eine Vereinigung von gestörten.

Bodenlose Frechheit von so einer dummen Frau als Bürger vertreten zu werden

Mich wundert es nur, dass Bürgermeister und die ÖVP Mitglieder dabei so ruhig bleiben können.

Die ÖVP hat hunderte Fehler und Verbrechen verübt. Aber jedoch war da irgendwas, wo ich die ÖVP als Partei noch ernst nahm. Mit dieser Aussage von dieser Frau ist die ÖVP für mich eine Vereinigung von Gestörten!

Bodenlose Frechheit von so einer dummen Frau als Bürger vertreten zu werden!

Mich wundert es nur, dass Bürgermeister und die ÖVP Mitglieder dabei so ruhig bleiben können.

Die ÖVP hat hunderte Fehler und Verbrechen verübt. Aber jedoch war da irgendwas, wo ich die ÖVP als Partei noch ernst nahm. Mit dieser Aussage von dieser Frau ist die ÖVP für mich eine Vereinigung von Geistesgestörten!

Stimmrechte

Kann diese Mikl nicht irgendwann einmal ihr Stimmrecht (das Recht, warme Luft über ihre Stimmbänder zu äußerln) unter Kontrolle bringen?

Gast: gute miene
03.09.2012 13:19
2 1

wie bei der beschneidung und der taufe

da hätt ich mich schön bedankt, wenn meine eltern für mich hätten wählen dürfen, war immer gegen deren wahlverhalten.

und getauft haben sie mich auch, auch das pass´t mir nicht

Gast: lieschen
03.09.2012 13:12
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