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Affäre um Martin Graf: Zweifel an Gutachten und Sinn der Stiftung

06.09.2012 | 18:29 |   (Die Presse)

Die 90-jährige Stifterin bekräftigt ihre Vorwürfe gegen den dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) und will die Stiftung auflösen. Meschar fühlt sich durch die Vorstände nicht mehr gut vertreten.

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Wien/Pö. Noch im September wird das Handelsgericht Wien in der Affäre um den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) und die Gertrud-Meschar-Privatstiftung eine Entscheidung fällen. Das signalisierte das Gericht am Donnerstag. Der Anwalt der 90-jährigen Stifterin, Georg Zanger, hatte namens seiner Mandantin eine Ablöse des bisherigen Stiftungsvorstands gefordert. Zu diesem gehörte bis zu seinem Rückzug vor dem Sommer auch Graf: Der Jurist soll Meschar 2006 zur Gründung der Stiftung geraten und sie dabei übervorteilt haben – was er vehement bestreitet. Weitere Mitglieder sind der Wiener Bezirkspolitiker und Anwalt der FPÖ, Michael Witt, der via „Presse“ bereits ebenfalls seinen Rückzug angekündigt hat, sowie FPÖ-Gemeinderat Alfred Wansch.

Stifterin Meschar fühlt sich durch die Vorstände nicht mehr gut vertreten, sie sieht den Zweck der Stiftung (unter anderem: liquide Mittel für die beste Pflege für sie) nicht gesichert. Nun drängt sie nicht mehr nur auf eine Ablöse des Vorstands, sondern auf eine Auflösung der Stiftung, wie sie am Donnerstag gegenüber dem ORF-Radio sagte: Das Vermögen in ihrer Stiftung – ursprünglich bei einer Mio. Euro – werde „immer weniger“. Graf und seine FPÖ-Freunde hätten eher eigene Interessen mit der Stiftung verfolgt, so die Linie Meschars. Die (Ex-)Vorstände sagen das Gegenteil.

Eines von deren zentralen Argumenten ist seit gestern aber infrage gestellt: Die Arbeit des Stiftungsprüfers des Gerichts sei zweifelhaft, so Meschars Anwalt, der nun sogar eine Ablöse des Prüfers beantragt. Denn dieser habe in seinem aktuellen Bericht teils erhebliche Mängel in Buchführung und Bilanzierung der Stiftung außer Acht gelassen, sein Gutachten sei also „nichtig“, so Zanger.

 

Gutachter verteidigt sich

Graf und sein Team haben hingegen wiederholt argumentiert, dass eben dieses Gutachten den FPÖ-Nationalrat – in seiner (zurückgelegten) Funktion in der Stiftung – entlaste. Der Prüfer selbst steht zu seinem Bericht: So sei etwa die „Ordnungsmäßigkeit der Buchführung nicht Gegenstand“ desselben gewesen, er habe aber dennoch gute Schlüsse aus der Buchhaltung ziehen können, zitiert ihn die Austria Presse Agentur.

Graf selbst äußert sich zurzeit nicht zur Causa. Sein Anwalt Tassilo Wallentin erklärte der „Presse“, dass die jüngsten – wie schon frühere – Vorhaltungen „nicht haltbar“ seien. Dass Zanger mit dem Gutachter nun einen unabhängigen Sachverständigen in Zweifel ziehe, nehme man „zur Kenntnis“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2012)

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102 Kommentare
 
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Bin verwirrt!

"Meschar fühlt sich durch die Vorstände nicht mehr gut vertreten."

Die "alten" Vorstände sind doch zurück getreten und es gibt längst neue!?

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Re: Bin verwirrt!

nein, graf hat die stiftung verlassen, witt hat dies nur angekündigt in zukunft zu tun, der dritte ist nach wie vor vorstand

also ist der alte vorstand nach wie vor in der mehrheit

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Re: Bin verwirrt!

PS.
Was ist mit der Richterin vom Handelsgericht, welche die Meschar über die Stiftung rechtlich aufgeklärt hatte; ist die jetzt auch böse oder nicht...?

Würde mich auch interessieren, wie sie zu ihren Vermögen gekommen ist; als normale Angestellte (sie hatte doch beruflich mit Buchhaltung zu tun ?) sicher nicht.

Gast: GOLFMARTIN
07.09.2012 16:47
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Lieber Hr. Zanger !!

Warum haben Sie eigentlich nicht erklärt, was Fr. Meschar beruflich gemacht hat?

Das brächte nämlich Klarheit in die Sache.

Denn eines ist Ihre Mandantin sicher nicht:
Eine alte Dame, der übel mitgespielt wurde!

Außerdem hat sie öffentlich nicht die Wahrheit gesagt.

Sie soll sich nicht hinter ihrem Alter verstecken!

Re: Lieber Hr. Zanger !!

Diese (angeblich) nette alte Dame ist zum Spielball des parteilichen Hickhacks geworden... wird politisch instrumentalisiert, offensichtlich und es wird ihr eine gute "spezielle " Beratung angedient (vielleicht sogar beglückt damit - zuerst wollte sie nur einen anderen Vorstand jetzt sogar eine Auflösung d.Stiftung). Was hat man ihr wohl versprochen?

Re: Re: Lieber Hr. Zanger !!

Ich schätze, dass Erben aufgetaucht sind! Bleibt die Frage, ob es SPÖ-Institutionen sind!

Gast: daswars
07.09.2012 16:43
7 1

Untersuchungen

Das scheint ja schon eine gute alte Gewohnheit zu werden: gegen politisch missliebige Personen wird so lange verdaechtigt, untersucht, geargwoehnt und alle entlastenden Beweise negiert, bis man sein "Opfer" ruiniert hat.

Dafuer werden bei Genossen saemtliche Augen zugedrueckt (einschliesslich vorhandener Huehneraugen) ein Brett vor den Kopf geknallt und Scheuklappen angelegt, da ja nicht sein kann, was nicht sein darf.

Fuer einen unvoreingenommenen Leser ist die Justiz oft schon lange nicht mehr nachvollziehbar.
Da die hinter vielen Untersuchungen und Verfolgungen stehenden Absichten leicht zu erkennen sind, ist es am besten sofort das Gegenteil anzunehmen, was uns diese "Verfolger" glauben machen wollen.

Re: Untersuchungen

... und es gilt natürlich die Unschuldsvermutung (und die dabei hochgezogenen Augenbrauen der ORF Moderatoren)

Ehrlichkeit und FPÖ-Patriotismus gehen nicht gut zusammen!

Wenn einer Graf heisst, geht es schon gar nicht!

Gast: rolf_reidiger
07.09.2012 12:36
2 4

unser geld für unsere leut

^

Gast: Gast2013
07.09.2012 09:12
9 4

Stadt Wien

hat 100 Mio von Steuergelder verspekuliert
aber die Medien voran der "unabhängige"
ORF berichtet über einen Streit mit einer 90
jährigen Millionärin die mit ihrer Stiftung
unzufrieden ist die sie selbst wollte und
über die sie von einem Notar genau augeklärt wurde.

Nachzulesen über die Spekulationen der
Stadt Wien und dem verursachten Schaden
bei dem Presseartikel:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/681071/Streit-ueber-Milliardenverlust-der-Stadt-Wien

Antworten Gast: Joppel
07.09.2012 12:53
1 0

Re: Stadt Wien

Glauben Sie das wirklich? Haben Sie sich wirklich informiert und haben trotzdem diese Ansicht? Das kann ich mir kaum vorstellen. Ich bitte Sie, lesen Sie einmal diesen Beitrag, und dann erklären Sie bitte noch einmal warum Sie diesen Standpunkt haben. http://spiegel-der-gesellschaft.at/?p=169

Antworten Gast: @Gast2013
07.09.2012 10:08
6 3

Re: Stadt Wien

Naja, das ist eine der Kampagnen um die Opposition unmöglich zu machen.

SPÖVP-Leute dürften da bei Putin einen Kurs besucht haben...

Haben aber nocoh viel zu lernen, diese Angriffe auf Graf sind derartig plump und dümmlich, das durchschaut sogar ein Prolo aus dem 11. hieb.

Re: Re: Stadt Wien



dumme fpö intrigen - projiezieren ihre verbrechen auf andere


Antworten Antworten Gast: fjfj
07.09.2012 10:20
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oder..

..NUR der prolo aus dem 11. GLAUBT etwas durchschauen zu können...weil er sich so gut mit stiftungen und anwälten...äh sorry anwaltsanwärtern auskennt.

Antworten Gast: gaston2012
07.09.2012 09:39
2 4

Re: Stadt Wien

also eines kann ich Ihnen versichern...
der verkauf der BA war absolut richtig...besäßen wir die heute noch, dann müssten der steuerzahler ordentlich einspringen.

2 1

Re: Re: Stadt Wien

So viel ich weiß, besteht ja die Haftung der Gemeinde Wien weiterhin. Also genau das Gegenteil ist der Fall.

Gast: fj
07.09.2012 08:57
5 3

Motto

Euer Geld für unsere Leut`. Das Motto der FPÖ.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com

Antworten Gast: Linktipp
07.09.2012 12:54
0 0

Re: Motto

So ist es, ein weiterer Linktipp für Sie: http://spiegel-der-gesellschaft.at/?p=169

gibst du den blauen...

...ein bundesland: sie ruinieren es.
...eine million: sie veruntreuen sie.
...deine stimme: sie missbrauchen sie.

ALLES was die fpö KANN: groß daherreden. aber hinter den überschriften ist das große NICHTS.
nichts ausser unfähigkeit und selbstbereicherung. lug und betrug ist das einzig echte parteimotto!

exakt die richtige partei für die volldeppen dieses landes.

Re: gibst du den blauen (od.roten)...

Vice versa..
ihre üblichen Plattheiten kann man austauschen (wie eine leere Batterie) was sie wohl auch praktizieren hier, wie man merkt, denn diese sind eher gg. die Linken bzw. Sozen ummünzbar und gegeignet.
Siehe Wien und Sozen Nomenklatura (inkl. BKamt) udgl.

Antworten Gast: fjfj
07.09.2012 09:33
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absolut richtig

und gibst du ihnen ministerposten, dann greifen sie nach allem was irgendwie in reichweite ist

Was Sie vergesser haben -

- sind die Gehässigkeiten, die sie gegen andere schüren, weil sie an Sündenböcke glauben und sie diese auch brauchen, damit Ihnen die Wählerschafe zulaufen.

Antworten Gast: Dr. Eisendraht
07.09.2012 08:49
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Re: gibst du den blauen...

Man gab den Roten einen Staat und sie haben ihn schon ruiniert!

Antworten Antworten Gast: dr eisenstadt
07.09.2012 09:45
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die roten waren in der 2. rep genau 3x nicht in der regierung

die fpö war 3 mal drinnen...

fragen Sie sich mal selber wer mehr schaden angerichtet hat.
stichwort hypo, eurofighter, buwog, haider, grasser, reichhold, etc etc

SSKM

Kann jedem passieren!MfG

 
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