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VfGH-Präsident: "ESM vorab juristisch prüfen"

09.09.2012 | 13:44 |   (DiePresse.com)

Gerhart Holzinger bezieht in der "Pressestunde" klar Stellung: Er spricht sich für die Wehrpflicht aus und warnt vor einem Abdrehen des U-Ausschusses. Den Neuwahl-Boykott der FPK findet er "nicht im Sinne der Sache".

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Ob Wehrpflicht-Debatte, U-Ausschuss, ESM oder Korruption: Der Präsident des Verfassungsgerichtshofs (VfGH)  hat sich in der ORF-"Pressestunde" kaum ein Blatt vor den Mund genommen. So bemängelte der VfGH-Präsident etwa, dass seine Institution auch bei EU-Verträgen wie jenem für den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) erst nach Inkrafttreten der Gesetze prüfen darf - im Gegensatz zu Deutschland, wo derzeit alles auf die Entscheidung der Karlsruher Verfassungsrichter wartet. Am 12. September werden sie verkünden, ob ESM und Fiskalpakt mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sind.

"Vorab-Kontrolle" von EU-Verträgen

Holzinger plädierte auch in Österreich bei Gesetzen im EU-Kontext für eine "Vorab-Kontrolle". Andernfalls drohe eine "juristisch ziemlich delikate Situation": Sollte der Verfassungsgerichtshof im Nachhinein entscheiden, dass der Abschluss des ESM oder des Fiskalpaktes in Österreich nicht verfassungskonform sei, müsste sich die Regierung "entweder über die Verfassung hinwegsetzen" oder "nachverhandeln", so der VfGH-Chef. In Österreich wollen bekanntlich mehrere Parteien gegen den ESM eine Verfassungsklage einreichen.

In der Wehrpflicht-Debatte wischt Holzinger das Argument vom Tisch, wonach ein Berufsheer nicht mit der Neutralität vereinbar sei. Er sehe da keine verfassungsrechtlichen Probleme. Wie berichtet, hatte die ÖVP in einem Papier an Funktionäre  ein Ende der Wehrpflicht mit der Aufgabe der Neutralität gleichgesetzt.

Der VfGH-Präsident sprach sich am Sonntag dennoch für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus. Als Begründung nannte er demokratie- und gesellschaftspolitische Überlegungen: Trotz der Frustrationen, die auch er selbst beim Heer erlebt habe, halte er es für gut, wenn junge Männer einige Zeit eine Leistung für den Staat erbringen. Die Volksbefragung über die Wehrpflicht begrüßt der VfGH-Präsident - trotz der "kuriosen Entstehungsgeschichte". Generell plädierte Holzinger dafür, auch in Österreich "mehr direkte Demokratie" zu wagen.

Holzinger für Fortsetzung des U-Ausschusses

Holzinger zeigte sich "sehr, sehr enttäuscht", dass der  Korruptions-Ausschuss (zumindest vordergründig wegen eines Streits zwischen der grünen Vorsitzenden Gabriela Moser und den anderen Fraktionen) auf der Kippe steht. Der Ausschuss habe nämlich "im Sinne eines Reinigungsprozess viel geleistet". "Wenn das jetzt so endet, dass das abgedreht wird", so der Präsident, wäre die Frustration bei den Menschen umso größer.

Zu den zahlreichen Affären hielt der Verfassungsrichter grundsätzlich fest, dass Träger einer öffentlichen Funktion "über jeden Verdacht erhaben" sein und ausreichend Anstand verfügen müssen. Es brauche ganz "strenge Maßstäbe", ein Rücktritt müsse zum "frühestmöglichen Zeitpunkt" erfolgen. Er selbst würde als VfGH-Präsident sein Amt bereits zurücklegen, würde er alkoholisiert am Steuer erwischt, denn das wäre "untragbar". Schon bei einer Anklage sollte man sich jedenfalls "sehr überlegen, ob einer zurücktritt".

"Nicht im Sinne der Sache"

Kein Verständnis zeigte Holzinger für das Verhalten der Kärntner Freiheitlichen, die einen Neuwahlbeschluss im Landtag seit Wochen durch regelmäßiges Verlassen der Sitzung verhindern. Mit dem Amt übernehme man eine Verpflichtung und als Landtagsabgeordneter sollte man von Beginn bis zum Schluss einer Sitzung anwesend sein, ständiges Ausziehen sei "nicht Sinn der Sache" und auch nicht gerade ein Zeichen von Stärken.

Zu einem Punkt wollte sich Holzinger dann aber doch nicht äußern, nämlich der Frage, ob SP-Bundeskanzler Werner Faymann als Auskunftsperson in den U-Ausschuss geladen werden sollte: "Das müssen diejenigen beurteilen, die im Ausschuss über die entsprechenden Informationen verfügen", so Holzinger. Faymann ist die zentrale Figur in der sogenannten Inseraten-Affäre. Auf einem ersten Entwurf der Zeugenliste von ÖVP und SPÖ fand sich sein Name allerdings nicht.

 

(APA/Red.)

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43 Kommentare
 
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Gast: ROTFRONT
09.09.2012 22:12
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Nau, der schaut schon so aus als würde er extrem hackeln!

"vorab juristisch prüfen" - wird wohl heißen: "das Buffet ist eröffnet"

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Nur allein mir fehlt der Glaube, Herr Holzinger!

Die Justiz in Österreich, insbesondere der VfGH, der die Rechte der Menschen(!) schützen sollte, hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten, zu einer Handlanger-Partie des Regimes (herab-)entwickelt.

Wozu fordern sie jetzt eine "Vorab-Kontrolle" für ihren Regierungspflichtverteidigungsgerichtshof?

Damit sie diese Dämlichkeiten schon "vorab" durchwinken können?

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wow

da tanzt einer auserhalb des systems! schauma mal wie lange er das durch aushaelt?!

Holzinger zeigte sich "sehr, sehr enttäuscht", dass der Korruptions-Ausschuss (zumindest vordergründig wegen eines Streits zwischen der grünen Vorsitzenden Gabriela Moser und den anderen Fraktionen) auf der Kippe steht. Der Ausschuss habe nämlich "im Sinne eines Reinigungsprozess viel geleistet". "Wenn das jetzt so endet, dass das abgedreht wird", so der Präsident, wäre die Frustration bei den Menschen umso größer.

Dies spricht für typische Gewaltpolitik der FPÖ

Ihr werdet noch sehen, was die FPÖ so nach dem Motto: "Ich richte mir die Welt, wie sie mir gefällt " unserem Land noch anschauen lässt

Auch hinter diesem link versteckt sich FPÖ um ihr brutales Ziel zu erreichen (anscheinend haben sie nichts zu verlieren )

http://www.youtube.com/watch?v=5CZ_w5M1cHY


Sag ja zu Europa. Ein gutes Werkzeug für unsere Elitäre Heinzelfräuleins

Europa ist ein gemeinsames Haus. Da wohnen viele Menschen. Du und ich. Aber noch viele mehr. Bestimmt kennst Du noch so viele mehr Menschen, die da wohnen. Deine Freundinnen, deine Lehrerin und deine Kolleginnen aus der Arbeitsstätte. Sie alle wohnen gemeinsam. In Europa.

Wer ein Haus mit 100 Einwohner bereits betreut hat, weiß das dies ganz schön zeitintensiv sein kann. Zu tun ist immer was. Reparaturen fallen an. LED Lampen gehören ausgetauscht. Dann braucht die Hausmeisterin eine Handwerkerin oder sie ist selbst begabt. Aber ohne Werkzeug geht das ja gar nicht. Deswegen leben viele Hausmeisterinnen in sogenannte Hausmeisterinnenwohnungen.

Und da gibt es eine Menge an Werkzeugen. Schraubenzieher, Hämmer, Klebstoffe und Bohrmaschinen. Da ist Ordnung angesagt um den Überblick zu behalten. Deswegen sind Hausmeisterinnen auch immer sehr ordentlich.

Jetzt hat Europa nicht nur 100 Einwohnerinnen sondern Milliarden an Einwohnerinnen. Und das in nur einem Haus. Wau! Ja, sagen Sie es - ja es ist faszinierend.

Da können wir uns denken, dass dies ohne Werkzeug ein ganz schöner Trubel wäre. Da würden schnell die Lichter ausgehen. Bürgerinnen - für immer im Dunkel?

Aber nein, wir haben ja zum Glück die Elitäre Kräfte. Sie sind die Heinzelfräuleins für uns. Sie sorgen dafür das das Licht nicht ausgeht. Und der ESM? Nur ein Werkzeug. Sie besorgen es uns.

Holzinger verfügt also nicht über die entsprechende Information, um zu beurteilen, ob der Kanzler vor den U-Ausschuss soll. Dabei ist Holzinger in guter Gesellschaft. Denn Sonntag ist der Tag, an dem die Leute die Zeit haben, ihre Zeitung nicht nur zu überfliegen, sondern ausführlich zu lesen. Und wie selbstverständlich finden sich in der Krone nichts über die neuen Vorwürfe im Profil betreffs möglicher ungesetzlicher Inseratenvergabe. Des Inseratenkanzlers.


Dafür widmet sich Pandi auf einer ganzen Seite dem Besuch vom Merkel bei Faymann. Nach dem Lesen dieser Absonderlichkeit bleibt, beim Poster wie wohl auch vielen Leser folgender Gesamteindruck zurück: Merkel laviert in der Eurokrise, die ÖVP hat es schwer, nur der Faymann weiß wie Europa gesundet. Ein Glück, dass wir den Werner Faymann haben.

Bei Pandi entsteht über Faymann ein völlig anderes Bild, als wir es zum Beispiel im Presseforum lesen, ja sogar im linken Standardforum. Und die Krone setzt noch eines drauf und schenkt Faymann heute eine zusätzliche Doppelseite über sich und Merkel in Wien.

Jetzt könnte man argumentieren, dass man ja weiß wie die Krone tickt und weiß, dass Faymanns Spielmann, Herr Häupl, auch weiterhin sein Wien nicht nur nicht schlecht schreiben lässt, sondern sein Wien vor allem weiterhin viel inserieren lässt. Es also klar ist, dass die Krone so gestrickt ist.

Das Problem geht aber tiefer. Wenn nicht nur am Sonntag, sondern immer wieder, knappe drei Millionen Leser ein solches Bild vom Kanzler bekommen und auch der ORF den Werner Faymann immer wieder lobt und seine Affären höchsten nur, etwas verschämt, streift - dann ist dies eine massive Beeinflussung von knapp der Hälfte der Österreichischen Wählerschaft. Eine Beeinflussung, die sich immer weiter von den realen Fakten entfernt.

Wäre der Wahlkampf eine sportliche Angelegenheit wie z.B. die Tour de France, dann müsste man die SPÖ disqualifizieren. Wegen unerlaubtem Dopings.

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Re: Holzinger verfügt also nicht über die entsprechende Information, um zu beurteilen, ob der Kanzler vor den U-Ausschuss soll. Dabei ist Holzinger in guter Gesellschaft. Denn Sonntag ist der Tag, an dem die Leute die Zeit haben, ihre Zeitung nicht nur zu überfliegen, sondern ausführlich zu lesen. Und wie selbstverständlich finden sich in der Krone nichts über die neuen Vorwürfe im Profil betreffs möglicher ungesetzlicher Inseratenvergabe. Des Inseratenkanzlers.

P.S.
Im "linken" Standardforum kam der Herr Faymann zu keiner Zeit gut weg!

Re: Holzinger verfügt also nicht über die entsprechende Information, um zu beurteilen, ob der Kanzler vor den U-Ausschuss soll. Dabei ist Holzinger in guter Gesellschaft. Denn Sonntag ist der Tag, an dem die Leute die Zeit haben, ihre Zeitung nicht nur zu überfliegen, sondern ausführlich zu lesen. Und wie selbstverständlich finden sich in der Krone nichts über die neuen Vorwürfe im Profil betreffs möglicher ungesetzlicher Inseratenvergabe. Des Inseratenkanzlers.

Jeder Bürger könnte (wenn er denn überhaupt wollte oder es nicht schon getan hat) zumindest ein Zeichen dagegen setzen:
-entsprechende Printmedien nicht mehr konsumieren
-GIS abmelden

Die Verwendung des Internets ist für ein objektiveres Bild der Fakten auch hilfreicher!

Antworten Gast: aha ich bin gast
09.09.2012 18:38
1 0

Re: Holzinger verfügt also nicht über die entsprechende Information, um zu beurteilen, ob der Kanzler vor den U-Ausschuss soll. Dabei ist Holzinger in guter Gesellschaft. Denn Sonntag ist der Tag, an dem die Leute die Zeit haben, ihre Zeitung nicht nur zu überfliegen, sondern ausführlich zu lesen. Und wie selbstverständlich finden sich in der Krone nichts über die neuen Vorwürfe im Profil betreffs möglicher ungesetzlicher Inseratenvergabe. Des Inseratenkanzlers.

Sie vergessen die VErbrechen zu erwaehnen die die SPOE in Wien seit Generationen tw deckt...

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Re: Pandi

Werners ehemalige Pressesprecherin, Angelika Feigl, ist mit Claus Pandi verheiratet. Noch Fragen?

Gast: Halbwissen
09.09.2012 16:23
3 0

Wenn etwas nicht Verfassungskonform ist,

dann muß man halt die Verfassung ändern !

Fazit: ohne diese Typen bräuchte es keinen ESM

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Re: Wenn etwas nicht Verfassungskonform ist,

Weiteres noch traurigeres Fazit: auch die Verfassung wird unnütz.
Wir beobachten jetzt mit großer Geduld, wie das Kind dem Brunnen zutaumelt (Faymann meint, es sei für diesen Zweck der beste Brunnen, am liebsten würde er gleich eine Brunnensteuer einführen), und dann überlegen wir, ob das mit dem Brunnen auch eine gute Idee war.
Es ist zum Weinen.

Gast: Wenninger T
09.09.2012 16:17
7 0

Eine dringende Gesetzesänderung wäre von Nöten

Erst prüfen, dann beschliessen und nicht umgekehrt!

Re: Eine dringende Gesetzesänderung wäre von Nöten

yepp!
nicht zuerst beschliessen, dann nachdenken
is ja bei uns überall so
siehe Parkpickerl, wird eingeführt, danach Gesetz beschlossen und´s Volk darf (vielleicht) nachher abstimmen

unsere (demokratische) Republik verkommt zur Farce

Gast: jö-schau
09.09.2012 15:48
19 4

Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

eine private Meinung zu verschiedenen, bedenklichen Vorgängen in Österreich hat, so schätze ich seine Meinung als angesehener Jurist wesentlich mehr, als die von unseren ESM-Befürwortern.
Schliesslich nimmt der ESM die Budgethoheit Österreichs hinweg und die ist in der Verfassung festgelegt. Der ESM kennt keine Obergrenze!

Es liegt in der Natur einer Sache, dass man einen möglichen Verfassungsbruch durch eine neue Regelung wie den ESM, vorher und nicht nachher prüfen lässt.
Nach meiner Rechtsauffassung macht man sich strafbar, wenn man einen etwaigen Verstoß gegen unsere Verfassung nicht rechtzeitig prüfen lässt.
Besonderes Augenmerk ist auch auf die Funktion unseres BP Herrn Fischer zu legen - auch ihm war bekannt, dass sich der ESM gegen unsere Budgethoheit richtet, bzw. diese völlig ad absurdum führt, da kein Limit festgelegt!
Aber leider werden auch unsere Verfassungsrechtler/Prüfer dem ESM nicht die Stirn bieten können, denn die gesamte EZB/ESM Struktur befindet sich im rechtsfreien Raum und wird von einer mächtigen Lobby geschützt.

Deshalb RAUS AUS DEM EURO!

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Re: Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

"Der ESM kennt keine Obergrenze!" und
"dass sich der ESM gegen unsere Budgethoheit richtet, bzw. diese völlig ad absurdum führt, da kein Limit festgelegt!"

Ich würde Ihnen empfehlen
Artikel 8, Absatz 5, des ESM-Vertrages zu lesen:

"Die Haftung eines jeden ESM-Mitglieds bleibt unter allen Umständen auf seinen Anteil am genehmigten Stammkapital zum Ausgabekurs BEGRENZT....."
Im Anhang I finden Sie im
Beitragsschlüssel des ESM den BEGRENZTEN österreichischen Anteil:
Österreich: 2,7834 % des genehmigten Stammkapitals von 700 Milliarden EURO.

Anhang II
Zeichnung des genehmigten Stammkapitals:
Österreich 194.838 Anteile
Kapitalzeichnung 19,483.800.000 EURO.

Wie beurteilen Sie den Begriff "BEGRENZT" ?


Antworten Antworten Gast: jö-schau
09.09.2012 23:12
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Re: Re: Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

Nun, mit ihrem Posting haben sie bewiesen, dass sie lesen konnen, leider fehlt aber der Zusammenhang!
Artikel 25 Absatz 2 des ESM-Vertrages: “Zahlt ein ESM-Mitglied nicht, so müssen die anderen ESM-Mitglieder diese Zahlungen anteilig übernehmen.”
Wenn Griechenland seinen Bankrott erklärt, müssen die verbleibenden Staaten ihren Anteil erhöhen, dasselbe gilt, wenn Portugal, Spanien usw. ausfallen.
Letztendlich kann ein grösseres Land im Dominoeffekt andere Staaten kippen lassen, so lange bis ein Staat über bleibt! Wie erklären sie diese Ungereimtheit, oder wollen sie jedem klar machen, dass diese Situation nie eintritt?
Spanien wird schon kommende Woche ESM Hilfe beantragen!!
Italien will keine Auflagen....
Schlafen sie gut......

Antworten Antworten Gast: jö-schau
09.09.2012 22:00
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Re: Re: Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

Nun, mit ihrem Posting haben sie bewiesen, dass sie lesen konnen, leider fehlt aber das Denken!
Artikel 25 Absatz 2 des ESM-Vertrages: “Zahlt ein ESM-Mitglied nicht, so müssen die anderen ESM-Mitglieder diese Zahlungen anteilig übernehmen.”
Wenn Griechenland seinen Bankrott erklärt, müssen die verbleibenden Staaten ihren Anteil erhöhen, dasselbe gilt, wenn Portugal, Spanien usw. ausfallen.
Letztendlich kann ein grösseres Land im Dominoeffekt andere Staaten kippen lassen, so lange bis ein Staat über bleibt! Wie erklären sie diese Ungereimtheit, oder wollen sie jedem klar machen, dass diese Situation nie eintritt?
Spanien wird schon kommende Woche ESM Hilfe beantragen!!
Schlafen sie gut......

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Re: Re: Re: Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

Jö schau, mit Ihrem Posting haben Sie bewiesen, dass Sie zwar abschreiben können, aber das Abgeschriebene nicht verstehen!
Abgesehen davon, dass Sie den Text nicht einmal korrekt vom ESM abgeschrieben haben, sondern aus irgend einer Anti-EU-Postille!

Der richtige Text lautet so:

"Nimmt ein ESM-Mitglied die aufgrund eines Kapitalabrufs gemäß Artikel 9 Absätze 2 oder 3 erforderliche Einzahlung nicht vor, so ergeht an alle ESM-Mitglieder ein revidierter erhöhter Kapitalabruf, um sicherzustellen, dass der ESM die Kapitaleinzahlung in voller Höhe erhält."

Hätten Sie auch den Abs. 1 des Artikel 25 gelesen, dann hätten Sie vielleicht entdeckt, dass es sich bei "Kapitalabrufen" immer nur um bereits GENEHMIGTES, aber nicht EINGEZAHLTES Kapital handelt.
Das geht eben maximal bis zur Höhe des von Österreich GENEHMIGTEN aber noch nicht EINGEZAHLTEM Kapital und das sind eben maximal 19,483.800.000 EURO.

Also, tun´s nicht nur unkritisch abschreiben, was Ihnen andere erzählen, tun´s auch ein bisschen nachdenken!

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Re: Re: Re: Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

Jö schau, mit Ihrem Posting haben Sie bewiesen, dass Sie zwar abschreiben können, aber das Abgeschriebene nicht verstehen!
Abgesehen davon, dass Sie den Text nicht einmal korrekt vom ESM abgeschrieben haben, sondern aus irgend einer Anti-EU-Postille!

Der richtige Text lautet so:

"Nimmt ein ESM-Mitglied die aufgrund eines Kapitalabrufs gemäß Artikel 9 Absätze 2 oder 3 erforderliche Einzahlung nicht vor, so ergeht an alle ESM-Mitglieder ein revidierter erhöhter Kapitalabruf, um sicherzustellen, dass der ESM die Kapitaleinzahlung in voller Höhe erhält."

Hätten Sie auch den Abs. 1 des Artikel 25 gelesen, dann hätten Sie vielleicht entdeckt, dass es sich bei "Kapitalabrufen" immer nur um bereits GENEHMIGTES, aber nicht EINGEZAHLTES Kapital handelt.
Das geht eben maximal bis zur Höhe des von Österreich GENEHMIGTEN aber noch nicht EINGEZAHLTEM Kapital und das sind eben maximal 19,483.800.000 EURO.

Also, tun´s nicht nur unkritisch abschreiben, was Ihnen andere erzählen, tun´s auch ein bisschen nachdenken!

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Re: Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

"Der ESM kennt keine Obergrenze!" und
"dass sich der ESM gegen unsere Budgethoheit richtet, bzw. diese völlig ad absurdum führt, da kein Limit festgelegt!"

Ich würde Ihnen empfehlen
Artikel 8, Absatz 5, des ESM-Vertrages zu lesen:

"Die Haftung eines jeden ESM-Mitglieds bleibt unter allen Umständen auf seinen Anteil am genehmigten Stammkapital zum Ausgabekurs BEGRENZT....."
Im Anhang I finden Sie im
Beitragsschlüssel des ESM den BEGRENZTEN österreichischen:
Österreich: 2,7834 % des genehmigten Stammkapitals von 700 Milliarden EURO.

Anhang II
Zeichnung des genehmigten Stammkapitals:
Österreich 194.838 Anteile
Kapitalzeichnung 19,483.800.000 EURO.

Wie beurteilen Sie den begriff "BEGRENZT" ?


Antworten Antworten Gast: jö-schau
09.09.2012 22:11
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Re: Re: Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

Ach ja, es gibt noch eine Variante für eine beliebige ESM-Erhöhung ohne Einspruchsmöglichkeit der österreichischen Regierung.

Falls notwendig, erläutere ich gerne auch diese Variante!

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Re: Re: Re: Wenn ein Präsident des VfGH, Herr Holzinger

Und die wäre?

Gast: M. Wolf
09.09.2012 15:23
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ausreichend Anstand

Für den Förster hat er die Physiognomie
jedoch das falsche Buch.

Die Pressestunde

war zum einschlafen,ausserdem wäre es ihm angestanden sich politisch neutraler zu verhalten!

Gast: joseph
09.09.2012 15:06
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selbstverstaendlich

ist fuer herrn holzinger und einer mehrheit der oesterreichischen bevoelkerung eine vorabpruefung des esm-vertrages.

einzig herr fischer in seiner funktion als bundespraesidentendarsteller war anderer meinung.

 
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