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Marokkaner-Plakate: FPÖ-Kandidat angeklagt

13.09.2012 | 18:26 |   (Die Presse)

Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler gerät unter Druck. Gegen ihn ermittelt die Korruptionsstaatsanwaltschaft. Der Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft zu Heinz-Christian Straches Cartoon ist fertig.

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Wien/Red./APA/KOKA. Gleich mehrere freiheitliche Politiker haben Ärger mit der Justiz. So erhebt die Innsbrucker Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen den FPÖ-Spitzenkandidaten bei der Gemeinderatswahl im April, August Penz. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag einen diesbezüglichen Bericht der „Tiroler Tageszeitung“. Dem Hotelier, der sein Mandat nicht annahm, wird Verhetzung vorgeworfen.

Hintergrund ist der Spruch „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“, der auf mehr als 230 Plakatständern der FPÖ stand. Penz selbst betonte, er habe diese „unmöglichen Plakate“ auf eigene Kosten sofort entfernen lassen. Sein Anwalt strebt eine Diversion (Zahlung eines Geldbetrages ohne Schuldspruch) an. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache reagierte empört: „Da schlägt es dreizehn“, erklärte er bei einer Pressekonferenz. Für Strache ist die Anklage gegen Penz parteipolitisch motiviert. Es sei kein Geheimnis, dass viele Marokkaner aus ihrem Heimatland fliehen und sich „alle“ in Innsbruck einnisten. Dabei handle es sich sichtbar um organisierte Kriminalität, die von Penz zu Recht kritisiert worden sei, sagte der FPÖ-Chef.

Strache – oder genauer gesagt ein auf seiner Facebook-Seite veröffentlichter Cartoon – ist momentan aber selbst ein Fall für die Justiz. Die Staatsanwaltschaft war wegen des von mehreren Seiten als antisemitisch gerügten Cartoons (dicker Banker mit Hakennase und Davidsternen als Manschettenknöpfe)von sich aus aktiv geworden. Ermittelt wurde wegen Verhetzung und zwar gegen unbekannt, weil nicht klar schien, wer den Cartoon online gestellt hat. Nun ist der Vorhabensbericht der Ankläger zu dem Fall fertig, er geht zur Genehmigung jetzt via Oberstaatsanwaltschaft ans Justizministerium. Der Inhalt des Justizberichts ist geheim. Strache selbst betonte, er könne keine antisemitischen Hinweise auf dem Cartoon erkennen.

 

Dokumente belasten Dörfler

Gegen den Kärntner FPK-Landeshauptmann Gerhard Dörfler ermittelt die Korruptionsstaatsanwaltschaft. Die „Kleine Zeitung“ veröffentlichte nun Unterlagen, laut denen Dörfler einst als Verkehrslandesrat anordnete, dass sämtliche Schritte eines Vergabeverfahrens von ihm zu genehmigen seien. Laut dem Bericht existiert zudem eine Liste mit 16 Firmen, die für Aufträge in Frage kämen. Diese Firmen sollen vor allem solche sein, die bei Dörflers PR-Aktionen als Sponsoren auftraten. Dörfler betont, seine Unterschrift bei den Aufträgen sei nur ein reiner Formalakt gewesen. Nicht er, die Fachabteilung habe entschieden. Die Liste mit den Firmen, die Aufträge des Landes erhalten, sei von der Bauabteilung aus Daten des Auftragnehmerkatasters Österreich erstellt worden. Ihm sei die Liste inhaltlich nicht bekannt, erklärte Dörfler.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2012)

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228 Kommentare
 
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Von linken geklagt zu werden ist eine Auszeichnung

und Garant das man recht hat.

Gast: derwiener
17.09.2012 21:30
1 2

Strache

Bitte Strache mitanklagen!

Gast: IO
15.09.2012 18:39
5 1

Die Genossen von der Justiz wieder bei der Arbeit.

Wie gehabt

Gast: Martin_S
15.09.2012 18:14
8 1

Auf diese ganze gekünstelte Aufregung

... nehm ich mir jetzt einen "Mohr im Hemd"!

In Wirklichkeit sind die Blauen feige und ohne Rückgrat

Sie sollten sich ein Beispiel an der Schweiz nehmen. Die Minarettabstimmung wurde trotz hysterischem Gekreisch der gesamten internationalen Presse durchgezogen.
(und war erfolgreich)

Und mittlerweile ist es fast schon eine Ehre, wenn man von den Linken wegen "Verhetzung" angeklagt wird. Das passiert nämlich nur, wenn man NICHT ihre Meinung teilt.

Antworten Gast: piotre
15.09.2012 14:36
5 6

ich bin nicht links..

trotzdem sehe ich in dem plakat hetze

Penz

hat ja nicht zur Gewalt aufgerufen, nicht mal indirekt, also kann von Verhetzung keine Rede sein. Dass Penz, wie schon während des Wahlkampfes jetzt Kindesweglegung betreibt, sagt schon etwas über seinen Charkter aus. Statt dass man sich ernsthaft über das aufgegriffene politische Problem kümmert (es gibt tatsächlich seit Längerem eine kriminelle marokkanische Szene in I), streitet man sich lieber um in der Tat diskutabel formuliertes Wahlplakat.

Antworten Gast: humberto
15.09.2012 14:41
1 3

geh darkidi...bitte..

lesenS doch gscheit, die presse hat ja extra den paragraphen publiziert.

auffordern
aufreizen
hetzen
einer die menschenwürde verletzen weise beschimpfen und dadurch verächtlich machen.

Bezahlte Deutschkurse

wohl versäumt?

Antworten Antworten Gast: Doividl
15.09.2012 16:16
3 0

Re: geh darkidi...bitte..

Sie müssen nicht dauernd die Wahlkampfinstruktionen der Roten zitieren

Antworten Antworten Antworten Gast: wshs
18.09.2012 23:03
0 1

Re: Re: geh doividl...bitte..

Werden Sie hier auch sachlich?

Traurig

dass man den Oe Waehler mit solchen oberflaechlichen, inhaltslosen Botschaften ansprechen kann. Ich meine nicht nur diesen rassistischen Sch... sondern auch die "Slogans" aller Parteien.

Gast: gsi
14.09.2012 22:17
5 1

sauber

Schade, dass österreich langsam zu einer Bananenrepublik verkommt!!!!Ein Land in dem so viele Proleten udn Ungebildete leben. Schade schade !!

Re: sauber

dieses Volk passt eben gut zu seinem bk in bp. leider, aber das Proletariat stellt sowohl in der bevölkerung als auch in der Regierung die Mehrheit.

17 5

Anklage wegen Verhetzung

profil, April 2012 -->
"Knapp 40 Polizisten speziell auf das Marokkaner-Problem abgestellt"

Warum ist das Verhetzung, wenn man auf Probleme aufmerksam macht?

15 4

Re: Anklage wegen Verhetzung

ganz einfach, es darf nicht sein, was nicht sein darf...

Gast: supersauber
14.09.2012 18:41
4 12

Heimatliebe ...

... statt blauer Steuergelddiebe.

Aber der war bestimmt auch wieder nur ein linker Agent Provocateur in der FPÖ - genau wie Andreas Mölzer.

Ich glaube ihm sogar.

Er würde sicher nicht im stande sein, ein Hotel zu führen, wenn er auf so niveaulose Sprüche kommen würde.

politisch korrekt

"Marokkaner-Diebe statt Heimatliebe".

Das wäre zumindest politisch korrekt. Und viele Fürsprecher gäbe es auch.

Gast: Gisela Werbezirk
14.09.2012 18:09
17 4

§ 283 - Wieder so ein Gummiparagraph und ein weiterer Schritt in Richtung Sharia in Österreich??


1 1

Penz hat ein piekfeines Hotel

Ganz im modernen Design, sicher nicht billig. Da werden sich die Gäste gewundert haben über das Plakat vor dem Eingang.

Gast: gegenkorruptionundwehrpflicht
14.09.2012 17:29
10 2

aber beim plakat

der frauenministerin, wo alle männer als schläger diffamiert wurden ist nichts passiert

schöne neue welt

Gast: strelizie
14.09.2012 16:49
2 0

Quereinsteiger

In Tirol wurde Hr. Penz als Quereinsteiger wahrgenommen, eher hatte man den Eindruck, dass Strache den Hotelier, den er zu seinen persönlichen Freunden zählt "Hauser aufs Auge gedrückt hat". Man weiß nicht, ob er zuvor überhaupt Partimitglied war. Quereinsteiger leben kürzer. Sie haben keinen Rückhalt in der Partei, haben sie Erfolg, sind die Neider hinter ihnen her, haben sie Misserfolg, ernten sie Schadenfreude bekommen die Verantwortung für das magere Ergebnis umgehängt. Dass das unsägliche Plakat (oder mehrere davon) auch noch im Garten der Villa von Penz im Saggen gestanden hat (auf Privatgrund), als sie im öffentlichen Raum schon entfernt waren, daran will er sich nun nicht mehr erinnern. Also, wenn er sie schon so schrecklich gefunden hat, hätte er sie wohl als erstes vor seinen eigenen Fenstern entfernen müssen. Wer seinen Fuß offenen Auges ins heiße Wasser hält, darf nicht jammern, wenn er sich verbrennt.

Hut ab

Immerhin ein Mensch der sich auch mal klar gegen unverblümte Ausläunderfeindlichkeit ausspricht. Das macht den Herrn so sympathisch dass ich ihn jetzt fast wählen würde. Und an das blaue Kasperletheater. Es ist schon interessant zu sehen dass es innerhalb dieser Partei und deren Anhänger keinerlei Einsicht gibt. Es wird alles bis zum letzten verteidigt. Wie ein Pitbull der sich in sein Opfer verbissen hat und nicht mehr los läßt. Solche Plakate sind klar verhetzend, ausländerfeindlich und verkünden offen und ohne Ausnahme, daß eine komplette Volksgruppe kriminell ist. Wer das hier nicht herauslesen kann, dem ist nicht zu helfen, denn der will es nicht sehen.Wir machen uns selbst mit solchen Aussagen schlecht. Jeder von uns braucht nur 3 bis 4 Generationen zurück gehen und landet irgendwo in der Türkei, Ungarn. Skowakei. usw. Und wissen Sie was? Ich finde es wundervoll. Wir sollten stolz darauf sein was wir sind und nicht verzweifelt nach einer Identität suchen, die wir nicht sind

Antworten Gast: bratz
26.09.2012 12:23
0 0

Re: Hut ab

3-4 generationen sind sehr großzügig ihrerseits ; ich kenne genau 2 menschen, deren 4 grosseltern österreicher sind, und diese 2 menschen stammen aus ortschaften mit 300 einwohnern !

Re: Hut ab

stimmt. meine Vorfahren kamen aus Boehmen und wurden weil sie deutsche waren nach Österreich vertrieben. wie 360000 andere auch.

 
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