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Unis: Akademikerkinder bleiben unter sich

14.09.2012 | 20:18 |  Von Bernadette Bayrhammer (Die Presse)

Der Anteil von Studierenden aus niedrigen sozialen Schichten ist gesunken. Das durchschnittliche Alter der Studierenden hingegen steigt. Einen immer größeren Teil des Studiums finanzieren sie durch eigene Jobs.

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[Wien] Studierende aus verschiedenen sozialen Schichten sind an den heimischen Unis alles andere als gleich verteilt: Medizin ist bis heute ein Studium für die sogenannte Oberschicht – 36 Prozent der angehenden Mediziner sind aus bessergestellten Familien, nur acht Prozent sind aus niedrigen Schichten. Das zeigt die jüngste Studierendensozialerhebung des Wissenschaftsministeriums, die am Freitag präsentiert wurde.

Und mehr noch: Die Zahl der Studierenden aus niedrigen sozialen Schichten – definiert anhand von Bildungsstand und beruflicher Position der Eltern – sinkt generell. Seit 1998 ist ihr Anteil von 26 auf 18 Prozent zurückgegangen – je nach Hochschultyp ist der Anteil unterschiedlich (siehe Grafik). Gestiegen ist der Anteil mittlerer und gehobener Schichten (64 Prozent), jener der Studenten aus höheren Schichten blieb konstant bei 18 Prozent. Ein (Mit-)Grund: Die unteren sozialen Schichten schrumpfen – wegen des kontinuierlichen Bildungszuwachses – generell.
Dennoch ist die soziale Selektion vor allem an den Unis drastisch. Insgesamt ist die Chance, ein Hochschulstudium (also an Uni oder FH) zu beginnen, für Kinder, deren Mutter oder Vater zumindest Matura hat, rund 2,5-mal so hoch wie für Kinder von Eltern ohne höheren Schulabschluss. An den Unis ist die Chance dreimal so groß. Bildungsferne Studenten brechen ihr Studium außerdem – gerade zu Beginn – häufiger ab als andere: Nach drei Semestern an der Uni haben acht Prozent der Akademikerkinder, aber doppelt so viele Kinder bildungsferner Eltern ihr Studium hingeschmissen.

Schichtindex
Für die Erhebung wurde ein vierstufiger "Schichtindex" (niedrig, mittel, gehoben, hoch) erstellt, der sich aus Bildungsstand und beruflicher Position der Eltern zusammensetzt. Zur hohen sozialen Schicht zählen etwa Akademiker, die als Freiberufler, Unternehmer mit Angestellten bzw. Beamter oder Angestellter mit Leitungsfunktionen arbeiten, zur niedrigen Schicht beispielsweise Pflichtschulabsolventen und Eltern mit berufsbildender mittlerer Schulbildung, die in Arbeiter- bzw. Angestelltenpositionen ohne Leitungsfunktion tätig sind.

Etwas gemildert wird die Situation durch die Fachhochschulen: Sie sind für bildungsferne Schichten zugänglicher als die Unis – dass der Hochschulzugang in Summe etwas egalitärer geworden ist, liegt fast ausschließlich am FH-Ausbau in den vergangenen Jahren. Dass der soziale Hintergrund an den FH weniger Bedeutung hat, zeigt sich auch in der Abschlussquote: Jene von Akademikerkindern ist an den Unis deutlich höher als jene von Studenten aus bildungsfernen Familien – an den FH liegen Letztere sogar (minimal) vorn.

Älter und öfter erwerbstätig

Insgesamt sind die Uni-Studierenden Langzeitstudierende: Von jenen, die 2003 ihr Studium aufgenommen hatten, schlossen nach 16 Semestern nur 44 Prozent ihr Studium ab, 29 Prozent brachen es ab, 27 Prozent waren nach wie vor inskribiert. Die lange Verweildauer an den Unis ist mit ein Grund dafür, dass die heimischen Studenten immer älter werden. In allen Sektoren ist das Durchschnittsalter der Studierenden gestiegen. Am ältesten sind Studenten an künstlerischen Unis (27 Jahre) und wissenschaftlichen Unis (26,9 Jahre), am jüngsten an den FH (25,4).
Ein weiterer Grund für das steigende Durchschnittsalter ist, dass immer mehr Ältere ein Studium beginnen, etwa über Zugänge wie die Berufsreifeprüfung oder Lehre mit Matura. Die Hochschulzugangsquote ist trotz schrumpfender Jahrgänge binnen fünf Jahren von 34 auf 47 Prozent gestiegen.
Gestiegen ist die Erwerbsquote der Studenten: je älter, desto höher die Erwerbsquote. Seit 2006 ist der Anteil der erwerbstätigen Studierenden von 58 auf 63 Prozent angewachsen. Statt 19,1 wenden sie aktuell im Schnitt 19,8 Stunden pro Woche für den Job auf. Studenten finanzieren einen immer größeren Teil ihres Lebens selbst. 42 Prozent ihres Budgets stammen aus dem eigenen Job, nur 38 Prozent stellt die Familie. Noch vor wenigen Jahren war die Familie Geldgeber Nummer eins.
Mehr Arbeit bedeutet aber nicht unbedingt mehr Budget: Studenten verfügen im Schnitt über 1000 € pro Monat, ein Drittel kommt mit maximal 700 € aus. Im Vergleich zu 2009 ist das ein reales Minus von zwei Prozent bei Kostensteigerungen von drei Prozent. 29 Prozent der Studenten klagen über Geldprobleme, für ebenso viele ist die Vereinbarkeit von Job und Studium schwierig. Der Bezieherkreis der Studienbeihilfe ist kleiner geworden: von 18 auf 15 Prozent.
Am Institut für Höhere Studien (IHS), das die Studie durchgeführt hat, regt man an, die Altersgrenzen für Förderungen zu überdenken. Minister Karlheinz Töchterle (ÖVP) kündigte an, „das Mögliche“ für einen Ausbau der Studienförderung zu tun – das sei allerdings abhängig vom Budget.
Übrigens: Das Uni-Studium mit den meisten Studenten aus niedrigen Schichten ist die Theologie.

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135 Kommentare
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'unterschicht' ist wohl

der fachlichere ausdruck, nicht 'niedrige' schichten. Jedenfalls aendert gratisstudium anscheined nichts an sozialer mobilitaet. Volle studiengegebuehren, rueckzahlbar im spaeteren berufsleben, fungiert als verteilungsmechanismus fuer studienangebot und nachfrage und ist in mehrfacher hinsicht sozial gerecht denn mehrfachdurchfallen und endlosstudium nicht mehr von hacklern finanziert wird.

Gast: Einer aus der niedrigen Schicht!
15.09.2012 02:11
2 4

aus niedrigen Schichten???.....

...so eine Ausdrucksweise macht mich nachdenklich! Wir schreiben 2012!

Gast: Studenten
15.09.2012 00:54
4 0

Immer diese verflixte Statistik

Der höhere Anteil an Studenten deren Eltern Matura haben könnte auch daran liegen, dass es heute mehr Eltern mit Matura gibt als vor 50 Jahren.

14 1

Schreibt's STUDENTEN!

Niemand ist ständig Studierender, schon gar nicht während des Studiums. Die Damen und Herrn Studenten brauchen ja auch ihre Freizeit und Erholungspausen!

Re: Schreibt's STUDENTEN!

genau, diese Pausen werden zum arbeiten benutzt um leben zu können!!!

Antworten Gast: Gastttt
15.09.2012 00:42
0 7

Wenn, dann schon Studentinnen:

die sind mit 54% klar in der Mehrheit.

Lernen’s Deutsch!

http://www.belleslettres.eu/

Ich empfehle die Folge „Genus im Deutschen“.

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"Der Anteil von Studierenden aus niedrigen Schichten ist gesunken"

Böse Elitenpolitik! Oder liegt es vielleicht daran, daß über die Jahre niedrige Schichten importiert wurden, gegen die die heimischen niedrigen Schichten Intellektuelle sind?

4 1

Re: "Der Anteil von Studierenden aus niedrigen Schichten ist gesunken"

"Niedere Schichten?" Was, bitte, sind niedere Schichten? Und "höhere Schichten" sind dann Mediziner? Ihr habt ja wohl nicht Alle!
Zitiere Peter Marginter zur Einteilung der Menschen (also der Beamten in Ö):
In "d" ist man gar nix,
in "c" ist man nix,
in "b" Maturant und
in "a" Jurist
andere Menschen gibt es nicht, schon gar nicht in den niederen Schichten.


0 0

Re: Re: "Der Anteil von Studierenden aus niedrigen Schichten ist gesunken"

Fragen Sie nicht mich, sondern den Verfasser des Artikels. Von ihm stammt der Begriff. Abgesehen davon: tun Sie nicht so auf Gutmensch, Sie wissen genau, was gemeint ist.

5 8

Re: "Der Anteil von Studierenden aus niedrigen Schichten ist gesunken"

Gottseidank gibt es für Sie "Schichten" auf die Sie scheinbar herunterschauen können.

Unglaubliche Horrorbotschaft!

Wenn das wahr wäre, würde das ja bedeuten, dass Ärztekinder eher wieder Ärzte werden als Bauernkinder.
Und dass Maurerkinder eher wieder Maurer werden (wollen) als Juristenkinder.
Ein unvorstellbar schlimmer Gedanke!

2 0

Das stimmt so nicht.

Aber die Kinder von Eltern, für die das Buchstabieren von gratis / gestohlener Kroneheuteösterreich das Lesen ersetzt, wissen gar nicht, dass Lesen und in weiterer Folge Studieren
a) schön und interessant ist und
b) auch zu höherem einkommen führen könnte.

Und wenn Lehrer versuchen, soche Kinder zum Lesen zu animieren, wird das von den Eltern ("zu was brauch ma des") bzw. Facebook nachhaltig hintertrieben.

So schaut's aus.

Re: Unglaubliche Horrorbotschaft!

Dann können wir eigentlich gleich wieder auf eine Monarchie umsteigen.

Antworten Gast: Halbwissen
15.09.2012 00:00
0 1

Re: Unglaubliche Horrorbotschaft!

Die Botschaft ist eine andere !

Es studieren nicht ( mehr ) die Fähigsten, sondern nur noch die die es sich leisten können.

Und wenn dies stimmt dann ist es für die Gesellschaft wirklich eine Horrorbotschaft.

Erblichkeit

Bildungserfolg korreliert zu einem gewissen Maß mit Intelligenz, und Intelligenz ist zu einem gewissen Teil erblich. Wenn unser Bildungssystem auch nur halbwegs auf Leistung beruht, ist es unvermeidlich, daß die Unterschicht mit jeder Generation mehr an hochintelligenten Leuten verarmt.
Eine kleine Rechnung: wenn die Chance, durch Bildung aus der Unterschicht aufzusteigen, seit 1850 (Ende der Grunduntertänigkeit) bestünde und in jeder Generation von nur einem Drittel der Hochintelligenten genützt worden wäre, hätte ihr Anteil in der Unterschicht seither in 5,5 Generationen auf etwa 11% des ursprünglichen Werts sinken müssen.
Vermutlich wird also der Anteil der Akademiker aus "bildungsfernen Schichten" in Zukunft weiter sinken, und zwar umso schneller, je fairer man das Bildungssystem gestaltet, denn dann gelingt den verbliebenen Hochintelligenten mit höherer Wahrscheinlichkeit der Aufstieg!

Antworten Gast: Für was ein Name
15.09.2012 14:28
0 0

Re: Erblichkeit

Tja so einfach wäre es, würde nicht der größere bzw. gleich große Effekt durch die Sozialisierung ausgelöst werden

Natürlich in der Primären Sozialisationsgruppe werden Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien nicht sonderlich geprägt einen höheren Bildungsweg einzuschlagen

In der Sekundären Gruppe ist dies schon möglich, da kommt es halt drauf an, mit welchen anderen Kindern, das Kind in Kontakt kommt

Daher wäre es wünschenswert, wenn sich in Schulen Akademikerkinder, Nicht-Akademikerkinder und wünschenwerterweise Migrantenkinder gegenseitig sozialisieren

Erstere würden Sichtweisen der "Bildungsferneren" Schicht kennen lernen, zweitere würden die Akademiker Schicht kennen lernen und die dritte Gruppe der Migranten könnte sich besser in die Gesellschaft integrieren, da sie die Sichtweisen der anderen beiden Gruppen kenne lernt
Wobei die ersten beiden Gruppen auch wieder die Sichtweisen der Zuwanderer kennen lernen würden

Aber so heiter fröhlich ist das Leben leider nicht

Antworten Gast: förderung
15.09.2012 08:34
1 0

Re: Erblichkeit

Sie haben teilweise recht, aber Sie relativieren sich ja selbst: Es gibt so viele unterschiedliche Studienrichtungen, für die auch unterschiedliche Arten von Intelligenz benötigt werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass weit mehr als die Hälfte aller Menschen bei entsprechender Förderung ein Studium abschließen können. Es wird nicht nur Intelligenz vererbt, sondern vor allem das (Nicht)Fördern von Intelligenz. Sehen Sie sich einmal kleine Kinder an, die gefördert wurden und solche, die man vernachlässigt hat. Dieser Unterschied ist auch auf lange Sicht nicht mehr aufholbar und daran sollten wir arbeiten.

Re: Erblichkeit

Seit wann beruht das Bildungssystem in Österreich auf Leistung?

Re: Erblichkeit

Da hat ja jemand Sarrazin gelesen. Er allerdings recht.

Antworten Antworten Gast: asterix der gallier
15.09.2012 12:23
0 0

Er allerdings recht.

Neuquacksprech???

Antworten Gast: Halbwissen
15.09.2012 00:02
0 0

Re: Erblichkeit

regress to the mean !!!

4 5

Re: Erblichkeit

So einfach kann man es sich machen.......

Gast: ach ja
14.09.2012 21:52
4 8

Refeudalisierung

Die Refeudalisierung schreitet sogar im Bildungsbereich hurtig voran. Die Einkommensdifferenzen werden immer drastischer. Bald sind wir zurück im mittelalterlichen Ordosystem!

Gast: b745
14.09.2012 21:47
6 14

övp wirkt halt nachhaltig

kein wunder dass die sich gegen alles whren was bildung für sozial schwache bedeutet dann könnte ihre kinder ja womöglich keinen studienplatz kriegen weil womöglich wer gescheiter ist der keine reichen eltern hat aber auch dafür haben sie eine lösung
privatunis die sich ohnehin ein normalbürger nicht leistn kann aber mami uund papi kaufen dann dem söhnchen halt einen titel

Re: övp wirkt halt nachhaltig

Wenn jemand wirklich gescheiter ist, dann kriegt er auch einen Studienplatz. Nur mit nichts leisten und nichts lernen wird es schwierig.

15 1

Re: övp wirkt halt nachhaltig

...interessanter Weise setzt sich jedoch die SPÖ für eine Gesamtschule ein, die in anderen Ländern (z.B. England) nachweislich zu einem Boom der teuren Privatschulen geführt hat...

Re: Re: övp wirkt halt nachhaltig

Vielleicht deshalb?

2 0

Re: Re: övp wirkt halt nachhaltig

Privatschulen muessen nicht teuer sein.

Antworten Antworten Antworten Gast: holifax
15.09.2012 08:08
1 0

Re: Re: Re: övp wirkt halt nachhaltig

..sind es aber in der Regel,und zwar sehr teuer...

2 3

Re: Re: övp wirkt halt nachhaltig

Zu dem von Ihnen erwähnten Boom kam es durch den von Thatcher favorisierten Neoliberalismus. Die dramatische Erhöhung von Einkommen im Banken- und Börsensektor fanden viele bis zu diesem Zeitpunkt einkommensschwächere Beschäftigte dieser Berufsschicht in den Genuss für ihre Kinder solche Schulen leistbar zu machen.

6 6

Re: övp wirkt halt nachhaltig

Auf den Punkt getroffen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Durch das von der ÖVP stark unterstützte Auseinanderdriften der Gesellschaftsschichten, droht die Kraft einer im Zusammenhalt verbundenen Bevölkerung langfristig verloren zu gehen. Keine positiven Zukunftssichten
Der neoliberale Zeitgeist der "Ich und Geiz ist geil" Botschaft der ÖVP verspielt die Zukunft.

Gast: einStudent
14.09.2012 21:38
10 5

Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

kann man nur vor dem Studium arbeiten (ich 5 Jahre)damit man das Selbsterhalterstipendium (700€)bekommt und daher bin auch mit 27 erst im 3 Semester. Bei 35 ECTS Punkten die man hierfür einen Erfolg braucht(in 2 Semstern) um das Stipendium weiter zu bekommen, ist das trozdem eine harte Sache, vor allem da man das Stipendium bei Scheitern zurück bezahlen muss. Wie soll man da noch nebenbei arbeiten gehen? Aber das können sich Leute, die eine Uni noch nie von innen gesehen haben, eh nicht geistig erfassen, also verschwende ich hier eh nur meine Zeit mit diesen Zeilen.....

Antworten Gast: Berufstätige Studentin
15.09.2012 16:06
0 0

Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

Und wenn man im zweiten Bildungsweg studiert und

a) von den Eltern nix bekommt
b) zu alt für Familienbeihilfe und Selbsterhalterstipendium ist

dann bleibt einem nix anderes übrig, als arbeiten zu gehen. Von Luft und Liebe lebt sich's so schlecht, speziell in einer teuren Stadt wie Wien.

Das ist für mich auch durchaus in Ordnung, nur möchte ich mir nicht vorwerfen lassen müssen, ich sei faul oder nähme mein Studium nicht ernst, nur weil ich es eben nicht in Mindeststudienzeit schaffe. Und ich möchte auch nicht dafür bestraft werden, dass ich nebenbei arbeiten gehe, indem ich dann höhere Kosten habe (Studiengebühren).

Derzeit ist es glücklicherweise nicht so, aber ich würde mir schon wünschen, dass diejenigen, die ständig "Studiengebühren!" schreien, darüber mal nachdenken. Gäbe es die nämlich, müsste ich noch mehr Stunden arbeiten und hätte noch weniger Zeit fürs Studium. Folglich würde sich die Studienzeit noch weiter verlängern.

Antworten Gast: kronnssh
15.09.2012 01:29
2 0

Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

Blödsinn, von den Eltern keinen Cent bekommen mit Alter < Familienbeihilfsgrenze gibts nicht. Im Ernstfall einfach die Beihilfe einklagen. "Familie" wird eh überschätzt.

Antworten Antworten Gast: AntonderEine
15.09.2012 10:27
0 0

Re: Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

Familienbeihilfe gibts nur bis 26!!

Re: Re: Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

bis 24 .. nicht 26.

mit den eltern nicht klarkommen und zu wenig/keinen unterhalt zu bekommen, ist eine sache.

die eigenen eltern aber verklagen - das ist eine andere sache.
ich habe meinen eltern gesagt, dass ich mir diesen schritt ueberlegen werde und mich informiere.
ich waere zwar im recht gewesen - aber - sie haben dann auf eine andere art eingelenkt und wir haben uns anders geeinigt. ich steige zwar an sich schlexhter aus, als mit klage - aber ich habe meine eltern nach wie vor hinter mir stehen und ein gutes verhaeltnis zu ihnen - das ist mir wichtiger.

Jaja, wer's glaubt

In Österreich bekommt jeder (halbwegs) brave Student aus einer ärmeren Schicht mehr Stipendium als Mittelschichtskinder von ihren Eltern bekommen. Mit 700 € monatlich kann man ja schon geradezu fürstlich studieren! Andere kriegen das für eine 40-Stunden-Stelle!

Und ja, du arroganter Schnösel, auch ich hab schon einmal "eine Uni von innen gesehn". Aber nicht für 700 €.

Antworten Antworten Gast: asterix der gallier
15.09.2012 12:28
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Re: Jaja, wer's glaubt

Für den "arroganten Schnösel" bekommen Sie virtuell "eine hinter Ihre Löffel"

Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

ich hab genau das gleiche problem.
mit dem unterschied, dass ich kein stipendium.mehr bekomm, weil ich von der wu auf eine andere uni gewechselt hab - auch bwl - aber andere studienkennzahl und das studium heisst statt wirtschafts- & sozialwissenschaften jetzt nur noch wirtschafzswissenschaften.
und da ich das nach mehr als 2 semestern gemacht hab, gilt es als unerlaubter studienwechsel, die neue uni hat mir aber nicht mal die haelfte meiner geleisteten ects angerechnet (die ohnehin nicht viel waren, da ich die ersten 2 semester vollzeit gearbeitet hab, da die zum selbsterhalter stip. noch fehlten und dann als vorstudienzeit angerechnet wurden - hab da von 7 pruefungen 2 bestanden damals),
und nun ists so,dass ich in 2 JAHREN wieder ein stipendium beantragen darf. (in 1.5 jahren will ich den bachelor aber schon in der hand haben).

also - viele pruefungen musste ich nochmal machen, trotz gleichem stoffs, ich MUSS arbeiten, ohne hilfe meiner schwiegereltern in spe - unmoeglich!

1 0

Re: Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

Entschuldigung, aber dann haetten Sie sich halt vorab darueber informiert, welche Konsequenzen ein Wechsel der Universitaet auf Ihre finanzielle Lage hat....

Re: Re: Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

um ehrlich zu sein, ich hatte persoenliche gruende, warum ich meinen studienort verlegen musste.
ein grund war der, dass ich mich nicht auf mein studium konzentrieren konnte mit dem damals vorhandenen umfeld.

ausserdem sollte es doch dank bologna moeglich sein sein studium mobiler zu gestalten - man sollte annehmen, dass das grundstudium in ein und der selben disziplin innerhalb unseres kleinen staates anrechenbar ist. immerhin werden an beiden unis die gleichen lehrmaterialen verwendet und der gleiche stoff vorgetragen.

dass allerdings jede uni ihr eigenes sueppchen kochen will und der umstieg so schwieriger ist, das sagt dir vorher niemand.

aber ich bereue meine entscheidung nicht - denn nun komme ich so zuegig voran, wie es der studienplan vorsieht, wie ich es mir erhofft hatte von diesem wechsel.
und ich weiss, dass dies auch viel mit meinem neuen umfeld zu tun hat.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Berufstätige Studentin
15.09.2012 16:10
1 0

Re: Re: Re: Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

Das ist ein ganz großes Problem, das Sie da ansprechen! Bei jedem Wechsel der Uni, auch wenn es dasselbe Studienfach ist, riskiert man, wieder ganz von vorne anfangen zu müssen. Da sind Anerkennungen von anderen Studien oft noch leichter (konnte mir von der Vetmed einiges für Biologie anerkennen lassen z.B.).

Wenn die einzelnen Unis das ganze eh so verkomplizieren, frage ich mich wirklich, wofür dann Bologna gut sein soll...

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Re: Re: Re: Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

viel erfolg! es zahlt sich aus...in jeder hinsicht

bg

Antworten Antworten Gast: Akademikergast
15.09.2012 02:10
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Re: Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

Liebe little_miss_sunshine ... so ein kleiner Tip: Falls Sie tatsächlich ernsthaft vorhaben, ein Studium auch zu absolvieren, so wäre es wohl sehr vorteilhaft und hilfreich für Sie, sich mit elementarsten Regelungen der Orthographie auseinanderzusetzen... zum Beispiel Groß- und Kleinschreibung.

Re: Re: Re: Wenn man von den Eltern keinen Cent bekommt, so wie ich....

ich bin dabei mein studium mit guten noten abzuschliessen - allerdings schreibe ich meine arbeiten fuer die uni am pc und nicht am smartphone, welches ich zum presse-lesen verwende, wenn ich im zug zur uni sitze beispielsweise, oder nachts nach dem lernen und vorm schlafen.

es ist ein unterschied, ob ich hier mit Ihnen diskutiere und dabei die gross-/kleinschreibung, umlaute oder scharfes "s" umschreibe und hie und da mal einen falschen buchstaben auf der nicht idealen smartphone tastatur erwische, oder ob ich mittels normaler pc tastatur texte verfasse, die durch ihre ergonomischere und schreibfreundlichere tastatur ermoeglicht sich an saemtliche regeln der deutschen schriftsprache zu halten.

aber war anderen unter die guertellinie schlagen mit unprofessionellen vorurteilen gegenstand des diskutierten artikels? oder wollen sie mir aufzeigen, dass ich es ihrer ansicht nach nie zu etwas bringen werde, da meine eltern beide keine matura haben?

Gast: education
14.09.2012 21:34
8 5

schlechtreden für wählerstimmen

So lange ist meine Studienzeit nicht her, aber mit mir haben vorwiegend Kinder von Arbeitern und "kleinen" Angestellten studiert. Dass es in Österreich eine Bildunngsschranke für die unteren Einkommensschichten geben würde, ist wohl völlig an den Haaren herbeigezogen. Dreimal darf man raten, wer diese Studien (mit Ergebnis) in Auftrag gibt oder nicht richtig interpretieren kann.

Antworten Gast: dreimal
14.09.2012 23:20
0 0

Re: schlechtreden für wählerstimmen

mein lieber, der auftraggeber der studie ist das wissenschaftsministerium welches seit über 15 jahren eine schwarze ressortleitung hat.

Gast: Halbwissen
14.09.2012 21:10
4 2

Mit 26 Jahren das erste Geld verdienen ist zu spät !

Wenn dann noch mit Praktika etc. zusätzliche Zeit verstreicht ist an eine Haushaltsgründung vor dem 40er fast nicht mehr zu denken.
Anders sieht die Sache natürlich aus wenn reichen Eltern eine 200 qm2 Studentenbude zur Inskription beisteuern.

Antworten Gast: Berufstätige Studentin
15.09.2012 16:14
0 0

Re: Mit 26 Jahren das erste Geld verdienen ist zu spät !

Wen interessiert denn eine Haushaltsgründung vor dem 40er (was immer Sie darunter verstehen)?

Studierende leben nur selten bei ihren Eltern, sondern entweder im Studentenheim, in WGs oder in einer kleinen, billigen Wohnung alleine. Mehr als 300/350 EUR gibt man nicht für Miete aus.

Erstes Geld verdienen mit 26 spielts sowieso nicht, weil die meisten Studierenden eh auch während des Studiums arbeiten. Ich arbeite z.B. seit meiner Matura, die ich mit 18 gemacht habe.

Wo lebst du eigentlich?

Oh mein Gott, manche Menschen haben ein Bild von der Welt!

Wer nicht gerade Genderwesen studiert hat, sondern etwas auch nur entfernt Brauchbares, verdient genug, dass er sich schon wenige Jahr nach dem Studium einen Kredit für ein Eigenheim leisten kann. Was aber natürlich nicht notwendig ist, denn auch eine Mietwohnung geht voll und ganz als "Haushalt" durch, man muss also nicht noch 14 Jahre bei Mami wohnen.