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Caritas fordert Runden Tisch zur Zivildienst-Reform

15.09.2012 | 10:56 |   (DiePresse.com)

Eine Gruppe mit allen Beteiligten solle die Produktivität der Gespräche heben und die "politische Profilierung" reduzieren, sagte Caritasdirektor Landau.

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Einen Runden Tisch aller zuständigen Ministerien, Hilfsorganisationen und Fachleute zum Thema Zivildienst forderte am Samstag der Wiener Caritasdirektor Michael Landau. Die Gesprächseinladungen einzelner Ministerien seien kontraproduktiv und würden nur der "politischen Profilierung" dienen, meinte er nach den getrennten Terminen im Innen- und Sozialministerium in den vergangenen Tagen. Seitens des Bundesheeres hat Generalstabschef Edmund Entacher bekanntgegeben, bis nach der Volksbefragung im Amt zu bleiben.

Der Vertrag des Generalstabschefs - der sich in der Wehrpflichtfrage mit SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos überworfen hatte - läuft bis Ende Jänner 2013. Es war aber kolportiert worden, dass er schon im Oktober in Pension gehen könnte. Dem trat Entacher nun im "Kurier" (Samstag-Ausgabe) und im "profil" entgegen. Er bleibe "bis das alles ausgestanden ist" - nämlich die Volksbefragung, die "ein Schicksalsdatum für das Bundesheer und Österreich" sei.

Sollte sich in der Volksbefragung eine Mehrheit für die Abschaffung der Wehrpflicht aussprechen, müsste auch ein "geeigneter Ersatz" für den Zivildienst gefunden werden. Landau befürchtet, dass die nötige Reform verschleppt wird. Nur mit einem Runden Tisch aller Beteiligten könnte ein unkoordiniertes Vorgehen vermieden werden, sagte er zur Kathpress. Die Caritas schlägt ein Drei-Säulen-Konzept vor - einen organisierten Freiwilligendienst, längerfristige professionelle Angebote und eine stärkere Förderung des Ehrenamtes.

(APA)

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14 Kommentare

Wasserkopf Bundesheer

Die ideologische Verpolitisierung des Themas Bundesheer und Zivildienst schreit zum Himmel.
Es gibt und gab keine Diskussion über das Aufgabengebiet unserer Armee. Die einzige Hauptaufgabe, Verteidigung der Souveränität, wird erst gar nicht angesprochen. Dafür findet der Einsatz von Soldaten im Katastrophenfall breiten Raum. Katastropheneinsätze sind jedoch kein typisches Aufgabengebiet einer Armee. Gerade in Österreich, wo jedes Kleindorf statistisch mehr als nur eine Feuerwehr unterhält, wird diese Aufgabe von den vielen Freiwilligen bestens bewältigt.
Und der Zivildienst, eigentlich als WEHRERSATZDIENST konzipiert, profitierten viele Sozialdienste und Einsatzorganisationen. Das diese Bereiche ohne "Zivildiener" nicht aus zukommen glauben, berechtigt nicht zur unsachlichen Debatte über das Österreichische Bundesheer!
Es drängt sich der Verdacht auf, dass die 25.000 Grundwehrdiener zum Erhalt eines Systems missbraucht werden, einzig damit rund 35.000 Berufssoldaten "Beschäftigung" und Berechtigung haben. In diesem Zustand dient das Bundesheer einzig einer teuren Traditionspflege! Umfang und Anzahl der "Berufssoldaten" entspricht in keinster Weise den Erfordernissen des Landes.
Trotzdem werden jährlich hunderte Soldaten zur Militärakademie oder zu Stabsoffizier-Lehrgängen zugelassen. Dies ist nicht zu verantworten und bläht den Wasserkopf Bundesheer immer weiter auf.
Daher müsste VOR der Volksbefragung dieser Wasserkopf zur Diskussion stehen!

Gast: phj
15.09.2012 17:42
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Die Arbeit der Caritas ist

doch eigentlich die Arbeit des Sozialministerium

Antworten Gast: Arbeitsstunden kosten Geld, genau so wie LEBEN Geld kostet!
15.09.2012 18:45
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doch eigentlich die Arbeit des Sozialministerium.....

...GENAU!...und deswegen soll das Sozialministerium, die Menschen die Hilfstätigkeiten ausüben, ORDENTLICH ANSTELLEN und auch ORDENTLICH ENTLOHNEN......die Zeit der GRATIS-SKLAVENARBEIT ist schon HUNDERTE JAHRE vorbei, sollte man denken! Diese Gratis-Sklavenarbeit hat sich natürlich im Rahmen des Zivilsdienstes, sehr gut als solche verstecken lassen!

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Ersatz

Ganz klar, wenn der Zivildienst fällt, braucht man umgehend einen Ersatz, da diese in sehr vielen Bereichen eingesetzt werden. Warum aber hier nach einer billigen Ersatzlösung mit freiwilligen oder "Sozial"-Praktikanten suchen?? Nur, weil etwas jhrlang so gemacht wurde rechtfertigt dies nicht das fortsetzen dieser Strategie.

Der Großteil der Zivi-Hackn kann nämlich ganz gemütlich in gewöhnliche Jobs umgewandelt werden. Beispiel Pflege und Rettungsdienst.

Gerade im Rettungsdienst möchte ich anmerken, dass auf lange Zeit nur eine reine Berufsrettungs die Lösung sein kann. Das, was uns mit der derzeitigen Ausbildung und Mitarbeitern, die vllt einmal im Monat nen Dienst machen geboten wird ist qualitativer Dreck und Betrug an der Bevölkerung..

durchaus verständlich ...

dass sich der Herr Direktor der Caritas Ges.m.b.H. nach einem möglichen Wegfall der vielen Zwangsarbeiter große Sorgen macht.

Antworten Gast: spartacus1
15.09.2012 14:57
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Re: durchaus verständlich ...

natürlich macht er sich sorgen...ein wegfall der zivildiener erfordert die einstellung fixen personals...die einzelne fahrt des krankentransportes wird teurer --> die krankenkassen werden ihre beiträge erhöhen --> alle bürger müssen draufzahlen

Re: Re: durchaus verständlich ...

Beispiel aus D: Vor 10 Jahren noch wurde jeder der die Rettung gerufen hatte obwohl er nur nen Schnupfen hatte, transportiert. Heute gibt es Krankentransportunternehmen neben dem üblichem Rettungswagen. In D wurden und werden im Erste-Hilfe-Dienst nur professionelle Festangestellte eingesetzt. Zivis durften in D per Gesetz eh nur bei Krankentransporten neben einem Professionellem eingesetzt werden. Seit nun auf dem Land das Rote Kreuz den Rettungswagen nicht mehr für Fahrten für Gehbehinderte einsetzt, wurden nun zb. in Schleswig-Holstein 15 Bezirksdirektionen geschlossen. Seniorenbetreung zB. findet, neben den "Wohltätern" von Kirchen etc. die Ihren Mitarbeitern 30% weniger bezahlen als die neu gegründeten kommerziellen Firmen, genauso wie Krankenfahrten etc. durch entsprechende Firmen statt. Der Satz den Krankenkassen bezahlen ist für alle gleich, so wie früher auch. Durch das schließen der Bezirksdirektion auf eine Landesdirektion vielen aber 15 Direktoren mitsamt Personal weg. Die Anzahl derer die früher sich ehrenamtlich beim RK engagiert haben ist aber trotzdem nicht gesunken. Mein Schwager der in einer kleineren Kommune dabei ist seit 20 Jahren, hat unlängst 5 Kollegen dazubekommen die sich hauptsächlich mit Nachhilfeunterricht für Kinder und Deutschkurse für Zuwanderer beschäftigen. Das das in Österreich nicht auch funktionieren können soll kann ich nicht nachvollziehen, oder sind Ösis blöder als Deutsche?
Es geht halt um zu vergebende Posten vor allem für ÖVPler!

Antworten Antworten Gast: the raptor
15.09.2012 16:24
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Re: Re: durchaus verständlich ...

Na und, der Steuer- und Ausbildungsentgang durch Zwangsarbeit bei den lieben NGOs ist volkswirtschaftlich wesentlich teurer.

Re: Re: durchaus verständlich ...

Ihr Kommentar kann nicht ganz stimmen.
Ich musste einmal einen Krankentransport für eine relativ kurze Strecke in Wien selbst bezahlen, weil die WGK die Kosten nicht übernahm.
Volle Länge mal Breite wurde da verrechnet. Da hätte ich mir locker ein Limousinenservice bestellen können ...
Also: kassiert wird volle Länge, aber den Mitarbeitern wird nur schmalste Breite bezahlt ....

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Re: Re: durchaus verständlich ...

Die "einzelene Fahr mit der Krankentrage" kostet derzeit viel, viel zu wenig! Unter anderm Grund für viele unnötige "Taxifahrten"..

Im Rettungsdienst siehts noch viel krasser aus, in manchen Bundesländern werden bloß 50€/Einsatz eines Rettungsmittels vergolten!

Kleine Anmerkung: Mit drastisch besserer Ausbildung im Rettungsdienst sinken die Rehakosten, da präklinisch mehr Schaden verhindert werden kann, bzw. weniger Schaden angerichtet wird.

dr


Gast: xxxx
15.09.2012 13:20
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Die sollen einmalden Zivildiener ein ordentliches Gehalt nachzahlen! Geld habens ja genug, weils keine Gewinnsteuern zahlen müssen.


Antworten Gast: xxu
15.09.2012 14:15
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Re: Die sollen einmalden Zivildiener ein ordentliches Gehalt nachzahlen! Geld habens ja genug, weils keine Gewinnsteuern zahlen müssen.

gewinnsteuern?
wer soll die zahlen, der staat?

übrigens bekommt man beim zivildienst das doppelte gehalt wie beim heer...

und ich finde jeder junge gesunde österreicher, der vom staat eine komplette schulbildung finanziert bekommt, sollte auch etwas für den staat tun (außer steuern zahlen natürlich), deshalb:

sozialjahr für alle, mit höchstens 700euro...soll ja gezwungenermaßen freiwillig sein

Antworten Antworten Gast: ZiviBomber
15.09.2012 15:56
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Re: Re: Die sollen einmalden Zivildiener ein ordentliches Gehalt nachzahlen! Geld habens ja genug, weils keine Gewinnsteuern zahlen müssen.

Rennts noch?

Die Grunvergeltung beim Heer und Zivildienst sind sehr ähnlich. Unterschied ist nur, dass bei vielen Organisationen mangels Verköstigung eine Essenspauschale bis zu 16€/Tag ausgezahlt werden muss. Darum kommen Zivis beim RK scheinbar auf den doppelten Lohn als Grundwehrdiener. Allerdings sind bei nem Arbeitstag im Rettungsdienst gleich mal die 10-15€/Tag an Lebensmitteln dahin..

Desweiteren tut jeder Österreicher etwas für den Staat, nämlich die höchsten Steuern unserer Geschichte zahlen! Und dafür auch noch für 700€ schikanieren lassen und Systemerhalten spielen? Nicht mit mir! Im übrigen ist solchen ein "freiwilliger" Dienst nicht mit den Menschenrechten vereinbar.

Obvious Troll is trolling!?