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Hintertür zur Invaliditätspension bleibt

16.09.2012 | 18:24 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Sozialminister Rudolf Hundstorfer wird wegen möglicher Umgehung der Annahme von Ersatzarbeitsplätzen gewarnt. Hauptziel der Neuregelung ist, den Andrang auf die Invaliditätspension einzudämmen.

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Wien. Werden ältere Arbeitnehmer künftig weiter zu leicht krankheitsbedingt in die Invaliditätspension gehen können statt durch Umschulungen einen adäquaten Beruf annehmen zu müssen? Nach dem Ende der Begutachtungsfrist zu dem von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) vorgelegten Gesetzesentwurf äußern Fachleute die Sorge, dass Betroffene über eine Hintertür weiter den direkten Weg in die Invaliditätspension antreten können. Der entscheidende Punkt dabei ist, dass es künftig für Angestellte und Fachkräfte statt des bisherigen Berufsschutzes einen Qualifikationsschutz (dieser lässt die Zuweisung zu einem gleichwertigen Job zu, Anm.) geben wird. Bei beruflichen Rehabilitations- und Qualifzierungsmaßnahmen muss aber die persönliche „Neigung“ der Betroffenen auch berücksichtigt werden. Das könnte, so wird auf Experten- und Wirtschaftsseite befürchtet, eine weitreichende Möglichkeit bieten, angebotene Ersatzjobs mit dem Argument, dass dieser eben nicht der persönlichen „Neigung“ entspricht, zu verweigern.

Im Sozialministerium wird diese Befürchtung nicht geteilt. Denn die Berücksichtigung der persönlichen Neigung sei auch schon bisher gesetzlich verankert.

 

Im Herbst in den Ministerrat

Schon im Vorfeld der Ausarbeitung des Gesetzesentwurfes, mit dem das Ziel Rehabilitation vor Pension verstärkt umgesetzt werden soll, hatte es zwischen den Sozialpartnern, also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen, ein Kräftemessen um die Abschaffung des Berufsschutzes und die Frage, welche Ersatzarbeitsplätze zumutbar sind, gegeben. Letztlich sind die Wirtschaftsvertreter am Widerstand des ÖGB und der Arbeiterkammer bei der Streichung des Berufsschutzes für Angestellte gescheitert. Für den Sozialminister wiederum war vorrangig, den Entwurf gemäß Koalitionsvereinbarung im Juli fertigzustellen, damit dieser rechtzeitig vor der Nationalratswahl 2013 beschlossen werden und 2014 in Kraft treten kann.

Wann Hundstorfer das Gesetz nun in dem Ministerrat einbringt und die Vorlage dann an das Parlament weitergeleitet wird, ist nicht fixiert, es soll aber heuer im Frühherbst der Fall sein. Hintergrund dafür ist, dass bei einem längeren Zuwarten die brisante Frage der Einschränkung des Zugangs zur (Invaliditäts-)Pension sonst Thema im Nationalratswahlkampf wird und eine Reform dann überhaupt scheitert oder verwässert werden könnte.

 

Auslegungssache für AMS-Mitarbeiter

Gegen die derzeit vorgesehene Variante wird ins Treffen geführt, dass die Berücksichtigung der Neigung eine Auslegungssache der Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice (AMS) und bei der Pensionsversicherungsanstalt wird. Dabei gibt es die Befürchtung, dass in manchen Bundesländern wie etwa Wien dies weniger streng gehandhabt wird als beispielsweise in Westösterreich.

Hauptziel der Neuregelung ist, den Andrang auf die Invaliditätspension einzudämmen. Das niedrige durchschnittliche Pensionsantrittsalter bei den Invaliditätspensionen (bei Männern rund 53 Jahre, bei Frauen nicht zuletzt wegen der steigenden Zahl psychischer Erkrankungen wie Burn-out nicht einmal 50 Jahre) soll damit erhöht werden. Somit sollen Kosten im Pensionssystem gespart werden.

Genau die Kosten in den ersten Jahren nach der Einführung sind ein weiterer Konfliktpunkt. Denn das Finanzministerium mit Ressortchefin Maria Fekter (ÖVP) stemmt sich dagegen, dass 2014 und 2015 Mehrkosten von insgesamt rund 50 Millionen Euro anfallen, die nicht vom Sozialministerium gedeckt werden. Hundstorfers Ressort hingegen argumentiert, dass längerfristig schon bis 2018 Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro zu erwarten seien.

Von den Seniorenorganisationen von SPÖ und ÖVP gibt es an einem weiteren Punkt Kritik. Dies betrifft den Umstand, dass die Neuregelung der Invaliditätspensionen nur für ältere Beschäftigte im ASVG-System, also in der Privatwirtschaft, zur Anwendung kommt. Für Bauern und Gewerbetreibende gibt es eigene Lösungen, Beamte und deren krankheitsbedingte Frühpensionen sind von der Änderung nicht betroffen. Der Seniorenrat, die Dachorganisation der Pensionistenverbände, hat dafür kein Verständnis.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.09.2012)

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34 Kommentare
 
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Gast: heinzelmann
18.10.2012 16:19
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Geistheiler

Hundi, der wundersame Geistheiler, Schamane oder Groschenzähler. Korruptions, Manipulations und Auflagenorinetiertes Österreich, eine neue Ära!was bleibt da noch zu sagen für die kommenden Jahre?!

Unfähigkeit hat einen Namen!

Auch die SPÖ braucht den Zugang zur Invaliditätspension, durch die Hintertür!

Oder glaubt jemand, dass das keine Absicht war?!

kniefall vor der letzten verbliebenen roten wählergruppe!

wieder einmal sehr zum schaden der jungen und fleißigen!

Antworten Gast: Cessna
17.09.2012 16:41
0 0

Re: kniefall vor der letzten verbliebenen roten wählergruppe!

Keine Ahnung vom Tuten und Blasen! Sie glauben im Ernst dass Almosenbezieher eine Invaliditätspension die Roten wählen?

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ebenso wie die Hacklerregelung aufrecht erhalten wird,

versucht man weiterhin seine Schäfchen (Lehrer und andere Büromenschen wegen angeblichem Burnout....) im "Trockenem" zu belassen, während der einfache Arbeiter am besten bis zu seinem Umfallen tätig sein soll und werden wird müssen.

Dies nennt sich dann weiterhin sogar noch "sozial" ?!

Der Hundsi soll lieber seine toten links auf seiner webpage

entfernen, anstatt hier die toten wieder in erwerb zu bringen.

Nur zum Nachdenken

betreffend dieses, zwar theoretisch moralisch einwandfreien Vorhabens, welches jedoch - wie viele andere Theorien - ziemlich praxisfremd scheint:

Welche Firma wird eine solche Person, von welcher man weiß sie will in Frühpension (die Leute sind bei Vorstellungsgesprächen sehr offen) und nicht an einen Arbeitsplatz, tatsächlich beschäftigen?

Antworten Gast: Xerki
17.09.2012 12:02
2 0

Re: Nur zum Nachdenken

um das geht es doch gar nicht!
Es geht darum Leute VOR Pensionsantritt auf ein soziales Abstellgleis zu manövrieren, wo ihre Pensionsdurchrechnungszeiten und -ansprüche wegen der geringen AMS-Beihilfen aufs Existenzminimum bzw. auf das Niveau der Mindestpension gedrückt werden.

Gast: NocheinParteiloser
17.09.2012 10:50
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Die Beamtendespotie schützt sich weiter selber!

Die Regierung mit dem Parlament einer Beamtendespotie versucht nicht einmal bei der Frage des Versetzungsschutzes und Berufsschutzes eine Angleichung deren Besserstellungen (Menschenrechtswidrig!) zu erreichen. Diese Regierung will offensichtlich deren Beamtendespotie (gemeint alle Typen in den geschützten Bereichen) noch weiter auszubauen und den Bürger dafür eine noch höhere Rechnung zu präsentieren.

Tatsächlich ist die geplante Sanierung des Ö Staatshaushaltes auch auf den Schutz der Vergehen gehen die Menschenrechte (positive Diskriminierung) ausgelegt. Das zu 80% einnahmenseitige Sparen (inkl. kalter Progression) zielt genau auf die Finanzierung der kranken geschützten Bereiche ab und muss einfach nur zu einer erheblichen weiteren Beschädigung der Realwirtschaft führen.

Diese Beamtendespotie ist auch mit mehr als 1 Mio. Menschen in Armutsgefährdung auch noch nicht zufrieden, die wollen noch mehr arme Menschen produzieren um deren irren Ruhegenüsse und Nichtleistungen weiter am Leben zu halten.

Es waren auch in Griechenland die vielen geschützten Bereiche, welche über Dekaden die Regierung gestellt haben und selber immer weniger Leistung erbracht haben. Das ging so weit, dass dem Land die erforderliche Leistung zur Versorgung abhanden gekommen ist. Österreich geht genau diesen Weg, nur die staatliche Peitsche auf dem Rücken der ungeschützten Bürger schlägt viel heftiger.

Gast: Hacklwerfer
17.09.2012 10:04
2 0

BGE für ALLE!

...und wir können uns den unnötigen AMS - Sozialamt - Beamtenapparat sparen und womöglich bleibt sogar noch ein Rest fürs Aufstocken anderer Ausgaben...

(Ist aber nur so eine "Milchmädchenidee")

Antworten Gast: Betroffener
17.09.2012 12:06
1 0

NEIN, das darf nicht sein! Das darf nicht sein!

Des Menschen erste Pflicht ist es zu leiden und andere leiden zu lassen. Das lehrte schon die allein selig machende Mutter Kirche. Außerdem, was wollen Sie mit all den Beamteten und AMS-Trainern machen?Die können ja nichts anderes und würden womöglich zum Randalieren anfangen. Und die Freind, denen die Schulungsbetriebe gehören! Denen wollen Sie einfach ihre und unsere gewohnten Einnahmequellen nehmen? Sie sind ja nicht normal!

Was für ein Unsinn!

Die "persönliche Neigung" korrespondiert natürlich auch mit den persönlichen Fähigkeiten; Ein Jurist , der die Rechte studiert hat, weil er zwei Linke (Hände) hat, oder ein Wirtschaftsakademiker wird nicht unbedingt zum Techniker umschulbar sein. Und man kann doch von diesen Menschen nicht im Ernst verlangen, dass sie nach einer jahrzehntelangen erfolgreichen Karriere in einer Putzkolonne oder als Taxifahrer enden, weil sie unheilbar erkrankt sind; abgesehen davon, dass die meisten "Invaliden" überhaupt nichts mehr arbeiten können. Und wo bitte gibt es für (schwer)kranke Menschen 50+ einen Arbeitsmarkt; den gibt es ja für Gesunde schon nicht mehr. 300 Mio Ersparnis bis 2018? Abgesehen davon, dass bislang von 700 Mio. die Rede war: im Vergleich zu dem Geld, das da für diverse Banken- und Eurorettungsaktionen oder sonstigen Unsinn rausgeschmissen wird sind das doch Peanuts.

Gast: Peschek Z
17.09.2012 09:05
5 1

Ersatzarbeitsplätze?

Wo wollen sie schwer traumatisierte Zuwanderer unterbringen, die noch nach Jahrzehnten unter schweren Schlafstörungen leiden und nicht schwer heben dürfen?

Antworten Gast: Berater
17.09.2012 10:02
0 3

Hacklerfrühpension nur

... für Proporzbeamtete und ihre Mischpochen, nicht aber deren Opfer.

Gast: klx
17.09.2012 08:45
0 0

"Auslegungssache" - in einem Rechtsstaat??????


Die haben doch nicht alle Tassen im Schrank.

Re: "Auslegungssache" - in einem Rechtsstaat??????

Naja, in der Praxis ist das immer eine Sache der entsprechenden Gutachten. Und da gibt es ein sehr breites Spektrum. Beispiel? Ist Herr Elsner verhandlungsfähig oder nicht....

Die Verweise auf andere Tätigkeiten gibt es im Übrigen in der Rechtsprechung bereits sehr lange. Gerade das Hundsdorfer´sche Beispiel, dass man den bewegungseingeschränkten Facharbeiter ja zu einem Fachberater im Baumarkt umschulen könne ist seit Jahrzehnten Praxis.

Persönliche Neigung

Die meisten, die sich in die Frühpension flüchten haben eine persönliche Neigung zum Biertrinken und Fernschauen. Wird gar nicht so leicht, für die alle einen passenden Job zu finden.

Antworten Gast: nikolaus&brezln
18.10.2012 14:57
0 0

Re: Persönliche Neigung

Was sind denn die meisten in Prozent ausgedrückt, JohnGalt, bist du vor Knochenbrüchen, Tod, Altern , Grippeerkrankungen ausgenommen? Bitte nicht einfach schreiben ohne zu denken, das zählt nicht als Meinung.

Antworten Gast: Berater
17.09.2012 10:10
1 1

Sind Sie selbst einer? Ohne (politische) Beziehungen ist das ja schwer.

Re: Persönliche Neigung

Derartige Pauschalurteile sollten Sie sich sparen. Es ist alles Andere als leicht zu einer Invaliditätspension zu kommen, da muss man schon (schwer)krank sein (immerhin gibt es da mehrere unabhängige Gutachten). Abgesehen davon: die Invaliditätspension ist mit durchschnittlich EUR 957,-- ein Bettel und die Menschen, die die in Anspruch nehmen müssen leben im Schnitt um mehr als 10 Jahre kürzer; das wird wohl nicht aufgrund des Biertrinkens und Fernsehens sein.... Einsparungen von EUR 300 Mio. bis 2018? Was ist das schon, wenn z.B. die Hypo Kärnten nächstes Jahr 2,2 Milliarden Euro braucht....Es ist einfach falsch, bei den ärmsten der Armen (aber auch beim Mittelstand!) zu sparen und gleichzeitig an anderen Stellen jede Menge an Geld hinauszuwerfen.

für Beamte ändert sich selbstverständlich nichts

die sind weiterhin wegen burn out mit 48 invalide. hundsdorfer ist weit entfernt von SOZIAL, einzige Konsequenz wäre ein sofortiger Rücktritt.

Gast: naservas
17.09.2012 07:09
5 1

peanuts

"Denn das Finanzministerium mit Ressortchefin Maria Fekter (ÖVP) stemmt sich dagegen, dass 2014 und 2015 Mehrkosten von insgesamt rund 50 Millionen Euro anfallen, die nicht vom Sozialministerium gedeckt werden"-

Das sind PEANUTS , denn 50 Mio EURO kosten uns JÄHRLICH die Sevice- u Instandhaltung unserer Eurofighter.
Bei ihrer Anschaffung hat man uns erklärt, dass die laufenden Kosten sehr günstig sein werden, da wir gut verhandelt haben.

Antworten Gast: nachgeschaut
17.09.2012 08:38
1 0

Re: peanuts

von unser aller Einkommenssteuer und Lohnsteuer 2011 wurden lt. Fr Fekter an folgende Bereiche ausgegeben:

- 10,2% für Steuerzuschüsse zur gesetzl. Pensionsversicherung (ASVG)

- 4,9% für Pensionen im öffentlichen Dienst (Pensionen für Beamte des Bundes und Ersätze an die Länder für Pensionen der Landeslehrer)

- Pensonen für ÖBB-Bedienstet sowie für Bedienstete der Post AG, Telekom AG u ÖBB-Postbus Gmbh wurden leider nicht genau angegeben (geschätzte 2-4%)

- 17% für Soziale Wohlfahrt, Gesundheit (das sind Arbeitsmarktpolitik, Familienlastenausgeleichsfonds und Pflegegeld)

-8,3% für ZINSEN für STAATSCHULDEN (da ist die Rückzahlung der Schulden noch nicht berücksichtigt)

-22,6% für Länder und Gemeinden

-2,2% für Landesverteidigung (Heer- und Heeresverwaltung, Zivilschutz)

- ...

Es muss wohl überall ZUMINDEST ein wenig eingespart werden.

Wenn wir nicht so viele Zinsen für unsere Staatschulden zahlen müssten (das sind ca. 7,8 Mrd Euro für 2011) dann könnten wird andere Bereiche besser unterstützen.

MfG

Re: Re: peanuts

Aber ohne es wirklich zu wissen: ich denke die 10,2% Zuschuss zur Pensionsversicherung zahlen sich wohl die Pensionisten selbst; die zahlen nämlich auch Lohnsteuer, und das nicht gerade in geringem Ausmaß, jemand der eine läppische Bruttopension von monatlich EUR 2.000,-- hat zahlt im Jahr mehr als EUR 4.000,--....

Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
17.09.2012 16:39
0 0

Re: Re: peanuts

Dann schauen Sie aber auch etwas genauer nach und Sie werden erkennen dass der ominöse Familienlastenausgeleichsfonds zu 80 Prozent eine "Steuergeldwäsche" (sprich; Umverteilingsmechanismus) zur Finanzierung von Beamtenpensionen (und Beamtenwitwenpensionen) ist.

Gast: klx
17.09.2012 06:37
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wo die Probleme wirklich stecken:



http://kurier.at/nachrichten/4512334-ruinoese-pensionsversprechen.php

In Österreich sind von den jährlich ausbezahlten Pensionen rund ein Drittel nicht gedeckt, also nie durch eingezahlte Beiträge abgesichert worden.
"Die Finanzministerin muss derzeit jährlich rund 14 Milliarden Euro zuschießen", erklärt Pensionsexperte Bernd Marin. Das könne nur durch immer neue Schulden finanziert werden. "Aber irgendwann bekommt man das Geld nur noch zu italienischen oder griechischen Konditionen – oder gar nicht mehr", warnt er.
Die meisten Pensionen in Österreich seien sehr wohl beitragsgedeckt. ASVG-Pensionen etwa zu 90 Prozent, bei der PVA insgesamt zu mehr als 80 Prozent.
Das Problem seien zu hohe Versprechungen bei Sonderverträgen, bei Beamten, Altpolitikern, Sozialversicherungen oder der Nationalbank: "Dort werden – im Schnitt – 600.000 Euro pro Kopf ins Pensionssystem eingezahlt und 2,3 Millionen Euro ausgezahlt, unterhalb der Direktoriumsebene. Dafür muss der Steuerzahler aufkommen."
Lösung sei ein sanfter Wechsel zum schwedischen Modell: Dort weiß jeder, wie viel auf seinem Pensionskonto verbucht ist. Die monatliche Pensionshöhe wird im Bezug auf die durchschnittliche Restlebenserwartung berechnet. Wer schon mit 63 Jahren in Pension geht, bekommt 16 % weniger, wer mit 70 geht erhält 57 % mehr Pension als mit 65. Marin: "Da kann man nicht schwindeln oder verkehrte Anreize zum frühen Ausstieg setzen."


 
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