SPÖ liegt in Umfragen klar vorne

17.09.2012 | 11:38 |   (DiePresse.com)

ÖVP und FPÖ ringen in der Sonntagsfrage um "Silber". Die Stronach-Partei würde derzeit den Einzug ins Parlament schaffen, das BZÖ nicht.

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Sollten die Reibereien in der Koalition zur vorgezogenen Nationalratswahl führen, wäre die SPÖ klarer Favorit. Sie liegt seit einiger Zeit in den Umfragen unangefochten vorne, mit ziemlich demselben Wert wie 2008. Die ÖVP müsste hingegen um den damals verteidigten zweiten Platz fürchten. Der Konkurrent FPÖ leidet allerdings unter der neuen Stronach-Partei. Für das BZÖ ginge es bei einer Wahl ums Überleben im Nationalrat, die Grünen dürften mit einem Zuwachs rechnen, ergibt ein Überblick über die aktuellen Sonntagsfrage-Ergebnisse.

Die SPÖ ist in den Umfragen die einzige Partei, die an die 30 Prozent kommt. Bei der Wahl 2008 hatte sie diese mit 29,26 Prozent knapp verfehlt. In den Umfragen weisen OGM (für den "Kurier") und Gallup ("Österreich") 28 Prozent aus, Market ("Standard") 30 Prozent. Von einem Gleichstand von SPÖ, ÖVP und FPÖ - wie er im Frühjahr 2011 ausgewiesen wurde - ist jetzt keine Rede mehr. Die SPÖ liegt mit fünf Prozentpunkten und mehr vorne.

Denn die ÖVP rangiert in den Umfragen nur mehr bei 21 bis 24 Prozent. Sie müsste also mit deutlichen Einbußen gegenüber 2008 (25,98 Prozent) rechnen. Anders als noch im heurigen Frühjahr könnte sie aber hoffen, den zweiten Platz zu halten.

Denn die FPÖ liegt - mit derzeit 20 bis 23 Prozent - nur bei OGM gleichauf mit den Schwarzen, bei Market und Gallup aber auf Platz 3. Die Blauen würden zwar deutlich zulegen gegenüber 2008 (17,54 Prozent), hatten in den vergangenen Jahren aber auch schon wesentlich bessere Umfragewerte.

Dies liegt daran, dass mit Frank Stronach ein neuer Player ins Spiel kam. Er schaffte in den Sonntagsfragen vom Start weg sechs bis zehn Prozent. Darunter leidet auch das BZÖ, für das der Wahlsonntag - mit durchgehend drei Prozent in den aktuellen Umfragen - zum Schicksalstag würde. Von den 10,7 Prozent des Jahres 2008 ist keine Rede mehr, damals führte Jörg Haider die Orangen in die Wahl.

Keine Probleme bereitet Stronach den Grünen. Sie liegen in den Umfragen mit zwölf bis 15 Prozent klar über den 10,70 Prozent der Wahl 2008 - und wären damit ein Wahlsieger.

Dass die Wahl vorgezogen wird, würde von einem guten Teil der Wähler goutiert. 30 Prozent wünschten sich dies in einer Market-Umfrage für den "Standard". In einer anderen Market-Umfrage war die größte Erwartung an die nächste Wahl - genannt von 46 Prozent -, dass der Regierung ein Denkzettel verpasst wird. Dies wäre laut den Umfragedaten - wegen der Schwäche der ÖVP - wohl auch der Fall.

Denn Rot-Schwarz liegt aktuell bei 49 bis 54 Prozent, also unter den 55,24 Prozent des Jahres 2008. Die Fortsetzung der Großen Koalition wäre nach derzeitigem Stand auch die einzige Zweierkoalitions-Variante mit einer Mehrheit. Weder Rot-Grün noch Schwarz-Blau ginge sich aus. Eine satte Mehrheit mit deutlich über 60 Prozent hätte Rot-Schwarz-Grün. Schwarz-Blau gemeinsam mit Stronach kommt, rechnet man die Sonntagsfrage-Werte zusammen, derzeit auf 51 bis 53 Prozent.

(APA)

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44 Kommentare
 
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Gast: Claudia11
19.09.2012 00:26
0

Ich wähle die Piraten. Diese sind mir am sympathischsten.


Ich sehne mich nach Neuwahlen

wahrscheinlich 70 % meine Landsleute ebenso.

wer wurde befragt

die angehörigen von den Reds, ihre engsten Freunde,
eventuell in Altersheimen, mit der Fragestellung:

Wenn morgen Wahlen sind - geben sie ihre Stimme der SPÖ oder Faymann.

Die Österreicher sind durch die Erfahrungen verständlicherweise völlg Politikverdrossen


Die Bürger sind in einer völlig hilflosen Situation. Gefangen - in einem unendlichen Bonzodrom zwischen völlig unfähigen dafür aber proletenaffinen Parteien, einem Parlament bestehend aus (nahe an 100%) ausschliesslich pragmatisierten Beamten staatsnaher Betriebe, unternehmerfeindlicher Kammern, bremsenden Gewerkschaften, einer Schattenregierung unter dem Namen Sozialpartnerschaft , ausschließlich selbstreferenzierenden Interessenvertretungen, einer parteiischen und einer berichtspflichtigen und offensichtlich unwilligen / hilflosen Justiz, einer staatlich bestochenen Presse und ähnlichem das jeden politischen Lebenswillen und freies Unternehmertum bis ins Koma sediert.

Ich seh die ÖVP schon bei 15% ... freu:)))


Ich sehe sie eher bei 15 Wählern.


Umfragen kurz erklärt

Die Wählerstimmen für die SPÖ sind ganz leicht zu erklären weil die SPÖ eben nicht die Partei der Arbeitnehmer ist sondern die Partei der Arbeitslosen weil von denen gibt es weit mehr in Österreich.

Es gibt in Österreich ca. 2 Millionen Zuwanderer die reich beschenkt mit Gemeindewohnung, Mietzinsbeihilfe und Mindestsicherung treu ergeben SPÖ wählen.

Es gibt in Österreich ca. 2,25 Millionen Pensionisten die nur SPÖ wählen können weil die zwar auch die Pensionen kürzen aber halt net so stark wie die ÖVP gern würde.

Ja und dann gibts in Österreich noch 2 Millionen Beamte inklusive deren Familien, die wählen zwar proporzmäßig schwarz und rot aber unterdem Strich bleibt eine Million potentieller Wähler.

Da kann man nur froh sein, dass nach 40 Jahren Klientelpolitik einige den Sprung aus der Abhängigkeit geschafft haben sonst könnten Jahrzehnte absoluter SPÖ-Mehrheit folgen...

hahahaaa! Immer zuverlässig hier das SP-Bashing!


die bestechung des boulevard macht sich offenbar bezahlt!

wie hirnrissig muss man wohl sein, um noch spö zu wählen?

Gast: Orakel
17.09.2012 16:58
1

Wo ist denn die Arbeit hin, wo ist sie geblieben?

Diebe sind sie eh: Arbeitsplatzdiebe!

Und gute Lohne versuchen sie mit Hilfe von Hundstorfer zu drücken.

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SPÖ liegt in Umfragen klar vorne - auf der Anklagebank


vor den, sie seit Jahrzehnten, gegen die Interessen des Souveräns, stützenden servilen Mittätern!

Re: SPÖ liegt in Umfragen klar vorne - auf der Anklagebank

Sehr gut zusammengefasst! Die servilen Täter der SPÖ sind sogar hier im Forum unterwegs!

Re: Re: SPÖ liegt in Umfragen klar vorne - auf der Anklagebank

Ich wußt gar nicht, daß Grasser, Strasser, Mensdorff, Meinl, Scheuch... der SPÖ angehören.

Mit ideologischen Scheuklappen versehen können Sie nicht erkennen, dass es sich um ein systemisches Problem....

und nicht um ein parteipolitischen handelt.
Sie sind, wie bei Pferden, Asseln und fundamentalistischen Gläubigen, gut drann - sie ersparen sich das Denken komplett und ersetzen es durch eingelernte Automatismen.

Re: Re: Re: SPÖ liegt in Umfragen klar vorne - auf der Anklagebank

Bekommen sie für diese Meinung im Forum Geld dafür oder Zukunftsaussichten?

Re: Re: Re: Re: SPÖ liegt in Umfragen klar vorne - auf der Anklagebank

Der Grund für Ihr Gestammel ist entweder Schlafmangel oder C2Abusus. Vor Posten Gehirn einschalten !

Re: Re: Re: Re: Re: SPÖ liegt in Umfragen klar vorne - auf der Anklagebank

für Sie 'Hypolit' wird auf der Anklagebank auch noch ein kleines Platzer'l frei sein - als willfähiger ideologischer Unterstützer einer kriminellen' Vereinigung zum Schaden Österreichs.

Gast: Bald sind wir euch los
17.09.2012 16:38
10

Genauso getürkt wie

Inflationsrate
Zuwanderungsrate
Arbeitslosenrate

anscheinend fragen sich die Roten nur unteinender ab und lügen sich in bewährter Manier immer tiefer in den Sack. Habt ihr es noch immer nicht geschnallt, dass euch keiner mehr glaubt.

Antworten Gast: Hans Werfel
17.09.2012 22:53
0

Re: Genauso getürkt wie

das grosse Würfelspiel 2013
Pest oder Cholera
es wird noch viele Auf und Ab bei den sog. Wahlprognosen geben
realistisch -weil zum kotzen ..z.b.
SPÖ 25 ÖVP 25 Stronach 15 FPÖ 15
Grüne 10
Rest ..Kanonenfutter
und wer schluckt dann die Krot?

Antworten Antworten Gast: LeCube
19.09.2012 00:34
0

...

Die Violetten nicht vergessen. Direkte Demokratie heisst das Zauberwort.

Die Piraten werden täglich besser.

Gast: alsobei
17.09.2012 15:18
6

mir

kriegt SPÖ OVP und Grün zusammen 0 %

danke für 40 % kaufkraftverlust höchste steuerlast medien-meinungsdiktatur bundeshymne heer etc..

ps . hab schon zu lange nicht gewählt sry

Ich frage mich:

Kupfert jetzt orf.at bei diepresse.at ab? Oder umgekehrt? Oder lassen beide von einem unbekannten Dritten schreiben? Absätze 1 bis 6 sind vermutlich wortident :(

unbekannter Dritter ?

...Sonntagsfrage-Werte zusammen, derzeit auf 51 bis 53 Prozent.

(APA)

Ä
i
i
i--> DA steht der Urheber ...

Re: unbekannter Dritter ?

Glauben sie wirklich, dass eine Umfrage veröffentlich würde, in der die derzeitige Regierung bzw. ihr Kanzler keine Mehrheit mehr hat und damit damit de fakto die Legitimität abgesprochen werden würde?
Gemäss dieser Umfrage würde die SPÖ (minimalst) dazugewinnen, wie wahrscheinlich ist das denn?

Und am Wahlabend fallen die Journalisten dann wie immer aus allen Wolken wenn die FPÖ über alle Erwartung dazu gewonnen und SPÖVP verloren haben.

Meine Prognose:
25% FPÖ
25% SPÖ
20% ÖVP
15% Grün
9% Stronach
6% BZÖ


Antworten Antworten Antworten Gast: Captain Direkte Demokratie
18.09.2012 23:42
0

Die Piraten entern mit direkter Demokratie.

Umfragen sind relativ. Sie vergessen die Piraten. Warten sie die nächsten Wahlen ab.

Das BZÖ hat sicher nicht so viele Wähler wie die Piraten jetzt schon. Die Piraten nehmen allen Parteien Wählern ab.

Diese Umfrage zeigt die Piraten schon vor dem BZÖ http://vorlauter.files.wordpress.com/2012/08/umfrage-5-august1.jpg

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Nichtrotgruen-in-Wien
19.09.2012 20:01
0

Re: Die Piraten entern mit direkter Demokratie.

Wem interessiert schon ob die Piraten vor einer Kärntner Partei sind?

Die Piraten sollten die Grünen überholen, die haben keinen Funken Basisdemokratie mehr in sich.
Die Zustimmung zum ESM (Zweidrittelmehrheit war nötig, sonst wäre der ESM niemals in Österreich in Kraft getreten!) war ein Kuhhandel.
Die Grünen sind unwählbar geworden.

Das die Piraten den Grünen viele Basismitglieder und Wähler wegnehmen.
Habts gute Chancen.

 
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