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U-Ausschuss: Glawischnig hält an Moser fest

17.09.2012 | 18:17 |   (Die Presse)

Die Grünen wehren sich gegen die Rücktrittsforderungen an die Vorsitzende des Korruptionsuntersuchungsausschusses Gabriela Moser und stellen eine Dringliche Anfrage an Bundeskanzler Werner Faymann.

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Mauerbach/Ib. Bei ihrer Klubklausur im Wienerwald waren die Grünen am Montag redlich bemüht, ihr Saubermannimage aufrechtzuerhalten. Nicht nur, dass sich der Fahrer des „Sommertour“-Busses auf der Hinreise brav an alle Verkehrsregeln hielt. Parteichefin Eva Glawischnig wehrte sich gegen die Forderung von SPÖ und ÖVP, ihre Parteikollegin Gabriela Moser sollte nach heftigen Debatten über ein Protokoll als Vorsitzende des Korruptionsuntersuchungsausschusses zurücktreten: Die Grünen würden klar an Moser festhalten. Denn sie habe sich „absolut korrekt“ verhalten, sagte Glawischnig unter tosendem Applaus und kleinen Jubelschreien der restlichen Mandatare.

Den Regierungsparteien gehe es bei dem Streit nur um eines: die Ladung von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) vor den U-Ausschuss rund um die Inseratenaffäre zu verhindern, so Glawischnig weiter. „Wir lassen uns das nicht gefallen.“ Im August hatte Faymann noch bei einem gemeinsamen Treffen behauptet, er würde als Auskunftsperson im U-Ausschuss zur Verfügung stehen: „Das gehört dazu, man muss Rede und Antwort stehen.“ Ob Glawischnig den Kanzler an seine Worte erinnert habe? „Ja“, sagt die Grünen-Chefin zur „Presse“. „Aber er meint, es sei eine Entscheidung der Fraktion.“

Befragen wollen die Grünen Faymann zu den ÖBB- und Asfinag-Inseraten trotzdem – und zwar bereits morgen, Mittwoch, bei der ersten Nationalratssitzung im Herbst. Dazu werden die Grünen eine Dringliche Anfrage an den Kanzler stellen. Eine Ladung vor den U-Ausschuss ersetze das allerdings nicht, richtete Glawischnig den Klubchefs von SPÖ und ÖVP, Josef Cap und Karlheinz Kopf, aus.

 

„Wie das erklärt wird, ist mir ein Rätsel“

Die Chancen, dass der Untersuchungsausschuss die Krisensitzung im Parlament am Mittwoch überlebt, hält Glawischnig für nicht allzu groß. Auf die Frage, ob sie davon ausgeht, dass der Ausschuss dann „abgedreht“ werden könnte, sagte sie: „Ich befürchte es. Aber wie das öffentlich erklärt wird, ist mir ein Rätsel.“

Hintergrund: Nachdem Moser in einer Ausschusssitzung einen Vier-Parteien-Antrag als geschäftsordnungswidrig abgelehnt hatte, zog sie den Zorn der anderen Parteien auf sich. Nun ist sie zwar bereit, ihn doch zuzulassen – die restlichen Parteien fordern allerdings ihren Rücktritt. Die Grünen vermuten, die Koalition wolle mit den Streitereien den Ausschuss abdrehen und damit eine Befragung Faymanns verhindern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.09.2012)

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101 Kommentare
 
12 3

Nichts

Herr Fischer, Sie sind durch NICHTS zu ersetzen, die Lücke, die Sie bei einem Rücktritt hinterlassen, ersetzt sie vollständig :-)

es wird kritisch!

ja wo ist denn unser bundesheinzi wier einmal?

Gast: Papa Schlumpf
18.09.2012 11:13
9 0

Fischer schweigt - welch Überraschung

Anders wäre es wenn es gegen die Opposition ginge.

ohne Partei sind sie nichts

Einen mutmaßlichen Verbrecher als Bundeskanzler und einen rückgradlosen Parteigänger als Bundespräsidenten - Heinzi, mir graut vor Dir!

Antworten Gast: Baur4
18.09.2012 10:58
2 0

Re: ohne Partei sind sie nichts

In Kärnten bei den 6 Mio vom Birnbach schwieg dazu Bundespräsident Fischer nicht so "laut".

Gast: mosius 787
18.09.2012 09:24
3 1

Glawischnik will also weiterhin Moser

- soll sie! Am besten sie beginnt eine eingetragene Partnerschaft mit ihr!

3 0

Teurer U-Ausschuß für nichts!!!

Wir haben eine Justiz, die Verbrechen aufzuklären hätte. Es gibt sogar eine eigene Korruptionsstaatsanwaltschaft, die hauptsächlich für Politiker eingerichtet wurde. Eine Justiz kann Verbrecher verurteilen und auch Verfügungen zur Wiedergutmachung aussprechen, ja sogar hin bis zur Exekution reicht die Amtsgewalt der Justiz!!!

Der U-Ausschuß wurde lediglich installiert, um unnötigen Politikern ein Amterl zu verschaffen. Dieser U-Ausschuß darf aufdecken, mehr aber nicht. Würden wir uns sämtliche U-Auschuß Mitglieder ersparen, wäre dies die einzige sinnvolle und nützliche Maßnahme, nämlich die Reduzierung der viel zu vielen Abgeordneten.

Würden die Prominenten und Politiker sich jedoch für eine unabhängige und funktionierende Justiz einsetzen, wären Faymann & Co. schon längst verurteilt!!! ABER DAS WILL MAN NICHT!!!

falsche Selbsteinschätzung ist das Grundproblem der Grünen

tut leid, aber bezeichnend war die Wahl von Moser für den UA, das haben sich SPÖ und ÖVP gut ausgedacht ganz bewusst eine schwache Persönlichkeit dafür zu wählen und die Grünen haben vor lauter Eitelkeit gedacht dass sie eine ernst zunehmende Kraft geworden sind. Wie die Hühner und der Gockel schnatterten sie durch die Gegend und sind letztlich jetzt wieder immer Hühnerstall verschwunden.

falsche Selbsteinschätzung ist das Grundproblem der Grünen

tut leid, aber bezeichnend war die Wahl von Moser für den UA, das haben sich SPÖ und ÖVP gut ausgedacht ganz bewusst eine schwache Persönlichkeit dafür zu wählen und die Grünen haben vor lauter Eitelkeit gedacht dass sie eine ernst zunehmende Kraft geworden sind. Wie die Hühner und der Gockel schnatterten sie durch die Gegend und sind letztlich jetzt wieder immer Hühnerstall verschwunden.

Gast: Argesauge
18.09.2012 07:31
7 0

Vorschlag

Anzahl der Nationalratssitze mit der Wahlbeteiligung multiplizieren, Parteienfoerderung detto!

so spüren die Parteien auch die Unzufriedenheit der Nichtwähler direkt 1:1 im Börserl!

Gast: Axel11
18.09.2012 06:57
8 0

Moser gegen Faymann tauschen

Die Grünen sollten sich mal überlegen, Mosers Abgang gegen einen verpflichtenden Auftritt von Faymann zu tauschen. Es kann ja ein anderer Grüner den Vorsitz übernehmen ...

Re: Moser gegen Faymann tauschen

Gute Idee, Faymann soll den Vorsitz übernehmen. :-)

Gast: Unglaubliche Zustände, fast so wie in Österreich!
17.09.2012 22:48
4 0

So etwas nennt man KÜNSTLICHEN STAU......

....damit wird ein Ziel herbeigestaut, welches vor einigen Wochen ausgehandelt wurde!
be.es: mich macht die "Sprachlosigkeit" des Bundespräsidenten sprachlos......nicht im ärgsten Politthriller hätte ich mir derartige Zustände erwartet.....einfach irre, was es alles gibt.....und das ALLES vor unseren Augen, als gäbe es diese katastrophalen Politzustände schon Jahrzehnte und als wären sie darin gross geworden!

Was erwartet’s ihr denn?

Fische sind stumm!

Gewählt hab’ ich Gott-sei-Dank den netten Hr. Dr. Rudolf Gehring. Der wäre garantiert ein aktiverer Bundeskaiser geworden.

Antworten Gast: na eh kloa...
18.09.2012 09:53
1 3

Re: Was erwartet’s ihr denn?

sie haben den Dr. Rudolf Gehring gewählt, sagt eigentlich genügend über sie aus.

Re: Yep!

Das unterscheidet einen denkenden Menschen von einem Mitläufer.

hätte

nicht geglaubt, dass ich das erlebe: ausnahmsweise einmal stimme ich mit der Unaussprechlichen Gla überein. Was da mit der Moser aufgeführt wird, ist eine Frechheit. Die Frau ist sicherlich integer, aber eben unangenehm für die Dreckamsteckener. Daher wollen sie sie loshaben, koste es, was es wolle.

Gast: isogjetzwos
17.09.2012 20:36
13 2

Zeit des Schweigens

Es ist die Zeit des Schweigens angebrochen. Ich bin schon gespannt, ob und inwiefern unser Bundespräsident dazu Stellung nimmt. Der öffentliche Brief vom Petzner war ein sehr guter Schachzug.
In meinen Augen hat das Amt des BP unter Fischer an Bedeutung verloren und Hand aufs Herz. Es sollte ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob in Sparzeiten wie diesen dieses Amt weiterhin noch wirklich von einer Person bekleidet werden muss. Da könnte schon einmal sehr viel Geld eingespart werden.

Gast: Jaklitsch N
17.09.2012 20:31
11 1

U-Ausschuss: Glawischnig hält an Moser fest

Dafùr verliert sie die Gunst ihres Wernis, mit dem sie so lieb spazieren war, und somit auch ihren Vizekanzlerinsposten.

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Frau Moser soll bleiben!


Ich stimme zu 100% mit den Grünen überein. Das kann man sich von der 4-er Parteienbande nicht bieten lassen. Zur Erklärung: Ich bin kein Grün-Wähler, denke aber fest darüber nach bei den nächsten Wahlen grün zu wählen.

14 0

Zum Bundespräsidenten:

Ich habe letzten Freitag ein freundlich formuliertes Mail an das "bürgerservice@hofburg.at" gesendet und bis heute keine Antwort bekommen, obwohl ich darum gebeten hatte. Jeder mag sich darüber seine eigenen Gedanken machen. Der Text: "Sehr geehrter Herr Bundespräsident, ich möchte nicht viele Worte machen und bitte Sie im Sinne von Österreich durch Ihr moralisches Eingreifen die derzeitige Situation bezüglich Untersuchungsausschuss schnellstens demokratisch zu beenden. Um die österreichische Politik und Politiker nicht noch mehr zu beschädigen drängt die Zeit. Für eine kurze Antwort ist Ihnen ein besorgter Österreicher sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen"

Re: Zum Bundespräsidenten:

vermutlich würden sie vom salzamt eher eine antwort bekommen.

Gast: der kommentar
17.09.2012 18:00
23 1

abgesehen von unverbindlichen sonntagsreden ist schweigen fischers markenzeichen.


Re: abgesehen von unverbindlichen sonntagsreden ist schweigen fischers markenzeichen.

... dafür geht er aber immer brav aufs topferl - sogar alleine - manchmal ...

Gast: total crash
17.09.2012 17:59
9 1

Der gute Herr Bundespräsi lässt sich entschuldigen,

über sein stets gut informiertes Umfeld lässt er ausrichten , dass er unter Umständen an einer geheimisvollen/geheimisumwitterten Art von Gehir*diarrhöerkankung leiden könnte und die rötliche Allheilmedizin überdosiert hat ,deshalb sich eine unumkehrbare Realitätsresistenz entwickelte und er deshalb in eine Aphonie (Stimmlosigkeit)verfiel und bis zum Ende seiner Amtszeit darin verharren wird,ebenso wird er seinen LieblingsAufenthaltOrt in diesem Zustand nicht verlassen können/wollen, weil des olles Chronisch bis Unheilbar verläuft und deshalb zu keinem politischen Ereignis in Österreich, eine objektive Stellung abgeben kann,o)

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Fischer

das letzte was Österreich aufzubieten hat.

 
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