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Pflege: "Muss verarmt sein, um Hilfe zu bekommen"

18.09.2012 | 13:25 |   (DiePresse.com)

Caritas-Präsident Küberl warnt vor explodierenden Kosten im Pflegesektor und plädiert für eine neue Erbschaftssteuer und einheitliche Finanzierungs-und Versorgungsstandards.

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Die Caritas macht sich erneut für eine reformierte Erbschaftssteuer zur Absicherung des Pflegesystems stark. "Die Regierung hat die Finanzierung nur bis 2016 sichergestellt, für die Jahre danach herrscht derzeit noch gähnende Leere", kritisierte Caritas-Präsident Franz Küberl am Dienstag. Außerdem plädierte er für österreichweit einheitliche Finanzierungs-und Versorgungsstandards, für leistbare und niederschwellige Betreuungsangebote und für die Ausarbeitung eines Plans zur Prävention von Pflegebedürftigkeit.

In Zukunft brauche der Pflegesektor deutlich mehr Geld, so Küberl, das Wifo gehe von einem Anstieg der Gesamtkosten von geschätzten 3,9 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf mindestens 5,4 Milliarden Euro im Jahr 2030 aus. "Heute muss man verarmt sein, um finanzielle Unterstützung vom Staat zu bekommen. Wir müssen hinaus aus der Sozialhilfelogik, hin zu einer solidarischen Finanzierung", sagte Caritas-Direktor Michael Landau und pochte auf die strukturelle Verankerung der Pflegefinanzierung.

Zudem müsse die Betreuungslücke geschlossen werden, die zwischen den mobilen Diensten und der 24-Stunden-Betreuung klaffe, so Landau. Auch österreichweit vergleichbare Bedingungen forderte er, etwa die selben Höchstgrenzen für mobile Betreuungsstunden und eine einheitliche Zuständigkeit des Bundes für die berufsrechtliche Regelung von Sozialbetreuungsberufen.

Kritik an Steiermark und Kärnten

Küberl verlangte erneut die Abschaffung des in der Steiermark und in Kärnten bestehenden Regresses sowie eine jährliche, indexgebundene Anhebung des Pflegegeldes. Dass viele dieser Forderungen bereits bekannt seien, zeige, dass die Reformen im Pflegebereich zu langsam vorangehen, betonte Landau.

Als eine der größten Herausforderungen für die Gesellschaft sieht er künftig die Versorgung demenzkranker Menschen. Demenz sei der häufigste Grund für Pflegebedürftigkeit, so Landau und forderte die Politik auf, die Weichen zu stellen, damit Menschen mit Demenz bezahlbare Pflege erhalten.

(APA)

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35 Kommentare
 
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Im Prinzip

müsste man den Konsum besteuern, nicht Erbschaften.

Denn diejenigen, bei die im Alter auf Kosten der Allgemeinheit gepflegt werden müssen, haben ihr Vermögen verkonsumiert - zu vererben gibts dort ohnehin nichts mehr.

Re: Im Prinzip

Sie haben das allgemeingültige Prinzip missverstanden: Die, die noch etwas haben, sollen zahlen. Irgendwanneinmal wird endlich stimmen, was ohnehin immer behauptet wird:
Wer etwas besitzt, muss dies unrechtmässig tun.

da hat Küberl einmal recht:

"Heute muss man verarmt sein, um finanzielle Unterstützung vom Staat zu bekommen."

Wer sich etwas erarbeitet und mühevoll erspart hat (z.B. eine Eigentumswohnung, ein paar Nottausender auf einem Sparbuch) ist im Pflegefall der Dumme!
Wer hingegen sein Geld mit schönen Fernreisen nach Thailand und Gran Canaria, mit einem neuen Auto alle drei Jahre ... verbraucht hat, der bekommt im Pflegefall das notwendige Geld vom Steuerzahler (=Staat).

Fein, dass Herr Küberl da endlich draufkommt.

Antworten Gast: Pflegefall0815
18.09.2012 15:22
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Re: da hat Küberl einmal recht:

Ich hätte es nicht besser sagen können. Und die Eigentumswohnung übrigens gehört nach ca. 5-8 Jahren quasi der Caritas. Auch eine Art von Erbschaftssteuer.

Gast: Kein Spender
18.09.2012 15:04
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Immer wenn man glaubt,

man hätte aus den Reihen der Politik die extremsten Linkssprüche schon gehört, kommt die Caritas und überholt noch weiter links.

warnt vor explodierenden Kosten im Pflegesektor und plädiert für eine neue Erbschaftssteuer

"Warnt vor Kosten" = Stellt fest, dass die Kosten steigen werden. Gegenstrategie: Einnahmen erhöhen, ist ja logisch. Eigenverantwortung? Sicher nicht. Alles Geld dem Staate, er sorgt für uns in seiner allumfassenden Weisheit. Spätestens dann, wenn niemand mehr privat vorsorgen kann, da sich der Staat alles einverleibt, werden wir dafür dankbar sein.

Aber nicht vorher.

Gast: wasfür
18.09.2012 14:30
11 1

ein

armer schwachkopf sorry aber wer im Höchststeuerland von neuen Steuern spricht ist nicht ganz dicht !

steuern runter Bonzen weg wie dieser Herr
eventuell auf Demenz prüfen


Re: ein

Ein Schwachkopf ist der Franz Küberl ganz sicher nicht. Die Pflege ist ein gutes Geschäft und der Guteste lobbyiert halt ein bissl dafür, dass es noch ein besseres wird. Da kann er vielleicht seinen Hungerlohn von 3800.- Öken (bei den pöhsen gibt man immer den Bruttolohn an, damit es schlechter aussieht) etwas auf Kosten der Allgemeinheit etwas aufbessern... ;-)

Gast: John Wayne
18.09.2012 13:58
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Wasserschädel

an Bürokratie in jedem Bundesland, dafür geballte Uneinheitlichkeit. Man bekommt das Gefühl die sind zum Selbstzweck da. Wo bleibt die Berichterstattung über den "sozialen" Bürgermeister eines Dorfes, der sich selbst ein 15000.- netto Monatssalär als Chef der gemeindeigenen Pflegeeinrichtung bewilligte? Da reiht sich ein Skandal an den nächsten.

Re: Wasserschädel

ohne Zahlen, Daten, Fakten ist ihr Schreiben Gewäsch

 
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