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Senioren: "Armutsbekämpfung durch Pensionsanhebung"

18.09.2012 | 13:55 |   (DiePresse.com)

Der Seniorenrat will sich an die Abmachung halten, dass die Pensionen 2013 um ein Prozent unter der Teuerungsrate angepasst werden. Die Mittel für die Anhebung niedriger Pensionen sollen "aus anderen Töpfen" kommen.

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Der Seniorenrat hat zu den Sparvorgaben bei den Pensionsanpassungen ein zwiespältiges Verhältnis. Zwar stehe man zum Sparpakets-Pakt, der besagt, dass 2013 die Pensionen um ein Prozent unter der Teuerungsrate angepasst werden. Doch wolle man die Mittel dafür aus einem anderen Topf beziehen. Das kündigten die Präsidenten Karl Blecha (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP) am Dienstag an. "Entschieden" wollen sie auf eine "ehrliche Rechnung" beim Staatszuschuss drängen.

Der Seniorenrat hat als Beitrag zum Sparpaket zugestimmt, dass die Pensionen 2013 nicht im gesetzlich vorgesehenen Ausmaß - also entsprechend der Teuerungsrate von August bis Juli - ansteigen, sondern um ein Prozent niedriger. Bei einer Teuerung von 2,8 Prozent wird die Pensionskommission am 29. Oktober eine Erhöhung von 1,8 Prozent vorschlagen. An "dieses Notopfer" halte sich der Seniorenrat, versicherte Khol. "Aber wir werden mit der Regierung über Maßnahmen zur Armutsbekämpfung außerhalb des Pensionswesens reden", betonte er - konkret über eine stärkere Anhebung niedriger Pensionen.

Gegen "Unfug" vorgehen

Generell wollen die Seniorenvertreter nun "entschieden" dem "Unfug" entgegentreten, dass der Staatszuschuss zu den Pensionen - alljährlich im Vorfeld der Verhandlungen - als zu hoch dargestellt werde. Nur tatsächliche Leistungen für das gesetzliche Pensionssystem dürften als solche deklariert werden, waren Khol und Blecha empört, dass manche Medien und "mitunter selbst ernannte Experten" den Staatszuschuss mit 14 Milliarden jährlich beziffern.

In "ehrlicher Rechnung" seien "nicht pensionsspezifische Leistungen" wie die Pensionen für den öffentlichen Dienst abzuziehen, was sieben Milliarden ergebe. Und auch das Krankengeld für unter 50-jährige Invaliditätspensionisten gehöre nicht dazu - womit der Zuschuss tatsächlich vier Mrd. Euro ausmache, rechneten Khol und Blecha vor. Auch die Ausgleichszulagen seien eigentlich ein Mittel der Armutsbekämpfung und somit nicht "Pension". Der Seniorenrat lässt nun mit einem Gutachten den Zuschuss genau analysieren.

Rehabgeld via Sozialversicherung finanzieren

Diese Kritik ist auch in die Stellungnahme des Seniorenrates zum Entwurf von SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer für eine Reform der Invaliditätspension eingeflossen. Insgesamt seien die Maßnahmen für "Rehab statt Berufsunfähigkeit" wichtig und gut. Aber das Rehabgeld für die unter 50-Jährigen müsse aus Mitteln der Sozialversicherung und nicht mit den Pensionsbeiträgen finanziert werden, forderte Khol. Außerdem missfällt ihm, dass die Neuordnung nur für den ASVG-Bereich gelten soll, nicht aber Gewerbetreibende, Bauern und den öffentlichen Dienst umfasse.

Zum Dauerthema Pensionskassen wird der Seniorenrat Anfang November neue Vorschläge vorlegen. Denn Ende Oktober läuft die Frist für die Anmeldung zur Vorwegbesteuerung ab. Auf alle Fälle gefordert wird, so Blecha, die Wiedereinführung der Mindestertragsgarantie.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: Be-obachter
19.09.2012 14:25
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"aus anderen Töpfen"

Da bin ich aber gespannt! Mehr als die Arbeit noch höher zu besteuern wird denen wohl nicht einfallen.
Bereits jetzt ist es so, dass ich für geleistete Arbeit mindestens 3x Steuern zahle:

1. Lohnsteuer

2. wenn ich mit dem bereits versteuertem Einkommen was kaufe - Mehrwertsteuer

3. wenn ich das bereits versteuerte Einkommen aufs Sparbuch lege - Zinsertragssteuer,
wenn ich mit dem Ersparten was kaufe - Mehrwertsteuer / NOVA / Mineralölsteuer etc.

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Täuschungsmanöver

Typisch Ex Politiker: schichten das nicht vorhandene Geld unter anderem Namen von einer Tasche in die andere um und sind auch noch Stolz darauf!

Gast: Plach2
18.09.2012 17:23
2 0

SPÖ+ÖVP beschließen geringe Pensionserhöhungen

SPÖ+ÖVP Pensionistenvertreter wollen höhere Pensionserhöhungen - geht´s noch ein wenig blöder?

Beide, Blecha (SPÖ) und Khol (ÖVP) bewegen sich in der 14.000 Liage und können auf eine Erhöhung locker verzichten

Gast: Callisto
18.09.2012 16:58
3 0

Die zwei am Bild gehören mitunter zum Schlimmsten das die Politik hervorgebracht hat.

Und sowas will irgendwen vertreten?

Gast: NocheinParteiloser
18.09.2012 16:36
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Verlogene Altbonzen!

Das gewaltige Problem ist doch inzwischen bekannt und schaut so aus:

Nach dem letzten RH Einkommensbericht:
Gesetzliche PV.:.14.634.- (ASVG)
Ruhegenuss:......35.693.-

Und, es gibt schon fast 400.000 Ruhegenießer, welche sich an den Leistungen der Mitmenschen bereichern. Die Zuschüsse, nur aus der Sicht des Bundes (ohne Gemeinden, Länder) betrugen für das Gesamtjahr 2011 irre 7.732 Mio. Euro.

Zusammen mit den Ländern und Gemeinden ist die Schallmauer von 10.000 Mio. Euro pro Jahr sicher schon überschritten. Es sind nur noch freche Räuber.

Zu diesem Wahnsinn fällt den verlogenen Altbonzen nicht anderes ein als "gegen Unfug vorgehen"?

Dazu kommen aber noch die irren "Betriebspensionen" in einigen geschützten Bereichen. Der ORF bezahlt diese genauso wie auch die OeNB oder die Kammern. Da werden wieder Milliarden en Zwangsabgaben in die eigenen Taschen umgeleitet.

Diese Typen müssen doch ethisch mit Lichtgeschwindigkeit am Boden zerschellt sein. Anders kann man deren kranke Aussagen nicht mehr erklären!

Die Mittel für die Anhebung niedriger Pensionen sollen "aus anderen Töpfen" kommen

Ja, bitte Steuern erhöhen. Kommt vielleicht nur mir so vor, aber in letzter Zeit gibt´s geradezu einen Wettlauf um zusätzliche Einnahmen. Gradeso, als würden die Forderer schon wissen, dass der, der sich hinten anstellt, leer ausgehen wird.
Wer bis jetzt noch keine Möglichkeit gefunden hat, seine persönliche Verarmung glaubhaft darzustellen, wird das bald nicht mehr müssen.

Gast: betadonna
18.09.2012 15:21
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nehmt allen verbrecherischen politikern ihre pensionen bzw. pensionsansprüche u. deckelt alle beamtenpensionen auf asvg-höchstniveau u. schon bleibt genug übrig um alle kleinpensionisten ausreichend mit geld zu versorgen..

u. kohl u. blecha als sargnägel des öst. pensionssystems sollten sowieso hinter gitter verschwinden (wobei blecha als ex-krimineller u. kohl aus vize-pate der schüssel-grasser-mafia auch aus diesen gründen eingesperrt werden müssten)..

Re: nehmt allen verbrecherischen politikern ihre pensionen bzw. pensionsansprüche u. deckelt alle beamtenpensionen auf asvg-höchstniveau u. schon bleibt genug übrig um alle kleinpensionisten ausreichend mit geld zu versorgen..

als Beamter zahle ich doppelt so viel Pensionsbeitrag für den Ruhegenuss (Beamte beziehen keine Pension), also warum sollte dann mein Reuhegenuss gedeckelt sein?
Sollte sich das ändern kann ich ja privat vorsorgen .. aber bitte zeitgerecht, als Beamter stelle ich mich nur langsam um und vertraue fest und ganz den Gesetzen.

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Re: Re: nehmt allen verbrecherischen politikern ihre pensionen bzw. pensionsansprüche u. deckelt alle beamtenpensionen auf asvg-höchstniveau u. schon bleibt genug übrig um alle kleinpensionisten ausreichend mit geld zu versorgen..

Ist Ihr Posting ironisch gemeint?

Antworten Gast: Bello
18.09.2012 16:18
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Re: nehmt allen verbrecherischen politikern ihre pensionen bzw. pensionsansprüche u. deckelt alle beamtenpensionen auf asvg-höchstniveau u. schon bleibt genug übrig um alle kleinpensionisten ausreichend mit geld zu versorgen..

Vollkommen richtig!