19.05.2013 02:48 Merkliste 0

Salzburg: Mann löst Frau im SP-Team ab

18.09.2012 | 17:29 |   (Die Presse)

Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hat ihr SPÖ-Regierungsteam wieder komplett. Der Gewerkschafter Walter Steidl tritt die Nachfolge der erkrankten Soziallandesrätin Cornelia Schmidjell an.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Salzburg/C. L. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hat ihr SPÖ-Regierungsteam wieder komplett. Der Gewerkschafter Walter Steidl (55) übernimmt die Agenden Soziales, Gesundheit.

Die Personalrochade war notwendig, weil Cornelia Schmidjell ihre vor einem Jahr übernommene Regierungsfunktion wegen Krebserkrankung zurückgelegt hatte. Steidl, seit 1999 im Landtag und seit 2003 Regionalgeschäftsführer der Privatangestelltengewerkschaft, gilt seit Längerem als Anwärter für eine Regierungsfunktion. Schon als es um die Nachfolge von Soziallandesrätin Erika Scharer ging, die 2011 zurückgetreten war, war er einer der am häufigsten Genannten. Sein Manko damals: Burgstaller suchte eine Frau für ihr Team. Nachdem sie sich nun bei den ins Auge gefassten Kandidatinnen nur Absagen geholt hatte, kam Steidl zum Zug.

Der gebürtige Pinzgauer, der seit mehr als 20 Jahren in der Stadt Salzburg lebt, sorgt jedenfalls für eine regionale Ausgewogenheit im Team Burgstallers, dem nun immerhin mit Steidl und dem Pongauer Walter Blachfellner zwei „echte“ Salzburger angehören. Bisher waren im vierköpfigen Team drei gebürtige Oberösterreicher vertreten. Erfahrung in einer Führungsfunktion bringt Steidl mit: Er war von 2007 bis 2009 Klubvorsitzender im Landtag, zog sich aber aus persönlichen Gründen wieder in die zweite Reihe zurück. Der 55-Jährige gilt als sachorientiert und ist in der Gewerkschaft fest verwurzelt.

Wechsel auch in Hauptstadt

Wechsel wird es nach der Wahl 2014 im Sozialressort der Stadt Salzburg geben. Stadtrat Martin Panosch kandidiert nicht mehr, ihm könnte Anja Hagenauer, bisher Landtagsabgeordnete der SPÖ und frühere Integrationsbeauftragte, nachfolgen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

4 Kommentare
Gast: geselle von beruf
18.09.2012 22:10
0 0

haben diese personen in ihrem leben je

einen ehrlichen handgriff gemacht, ausser als paddei-apparatschik?

Gast: Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen!
18.09.2012 22:03
0 0

die wird schon wissen...

....WARUM sie ein Stehkragenkleid trägt....da kann man schnell den Kopf einziehen, wenn man sich mal verstecken muss!

da muss ja die H.H rotieren.

sowas, und das auch noch in der selben Partei.

Gast: AltGast
18.09.2012 20:33
0 0

Jo, derfen S' denn des?

Wie im Bericht oben zu lesen, gilt es mittlerweile als "Manko", wenn man ein Manderl und kein Weiberl ist.

Qualifikation? Wurscht; es zählt nur, was sich in der Hose verbirgt.

Für Steidl wird es sicher angenehm sein, wenn er realisiert hat, dass er den Posten nur bekommen hat, weil alle anderen Weiberl abgesagt haben.

Aber vielleicht ist ihm das auch egal; Hauptsach', man hat den Posten ergattert.

Das Ganze nennt sich übrigens Realpolitik in Österreich, anno 2012.