22.05.2013 12:39 Merkliste 0

Stronach-Partei: Für jeden dritten Österreicher wählbar

18.09.2012 | 17:59 |  VON JULIA NEUHAUSER UND THOMAS PRIOR (Die Presse)

Laut einer Imas-Umfrage werden rund 16 Prozent der Wähler ihre Stimme einer neuen Bewegung geben. Frank Stronach wird seine Partei nächste Woche vorstellen. Über den Namen sickerte bislang nichts durch.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. In den vergangenen Tagen wurde der Ruf nach Neuwahlen – angesichts des Stillstands in der Regierung – wieder laut. Vorerst halten SPÖ und ÖVP aber am planmäßigen Wahltermin im Herbst 2013 fest. Ein taktisch kluger Schritt. Denn eine Umfrage des Imas-Institutes, die der „Presse“ exklusiv vorliegt, beweist, dass sich immer mehr Wähler von den Großparteien abwenden. Profitieren kann davon aber auch die Opposition nicht. Denn die Politik(er)verdrossenen wenden sich lieber völlig neuen Bewegungen zu – allen voran der neuen Partei von Frank Stronach.

Team Stronach: Die Mitstreiter des Milliardärs

Alle 14 Bilder der Galerie »


Die Umfrage zeigt: Innerhalb von wenigen Wochen ist die Zahl der Wähler, die keine der Parlamentsparteien wählen würden, auf 16 Prozent hochgeschnellt. Zum Vergleich: Mitte August waren es noch acht Prozent. Die überwiegende Mehrheit der Personen, die ihre Stimme keiner etablierten Partei geben will, tendiert zu Stronach. 78 Prozent davon wären vorbehaltslos dazu bereit, die neue Bewegung des Magna-Gründers zu wählen. Weitere zwölf Prozent können sich das „unter Umständen“ vorstellen.

Doch nicht nur jene, die den etablierten Parteien abgeschworen haben, können sich vorstellen, Stronach ihre Stimme zu geben. Fast jeder dritte Österreicher wäre dazu zumindest „unter Umständen“ bereit. Laut Umfrage könnte der Industrielle vor allem den Freiheitlichen Stimmen kosten. 39 Prozent der potenziellen FPÖ-Wähler können sich vorstellen, die Stronach-Partei zu wählen. Doch auch SPÖ und ÖVP sind „keineswegs immun gegen die Verlockung Stronachs“, sagt Andreas Kirschhofer vom Imas-Institut. Jeder vierte bis fünfte potenzielle SPÖ- bzw. ÖVP-Wähler ist im Prinzip geneigt, zur Stronach-Partei zu wechseln.

Dessen größter Vorteil: seine Bekanntheit. Acht von zehn Österreichern wissen, wer Frank Stronach ist. Damit besitzt er eine Bekanntheit, die nur von Bundeskanzler Werner Faymann und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache überboten wird. „Er erweckt den Eindruck von Tüchtigkeit, Geradlinigkeit und Durchsetzungskraft, und genau das wirkt“, sagt Kirschhofer. Dass der 80-Jährige selbst als Spitzenkandidat seiner Partei antreten will, sei demnach als Vorteil zu werten, so Kirschhofer. Unter diesen Umständen sei es realistisch, dass die Stronach-Partei rund zehn Prozent schaffe.

Markowitz dementiert Wechsel zu Stronach

Aber wann wird die Partei der Öffentlichkeit vorgestellt? Nächste Woche, heißt es aus dem Umfeld des Austrokanadiers, der seit Dienstag wieder in Wien bzw. Oberwaltersdorf – dem Sitz des Stronach-Instituts – ist.

Über den Namen der neuen Bewegung sickerte bislang nichts durch. Dafür tauchte zuletzt ein neues Gerücht auf: Nach Robert Lugar, Erich Tadler und Elisabeth Kaufmann-Bruckberger könnte mit dem Kärntner Stefan Markowitz ein vierter BZÖ-Mandatar zu Stronach wechseln. Gemeinsam mit dem aus der SPÖ ausgetretenen Gerhard Köfer hätte der Milliardär dann fünf Nationalratsabgeordnete beisammen und könnte – zumindest theoretisch – einen Parlamentsklub gründen. Dem müsste allerdings der Nationalrat zustimmen (was als unwahrscheinlich gilt). Doch Markowitz, derzeit Tourismus- und Jugendsprecher des BZÖ, dementiert ohnehin: An dem Gerücht sei „definitiv nichts dran“, er bleibe beim BZÖ, sagt er zur „Presse“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

99 Kommentare
 
12 3
Gast: zylmurbafi
24.10.2012 03:05
0 0

na dann wählt ihn auch, ihr dumpfbacken

ein weiterer kommentar ist überflüssig.

frage

Hat nun Herr Stronach seine österreichische Staatsbürgerschaft unter dem Namen Franz Strohsack oder unter dem Namen Frank Stronach. Gesetzt dem Fall, dass er sich in Österreich Strohsack nennen muss, steht natürlich die Frage im Raum, wie das im Zusammenhang mit dem Meldegesetz zu sehen ist. Ich glaub vor allem nicht, dass er selbst in Österreich für eine politisches Amt auf Bundesebene kandieren darf

Antworten Gast: zylmurbafi
24.10.2012 03:07
0 0

Re: frage

da schlägt halt wieder die angst vor allem fremden durch. muffensausen wohin man auch blickt. änderung. nicht erwünscht. weil wo bleibt dann der grund zum meckern. des ösi liebste beschäftigung.

Gast: Lopatka Bush Foundation
19.09.2012 19:45
0 0

Woher der Wind weht

Bald keine Steuerprivilegien mehr für Ausländer Vermögen in der Schweiz

Zur jetzigen Abschaffung der Pauschalbesteuerung führte vor allem die damit verbundene Inländerdiskriminierung: Weshalb ausländische Steuerpflichtige ohne Erwerbstätigkeit privilegiert würden, während alle schweizerischen Steuerpflichtigen regulär aufgrund des Einkommens und des Vermögens Steuern zahlen müssten, sei nicht nachvollziehbar, lautete die Argumentation der Ratsmehrheit. Damit ist Basel-Stadt der vierte Kanton, der diesen Schritt vollzieht.

Gast: cnn
19.09.2012 17:43
3 0

Nach Jahren der Korruption

Ist jede neue Partei besser als unsere derzeitige Regierung.

Wenn es möglich wäre, würde ich sogar einen Straßenhydranten wählen, um zu verhindern, dass Rot oder Schwarz ein weiteres Mal an die Macht kommen.

Gast: Revolutionsbroschüre
19.09.2012 17:41
2 0

Stronach-Partei: Für jeden dritten Österreicher wählbar

Wenn nicht jeder dritte Österreicher
''deppert wäre'' wurden wir uns sicher
nicht in der derzeitigen Lage befinden.

1 0

Stellungnahme

Das ist übrigens die ofizielle Stellungnahme zu den Anschuldigungen gegen Stronach, vieleicht ganz interessant für den einen oder anderen ORF Leser:

http://www.stronachinstitut.at/liebe-leser/2098

Bezüglich Schloss Kauf:
Es gibt in Österreich (insb. Wien) sehr viele Schlösser die um einen Spottpreis (zB €1) verkauft wurden, (Coburg) da man sie erhalten will und die Kosten für die Sanierung extrem hoch sind!

Antworten Gast: zylmurbafi
24.10.2012 03:10
0 0

Re: Stellungnahme

seid doch froh, dass einer den schrott überhaupt kauft. die zweite lieblingsbeschäftigung des ösis wird sichtbar: anpatzen

Gast: Fasterix
19.09.2012 10:40
4 0

Jede neue...

...Partei die nicht nur politisiert ist willkommen.
Die arrivierten Parteien machen schon lange nicht mehr Politk für das Volk, sondern Politik für die Parteien, den Staatsapparat, das Rathaus, das Landhaus- kurz für den Beamtenstaat.
Demokratie kommt zu kurz.

3 1

einfach nur witzig.....

seit gut 10 Jahren (davor auch schon) regen sich Alle über die Regierungsparteien auf, meiner Meinung nach zurecht, denn außer Proporz und Korruption haben sie sowieso nichts zu bieten....... und jetzt das faszinierende, trotzdem bekommen sie bei jeder Wahl gemeinsam noch über 50 %, jetzt kommt ein Mann der im Sinne eines "Ablasshandel" etwas gutes für Österreich starten will (schauen wie es dann wirklich wird) eine neue Initiative, und es wird von vornherein schlecht geredet!!!

Seid doch mal froh, dass zumindest einer eine Initiative startet, wer sonst macht es in Österreich, immer nur aufregen ist einfach aber setzt euch doch auch mal produktiv ein und schickt nicht von vornherein immer Alles zum Teufel!!!

Ich hoffe sehr dass Herr Stronach auf dem Weg ist, eine wählbare Alternative zu gründen und weiters, dass 2013 die Großparteien endlich einmal die Rechnung für die ganzen Aktionen bekommen!!!

3 0

Re: einfach nur witzig.....

Ich habe eher das Gefühl, dass es die Parteizentralen sind, die hier in Panik geraten und ihre Spindoktoren ausschicken.
Das zu beobachten hat auch durchaus etwas amüsantes. Vor allem wenn sich die Regierungsparteien dann Tag um Tag das Gekeife ihrer Berufsposter konterkarieren.

Nicht dass ich allzu viel von dieser Partei erwarte (zumindest bisher), aber alles was zum Verlust der Mehrheit dieser SPÖVP-Einheitpartei führt ist begrüssenswert.

1 0

Re: Re: einfach nur witzig.....

Da wird sicher etwas dran sein!!! Es ist sowieso schlimm wenn man bedenkt wie weit die Pressebeeinflussung in einem eigentlich Zensurfreien Staat geht, insbesondere was die EU Politik angeht!

Kann mich dem nur anschließen, alles ist besser wie der Schwarz/Rote Proporz der immernoch vorherscht!

Gast: Wasserlaeufer
19.09.2012 10:36
1 2

Welche grossartigen Veraenderungen

erwarten sich die Leute von einer
Zehn Prozent Partei?

3 0

Re: Welche grossartigen Veraenderungen

Einen Verlust der absoluten Mehrheit für diese unfähige Dauerregierung?

Historische Chance verpasst

Mit diesen Leuten, die er sich ins Boot geholt hat, aus welchen Gründen auch immer, wird sich nichts ändern. Die Idee, etwas neues zu machen wurde dadurch im Keim erstickt. Schade!

2 0

Re: Historische Chance verpasst

einfach: SELBER besser machen.

Antworten Gast: humanpower
19.09.2012 15:31
2 0

Re: Historische Chance verpasst

Noch gibt es weder Partei noch ein veröffentlichtes Programm, aber es wird negativ kommentiert. Woher wissen Sie schon jetzt die möglichen Folgen? Angst vor Neuem (Veränderungen) oder Hellseher??

0 4

der berlusconi österreichs...., inkl.

mind. gleich grosser wählerschichten, wie wir ja hier sehen.

zukunfsreich, jaja...

Gast: waltarius 11
19.09.2012 09:54
3 0

Höchste Zeit

Ein SUMPF -

Unser BP Kirchschläger sprach seinerzeit von "sauren Wiesen", die trocken gelegt gehörten.

Er irrte insofern, als dass ein einziger SUMPF trocken gelegt gehört.

In Österreich haben wir schon lange italienische "mafiose" Verhältnisse.

Was mir an Stronachs Programm fehlt ist das Eintreten für dirkete Demokratie

weil auch wenn Stronach derzeit die weit aus beste Alternative ist, wird auch seine Partei früher oder später gleich bürgerfern bis opportunistisch agieren wie die jetzigen etabilierten Parteien, weil ihre Funktionäre sich auch gut im Speck einnisten werden vor alleim weil dieser Speck Richtung EU ja immer weiter ausgedehnt wird

Und gegen das hilft auf lange Sicht nur direkte Demokratie wie in der Schweiz bei der das Volk gewisse Themen eben selbst in die Hand nehmen kann.

Gast: na ja
19.09.2012 08:50
4 3

der einzige Daseinszweck

Der einzige Daseinszweck einer Stronach Partei wird sein, der Strache FPÖ Stimmen abzunehmen. Einige Zeit nach der Wahl wird diese Partei (Siehe Liste Hans Peter Martin) wieder verschwinden. Herr Stronach wird den österreichischen Eliten damit einen großen Gefallen getan haben. (Möglicherweise nicht umsonst)

Gast: gast 8
19.09.2012 07:40
1 0

Bin dabei

Schließe mich an!

Gast: Milliarden-Träume
19.09.2012 06:36
3 3

Der Wetterbericht ist zuverlässiger!

Derartige Zahlen sind reine Phantasie, bis zu den Nationalratswahlen fließt noch viel Wasser die Donau hinab, geschätzt kann er froh sein die 5% Hürde zu schaffen, sollte er angesichts des hohen Alters überhaupt noch antreten können. Das größte Fragezeichen dabei ist, schafft das BZÖ die 5% Hürde?

Die andere Frage ist, welche Wähler könnte er bekommen, mal jene die aus Protest bisher die FPÖ wählte, in Wien ist defakto überhaupt nichts zu holen, von der kränklichen ÖVP ist nichts mehr abzuziehen, die Begeisterung zu Grün ist zwar nicht groß, die Wähler werden eher zur SPÖ rückwandern, die SPÖ wird kaum etwas verlieren, und die FPÖ ist aus Gründen stark die nicht das Klientel dieser Partei sind.

Dazu kommt das sämtliche Parteien dieser Partei im Wahlkampf es verstehen werden herauszustreichen mit welchen unsauberen Methoden diese Partei überhaupt antreten konnte, und ich kann mir nicht vorstellen das eine Partei die schon von Anfang an schmutzig anfängt in dem Land bestand hat!

Weiters ist zu beachten das derartige Zahlen in den letzten Jahren niemals das Wahlergebnis spiegelte, vor allem FPÖ Wähler tendieren sehr stark hier falsche Angaben zu machen.

Wenn die Piraten, die größte Hoffnung der Jugend angesichts des hohen Alters der etablierten Partei nicht den Einzug schafft, ist das der größte Verrat an der Jugend für das ich nicht das geringste Verständnis habe, dann ist es kein Wundern wenn diese Jugend auf die Politik pfeift und sagt 91% sind total Korrupt!

Antworten Gast: NichtschwarzinWien
19.09.2012 20:08
0 0

Re: Der Wetterbericht ist zuverlässiger!

Finde ich eine gute Zusammenfassung solange sie neutral gemeint ist.
Ja es fliest wirklich viel Wasser die Donau herab mal sehen wie die Wahl dann ausgeht.

gute alternative

zur rot - schwarzen mafia .. zur fp sowieso!

Re: gute alternative

Ich wähle auch diese Party,denn alle anderen Parteien sind unwählbar!

 
12 3