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Streitkräfte-Chef: "Darabos brüskiert Grundwehrdiener"

19.09.2012 | 07:12 |   (DiePresse.com)

Günter Höfler, Chef des Streitkräfteführungskommandos, kritisiert den Verteidigungsminister. Dieser hat die Wehrpflicht als "mega-sinnlos" bezeichnet.

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Der Chef des Streitkräfteführungskommandos, Generalleutnant Günter Höfler, bezeichnete die Aussage von SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos - "die Wehrpflicht ist mega-sinnlos" - als eine "Verletzung und eine Brüskierung für die Grundwehrdiener, die diesen Wehrdienst geleistet haben oder zurzeit leisten". In der Debatte selbst sei man weit weg von einer Versachlichung, sagte Höfler.

Derartige Aussagen würden "eine Brüskierung für das Kaderpersonal und für alle Kommandanten in den Streitkräften darstellen", so der Streitkräftekommando-Chef. Trotz enger Rahmenbedingungen sei man bestrebt, gemeinsam mit den Grundwehrdienern die Aufgaben des Heeres bestmöglich zu erfüllen.

"Diese jungen Menschen erfüllen ihre Pflicht"

"Ich stelle nochmals fest, dass die Streitkräfte in den vergangenen Jahren alle Einsätze, sei es im eigenen Land oder im Rahmen des internationalen Krisenmanagements erfolgreich und auch international anerkannt durchgeführt haben", so Höfler. Auf die Frage, ob Darabos seine Aussage als Minister oder als SPÖ-Mitglied vor dem Klub getätigt habe, sagte der Generalleutnant: "Ich für mich kann nur sagen, ich bin immer, rund um die Uhr Kommandant der Streitkräfte".

"Die Grundwehrdiener sind mit ihrem Dienst einer verfassungsmäßigen Aufgabe als österreichische Staatsbürger nachgekommen", so Höfler: "Diese jungen Menschen erfüllen eine Pflicht am Staat und leisten Großes an der Gemeinschaft. Sie erbringen ihre Leistung, wann immer es gefordert ist, egal ob in einem Hochwasser-Einsatz oder sonst wo." So hätten Grundwehrdiener und Kaderpersonal "gewissenhaft und erfolgreich den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der Ostgrenze Österreichs" getragen. Auch Aussagen, die die Berufssoldaten des Bundesheeres mit "Söldnern" gleichsetzen, seien zurückzuweisen, so Höfler in Richtung ÖVP.

Höfler hofft auf Versachlichung des Themas

Er hoffe sehr, dass man in der nächsten Zeit wieder zur Versachlichung des Themas Wehrsystem zurückkehre, er rufe zu einer "fairen und sachlichen Diskussion um das Thema Bundesheer" auf: "Die Bevölkerung, die zur Teilnahme an der Volksbefragung aufgerufen ist, ist meiner Meinung nach vorher verständlich und umfassend zu informieren", so Höfler. "Es muss klar sein, welche Aufgaben das Bundesheer im 21. Jahrhundert tatsächlich zu erfüllen hat, denn was bedeutet militärische Landesverteidigung heute? Erst nach Beantwortung dieser Fragen kann das Leistungsvermögen beider Systeme gegenübergestellt, der jeweilige Personalaufwand und die erforderlichen Systemkosten ermittelt werden", so der Offizier.

Zudem sei zu beurteilen, welche Konsequenzen sich z. B. aus einem Systemwechsel von der Wehrpflicht zu einem Berufsheer ergeben. "Keinesfalls darf diese Diskussion dazu verwendet werden, politisches Kleingeld zu wechseln. Das Heer braucht eine mutige und verantwortungsvolle Reform", sagte Höfler.

(APA)

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236 Kommentare
 
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Gast: Dr. Eisendraht
28.09.2012 19:21
0 0

Rat

Herr General, nicht nur reden. Handeln!!!

Gast: werbistdu
28.09.2012 11:23
1 0

Herr Darabos

Sie sind "mega-überflüßig"

Antworten Gast: ICH BIN ICH
28.09.2012 21:22
0 0

Re: Herr Darabos

Warum?

1 1

lieber herr höfler

also mein wehrdienst war wirklich sinnvoll.
habe dort gelernt in jeder stellung an jedem ort zu schlafen.
weiters habe ich gelernt, nicht aufzumucken wenn der herr vizeleutnant den tag in der kantine verbracht hat und ich seine arbeit erledigt habe.....usw. usw. usw.

und noch was herr hübler: die jungen menschen sind zwangsverpflichtet sowas nennt man modernes sklaventum.....

es wird zeit das abzuschaffen!

Gast: Simson
20.09.2012 20:21
0 3

Frechheit

Meine Meinung

Ich habe vor 5 Monaten meinen Grundwehrdienst beendet Ich muss sagen die 2 Monate Grundausbildung waren die härteste Zeit die Ich bis jetzt hatte Ein Lob geht da an die angaschierten Ausbilder Bei uns war ein mehrfacher "Soldier of the Year" Zugskommandant Was man auch durch die Sportbegeisterung und die hohe Disziplin merkte
Doch dieses Härte und Strenge ist in der heutigen Zeit sicher nicht schlecht
Der Grundwehrdienst fördert den Gemeinschaftssinn und den Charakter
In der heutigen Gesellschaft wo den meisten sprichwörtlich alles in den Ars.. geschoben wird
oder andere meinen sie müssten die Gangster raushängen lassen schadet es nicht mal 6 Monate unter strengen regeln Leben zu müssen Man wundert sich selbst wie weit man wirklich kommt bevor wirklich die aller letzte Schmerzgrenze erreicht ist
Der Grundwehrdienst hilft nicht nur den Grundwehrdienern sondern auch den Bürgern
Der kathastropenschutz wird beim BH groß geschrieben und es wird auch eng mit den freiwilligen Hilfsorganisationen zusammen gearbeitet

Meinen Meinung nach ist der Grundwehrdienst sinnvoll und die Pflicht am Staat sollte weiterhin verübt werden
Ein Berufsheer finde ich sehr unrealistisch
Allein die ganzen Zivis richtig bezahlen zu müssen wäre ein sehr teurer Aufwand den man mal wieder von uns Bürgern zahlen lassen würde

Antworten Gast: Young and good
28.09.2012 10:02
0 0

Re: Frechheit

Das sind doch wieder einmal diese typischen Klischee-Argumente, die du bringst:
Es schadet den jungen Burschen nicht, wenn sie Härte und Strenge lernen.
Und natürlich der Katastrophenschutz als auch der Zivildienst.

Ich halte dagegen:
Besser wäre, die Jugend würde heute mehr Wissen und Toleranz vermittelt bekommen.
Die „Zivis“ nehmen den Arbeitssuchenden die Arbeitsplätze weg.
Eine Armee soll zum Kämpfen ausgebildet werden und nicht dazu dienen, ein großes Reservoir an Menschen zum Sandsäcke schleppen, Schnee schaufeln sowie für Kranke und Alte kostenlos bereit zu halten.
Wir brauchen keine strengen, harten Zweikämpfer mit einem Messer griffbereit an der Schulter. Das war bei den Römern ganz praktisch, heute jedoch sollten die Soldaten vor allem geistig geschult werden und gut ausgebildet an modernsten Waffen.

Und zum Schluss nochmal bezüglich „Wissen“: Da kannst du gleich mal bei dir anfangen, denn deine Rechtschreibung lässt sehr zu wünschen übrig. Da hat dir „Härte und Strenge“ sowie eine „allerletzte Schmerzgrenze“ wohl gar nichts gebracht.

Antworten Gast: GWD
28.09.2012 09:46
0 0

Re: Frechheit

Kann nur zustimmen! Die paar Monate Pflichtdienst sollen es einem wert sein, in diesem grundsätzlich großartigen Land leben zu dürfen. A bissi mehr "Wir" und weniger "Ich" schadet nicht.

Antworten Gast: Moderndenkender
21.09.2012 13:09
4 0

Re: Frechheit

Da hatten Sie wohl Glueck mit ihrer Ausbildung. In meinem Umfeld hoere ich nur, dass der Wehrdienst zu 100% sinnlos war.

Entscheidungsfrage zwischen 5+ und 5 für den Genossen Darabos...

Die meisten Länder sind kein sozialer Wohlfahrtsstaat: "Das kann ja nicht so falsch sein?"

Gast: Piccolomini
20.09.2012 01:29
0 3

Desperat!

Bin ich und sicher jeder der seinen Wehrdienst seit 1955 abgeleistet hat, weil Darabos nun erklaert, dass wir um Lebenszeit bestohlen wurden und alles eigentlich sinnlos war. Wir wurden also getaeuscht. Und Taeuschen ist Betrug! So liegt es doch auf der Hand, dass wir, die betrogen wurden, die Republik klagen! Einen Kronzeugen haetten wir ja schon und somit gute Aussicht auf Erfolg. Es ist jedoch trotzdem verwunderlich, wie desperat Darabos und ein Teil der SPOE uns in ein Berufsheer treiben will, da sie international unter Druck stehen, damit Oesterreich im Rahmen der Battlegroups Soldaten fuer internationale Einsaetze stellt. Noch ein Betrug an uns! Es geht nicht um billiger, oder sinnvoll, sondern um die Aufstellung einer Einsatzarmee. Soeldner!

Re: Desperat!

ich bin betrogen worden.
daher fordere ich die pflicht für betrug auch an meinen kindern und enkeln!

war doch so gemeint, oder?

Antworten Gast: Everybody
20.09.2012 08:44
2 1

Re: Desperat!

Ja aber wäre es dann nicht wünschenswert, zumindest den zukünftigen Generationen nicht mehr Lebenszeit zu stehlen?

Und bitte, warum haben so viele Angst vor "Battlegroups" usw. wer sagt denn dass es sowas geben muss, warum sollte Österreich mit einem Berufsheer denn auf einaml nicht mehr neutral sein?

Was ist denn so falsch daran, wenn man denen, die wirklich zu8m Heer wollen ein angemessenes Gehalt dafür bezahlt und all jenen die das nicht wollen/können dafür in Ruhe lässt? Würde das Heer dann nicht mehr aus dem Volk stammen?

Gast: auch ein Gast
19.09.2012 23:49
1 2

für einen Zivi-Minister

für den die Wehrpflicht bis vor kurzem in Stein gemeiselt war sind die Aussagen dieses Mannes erbärmliche Ergüsse eines völlig unfähigen Kasperl-Ministers!

Wunsch!

Ich weiss noch nicht ob ich pro oder kontra eines Berufsheeres stimmen soll. Das was entscheidend ist - ein mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattetes Heer - steht nicht zur Abstimmung!
Bin daher noch vôllig unschlüssig.

Wunsch!

Ich weiss noch nicht ob ich pro oder kontra eines Berufsheeres stimmen soll. Das was entscheidend ist - ein mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattetes Heer - steht nicht zur Abstimmung!
Bin daher noch vôllig unschlüssig.

Gast: das hirn
19.09.2012 21:31
1 1

kellnersoldaten

darabosch stellt fest, dass tausende soldaten als kellner in offizierkasinos und sonstigen beschäftigungen verwendet werden. was hat darabosch in den 6 jahren verteidigungsminister gemacht ? oder hat er das alles erst letzt woche erfahren ?

Antworten Gast: Everybody
20.09.2012 08:49
0 0

Re: kellnersoldaten

Das mag wohl sein, dass in den letzten 6 Jahren nichts weiter gegangen ist, aber deshalb muss mann eine gute Idee nicht abwürgen!
Man kann halt keine vernünftigen Aufgaben schaffen wenn das Geld dazu fehlt... Warum man aber da Millionen hineinbuttern sollte nur damit man mehr Kriegsgerät hat an dem man ausbilden kann, sollte man schon hinterfragen!


Nur weil andere es auch machen ...

... "Die meisten Länder hätten auf ein Profiheer umgestellt: Das kann ja nicht so falsch sein." ...

Wenn Millionen von Menschen eine Dummheit behaupten, wird sie deswegen nicht zur Wahrheit ...

Antworten Gast: Moderndenkender
21.09.2012 19:32
2 0

Re: Nur weil andere es auch machen ...

Wer sagt denn, dass die Umstellung auf ein Berufsheer eine Dummheit sei ?

Meine Meinung

Ich selbst habe den Zivildienst beim RK als Sanitäter abgeleistet als dieser noch ein Jahr dauerte und finde, dass die damalige Zeit für mich ein Gewinn war. Wie es beim BH abläuft kann ich somit aus persönlicher Erfahrung nicht sagen, viele meiner damaligen Freunde fanden es beim Heer, vor allem in der Grundausbildung, nicht so prickelnd aber erinnerten sich später doch noch an den einen oder anderen Moment amüsiert zurück. Kurzum, ich finde die Verpflichtung zu Wehrdienst oder Zivildienst für richtig und wichtig. Was aber zu überdenken wäre, sind die Tauglichkeitskriterien. Das Schindluder, das hier mit sogenannten ärztlichen Attesten getrieben wurde (und wird) gehört abgestellt. Und es gehört sachlich die Frage gestellt weshalb nun Frauen genau von dieser Pflicht ausgenommen sind.

Re: Meine Meinung

diese beiden punkte im rahmen von "sinn der wehrpflicht" können in einer art erfüllt werden, die auch sie hoffentlich zufrieden stellen:
1.
rettungsorganisationen suchen laufend freiwillige, unentgeltliche helfer. bewerben sie sich doch. bei ihren vorkenntnissen werden sie sicher gern genommen. und ihr aus der damaligen zeit stammender "gewinn" wird sich vervielfachen!

2.
verhelfen wir unseren jungen männern zu gratis-besuchen im cabaret, in der disco oder anderen orten, wo es lustig ist. zu einem bruchteil der heutigen kosten werden auch sie "sich später doch noch an den einen oder anderen Moment amüsiert" zurückerinnern. garantiert!

Re: Re: Meine Meinung

Mäßig witziger Kommentar. Zu Punkt 1.) soll noch angemerkt sein, dass ich freiwilliges und aktives Mietglied des ÖRK bin. Zu Punkt 2.) erübrig ist selbst die Erwähnung des selbigen zuviel.

Antworten Antworten Antworten Gast: GWD
28.09.2012 09:58
0 0

Re: Re: Re: Meine Meinung

Eigentlich erübrigt sich bei der beschränkten Sichtweise des Herrb Oberst jeglicher Kommentar!!! Auch wieder ein typisch österreichischer Verantwortungvonsichwegschieber.

Völlig irrelevant...

..welche Kosten entstehen, wer auf Zivildiener angewiesen ist, wie gut es den jungen Leuten tut Disziplin zu lernen. Es gibt kein Argument das Zwangsarbeit rechtfertigt. Nichts anderes ist das Bundesheer und der Zivildienst. Abschaffen!

Gast: Blauer
19.09.2012 19:24
1 1

Also ich bin FP Wähler und trotzdem für ein Berufsheer

Das Problem ist wir können uns so eines einfach nicht leisten bzw. wollen es uns nicht leisten.
Die beste Lösung wäre es aber nicht das von der SPö vorgeschlagene Konzept - man kann nicht ein Wehrpflichtigen Heer solange aushungern bis es klein wie ein Berufsheer ist aber genau das hat die SPö unter Duldung der VP gemacht und jetzt haben wir de facto keine Landesverteigung mehr.

Gast: Unsportlich dumm und gar nicht wehrhaft
19.09.2012 19:12
3 0

Als Gott diesen Menschen erschuf, war er bereits sehr müde; das erklärt manches.

Frei nach Mark Twain

 
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