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Ticker-Nachlese: Birnbacher-Prozess wieder vertagt

21.09.2012 | 18:17 |   (DiePresse.com)

Live-TickerNach neun Stunden war Schluss: Der Prozess gegen Kärntens Ex-ÖVP-Chef Martinz und Steuerberater Birnbacher wird am 1. Oktober fortgesetzt. Letzterer hatte zuvor erklärt, Gutachten hätten ihn eingelullt.

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Eigentlich hatte alles mit einer Urteilsverkündung am heutigen Freitag gerechnet, doch die Anwälte zogen die Verhandung durch Verlesungen in die Länge. Ergebnis: Der Prozess wurde am frühen Freitagabend kurzerhand vertagt. Die Verhandlung wird nun am 1. Oktober fortgesetzt. Frühestens dann wird das mit Spannung erwartete Urteil im Prozess gegen Ex-ÖVP-Chef Josef Martinz, den Steuerberater Dietrich Birnbacher und die Vorstände der Kärntner Landesholding, Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander, fallen.

Birnbacher hatte bekanntlich für die "Begleitung" des Verkaufs der Landesanteile der Kärntner Hypo-Alpe-Adria-Bank an die Bayerische Landesbank sechs Millionen Euro kassiert. Er gestand, dass geplant war, das Geld zwischen ihm, dem BZÖ und der ÖVP zu dritteln. Auch Martinz gab die Abmachung zu. Wie die anderen Angeklagten bestreitet er aber den Vorwurf der Untreue. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Am Freitag wurde neun Stunden verhandelt. Am Vormittag hatte Birnbacher den Schadenersatzanspruch der Kärntner Landesholding anerkannt. Er nannte eine Summe von 1,1 Millionen Euro. Knapp eine Million habe er zuvor bereits zur Verfügung gestellt. Weiters betonte er, "von Anfang an gewusst" zu haben, dass sein Honorar zu hoch gewesen sei. Doch verschiedene Gutachten, die sechs Millionen als "angemessen" beurteilten, hätten ihn "eingelullt".

Die Verteidigung stellte dann Anträge die Verlesung von etlichen Akten und Gutachten. Der Schöffensenat unter Vorsitz von Richter Manfred Herrnhofer gegen 18 Uhr dazu, die Verhandlung doch zu vertagen. Fünf Plädoyers samt Beratung wären zu lange geworden, hieß es als Begründung.

Nachlese des Tickers der "Kleinen Zeitung"

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34 Kommentare
 
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Gast: Geschäftsmann aus Stmk
22.09.2012 20:21
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Das ist das einzige was mir dazu einfällt:

Ein Geschäftspartner aus Kärnten hat ebenfalls gemeint, der FPK Sauhaufen muss komplett weg, weil es ist zum schämen und er will nicht immer auf Geschäftsreisen auf diese Korruption shaufen FPK und den Lügnern und Chaoten DÖRFLER, SCHEUCHBRÜDER, RAGGER, DOBERNIG hingewiesen werden!

http://www.youtube.com/watch?v=chfDIIFtEIQ

Wenn es wegen der Höhe des Honorars


wirklich zu einer Verurteilung kommt, dann wird das böse Auswirkungen in Zukunft für Notare und Anwälte haben!

Warum sollte ich dann einem Notar 1% vom Verkaufserlös zahlen?

Ich zeig ihn einfach an, weil das zuviel ist!

Oder der Anwalt darf keine 500 Euro mehr verlangen für ein 10 Minuten Telefongespräch!


Re: Wenn es wegen der Höhe des Honorars

Was bitte, hat ein Notar-Honorar mit dieser Causa zu tun? Hier geht es um Parteienfinanzierung auf Kosten der Steuerzahler. Haider und Martinz wollten vom Hypo-Kuchen auch noch was haben und haben Birnbacher als (gut bezahlten) Strohmann mit ins Boot genommen!

Was man sich denkt und wünscht,

als normaler Bürger, darf hier gar nicht geschrieben werden, sonst wird einer vermutlich eingesperrt. Kann uns den wirklich niemand helfen dieses Ge_indel los zu werden?
Alle in einen Sack und .... eh scho wissen.
Gute nacht Österreich.

Gast: Dieser GRÖSSENWAHN wurde in Österreich von der Politik gezüchtet!
21.09.2012 18:19
2 1

Live-Ticker: "Glaubte, mir stehen sechs Millionen zu"???.....

....Herr Birnbacher, sie sind Steuerberater.....sie müssten eigentlich wissen, WAS WAS WERT IST....."sie glaubten", dass ihnen für ein paar Seiten geschriebenes VORGEGEBENES, eine Gage im WERTE VON 30 NORMALEN EINFAMILIENHÄUSERN zusteht........BITTE lieber Herr, für WIE DUMM halten sie die Bevölkerung und WANN haben sie das letzte mal eine Wurstsemmel gegessen???
be.es: wenn sie für das bissi Arbeit, 6 Millionen als selbstverständlich ansahen....DANN MÜSSTEN SIE DOCH IN IHRER BERUFSLAUFBAHN ein XXFACHER Euro-MILLIARDÄR geworden sein, ich gratuliere ihnen!

Gast: Telefonvranz
21.09.2012 17:44
2 0

was sind schon 6 Mille Euronen für ein Gutachten?

Ich hab für ein Telefonat 1 Mille Alpendollars gekriegt und kein Gericht von innen gesehen.
So what?

Frage an Thomas Cik

Zitat: Bei den zahlreichen anonymen Anzeigen, die nun präsentiert werden, finden sich immer wieder Artikel der Kleinen Zeitung als Beilage. Offensichtlich haben wir sauber gearbeitet.

Welche Anzeigen sind das genau und welche Rolle spielt dabei die Kleine Zeitung?

PS: Werden Sie bis 21:00 Uhr den Live-Ticker bearbeiten?

Gast: Guntram
21.09.2012 15:58
0 1

"verfiel"

Wie meint der Thomas Cik das?
"verfiel eine Person sichtlich"

Zusammengestürzt?

Gast: Lumpenpack
21.09.2012 14:00
5 2

Ein Wahnsinn

Vor 10 Jahren hätte man für diese 6 Seiten höchstens 300.000 Schillinge verlangt,und da hätte man sich noch geschämt,heute zu Euro Zeiten verlangt man ungeniert 170 Millionen Schillinge. Seit dem Euro sind die Relationen komplett verloren gegangen.

Diese Gutachter gehören gleich mit eingesperrt.

Gast: apfelbacher josef
21.09.2012 13:25
1 2

Verurteilen und ab in den Tschumpus! Verjuxt das ganze Geld!


Mahlzeit auch an die Presse Redaktion!

Warum vergeuden die eigentlich ihre Mittagspause dafür, um zu Erfahren ob es heute noch ein Urteil geben wird? Die nächsten Stunden bringen so oder so Klarheit darüber. Da lass ich mir doch bestimmt nicht die Mittagspause verderben. Warum auch?

Antworten Gast: Thomas Cik
21.09.2012 13:59
1 0

Re: Mahlzeit auch an die Presse Redaktion!

Falls es Sie interessiert: Hier verbrachte Josef Martinz seine Mittagspause http://www.dolce-vita.at/

Re: Re: Mahlzeit auch an die Presse Redaktion!

Nobel, Nobel sag ich da nur.

PS: Finde es Toll, wenn ein Journalist wie Sie der unter den 30 Besten ist, sich sogar die Zeit nimmt mit den Usern zu schreiben. Da können sich andere Medien ein Beispiel davon nehmen!

Antworten Antworten Gast: Gast 99
21.09.2012 14:37
0 0

Re: Re: Mahlzeit auch an die Presse Redaktion!

Ass er dort Meeresfrüchte und wurde er dann in die Geheimnisse des Federico Fellini eingeweiht?

Antworten Gast: Thomas Cik
21.09.2012 13:48
1 0

Re: Mahlzeit auch an die Presse Redaktion!

Naja, wir hätten da noch eine Print-Ausgabe zu planen. Und da hilft es, derlei Infos etwas früher zu erhalten. Aber Danke für Ihre Fürsorge!

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Hallo

Ein Dr. Steuerberater schließt ein Übereinkommen und erfaßt den darin festgelegten Sachverhalt nicht? Also bitte!

Birnbacher ist ein gebrochener Mann

Birnbacher begleitete beratend einen Verkaufsablauf, der 1,5 Milliarden €uro EVerkaufserlös erbrachte. Dass er dabei im Zuge dieses Verkaufs seine exakte Strategie nicht in jede Einzelheit lesbar in einem Gutachten ausbreitet, dafür hab ich gewisses Verständnis.

Dafür wurde Birnbacher mit einem Honorar von 6 Millionen €uro entschädigt. Dies entspricht 0,4 % der Gewinnsumme. Diese Honorarhöhe ist gewinnbezogen zu anderen Deals SEHR NIEDRIG.

Dass Birnbacher von diesem Honorar eventuell weitere Zahlungen an Parteien tätigte oder in Aussicht stellte, macht natürlich keine gute Optik. Das steht außer Zweifel.

Jedoch, wenn ich bedenke, dass ein Kanzler für eine ihn angelastete Straftat sich weigert unter Wahrheitspflicht vor einem U-Ausschuss auszusagen, ist es lächerlich hier einen Prozess zu statuieren.

Sorry, aber das hat mit Gerechtigkeit NICHTS mehr zu tun.

Nicht geschnallt? Haider und Martinz haben den Deal eingefädelt...

.............um das Geld in die Parteikassen umzuleiten. Birnbacher war der Strohmann. Als die Sache publik wurde, war die Kacke natürlich am Kochen. Das Geld wurde halbiert, das Finanzamt hatte den "Birni" am Wickel, Haider fuhr besoffen an einen Betonpfeiler. Der Rest ist bekannt!

Antworten Gast: iustus r. e.
21.09.2012 13:30
0 1

Re: Birnbacher ist ein gebrochener Mann

Re: Ich wundere mich über das Rechtsempfinden
Zitat: "Birnbacher begleitete beratend einen Verkaufsablauf, der 1,5 Milliarden €uro EVerkaufserlös erbrachte.
Dafür wurde Birnbacher mit einem Honorar von 6 Millionen €uro entschädigt. Dies entspricht 0,4 % der Gewinnsumme. Diese Honorarhöhe ist gewinnbezogen zu anderen Deals SEHR NIEDRIG."

Sorry, aber das sehe ich ganz und gar nicht so!

Solche Geschäfte nach dem Provisionsprinzip abzuhandeln mag vielleicht der sizilianischen Mafia gut anstehen, aber aus Steuergeld FAST 100 Mio. Schilling ausgezahlt zu bekommen nach einem vergleichsweisen NICHTS an Arbeit, das finde ich frivol, um es sehr milde auszudrücken!

FRIVOL, und das war auch die Annahme dieses merkwürdigen Honorars durch den Herrn Sachverständigen. Man könnte auch sagen: so richtig unverschämt. Ja, und es gibt auch reichlich Mitbürger, die das ganze KRIMINELL finden.

Warten wir auf den Richter, vielleicht ist der gleicher Meinung.

Weiteres Zitat: "Sorry, aber das hat mit Gerechtigkeit NICHTS mehr zu tun."

Sofern Sie das auf die Honorarhöhe beziehen, haben Sie aber sowas von Recht!

P.S.: Copy and paste kann ich auch.

Antworten Gast: nixnixnix
21.09.2012 11:53
3 0

Re: Birnbacher ist ein gebrochener Mann

es ist immer so, dass nur die kleinen fische dran kommen.

Gast: The Observer
21.09.2012 11:19
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Ich frage mich...

... wer hat ihm mehr bezahlt, dass er jetzt plötzlich so von Reue ergriffen, auspackt?

Gast: BJS2000
21.09.2012 11:17
2 1

Der Unterschied VP zu FP:

Die VPler vor Gericht sind ehrlich und zeigen Schuldeinsicht.

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Die Millionenaufstellung

in der Kleinenzeitung verblüfft, weil sie auf den Cent genau aufgeht. Vielleicht kann man dazu sagen von wem sie stammt.und wie sie in die Zeitung gekommen ist.

Antworten Gast: Thomas Cik
21.09.2012 13:39
2 0

Re: Die Millionenaufstellung

Wir haben recherchiert! LG, Thomas Cik

"Glaubte, mir stehen sechs Millionen zu"

Ja, das sind wahrscheinlich die Leistungsträger von denen die ÖVP immer so schwärmt!

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Wer`s glaubt

Dr. Birnbacher hat durch sein Geständnis Fahrt in das Verfahren gebracht. Nur: Kann man ihm alles glauben, was er so aussagt. Beispielsweise seine Aufgliederung der Geldverwendung glaubt ihm doch niemand. Aber vielleicht muss er da ja auch gar nicht bei der Wahrheit bleiben und flunkert halt so vor sich hin.

 
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