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Üble Nachrede: "unzensuriert.at" muss 2000 Euro zahlen

21.09.2012 | 13:32 |   (DiePresse.com)

Die auf Initiative des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf betriebene Internet-Zeitung hatte berichtet, dass gegen einen ORF-Journalisten ein Verfahren wegen Anstiftung zur Wiederbetätigung anhängig wäre.

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Der Inhaber der Internet-Zeitung "unzensuriert.at", die 1848 Medienvielfalt Verlags GmbH, wurde der Üblen Nachrede für schuldig befunden und zu einer Entschädigungszahlung von 2000 Euro verurteilt. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Die Plattform, die auf Initiative des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) ins Leben gerufen wurde, hatte am 28. Mai und am 2. Juli berichtet, dass gegen den ORF-Journalisten Ed Moschitz noch ein Verfahren wegen Anstiftung zur Wiederbetätigung anhängig wäre.

Moschitz hatte für eine "Am Schauplatz"-Reportage jugendliche Skinheads zu einer Wahlkampfveranstaltung von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache begleitet. Im Anschluss erhob der Freiheitliche den Vorwurf, der Reporter habe dabei die Burschen aufgefordert, die rechte Hand zum Hitlergruß zu erheben oder die Worte "Sieg Heil" zu rufen. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt nahm Ermittlungen auf. Bereits im Juni 2011 wurde das Wiederbetätigungs-Verfahren gegen Moschitz eingestellt.

Verstoß gegen journalistische Sorgfaltspflicht

Der Chefredakteur von "unzensuriert.at", Alexander Höferl, der seiner Aussage nach den ersten der beiden von Moschitz geklagten Artikel verfasst hatte, erklärte nun Richterin Nicole Baczak, er sei sich der Verfahrenseinstellung "zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst" gewesen. Auf die Frage, wie er recherchiert hätte, berief sich Höferl auf "Internetrecherche und Google-News". Dort habe er Meldungen gefunden, "aus denen nicht herauszulesen war, dass das Verfahren wegen Anstiftung zur Wiederbetätigung schon eingestellt ist". Höferl räumte ein, weder bei der zuständigen Staatsanwaltschaft noch bei Moschitz nachgefragt zu haben.

Für die Richterin lag damit ein grober Verstoß der journalistischen Sorgfaltspflicht vor. Die Basis, auf der die zulasten von Moschitz gehende "ehrenrührige Behauptung" fußte, sei "nicht einmal eine journalistische Tätigkeit", sagte Baczak. Sollte ihr Urteil in Rechtskraft erwachsen, muss dieses binnen 14 Tagen auf "unzensuriert.at" veröffentlicht werden.

(APA)

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50 Kommentare
 
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Re: journalistischen Sorgfaltspflicht

Weil sich die Beschuldigtenseite weigert, die Beweise rauszurücken.
Gehts noch ein bisschen einseitiger?

Antworten Antworten Antworten Gast: DerZwersch
22.09.2012 17:34
4 3

Re: Re: journalistischen Sorgfaltspflicht

Selbst wenn an den abstrusen Anwürfen der Rechtsknaller etwas dran wäre, offenbart es doch wiedermal wie wenig kompatibel man da mit modernen Errungenschaften wie dem Rechtsstaat ist.

Denn nur in der Welt der Volksgerichtshöfler müssen Beschuldigte die Beweise gegen sich selbst liefern.

DerZworsch ist wohl ein Genosse Linksknaller!

Wie viel zahlt die Löweltraße nun schon für solche Freundlickeiten?

Re: Re: journalistischen Sorgfaltspflicht

das muss man getrennt betrachten. die tatsachenlage ist klar, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen.

Antworten Gast: apfelmännchen
21.09.2012 17:03
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Re: hmm

Da Lesen wohl nicht zu den von Ihnen präferierten Formen der Informationsbeschaffung gehört, lassen Sie sich bitte folgendes Zitat aus obigem Text von jemandem mit Lesekenntnissen vorlesen: "Bereits im Juni 2011 wurde das Wiederbetätigungs-Verfahren gegen Moschitz eingestellt."

Re: Re: hmm

Ja, weil die Bänder, auf denen möglicherweise Beweise zu finden gewesen wären vom ORF nicht rausgerückt werden mussten.
Warum stellt der ORF die Bänder nicht zur Verfügung, wenn Moschitz das nicht getan hat??

Die Umstände waren eher von Vertuschung geprägt als von Beweisfindung und -würdigung.

Soviel zu Informationsbeschaffung.

Antworten Antworten Antworten Gast: DerZwersch
22.09.2012 17:51
1 5

Re: Re: Re: hmm

Wenn das Gericht der Meinung gewesen wäre, da hätte es mehr gegeben als einen mit Schmutz werfenden Rechtsknaller, wären die sicher imstande gewesen sich die Bänder anzuguggn.

Aber so ist das halt mit den rechtsextremen Greuelmärchen, es geht in der Hohlwelt halt nich ohne.

Gute Seite!


Da bekommt man wenigstens noch richtige Hintergrundinformationen!

Vor Allem, wird nichts gelöscht oder Meinungen unterdrückt!


Re: Gute Seite!

Die veroeffenntlichen ja nur rechtes blabla. Warum sollen die rechtsganzdraussen stehenden verantwortlichen das unterdruecken? Besonders dann, wenn's die blau/braunen "inteligenzbestien" als "richtige hintergrundinformationen" betrachten.

Antworten Gast: ZARA
21.09.2012 16:23
23 27

"Hintergrund" - LOL! Das ist dorten die Ablagerung beim Syphon vom politischen Klo!

Hihihi!
Drum sinds so auf Sauberkeit bedacht. Vor allem beim nick.

Antworten Gast: 5543312
21.09.2012 16:06
25 20

Re: Gute Seite!

Wie 'richtig' besagte Informationen sind, kann man obigem Artikel entnehmen

Re: Re: Gute Seite!

....aber nur, wenn man zwischen den Zeilen liest!!!

Antworten Gast: zetto
21.09.2012 16:01
25 25

Re: Gute Seite!

Na genau.
Und der Seppl, der dort schreibt, recherchiert seine Artikel mittels Google-News.

Das sollen "Hintergrundinformationen" sein?

Geh bitte.

Dagegen ist die Krone ja investigativer Journalismus.

Re: Re: Gute Seite!


Das Verfahren wurde 3 Tage vorher eingestellt, Überraschung!

Kann passieren, so wichtig ist die Figur Moschitz auch nicht!

Die Seite ist trotzdem sehr gut, die Anderen wollen diese Themen ja nicht veröffentlichen!


27 28

Martin Graf...

Richter werden seinen Namen in Zukunft öfters erwaehnen!

30 26

Solche Seiten sind halt unbequem

so wie die: Politisch Inkorrekt, SoS Österreich, Michael Winkler, Sarrazin, usw.

Re: Solche Seiten sind halt unbequem

Unbequem? Eher laecherliches, rechtes gelabbere.

Haben Sie heute das Capperl in der Pressestunde erlebt ??

Nein ? Da haben Sie aber etwas versäumt !!

Gast: Odeon
21.09.2012 15:15
23 19

Das Recht ist für alle (Wahrheitsverdreher) gleich

Und wer wider besseres Wissen die Unwahrheit verbreitet wird ebenso (gerichtlich) belangt, ob er nun Graf, Dörfler, Grasser, Strasser oder Faymann heißen mag - für alle kommt DER Tag.

Gast: EDU
21.09.2012 14:59
39 26

Skandal

Ja wer gegen die Sozen schreibt der wird mit allen Mittel verfolgt!

Re: Skandal

opfer
egozentrik
verfolgungswahn

das gegenteil davon ist

aktiv
verantwortung
gesundes rechts- und unrechtsbewusstsein

Antworten Gast: uibel
21.09.2012 16:02
22 22

Re: Skandal

Wie würden sie denn reagieren, wenn Sie lesen müssten, dass ein Verfahren gegen Sie läuft, obwohl das FALSCH ist?

Gast: Nemesis
21.09.2012 14:43
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Da war die Genossenjustiz aber wieder fleißig.

Übrigens wissen die Herrschafteb schon wo der Elsner grad ist bzw. ob der Herr zu den Verfahren wiederkommt?

wurscht, wird einer stiftung als betriebsausgabe

verbucht

23 22

Wär nicht schlecht wenn dieses Gericht diesen Maßstab auch mal an den ORF anlegen würde... Hui da würden die Fetzen fliegen.


 
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