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Die Angst vor dem bankrotten Pensionssystem

24.09.2012 | 13:32 |   (Die Presse)

Eine Gruppe österreichischer Ökonomen und Sozialexperten fordert ein transparentes, gerechtes und vor allem finanzierbares Pensionssystem. ÖGB-Chef Foglar ist gegen eine Debatte, die die Menschen nur verunsichere.

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Wien/Gh. Sozialexperte Bernd Marin hat irgendwann aufgehört, zu zählen. Zwischen 1993 und 2003 habe es 35 ASVG- und Pensionsreformen gegeben. Was dabei herausgekommen sei? „Verschlechterung, Verschlechterung, Verschlechterung", sagt er. „Es ist nichts besser geworden." Und deshalb fordern Marin und eine Reihe anderer Experten, Unternehmer, Meinungsmacher - genau - eine Pensionsreform. Aber nicht irgendeine, sondern eine finale. „Nachhaltig und transparent" soll sie sein, meint Ulrich Schuh vom Eco-Austria-Institut. Also genau das Gegenteil des derzeitigen Systems.

Das Umlagesystem sei „nicht einmal für Experten klar nachvollziehbar", findet Schuh. Und zudem sei es ungerecht. Ungerecht künftigen Generationen gegenüber, da immer weniger Berufstätige für immer mehr Pensionisten zahlen müssen. In einigen Jahren sei das System ohnehin am Ende, meint der frühere Weltbank-Direktor Robert Holzmann und fordert die Politik auf, eine Expertenrunde mit der Ausarbeitung eines neuen Pensionsmodells zu beauftragen. Und zwar bevor das System endgültig zugrunde gegangen sei.

Das neue Modell hätten Marin, Schuh und Holzmann zufällig bereits in der Schublade. Es orientiert sich im Wesentlichen am schwedischen Pensionskonten-Modell: Jeder bekommt ein persönliches Konto, auf das er Zeit seines Arbeitslebens einzahlt. Diese Beträge werden verzinst. Zudem schießt der Staat jenes Geld zu, das er seinen Bürgern für Auszeiten gewährt. Also etwa für Karenz, Präsenzdienst oder ein freiwilliges Sozialjahr. Dieses Geld müsste der Staat allerdings sofort auf das jeweilige Pensionskonto einzahlen. Nur so bleibt gewährleistet, dass jeder zu jedem Zeitpunkt weiß, wie viel Pension er bereits angespart hat.

Und dies scheint auch der wunde Punkt des neuen Vorstoßes. Derzeit werden nur die Anteile der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sofort einbezogen. Der Staat trifft hingegen keine Vorsorge und zahlt erst, wenn die Rente ansteht. Meist hat er das Geld dann längst für andere Dinge ausgegeben. Fazit: „Ein Drittel der Pensionen ist nicht finanziert", kritisiert Marin. Auch weise das bestehende System eine Palette an Ungerechtigkeiten auf. So seien die ASVG-Pensionen zu 90 Prozent finanziert. Nur knapp 100.000 Euro muss der Staat pro ASVG-Pensionist nachschießen. Pro pensioniertem Beamten müssen hingegen schon 400.000 beigesteuert werden. Und ganz eklatant wird es bei Pensionisten der Oesterreichischen Nationalbank. „Ich spreche hier allerdings nur vom Unterbau", sagt Marin. Jeder einzelne OeNB-Pensionist wird im Schnitt mit 1,7 Millionen Euro „bezuschusst".

Und somit wird auch schnell klar, wer die Verlierer in dem am Montag in Wien präsentierten Modell sind. Und dementsprechend negativ reagierten der Chef des sozialdemokratischen Pensionistenverbands Karl Blecha und der Obmann des ÖVP-nahen Seniorenbundes Andreas Khol. Sie sorgen sich natürlich um die künftigen Mindestrentner, die dann länger arbeiten müssten. Khol spricht von einer „sozialen Schieflage". ÖGB-Chef Erich Foglar meint, eine Debatte würde die Menschen nur verunsichern.

Kein gesetzliches Pensionsalter mehr

Tatsächlich leidet das österreichische Pensionssystem, das jährlich ein Defizit von 14 Mrd. Euro (vier Prozent des BIPs) aufweist, auch unter einer demografischen Schieflage. Denn der Anstieg der Lebenserwartung erfolgt viel rasanter als die zaghaft versuchte Erhöhung des Pensionsantrittsalters. In Österreich gehen Männer im Schnitt mit 59, Frauen mit 58 Jahren in Pension. Das gesetzliche Pensionsantrittsalter liegt bei 65 bzw. 60 Jahren. Bernd Marin hat auch überhaupt kein Problem damit, dass Menschen früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Er spricht sich sogar für die Abschaffung eines gesetzlichen Pensionsalters aus. Natürlich dürfen Frühpensionisten nur auf das zurückgreifen, was sie selbst angespart haben. Staatliche Zuschüsse gibt es erst ab einem bestimmten Alter. „Derzeit würde dieses Alter wohl bei 67 Jahren liegen", sagt Pensionsexperte Marin. Für die Generation der heute 40- bis 50-Jährigen läge diese Schwelle, die dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter entspräche, wohl bei 70 Jahren. Schließlich dürfen sie mit einem längeren Leben rechnen.

In diesem Punkt unterscheidet sich das Modell der Experten Marin & Co. grundlegend vom schwedischen Modell. Dort dient ein Bonus-Malus-System als Anreiz, länger zu arbeiten. Wer vor dem 67. Lebensjahr in den Ruhestand tritt, muss empfindliche Abschläge in Kauf nehmen. Wer länger arbeitet wird mit einem durchaus ansehnlichen Bonus bedacht. Man solle nicht so tun, als ob längeres Arbeiten in Österreich verboten wäre, meint Karl Blecha. Viele Menschen würden ohnehin gerne länger arbeiten, aber die Unternehmen seien gar nicht daran interessiert. Es ist ein Argument, das für den Arbeitsmarktexperten Ulrich Schuh nicht neu ist. Der Grund, warum ältere Mitarbeiter schneller den Job verlieren und nicht mehr ins Berufsleben integriert werden, liege nämlich im geltenden Pensionssystem. „Ältere, die bereits einen Pensionsanspruch haben, gelten als versorgt", sagt Schuh, sie würden durch eine unsägliche Allianz von Arbeitgeber und Betriebsrat aus dem Arbeitsprozess gedrängt.

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182 Kommentare
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Re: Ein Pensions-Experte

Sie sprechen das Problem genau an. Da stellen sich ein paar Experten und Politiker hin, die einmal eine oder mehrere Traumpensionen erhalten werden und predigen die Nichtfinanzierbarkeit der Ruhegenüsse!
Dabei ist die normale Pension unter den Altersversorgungen, die, die sich am meisten durch Otto Normalverbraucher selbst finanziert. Was ist mit den Politikern, die mehrere Pensionen inhalieren? Oder die Beamten? Wobei ich jetzt nicht den kleinen Briefträger oder sonstigen Staatsbediensteten meine, sondern die Gutbetuchten, die aus irgendwelchem politischen Kalkül in Amt und Würden gekommen sind. Leider gibt es von denen immer mehr.

Antworten Antworten Gast: Rechenstrudel
25.09.2012 10:55
1 1

Re: Re: Ein Pensions-Experte


Ich wäre schon mit der Pension eines "kleinen Staatsbediensteten" zufrieden.

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Gerade aktuell

die Vorwegbesteuerung der 2. Säule des Pensionskassensystems mit 25% des angesparten Kapitals zur Rettung des Volksbankensektors.

Antworten Gast: Fix einkalkuliert
25.09.2012 10:43
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Re: Gerade aktuell

Die Fekter hat mit 90 Millionen aus der Vorwegbesteuerung für die Volksbanken-Rettung fix kalkuliert. Aus dem wird aber nichts werden, weil die wenigsten diese - momentan noch freiwillige - Vorwegbesteuerung machen. Und was ist dann ? Eine Lösung ist, dass sie das noch vorhandene Kapital mit 20 % besteuert und wir dann von der Pensionskasse den Betrag im ganzen ausbezahlt bekommen, solange er noch da ist, bevor mit unserem Geld noch munter weiter spekuliert wird.

Gast: Hellgate
25.09.2012 08:54
2 0

Und wie wollen sie die bereits gezahlten Beiträge aug das persönliche Konto umrechnen

Die Beträge sind doch alle schon verjuxt und verjubelt.
Darf ich da jetzt mit 40 bei 0 amfangen?
Oder krieg ich einen lächerlich geringen Startbtrag?

Antworten Gast: Verjubelt
25.09.2012 10:45
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Re: Und wie wollen sie die bereits gezahlten Beiträge aug das persönliche Konto umrechnen

Das ist das Problem, dass die bis dahin einbezahlten Beträge nicht mehr vorhanden sind und daher ist das ganze reine Utopie !

Die sogenannte Gruppe von "Experten"

beziehen Einkommen und Pensionen der Fürstenklasse.
Es sind nur Korrupte, die keinerlei FÄHIGEITEN besitzen außer zu Lügen.

die Pensionen sind gesichert

hat man uns immer gesagt.
Damit waren wohl immer die POlitiker gemeint.
Die Goldman Steigbügelhalter.

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Re: die Pensionen sind gesichert

Ja, aber bitte, wer das seinerzeit dem Vranitzky geglaubt hat, ist selbst schuld.

Daran sieht man ja, daß die österreichischen Wähler jahrzehntelang sich um politische Belange nicht gekümmert haben und jeden Blödsinn glaubten, den man ihnen vor den Wahlen erzählt hat! Dadurch hat sich doch erst der Filz von Korruption und Freunderlwirtschaft bilden können, der das Steuergeld mit vollen Händen hinausgeworfen hat. Und jetzt stehen wir vor einem Scherbenhaufen. Einzementiert in der EU, die dauernd neue Forderungen stellt, die wir gar nicht erfüllen können, aber unsere Politiker sich nicht trauen da zu widersprechen, weil sie die mediale Unterstützung von dort brauchen!

Gast: Debatten verunsichern?
25.09.2012 08:42
3 0

ÖGB gegen Debatten

Was hat Herr Foglar für ein Menschenbild? Keine Debatte- wo bleibt der mündige Mensch? Bevormundet die Gewerkschaft ihre Mitglieder? Dann lieber austreten aus dem veralteten Verein.Zur Pensionslage: jetzt ist die Problematik gerade heiss- in den nächsten Dekaden würde sich das Problem wieder entschärfen, weil die Breitstelle der Demografieurne den natürlichen Abgang entgegengeht. Außer wir schaffen uns durch schrankenlose Immigration hilfsbedürftiger Menschen neue Probleme.....
Wie in anderen Beiträgen: Differenziertes Vorgehen muss früher beginnen: Umschulung als normale Lebensplanung: Maurer können kaum bis 70 am Bau arbeiten, Krankenschwestern u.a Nachtdienstleistende ebenso- Perspektiven müssten diskutiert werden- aber mit wem? Gewerkschaft siehe oben

Gast: RA
25.09.2012 08:38
5 0

Das Pensionssystem ist schon lange bankrott

Es wurde schon in den 70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit Steuergelder bezuschußt.

Und seit mehr als 20 Jahren reicht auch das nicht mehr. Es wird mit Schulden finanziert.

Das das nicht ewig so weiter gehen kann, weiß man jetzt schon 50 Jahre.

Außer dass die Beiträge permanent erhöht und die Pensionen gekürzt werden, ist nichts geschehen.

ÖVP und SPÖ haben auch hier versagt.

es würde genügen das Beamtenpension Sytem abzuschaffen dann geht sich alles aus.

Ich will nicht auf die Beamten losgehen, blöd wären sie auf etwas zu verzichten was man ihnen anbietet,
aber der Staat kann es sich einfach nicht mehr leisten.

Antworten Gast: Albert Huber
25.09.2012 08:50
3 0

Re: es würde genügen das Beamtenpension Sytem abzuschaffen dann geht sich alles aus.

Kein Problem für mich als Beamter. Aber dann möchte ich auch eine Abfertigung und die verzinste Rückzahlung der zuviel gezahlten Pensionsbeiträge. Wie Sie vielleicht nicht wissen oder geflissentlich ignorieren zahlen Beamte höhere Beiträge und dieseb auch für das gesamte Einkommen ohne Deckelung.

Re: Re: es würde genügen das Beamtenpension Sytem abzuschaffen dann geht sich alles aus.

Ergänzung:
Beim Magistrat der Stadt Wien wird schon sehr lange nicht mehr pragmatisiert, d.h. die Beamten dort sind eine "aussterbende Gruppe", die Restposten besetzten verdiente Genossen , soferne ihnen nicht ein lukrativer Sondervertrag zugeschanzt wurde.
Die Gewerkschaft leistet vorbildliche Unterstützung, danke Gen.Koll. Handsdorfer ff.
Der Großteil der Bediensteten sind also ganz normale Angestellte, da gibt es überhautpt keinen Unterschied zum gemeinen Volk; von den bereits ausgelagerten Tätigkeiten (z.B. Reinigunsdienste) ganz abzusehen.
Beides sind aber öffentlich Bedienstete, die die Neidschiene und den Volkszorn gleichermaßen bedienen.
Freundschaft, Prost, Genossen & CoInnen.


Re: Re: es würde genügen das Beamtenpension Sytem abzuschaffen dann geht sich alles aus.

Naja, das ist wohl nicht so eindimensional zu sehen. In den 1970ger-Jahren, als es Vollbeschäftigung gab und kaum wer in den öffentl. Dienst wollte, hat man den durch die Argumente "höhere Pension" und "sicherer Job" attraktiv zu machen versucht. Diese Versprechen sollten (müssen) nun natürlich gehalten werden. Aber: heute reißt sich jeder um eine Stelle im öffentlichen Dienst und ist froh, da einen Job zu bekommen, die Bezahlung ist auch wesentlich höher als in der Privatwirtschaft (vor Allem im Verhältnis zur geforderten Leistung, ich meine das ohne die Leistung der Beamten diminuieren zu wollen). Daher ist heute für Beamte, die ab ca. 1985 begonnen haben, eine höhere Pension nicht mehr gerechtfertigt. Jene gehören schlicht in das ASVG-System eingegliedert (wie es ja teilweise auch geschieht).

Re: Re: es würde genügen das Beamtenpension Sytem abzuschaffen dann geht sich alles aus.

ja, nur durch die Tatsache dass die meisten in Frühpension gehen hebt sich die Rechnung leider wieder auf. So gesehen krankt es am System und nicht am Beamten.

Re: Re: Re: es würde genügen das Beamtenpension Sytem abzuschaffen dann geht sich alles aus.

Da gibt es eben das Problem, dass man sehr viel leichter als Beamter als "Dienstunfähig" als als Arbeiter/Angestellter als "Invalide/Berufsunfähig" eingestuft wird. Die bezüglichen Reformen (auch die, die jetzt eben in Gesetzwerdung ist, zielen immer nur auf ASVG - Versicherte ab, nie auf Beamte. Das geht so weit, dass man jeden (qualifizierten) Facharbeiter wenn er körperlich nach 40 Jahren Schwerarbeit auch noch so kaputt ist, zum "Fachberater in einem Baumarkt" umschulen und auf einen solchen Job (den es am Arbeitsmarkt natürlich für jemanden 50+ nicht gibt) verweisen will. Und es kann mir bitte niemand erklären, dass zB. ein Maurer von seinem 15. bis zu seinem 65. Lebensjahr (also 50(!) Jahre lang) arbeiten kann. Ebenso ist ein Manager nicht in der Lage, von seinem 25. bis zu seinem 65. Lebensjahr eine 60-Stundenwoche ohne psychischen Zusammenbruch durchzustehen. Vergessen wird im Übrigen bei all diesen Betrachtungen auch immer, dass die "Jungen" heute im Schnitt sehr viel später in den Berufsprozess einsteigen, weil sie einfach mehr Bildungsmöglichkeiten haben. Nur all diesen abgehalfterten Politiker und selbst ernannten "Experten" sehen die Dinge natürlich nie systemisch sondern immer nur eindimensional.

3 0

Man sollte...

...kleine schritte in richtung sanierung des pensionssystems machen:

z.bsp. wieder die aufschrift "rauchen kann tödlich" sein auf zigarettenpakungen entfernen, passivrauchen unterstützen, alkoholsteuer senken, gurtenpflicht abschaffen, stc....

Es besteht offensichtlich der politische Wille

unser Pensionssystem umzubringen. Als die Sozialversicherungsgesetze in den 1950er Jahren geschaffen wurden, ging man davon aus dass 1/3 die Arbeitnehmer, 1/3 die Arbeitgeber und 1/3 der Staat aufbringen. Davon will man heute nichts mehr hören, daran will sich niemand erinnern. Im Grund läuft es so wie damals ausgemacht. Freilich entzieht sich die Wirtschaft in Gestalt der Konzerne und der Unternehmer und leider auch der Staat immer mehr der eingegangenen Verpflichtung! Mit der Umkrempelung des Sozialversicherungssystems haben begonnen: Pinochet in Chile, Thatcher in England und Reagan in den USA!
Das sollte eigentlich den Leuten die Augen öffnen!

Gast: mi reichts
25.09.2012 08:27
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genau

lasst uns bis 70 arbeiten, damit die griechen mit 50+ und 82 % der letztbezüge gehen können und wenns sterben wird es nicht gemeldet.

Das schwedische System hat für mich einen großen Haken,

denn gerade hart körperlich arbeitende Menschen erkranken häufig weit vor Eintritt in das Rentenalter und können sich somit nicht aussuchen, wann sie in Pension gehen.
Folglich werden solche Berufe noch unbeliebter als sie jetzt schon sind.

Abkehr

Das ist die bkehr vom Sozialsystem. Keine Sozialversicherung mehr, jeder muss sich um seine Sachen selber kümmern.
Schwachsinn pur! Das ist Kapitalismus pur!
Funktioniert das auch? Wohl kaum, denn wer heute 1000.- netto verdient, der kann nicht 1000.- auf die hohe Kante legen. Es ist ganz klar wer davon profitiert, es sind die Bestverdiener. Die brauchen weniger Abgaben zu zahlen und Androsch ist auf eine Sozialversicherung nicht angewiesen.
Das ist Faschismus pur!
Und bedeutet nichts anderes als - machen wir diesen Staat kaputt!

Re: Abkehr

Sollte sich das auf den Artikel beziehen, dürften Sie das System nicht verstanden haben. Es handelt sich weiterhin um ein Umlageverfahren, kein Ansparverfahren.

Gast: nochmehrkapitalmarktspritzen
25.09.2012 07:57
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folglar,hundstorfer, verzetnitsch,faymann- die sozialisten selbst sind an der demolierung des asvg pensionssystems federführend; die kapitalmärkte u.banken wollen mrd. an den asvghacklern, invaliden und asvgarbeitnehmern verdienen.


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Eigene Vorsorge

Das Problem ist: die Politik möchte von den gut verdienenden viel kassieren und wenig auszahlen also umverteilen. Dann ist der Vorschlag immer noch besser.

Kapital gedeckte Vorsorge!

ist absolut okay - nur das schwedische System schützt vor Inflation nicht. Die enorme Staatsverschuldung und die einhergehende Inflationsblase, die über die EZB durch Anleihenkäufe aufgebaut wird führt zu einer Entwertung des Vorsorgekapitals. Das einzige was werthaltig ist, sind: Real Estate, Aktien und Edelmetalle - alle anderen Anlagen sind vor dem Zugriff des Staates nicht sicher!

Re: Kapital gedeckte Vorsorge!

Es handelt sich weiterhin um ein Umlageverfahren. Private Vorsorge steht ohnehin jedem fei, so wie er/sie das möchte.

Re: Re: Kapital gedeckte Vorsorge!

ich hab das anders verstanden. Aber wenn der Staat über ein Umlageverfahren wieder die BürgerInnen abzockt, dann bleibt speziell in den unteren Einkommensschichten für eine Vorsorge nichts übrig.

Immer das selbe Thema...

...zu dem sich abgehalfterte Politiker (Androsch, Staribacher...) und Pseudoexperten (Marin Tomandl...) wichtig machen, in dem sie nichts anderes tun als zu sagen, dass man etwas so machen sollte, wie es in anderen Ländern gemacht wird (sehr kreativ, wissenschaftlich und innovativ; richtig?).
Dabei wäre die Lösung sehr viel einfacher; nämlich ASVG-Pensionssystem einheitlich für alle, gerade an dem doktert man allerdings dauernd herum obwohl es zu 90%(!) selbstdeckend ist. Und die restlichen 10% zahlen die Pensionisten ohnehin via Lohnsteuer selbst. Also: schön langsam wird diese Diskussion immer der selben "Experten" langweilig.

Gast: Polarluft
25.09.2012 07:13
2 0

die Ahnengalerie der Verschleierer

"Verschleiern" ist die nettere Form von nicht die Wahrheit sagen. Der Volksmund und manchmal auch das Strafgesetzbuch benennt das mit "Lügen", aber so hart wollen wir nicht sein:
Man muss die Leute nicht beunruhigen, das hatte sich schon der Herr
Vranitzky gedacht, bei seinem "Pensionistenbrief".
Das denken und sagen alle Funktionäre der AK, des ÖGB etc.
Sie verschleiern (siehe oben) das sich die Balken biegen und werden dann nicht mehr im Amt sein (Herr Tumpel geht ja schon)n wenn wir alle zur Kasse gebeten werden!?
So etwas nenne ich wahre Sozialdemokratie?

Gast: pfründner aus hernals
25.09.2012 06:43
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zuerst einmal...

den politikern die "wohlerworbene" pension auf ein für den bürger erträgliches mass zusammenschneiden.

Re: zuerst einmal...

Immer die gleichen Neidereien. Ja, Politikerpensionen sind hoch. Vieleicht auch unangemessen hoch. Aber die einzusparen bringt halt budget-technisch garnichts. Das ist pillepalle im Vergleich zum gesamtvolumen.

Re: Re: zuerst einmal...

Ja, ja, richtig ist es schon, dass es montär nur Peanuts bringt. Wie will man aber auf der anderen Seite Otto Normalverbraucher dazu animieren, Pensionskürzungen hinzunehmen, während man sich selber großzügigst aus dem Topf bedient, als würde er voll wie eh und jeh sein? Ein Anpassung (Kürzung klingt ja so hart) von Politikerpensionen würde da also schon sehr viel bringen... ;-)

Gast: Durchgeblickt
25.09.2012 05:59
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selbst wenn die ASVGler bis 80 arbeiten würden


ließen sich dadurch die Pensionsprivilegien der Beamten-, Funktionärs- und Politmafia NICHT finanzieren.

http://kurier.at/nachrichten/4512334-ruinoese-pensionsversprechen.php

In Österreich sind von den jährlich ausbezahlten Pensionen rund ein Drittel nicht gedeckt, also nie durch eingezahlte Beiträge abgesichert worden.
"Die Finanzministerin muss derzeit jährlich rund 14 Milliarden Euro zuschießen", erklärt Pensionsexperte Bernd Marin. Das könne nur durch immer neue Schulden finanziert werden. "Aber irgendwann bekommt man das Geld nur noch zu italienischen oder griechischen Konditionen – oder gar nicht mehr", warnt er.
Die meisten Pensionen in Österreich seien sehr wohl beitragsgedeckt. ASVG-Pensionen etwa zu 90 Prozent, bei der PVA insgesamt zu mehr als 80 Prozent.
Das Problem seien zu hohe Versprechungen bei Sonderverträgen, bei Beamten, Altpolitikern, Sozialversicherungen oder der Nationalbank: "Dort werden – im Schnitt – 600.000 Euro pro Kopf ins Pensionssystem eingezahlt und 2,3 Millionen Euro ausgezahlt, unterhalb der Direktoriumsebene. Dafür muss der Steuerzahler aufkommen."

Re: selbst wenn die ASVGler bis 80 arbeiten würden

Vordergründig völlig richtig!

Antworten Gast: lukas2
25.09.2012 06:38
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Re: selbst wenn die ASVGler bis 80 arbeiten würden

Auch die ASCGler haben Privilegien (Abfertigung, golden Handsheaks etc.).Eine Neiddebatte bringt nichts.

Antworten Antworten Gast: Abfertigung der Firma
25.09.2012 13:15
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Re: Re: selbst wenn die ASVGler bis 80 arbeiten würden

So ein Blödsinn, ich als ASVGler habe von der Firma, in der ich 40 Jahre beschäftigt war, die Abfertigung bekommen und nich vom Staat. Ganz im Gegenteil, von dieser Abfertigung hat der Staat dann noch die Steuern bekommen !!! Zuerst denken, dann schreiben !!!!

Re: Re: selbst wenn die ASVGler bis 80 arbeiten würden

Das hingegen stimmt nur teilweise; bei einem "golden Handshake" bekommt man keine Pension; bzw. kriegt man die nur, wenn man Invalide oder berufsunfähig ist und das ist man (in aller Regel) nur, wenn man wirklich (schwer)krank ist. Da gibt es mehrere Gutachten, die in sehr vielen Fällen Menschen als "Arbeitsfähig" erklären, die es nicht (mehr) sind. Sehr viel seltener ist es umgekehrt; Gefälligkeitsgutachten gibt es so gut wie nicht, natürlich mit (wenigen) Ausnahmen.

Antworten Antworten Gast: ASVGler
25.09.2012 07:11
3 0

Re: Re: selbst wenn die ASVGler bis 80 arbeiten würden

Das wird aber nicht vom Steuergeld bezahlt ! Das ist der Unterschied !

Antworten Antworten Gast: Privilegium minus
25.09.2012 07:09
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Re: Re: selbst wenn die ASVGler bis 80 arbeiten würden

Wie kommen Sie auf Neid? Ich kann in diesem Beitrag keinen Neid erkennen. -Meinen Sie, auch im wirklichen Leben, ausserhalb einer geschützten Werkstätte, mit einer derart primitiven und durchsichtigen Argumentation etwas erreichen zu können?

Gast: Fühlt sich der Bankbenützer an die Randgesellschaft gedrängt, oder sind die anderen Bankbenützer gerade aufgestanden, weil sie den Fotografen gesehen haben, wir werdens NIE erfahren!
24.09.2012 23:08
0 0

Das Bild!

...wenn die Bänke Diebstahlgesichert in der Erde verankert sind, dann kann man sich auch ganz am Rand setzen........es ist nicht wo ein Vorteil, wo nicht noch ein Vorteil ist, insbesonders dann, wenn die Anderen plötzlich aufstehen!

Gast: bankermrd.stattpensionen
24.09.2012 23:03
1 1

marin, rürup usw.- das waren nie und sind keine pensionsexperten- sondern lupenreine lobbyisten der privaten pensionsversicherungs- und bankenkonzerne. die arbeitenden menschen sollen noch mehr von den börsen-kapitalmärkten abgezockt werden.


Gast: sozisforbanker
24.09.2012 22:53
4 0

der SPÖÖGB und die SPÖ mit Faymann/hundstorfer sind an einem transparenten fairen Asvg pensionssystem gar nicht interessiert.

Ein modernes einheitliches pensionssystem für alle österreicher, wäre an der Zeit, aber die SPÖ belastet wieder nur die asvg versicherten arbeitnehmer. Die versicherten Beitragszahler sollen souverän über ihren eigenen pensionsantritt u.den gesamtbeitragsjahren entscheiden können.Die Versicherungsbeitragszeiten sollen frei wählbar sein. Um sich eine pensionsleistung zu erhöhen, sollten flexible beitragsleistungen möglich sein u.vor allem sollen die versicherten über den eigenen pensionsantritt selbst entscheiden können. Aber die SPÖ Politiker u. die privilegierten pensionssysteme(ÖBB,ORF Nationalbank, Bauern,.) wollen gar kein einheitliches transparentes pensionssystem. Viele journalisten (bsp.ORF) machen beinahe täglich stimmungsmache gegen die asvg pensionen. Es ist daher absehbar, dass man die asvg versicherten länger einzahlen lässt, um die defizite bei der öbb, bauern, OeNB, ORF u.wiener beamten auszugleichen. die SPÖ lässt weiter keine transparenz zu, u. SPÖ Minister Hundstorfer hat einem fairen transparenten asvg pensionssystem keinerlei interesse. die asvgler, die schon 40 Jahre einzahlen, werden nun noch mehr belastet u. benachteiligt. Die arbeitenden u.zahlenden asvg arbeitnehmer werden mit zwangseinheitsbeiträgen u. asvg zwangspensionsantrittszeiten geradezu entmündigt u.es ist wohl eines der größten politischen versäumnisse der 2.Rep.,dass die "beitragszahlenden Versicherten" nicht über ihre eigene gesamtlebensarbeitszeit u.pensionspläne mitbestimmen dürfen.

Gast: Anamorph
24.09.2012 22:52
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Hoffnungslos

Wenn ich die oft reichlich unbedarften Wortspenden hier so lese, komme ich immer mehr zur schmerzhaften Erkenntnis, dass das Kalkül der Politiker aufgegangen ist, das Volk gegeneinander aufzuhetzen.

Arm gegen reich, alt gegen jung, Frauen gegen Männer, Raucher gegen Nichtraucher, sich immer weiter ausbeuten lassende Arbeitnehmer gegen Pensionisten und Arbeitslose ... das zieht sich quer durch alle Bereiche unserer Gesellschaft und ist durchaus so gewollt.

Die lateinische Formulierung dieser Strategie (Divide et impera) geht zurück Machiavelli, der in seinem 1532 erschienenen Buch „Der Fürst“ den Fürsten Medici erklärt, wie sie ihre Herrschaft ausüben sollten.

Macht doch endlich Eure Augen auf, fangt an zu denken, zu hinterfragen und erkennt wie Ihr euch instrumentalisieren lasst! Ein weiteres seit Jahrhunderten bewärtes Mittel das Volk zu kontrollieren ist Angst.

Angst und innere Spaltung sind Garnten dafür, dass der dumpfe Pöbel zu willfährigen Marionetten werden und tunlichst auch bleiben.

Nicht Pensionisten oder Bezieher von Sozialleistungen bluten das System aus sondern die Wirtschaft. Durch ihr gnadenloses Lohndumping fließen immer weniger Gelder in die Kassen. Um das zu erkennen braucht es aber ein gewisses Maß an Bildung und der Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen. Und genau das spreche ich - wenn ich manche Postings hier lese - 90% unserer Bevölkerung ab.

Jedes Minus-Stricherl beweist meine Ansicht. Also ... auf gehts.

Re: Hoffnungslos

Na sehen Sie - funktioniert ja prächtig. Auch Sie haben Ihr Feindbild. "Die Wirtschaft". Zur Erinnerung: Dort wird der Wohlstands einer Gesellschaft erarbeitet. Oder glauben Sie gar, der kommt als Kredit von der Bank?

Re: Hoffnungslos

Ich aber finde Ihre Meinung völlig richtig, weil sie das objektiv ist.

Antworten Gast: humanpower
25.09.2012 06:44
0 0

Re: Hoffnungslos

Sehe ich auch so. Danke für Ihre sachlich-kritische Analyse!!

Antworten Gast: Durchgeblickt
25.09.2012 06:03
2 1

Re: Hoffnungslos


Die "Wirtschaft" und ihre Teilnehmer sind es die DEINE Pfründe finanzieren.

Da hilft Dir auch Dein Machiavelli nichts.

IHR seid es die mit Euren Privilegien die Gesellschaft entzweit. Eure hemmungslose Gier.

Gast: netzwerker5
24.09.2012 22:11
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Foglar ist dagegen

Vor 30 Jahren wurde die demographische Entwicklung vorausgesagt - und die damals empfohlene 3.Säule des Pensionssystems wurde politisch als unnotwendig abgeschmettert. "Der Vater Staat" würde schon vorsorgen, hiess es damals. Die Realität holt uns wieder einmal ein. Die Zeiten der Verlogenheit sollten rasch dem Ende zugehen.Doch die erste Wortmeldung ist vielsagend: ÖGB-Chef Foglar ist gegen eine Debatte, die die Menschen nur verunsichere.
Zitatende. Mit einem Wort, es ist alles in bester Ordnung.


Re: Foglar ist dagegen

die dritte Säule hat sich, dank der Banken in Luft aufgelöst, schon vergessen ?

Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
25.09.2012 06:58
1 1

Re: Re: Foglar ist dagegen

Gerade nachgewogen.

Von meiner 3 Säule ist noch jedes Gramm da.

Aso .. sie haben in so Banken Papiermüll angelegt.

Alles klar ;)