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"Wollen wir die vaterlose Gesellschaft?"

27.09.2012 | 18:28 |  von Ulrike Weiser (Die Presse)

Vergangene Woche präsentierte die heimische Bioethikkommission ihre Vorschläge für eine Liberalisierung des Fortpflanzungsrechts. Doch das Experten-Gremium ist intern gespalten.

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Die Presse:Ein kontroverses Thema in der Kommission war die Präimplantationsdiagnostik (PID), die Untersuchung eines Embryos auf schwere Gendefekte, bevor er im Rahmen der künstlichen Befruchtung in den Mutterleib eingesetzt wird. Dabei hat die Kommission bereits 2004 die Zulassung empfohlen. Warum regt das Thema noch immer so auf?

Barbara Maier: Weil sich die Frage nach dem Beginn des Lebens hier so deutlich stellt. Dabei würde die PID in Österreich wenige Paare betreffen, maximal 30 bis 40 im Jahr.

 

Wann beginnt denn Leben?

Maier: Das ist schwer zu fixieren, Befruchtung ist ein Prozess. Im Fall der PID wird der Embryo ab dem dritten Tag untersucht, wenn die Zellteilung eingesetzt hat. Prinzipiell stört mich an dieser Lebensbeginn-Debatte der unglaubliche Embryo-Zentrismus. Mich interessiert weniger, wie es dem Embryo, sondern wie es den Frauen und den über In-vitro-Fertilisation (IVF) entstandenen Kindern geht. Derzeit ist es so: Paare mit einer Disposition für eine schwere genetische Erkrankung bekommen entweder gar keine Kinder oder, wenn sie schwanger werden und das Kind die Krankheit haben wird, wird ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt. Das wäre durch PID vermeidbar.

Matthias Beck: Für mich beginnt Leben, wenn sich die Eizelle nach dem Eindringen des Spermiums verschlossen hat. Dann liegt das Genom vollständig, wenn auch nicht fixiert, vor. Die weitere Frage ist, ob dieses Leben auch schutzwürdig ist. Das deutsche Bundesverfassungsgericht sagt ganz klar, dass dieses Leben Würde hat. Deshalb ist Abtreibung zwar straffrei, aber der Staat sieht sie als Unrecht.

 

Aber ist es nicht unlogisch, dass Abtreibung möglich ist, die Untersuchung bzw. eventuell dann das Aussondern eines Achtzellers aber verboten?

Beck: Ja, das ist ein Wertungswiderspruch, ich tue mir sehr schwer damit. Ich könnte mich etwa damit anfreunden, dass man Embryonen auf Lebensfähigkeit testet. Es ist sinnlos, einer Frau einen todgeweihten Embryo einzupflanzen. Aber dann geht es schon los: Was ist eine schwere genetische Erkrankung? Veranlagung zum Brustkrebs? Chorea Huntington (tritt etwa ab 50. Lebensjahr auf, Anm.)? Das lässt sich kaum eingrenzen. Was sagt man den Menschen, die solche Krankheiten haben und sagen: Wenn es das damals schon gegeben hätte, wären wir nicht hier.

 

Bei welchen Krankheiten würde man die PID einsetzen?

Maier: Etwa bei der Schmetterlingskrankheit bei ausgeprägten Schweregraden: Ich hatte konkret so einen Fall. Das erste Kind ist nach elf Monaten gestorben: Man konnte es nicht stillen, nicht angreifen, das war ein einziger Leidensweg.

 

Was würden Sie solchen Eltern raten?

Beck: Wenn man ethisch argumentiert, kann man sagen: Es ist ein Unterschied, ob das Kind einmal da ist und die Eltern sich dann dagegen entscheiden, oder ob ein Embryo von Anfang an aussortiert wird. Ich gebe aber zu: Für den Alltagsverstand ist der Widerspruch kaum zu lösen.

PID ist nicht die einzige Diagnosemöglichkeit. Mit neuen Tests wird man immer früher in der Schwangerschaft Krankheiten feststellen können. Steigt dadurch der Druck auf die Eltern?

Maier: Das ist schwer zu sagen. Wichtig wäre, dass Paare, die nicht abklären wollen, nicht diskriminiert werden. Immer wieder bekommen Eltern mit Trisomie-21-Kindern (Downsyndrom) zu hören: So wie dein Kind ist, das müsste heute nicht mehr sein.

Beck: Ich bin mir sicher, dass der Druck steigen wird. Man sieht das beim Lebensende: Ein alter Mensch kostet im letzten Lebensjahr viel Geld. Da wächst der Druck auf ihn, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Genauso könnte die Gesellschaft ein Interesse haben, dass es bestimmte Krankheiten nicht mehr gibt. Ich bin Deutscher und gerade wir Deutschen und die Österreicher müssen auf Grund der nationalsozialistischen Vergangenheit vorsichtig sein. Zu sagen, der hat schlechte Gene und wird ausselektioniert, ist gefährlich. Denken Sie an Herrn Sarrazin, der in seinem Buch vom „Judengen“ schreibt.

 

Unterstellen Sie den Eltern Nazi-Gedankengut?

Beck: Natürlich nicht! Aber man muss bedenken, dass das Recht das Wertebewusstsein der Bevölkerung prägt.

Maier: Ich halte diese Argumentation für bedenklich. Wir müssen von Menschen mit Kinderwunsch ausgehen, die sich die Entscheidung nicht leicht machen. Es gibt kein Recht auf ein Kind oder gar ein gesundes Kind, aber in einer Gesellschaft, die solidarisch mit kinderwünschenden Paaren ist, gibt es ein Recht auf Hilfe.

 

Ein PID-Spezialfall sind Rettungsgeschwister. Verstehen Sie, dass man es gruselig findet, dass Eltern via PID ein Kind bekommen, damit es einem anderen als Gewebespender dient?

Maier: Ich kann es verstehen. Aber ich kann auch verstehen, dass Eltern diese Möglichkeit als Rettungsanker für ein schwer krankes Kind betrachten. Ein Problem wird es besonders dann, wenn man ein Kind total instrumentalisiert. Aber es gibt auch so viele Motive, Kinder zu haben: Weil man Mutter sein will, im Kind weiterleben möchte etc. Das sind auch Instrumentalisierungen. Bei unserem Vorschlag geht es nur um Nabelschnurblut und Knochenmarkspende.

Beck: Natürlich würde eine Mutter alles tun, um ein Kind zu retten. Aber die Frage ist: Wie viel Druck wird später auf das Kind ausgeübt, damit es spendet? Es würden zudem bis zu 20 Embryonen hergestellt, um den gewebeverträglichsten zu finden. Der Rest wird weggeworfen.

 

Bleiben wir beim Druck, beim finanziellen: Die Kommission tritt für die Eizellenspende ein. Was motiviert eine Frau, einer Fremden eine Eizelle zu spenden?

Maier: Manche haben altruistische Motive, manche finanzielle. Unser Vorschlag beinhaltet den Spenderinnenschutz: Die Spenderin sollte deshalb auch jung sein, damit sich ihre eigene Fruchtbarkeit nicht verringert. Und die Empfängerinnen sollten eine medizinische Indikation haben und nichts jenseits der biologischen Grenzen von Fruchtbarkeit sein.

Beck: Zunächst könnte man sagen: Männer dürfen Samen spenden, warum nicht Frauen Eizellen? Aber Spermien sind leichter zu gewinnen, bei Frauen ist ein Eingriff und hormonelle Stimulation nötig. Letztere hat vereinzelt zu Todesfällen geführt. Und man muss sich fragen: Hat das Kind nicht ein Recht, die genetische Mutter zu kennen?

Maier: Das ist bei der Samenspende das Gleiche. (Anm.: Das Kind hat ein Auskunftsrecht, vorausgesetzt die Eltern teilen ihm seine Entstehungsweise mit.)

 

Die Kommission schlägt Samenspende und IVF auch für lesbische Paare und alleinstehende Frauen vor.

Maier: Sie können genauso gute Eltern sein und haben sich oft noch mehr mit ihrem Kinderwunsch auseinandergesetzt. Es geht hier nicht um persönliche Moralvorstellungen, sondern darum, wie die Folgen für das Kind sein mögen. Ich bezweifle, dass es Kindern in solchen Konstellationen schlechter als in herkömmlichen Mann-Frau-Beziehungen gehen muss.

Beck: Ich glaube, dass es für ein Kind wichtig ist, eine männliche und eine weibliche Identifikationsfigur zu haben. Kann sein, dass zwei gute Mütter besser sind als eine schlechte Mann-Frau-Beziehung. Aber man kann nicht ein Defizit zur Norm erheben. Man kann nicht sagen: Weil viele Ehen kaputt gehen, ist das Familienbild veraltet und deshalb sollen Lesben Kinder bekommen.

Maier: Wer sagt Ihnen, dass diese Mann-Frau-Kind-Beziehung die Norm sein soll?

Beck: Na physiologisch geht es nicht anders und psychologisch wäre es besser.

 

Schafft eine IVF für alleinstehende Frauen nicht insofern ein Defizit, als von Anfang an einer weniger da ist?

Maier: Es kann doch sein, dass eine alleinerziehende Frau ein sehr gutes Familiennetzwerk hat. Man muss sich das im individuellen Fall anschauen.

Beck: Ich finde schon, dass die Situation defizitär ist. Es widerspricht der Tendenz, Väter mehr einzubeziehen. Wollen wir wirklich die vaterlose Gesellschaft zur Norm machen?

 

Soll der Staat für eine IVF von Lesben und alleinstehenden Frauen zahlen? Hier geht es ja in der Regel nicht um ein gesundheitliches Gebrechen.

Maier: Der IVF-Fonds zahlt nur bei medizinischen Indikationen. Das würde ich auch für diese Konstellation so handhaben.

Beck: Es geht bei all diesen Fragen auch um das Geld des Steuerzahlers, u.a. deshalb ist eine breite öffentliche Debatte wichtig.

Zu den Personen

Matthias Beck ist Moraltheologe mit Schwerpunkt Medizinethik (Institut für Systematische Theologie/Theologische Ethik/Medizinethik der Uni Wien). Er ist Sachverständiger im Deutschen Bundestag.

Barbara Maier ist Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Sie ist Primaria im Wiener Hanusch-Krankenhaus.

Die Bioethikkommission ist ein 25-köpfiges Beratungsgremium des Bundeskanzlers. Vergangene Woche lieferte sie zwei Stellungnahmen zu einer Reform des Fortpflanzungsmedizinrechts ab. 15 Mitglieder (darunter Maier) sind für eine Liberalisierung, sechs (darunter Beck) dagegen. Vier Mitglieder enthielten sich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.09.2012)

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32 Kommentare
 
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Gast: gott
23.10.2012 20:14
0 0

giftzwerg

ach ich bin mir sicher, der giftzwerg in bregenz wird da schon etwas nachhelfen, wenn auch illegal, nach institut schluß durch eine eizellspende.

Gast: frau
01.10.2012 14:53
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Aber ist es nicht unlogisch, dass Abtreibung möglich ist, die Untersuchung bzw. eventuell dann das Aussondern eines Achtzellers aber verboten?

diese frage ist sehr interessant und wird in diesem interview, wie generell in diskussionen zur PID, viel zu schnell als widerspruch abgehandelt. ich sehe das nicht so. meiner meinung nach macht es einen großen unterschied, für eine frau (mittelbar auch für einen mann), ob eine entscheidung über eine abtreibung (d.h. ein schwangerschaftsabbruch) eines in ihr lebendes "etwas, embryo, kind, ist egal, wie man es nennt" trifft, oder ob aufgrund von gentetischen tests ein "etwas (...siehe oben)", das eben nicht in utero, sondern in vitro "vorliegt" "verworfen" oder zum "utero-transfer" bestimmt werden. ich finde bei genauerer betrachtung muss man anerkennen, dass es sich hier um grundsätzliche verschiedene ausgangssituationen handelt!

den linkInnen

ist jedes männliche wesen ein dorn im auge!

Umstrittene Studien (Teil 2)

Wollen diese 15 Kommissionsmitglieder eine ehrliche, transparente Diskussion darüber was die Wissenschaft zu diesem Thema wirklich sagen kann aus dem Weg gehen?

Weil sie ohne diese Studien das Thema Kindeswohl nicht bequem abhaken könnten?

Weil sie sich vorallem als Vertreter von Erwachsenen mit Kindeswunsch verstehen?

Links:
Analyse v Loren Marks, Louisiana State Univ., 2012:
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0049089X12000580

Analyse v Steven Nock, Univ. Virginia, 2001: http://marriagelaw.cua.edu/Law/cases/Canada/ontario/halpern/aff_nock.pdf


Umstrittene Studien

15 Kommissionsmitglieder die IVF für lesbische Paare befürworten, räumen ein, dass der Typus von soziolog.-psycholog. Studien, deren Ergebnisse sie zur Untermauerung ihrer Ansicht heranziehen, in der Fachwelt wegen Mängel in der Kritik stehen, glauben aber mit Verweisen auf einer alten Meta-Analyse aus Skandinavien und einer umstrittenen Einschätzung der American Psychological Association diese Kritik entkräften zu können:

"Methodischen Bedenken, die gegen empirische Studien dieser Art verschiedentlich erhoben werden, geht eine in Skandinavien publizierte Meta-Analyse nach: Sie hat 23 Studien ausgewertet die zwischen 1978 und 2000....publiziert wurden....allesamt denselben Schluss zulassen: „children raised by lesbian women do not experience adverse outcomes compared with other children...."
"Gestützt auf eine Reihe von Studien stellt .. die American Psychological Association fest: „beliefs that lesbian and gay adults are not fit parents have no empirical foundation""
[siehe 4.2.4.5 (3)]

Warum verschweigen sie die in der Fachwelt gut bekannten umfangreichen Meta-Analysen von Steven Nock, Univ. Virginia (2001; ca. 80 Studien) und Loren Marks, Louisiana State Univ. (2012; 59 Studien) die mit schlüssigen Argumenten aufzeigen, dass mit diesemTypus von Studien NICHT belegt werden kann, dass Kinder die von gleichglechtlichen Paaren grossgezogen werden keine Nachteile haben?

Gast: Euer gefühlsechter Kondom
28.09.2012 21:28
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"Wollen ihr nicht eher die kinderlose Gesellschaft?"


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Andrecht auf Hilfe und Solidaridät

Es tut mir leid, aber ich habe keine Verpflichtung mit Leuten, die ihre Kinder selektieren solidarisch zu sein und sie verdienen meiner Meinung nach auch keine Hilfe.

Verblüffende Argumentionslinie der Bioethikkommission:

Einige der von ihr zitierten Studien stehen wegen erhebliche Mängel in der Kritik.

Die selektierten Studien machen nicht die Bandbreite dessen aus was die Psychologie zum Thema zu bieten hat, und die Kommission hinterfragt nicht, ob sie alles was maßgeblich und vorteilhaft ist für die Kindesentwicklung beleuchten können.

In keiner der Studien werden Kinder untersucht die in Lebensgemeinschaft mit nur EINEM Elternteil aufwachsen.

Die Kommission meint aber nicht nur zuverlässig behaupten zu können, dass Kinder keine Väter brauchen, sondern stellen fest, dass genau wegen dieser Studien Kinder auch offensichtlich nur einen Elternteil brauchen! Zwei Elternteile zu haben ist kein Vorteil für ein Kind!

Bitte - eine Gruppe durchnittlicher, interessierter Maturanten mit den Agenden der Bioethikkommission betrauen. Es kann nur besser werden!

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Re: Verblüffende Argumentionslinie der Bioethikkommission:

Der Vorschlag mit den Maturanten ist nicht schlecht. Hinter den unsäglichen Vorschlägen der Kommission steht ja auch das Verständnis einer Frauengeneration, die sich einem mörderischen Feminismus verschrieben hat. Diese Frauen sollte man erst gar nicht in eine solche Kommission aufnehmen. Sie diskreditieren jede Diskussion von vornherein.

Gast: Bene B
28.09.2012 13:34
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JA, wir wollen

Ja, wir wollen offenbar. Es ist offenbar Konsens, dass die heimschen Väter so lange gegängelt werden müssen, bis sie nicht mehr Vater sein wollen. Andere werden dieser Berufung nachgehen!

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Wird jetzt sicherlich ein Rot-Strich-Marathon,

aber in meinen Augen kann man erst ab der Geburt von einem menschlichen Individuum sprechen.

Antworten Gast: froschkönigin
28.09.2012 18:36
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Re: Wird jetzt sicherlich ein Rot-Strich-Marathon,

aha. und was ist es vorher? ein alien? oder ein frosch?

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Re: Re: Wird jetzt sicherlich ein Rot-Strich-Marathon,

Ein Zellhaufen, der nach und nach, aufgrund seiner Programmierung, im Bauch der Mutter zu einem Menschen heranreift. Ich glaube da sind wir uns einig. Zum Zeitpunkt, ab welchem man bei diesem Zellhaufen von einem Menschen sprechen kann, nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: Quaksi
28.09.2012 20:35
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Re: Re: Re: Wird jetzt sicherlich ein Rot-Strich-Marathon,

Der Embryo entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch. Kein Mensch ist niemals menschlicher Embryo gewesen, es ist keine Vorphase, sondern eine Entwicklungsphase. Kein Körper ist je vollendet, weil ja auch die Zellen immer neu entstehen. Es ist dumm von Embryonen in den Kategorien Mensch oder Noch-nicht-Mensch zu denken. Embryo ist ein bestimmter Zustand in der Entwicklungsgeschichte eines Menschen. Im Übrigen: Kollegiale Grüße an die Froschkönigin.

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Re: Re: Wird jetzt sicherlich ein Rot-Strich-Marathon,

Cougar ist offensichtlich vom Himmel gefallen. Es gibt Menschen mit noch dramatischeren Symptomen.

Gast: Kinderweisheit
28.09.2012 10:47
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Unzureichende Würdigung der Kinderinteressen

15 Kommissionsmitglieder empfehlen, dass die Inanspruchnahme fortpflanzungmedizinischer Maßnahmen alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren ermöglicht werden soll. Bei ihrem Versuch die Kinderinteressen zu würdigen, beschränken sie sich im wesentlichen darauf hinzuweisen, dass die von ihr zitierten Studien zum Ergebnis kommen, dass die Entbehrung der Vaterbeziehung keine psychologisch messbare Nachteile für das Kindeswohl verursacht.

Aus meiner Erfahrung als Lehrer, mit Kindern verschiedenen Alters, bin ich überzeugt, dass es eine Bereicherung für Kinder darstellt, wenn sie über primäre Bezugspersonen bzw. Identifikationsfiguren beider Geschlechter verfügen können und mit ihnen in Lebensgemeinschaft leben können. Und ich weiss, dass es viele Pädagogen, Psychologen und Kinderärzte gibt, die diese Überzeugung teilen.

Daher stellt sich für mich einerseits die Frage, ob die Entbehrung der Vaterbeziehung zwingend einen ungewöhnlichen Ausschlag in den Skalen von standardisierten psychologischenen Tests verursacht und anderseits, ob die Ergebnisse der zitierten Studien automatisch darauf schließen lassen, dass die gelebte Beziehung zum Vater dem Kind keine bedeutende Vorteile bringt. >>>>>

Gast: Der Heiler
28.09.2012 07:48
3 4

Heil...

Herrn Goebbels Rechnung ist dann doch noch aufgegangen: Unwertes, weil nicht perfektes Leben weg und alle werden gross, schlank, blond und blauäugig.

Re: Heil...

Es ist beschämend was sie schreiben. Es gibt einen Unterschied, perfekt sagt dass etwas optimal ist, die Maxime derer die PID betreiben ist nicht dass sie das perfekte Kind wollen, sondern eines, welches nicht krank ist, also ein normales(statistisches normal) gesundes Kind.

Gast: bergziege
28.09.2012 00:43
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Der Respekt vor dem Leben

ist in Gefahr. Oder ist schon verloren gegangen. Mit Achtung und Ethik hat das alles nichts mehr zu tun. Unsere Gesellschaft ist schlicht und einfach krank.

Antworten Gast: Hans Auer
28.09.2012 05:55
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Re: Der Respekt vor dem Leben

...ich stimme dem kommentar vollinhaltlich zu: würde sogar sagen, unsere gesellschaft ist bereits schwerkrank!

"Wollen wir die vaterlose Gesellschaft?"

eine klare,leicht verständliche Antwort:
NEIN - ich sicher nicht!

Gast: Antispeziesismus
27.09.2012 22:26
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Man leidet nicht unter nicht-geboren-werden.

Man leidet nicht unter nicht-geboren-werden.

Was soll diese Zentrieung auf das vollständige menschlichen Genom von den Gläubigen. Das Proteom ist viel außsagekräftiger. Die anderen Menschenaffen sind uns damit viel ähnlicher als der 8-Zellen-Haufen. Außerdem haben sie Gefühle/Empfindungen und ein Bewusstsein.

"Was sagt man den Menschen, die solche Krankheiten haben und sagen"
Mit Impfung gegen Kinderlähmung werden auch keine Gelähmten diskriminiert.

War ja klar, dass der Theologe homophob ist. Muss er ja auch sein, laut Bibel ist Homosexualität eine schwere Sünde, die mit dem Tod zu bestrafen ist. Es ist eine dreiste Lüge, dass homosexuelle Eltern schlechter als hetero sind:
http://www.aerzteblatt.de/archiv/66250" target="_blank">http://www.aerzteblatt.de/archiv/66250

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Re: Man leidet nicht unter nicht-geboren-werden.

Die Impfung gegen Kinderlähmung ist aber schon was anderes als eine Rasterfahndung nach Behinderungen.

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Re: Man leidet nicht unter nicht-geboren-werden.

Man kann sich freilich die Abtreibung und alle diese Basteleien schönreden.

Fakt ist aber wohl, dass es sich dabei weder um einen Affen oder einen Achtzeller, sondern schlicht um einen Mensch handelt, der im Heranwachsen begriffen ist. Und zwar ab der Befruchtung.

Antworten Antworten Gast: Antispeziesismus
28.09.2012 09:10
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Re: Re: Man leidet nicht unter nicht-geboren-werden.

Es wird nicht abgetrieben, weil die Embryonen nicht eingepflanzt werden.
PID wird meistens am 8-Zellen-Embryo vorgenommen. Der Mensch ist ein Menschenaffe und gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen und ist damit ein Affe bzw. Primat..
Es handelt sich zwar um einen Menschen aber nicht um eine Person.

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Re: Re: Re: Man leidet nicht unter nicht-geboren-werden.

Selbstverständlich handelt es sich um eine Person. Ein Baby kann sich auch kaum mitteilen und ist völlig hilflos. Das ist dann plötzlich ein Mensch und vorher nicht?

Der Gorilla ist auch von Anfang an ein Gorilla, er wächst halt noch heran. ab einem bestimmten Zeitpunkt halt außerhalb des Muttertiers.

Der Mensch gehört zu allen möglichen Gruppen, aber nach der Befruchtung beginnt ein Mensch zu wachsen, der vorherst halt noch nicht selbständig lebensfähig ist. Das ist eben ein Baby auch nicht.

 
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