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Gerhard Dörfler: "Eine Bösartigkeit der SPÖ"

29.09.2012 | 18:06 |  von Oliver Pink (Die Presse)

Von Schloss Reifnitz bis zur Saualm - nichts sei dran an den Vorwürfen, sagt Dörfler im "Presse"-Interview. Er vermutet eine Kampagne der SPÖ dahinter. An Jörg Haider hätte er allerdings schon einige Fragen.

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Nach dem Ortstafelerfolg sah es eigentlich sehr gut aus für Ihre Wiederwahl. Einen Skandalsommer später sieht es nicht mehr ganz so gut aus.

Gerhard Dörfler: Es ist erstaunlich, dass ein Skandal rund um Martinz und Birnbacher zu einer Neuwahldiskussion führt und daraus auch ein Dörfler-Problem entsteht.

 

Aber Ihr zeitweilig ganz passables Image hat doch Kratzer abbekommen. Aus dem „Landesvater“ wurde der „Mister ein Prozent“ – Sie sollen bei der Vergabe öffentlicher Bauaufträge jahrelang Provisionen für die Partei verlangt haben.

Diese Vorwürfe sind längst Geschichte. Das hat auch die Korruptionsstaatsanwaltschaft in einem Zwischenbericht festgestellt, dass da nichts dran ist. Außerdem basiert das auf einer anonymen Anzeigenserie der SPÖ. Das ist ein sehr durchschaubares Manöver der Bösartigkeit der SPÖ. Unter dem Motto: Neuwahlen erzwingen, Dörfler beschädigen.

 

Auffällig ist aber, dass unter den Auftragnehmern vor allem Firmen waren, die Ihre PR-Aktionen gesponsert haben.

Nein. Das ist eine Vermutung, die so mit Sicherheit nicht stimmt.

 

Beim Verkauf von Schloss Reifnitz an Frank Stronach soll Ihre Partei über die parteieigene Agentur Connect ebenfalls mitgeschnitten haben. Sie waren damals für die Parteifinanzen verantwortlich.

Auch das ist in der Zwischenzeit aufgeklärt. Das war wieder einmal eine Ente. Eine Zeitung hat geschrieben, dass 240.000 Euro auf ein Parteikonto geflossen sind. Mittlerweile kann ich auch belegen, dass dem nicht so war und ich da kein Mitspieler war.

 

Aber wohin ist das Geld dann geflossen?

In die Connect.

 

Aber die Connect gehört doch der Partei.

Noch einmal: Von der Connect habe ich nichts gewusst. Und außerdem: Top Team (die parteieigene Werbeagentur der Kärntner SPÖ, Anm.) gehört auch der SPÖ. Da verstehe ich nicht, wieso das bei der einen Partei ein Sündenfall sein soll und bei der anderen eine Selbstverständlichkeit.

 

Das heißt, von der Existenz der Connect-Agentur wussten Sie nichts?

Nein. Konnte ich auch nicht wissen. Wie sollte ich davon wissen?

 

Aber man wird in der Partei doch gewusst haben, dass es da eine eigene Werbeagentur gibt?

Ich habe von dieser Firma nichts gewusst. Das ist auch aktenkundig. Es hat niemals gegen mich Erhebungen gegeben.

 

Aber wo ist das Geld nun?

Das müssen Sie die Connect fragen.

 

Geschäftsführer war Manfred Stromberger, immerhin lange Zeit Landesgeschäftsführer Ihrer Partei.

Das müssen Sie ihn fragen. Ich habe mit der Firma nie etwas zu tun gehabt. Und ich wusste von ihr nichts, bis es die öffentliche Diskussion darüber gab.

 

Auch im Zusammenhang mit dem Asylwerberheim auf der Saualm wird gegen Sie ermittelt. Sie sollen der Heimbetreiberin übermäßige Förderungen zukommen haben lassen. Und eigenmächtig darüber entschieden haben.

Das ist ein völliger Blödsinn. Diesen Vertrag hat der Landesamtsdirektor unterschrieben und nicht der Landeshauptmann.

Am Montag fällt das Urteil in der Causa Dietrich Birnbacher. Dieser gab an, dass Ihre Parteikollegen Uwe Scheuch und Harald Dobernig ebenso Parteispenden von ihm verlangt haben.

Das kann ich nicht kommentieren. Mir wurde glaubhaft versichert, dass es kein Verlangen nach Parteispenden gegeben hat. Faktum ist, dass Herr Birnbacher sechs Millionen Euro erhalten hat und Herr Martinz 65.000 Euro kassiert. Es ist ja unerhört, dass man versucht, einen ÖVP-Skandal zu einem Skandal der Freiheitlichen zu machen.

 

Dennoch erhärtet sich der Eindruck, dass sich die Protagonisten des Systems Haider öffentlicher Gelder bedient haben – so wie man es immer schon vermutet hat.

Noch einmal: Ich habe mich nie öffentlicher Gelder bedient. Und alle Vorwürfe sind ja bereits widerlegt. Ich wusste nichts, ja, ich konnte von vielem nichts wissen.

Aber Jörg Haider hat anscheinend viel gewusst. Welche Fragen würden Sie ihm heute denn stellen, wenn Sie könnten?

Ich würde Jörg Haider jedenfalls die Frage stellen, ob das, was heute behauptet wird rund um diese Reifnitz-Causa, stimmt. Ob es tatsächlich so war, wie behauptet wird, dass es eine Dreiteilung eines Hypo-Birnbacher-Honorars gab. Das wären die Fragen, die ich ihm stellen würde – jedenfalls.

 

Wann wird denn nun in Kärnten gewählt?

Am 3. März 2013.

 

Und Sie werden der Spitzenkandidat Ihrer Partei sein?

Das wird mit Sicherheit so sein. Und die Wähler werden diejenigen bestrafen, die einen unbescholtenen Landeshauptmann angepatzt haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.09.2012)

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152 Kommentare
 
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Gast: Korrupty
04.10.2012 20:01
0 1

I bin lei a Kantna (Singkreis Gurk)

Dörfler Togga ,Scheucherl Buberl u. Petzi schleichen immer wie die reudigen Hunde aus dem Landtag damit sie keine Verantwortung übernehmen müssen!!
I BIN LEI A KANTNA A KLONA VALOTT
Dörfler Togga , Scheucherl Buberl u.Petzi haben für Kärnten nichts geleistet! Diese Versager hinterlassen nur Schulden Schulden Schulden Schulden Schulden und Dummheit!
I BIN LEI A KANTNA A KLONA VALOTT
Das positive ?.. a der HC Strache verliert wegen diese Togga mind. 15% Wählerstimmen

hahahaha
I BIN LEI A KANTNA A KLONA VALOTT

Gast: Gutmensch II
03.10.2012 19:20
0 1

Jetz mag der Strache die FPK´ler auch nicht mehr!

Es wird Zeit, dass ihr die Bühne verlässt!

Dörflers Gehalt sollte geringer sein, wenn er so viele Schulden macht

02.10.2012 21:30:53
Sind Sie für Maastricht-Zielerreichungs-abhängige Gehaltskomponenten bei Politikern? Beamtengehältererhöhung über 5000€ nur bei Staatsausgabenabbau um 1%?
Wie ist Ihre Meinung dazu? Stimmen Sie darüber ab, und sehen Sie, wie andere darüber denken:
http://forum.rdoe.at/index.php?page=Thread&threadID=58

Mit 2548€ Schulden/Kärntner ist Dörfler Schuldenkaiser von Österreich

Die Steuerzahler anderer Bundesländer müssen für die Schulden und Haftungen von Kärnten gerade stehen.
Ist das richtig?
Sind Sie für eine Genehmigungspflicht durch den Bund für neue Gesetze, Haftungen und Ernennungen in den 2 Bundesländern mit höchsten Schulden?
http://forum.rdoe.at/index.php?page=Thread&postID=261#post261
Stimmen Sie auch über andere wichtige Themen ab, welche in Österreich dringend geändert werden müssten:
http://forum.rdoe.at/index.php?page=Board&boardID=90

DÖRFLER - LAKAIE VON DEN SCHEUCHS.

Dieser armselige, leicht dümmliche Nichtsnutz, der ja nicht einmal gewählt wurde, sollte so schnell wie möglich seinen Hut nehmen, sonst wird er sicher mit den beiden Scheuchs verurteilt!

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Re: DÖRFLER - LAKAIE VON DEN SCHEUCHS.

Das würden Sie sich so wünschen! Gerhard Dörfler ist nicht abhängig von den Scheuchs, er geht seinen eigenen Weg, wenn auch das Erbe, das Haider hinterlassen hat, der FPK in mancher Beziehung sehr zu schaffen macht. Dörfler aber wird es schaffen, das Vertrauen in die FPK wieder herzustellen.

Antworten Antworten Gast: Kärntner mit kleinem Überblick
02.10.2012 19:56
0 2

Re: Re: DÖRFLER - LAKAIE VON DEN SCHEUCHS.

NAja er hat ja bereits begonnen!
13 Jahre waren alle an der Macht. Dörfler ist seit 2009 JH und bis heute gehts eigentlich nur bergab!
Wenn schon unschuldig tut, warum hilft er nirgends bei der Aufklärung mit?

Warum wurde das Budget der Umfahrung Bad St. Leonhard so massiv überschritten?
Warum erhalten immer die gleichen Baufirmen die Bauaufträge vom Land Kärnten?

Warum hat Dörfler die KELAG verkauft - er hat nichts dagegen gesagt, nur um Schulden abzubauen????

Warum sind die Schulden in den letzten Jahren so massiv gestiegen?

Warum hilft er mit das Kärntner Image weiter zu schädigen?

2 2

Vorwahlkampf der SPÖ

Man versucht mit allen Mitteln einen unbescholtenen Landeshauptmann, wo man kann, anzupatzen. Das hat ja Methode.
Die Wähler werden sich dadurch aber nicht täuschen lassen und dem beliebten Landeshauptmann wieder das Vertrauen aussprechen!

Gast: Angelika, Klagenfurt
02.10.2012 07:22
2 1

Dörfler nder Schuldenkaiser Österreichs!

Langsam bricht der Lügenhaufen zusammen und es wird sichtbar, dass 13 Jahre lang nichts geschah!
Irgendwie ist es Zeit für einen Neubeginn, sonst verliert Kärnten noch den Anschluss an Restösterreich!
Wo ist den das Geld, dass angeblich beim Verkauf der Hypo soviel in Kärntens Kassen gespühlt hat?


Gast: Wolfsbergerin
01.10.2012 22:25
2 1

Wo ist das Geld....

Wo ist das Geld, dass die vielen Schulden verursacht hat in Kärnten?

Immobilien, garniert mit mit hohen Fördergeldern für FPÖund FPK nahe Firmen?

2 1

Dörfler ist unschuldig

und die Erde ist eine Scheibe ...

Gast: Dorfdepp
01.10.2012 19:49
3 1

Eines muss man den Dörfler lassen:

Wenn sonst nix weiß und kann aber das Jammern und in die Opferrolle zu gehen hat er gelernt vom Strache!

Gast: africano
01.10.2012 17:51
2 0

Nur noch gruselig und grauslich.

Die Politiker haben sich mit ihren Parteiprogrammen zerstritten. Jeder macht was er will. und bedient sich wie er will.
Und zu Scherzkekse haben sie sich auch noch ent wickelt ,sie wissen von nichts.

Gast: MMM
01.10.2012 12:25
3 4

Der Wahlkampf ist bei den Roten

ausgebrochen. Man sieht es hier an den postings. Nachdem die Frau Schnabel nicht so gut dasteht, versucht man abzulenken.
Denen die die Pressestunde objetkiv bewerten, wird ständig der Gastname verboten oder der Code ist angeblich falsch.
Die Journalisten sollen hart durchgreifen und alles ehrlich aufdecken. Aber nicht einseitig. Deshalb werden sie auch angegriffen. Da ruehme ich den Armin Wolff, weil er mit allen gleich umgeht. Da sollte sich der Profil ein Beispiel nehmen.

Antworten Gast: MMM für NNN
01.10.2012 19:47
2 1

Re: Der Wahlkampf ist bei den Roten

Ist aber schon so, dass die FPK (BZÖ..) 13 Jahre regiert hat und mit dem LAnd ist es stetig bergab gegangen!

Was ist da Wahlkampf, das ist einfach ein ganz normale Feststelleung!

Genauso wie die Baukosten für die Umfahrung Bad St. Leonhard extrem überzogen wurden (Brücken die umsonst sind!)!
Was hat das mit Wahlkampf zu tun?

Re: Der Wahlkampf ist bei den Roten

Auch registriert wird man .ensuriert, wenn man positiv über die Pressestunde schreibt !!!

Gast: total crash
01.10.2012 11:41
3 2

Der arme Mann kann sich aber an gar nix erinnern ,

könnte ja sein, dass (selbstverständlich nur Unwissend,Unabsichtlich,oder von jemanden der ihn ned so mag) Sinnverwirrende Substanzen untergejubelt wurden ? Viel anders lässt sich der Verlust des Erinnerungsvermögen nicht wirklich erklären.

ich bin ein Mann der Wirtschaft

sagte der Landespapi in der Pressestunde...und auf die Frage Notverstaatlichung der HAA und Belastungen durch den Steuerzahler...reagierte er so...fangen wir zuerst bei der BAWAG an.....peinlich,peinlich...weil die BAWAG nicht duch Steuermittel saniert werden musste....vielleicht wäre es besser gewesen er hätte statt Wirtschaft Gasthaus gesagt....

Antworten Gast: Oesterreicherrr
01.10.2012 12:35
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Re: ich bin ein Mann der Wirtschaft

jaja die Bawag wurde natürlich nicht aus dem Steuertopf bedient, sondern vom heiligen Geist der in Brüssel sitzt und für die Freunderl brav Geld druckt, damits weiter an der Macht bleiben können und gute Nachbarschaft spielen. Dafür haben wir dann die BayernBank zurückgenommen und man hat politisch einen Ausgleich geschaffen und ein Druckmittel erzeugt, nur jetzt spricht es sich halt doch schon herum, dass wir die Bank überhaupt nicht zurücknehmen mussten und das Land Bayern genug Geld hatte, bzw. in ein paar Jahren schuldenfrei sein will. Alles also nur, damit unsere Polithengste auf Kärnten hinhauen können. Das wird einmal der richtige Skandal werden, dank Stronach der einen Ausgleich in der Medienlandschaft schaffen wird!

Genau so ist es!

Dieses ganze Theater um den völlig unnötigen Rückkauf der Hypo Alpe Adria ist ausschließlich der Nebelvorhang für die Probleme der anderen Hypos (Pröllistan!!) und der Kommunalkredit (Frau Schmied!!!!)

Auch die RaiBas haben noch Leichen im Keller.

Re: Re: ich bin ein Mann der Wirtschaft

was ist das für eine Recherche...??? die Bundeshaftung von 900 Millionen wurde nicht schlagend, da um 3,2 Milliarden die Bank an den US Fonds Cerberus Capital verkauft wurde.....also was soll das..????

Aber vorher hat Schüssel der BAWAG die PSK zur Sanierung geschenkt !!!!

Ohne diese Fusionierung wäre die Pleitebank der Genossen unverkäuflich gewesen.

Re: Aber vorher hat Schüssel der BAWAG die PSK zur Sanierung geschenkt !!!!

und die Immobilien die sie dafür abtreten mussten..wenn schon, denn schon....da war keine Nächstenliebe dabei....

Re: Re: Aber vorher hat Schüssel der BAWAG die PSK zur Sanierung geschenkt !!!!

....nein, schlicht und einfach Erpressung!

Hätte Schüssel die BAWAG in den Konkurs geschickt, wäre ihm ein Generalstreik sicher gewesen!

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ein Ansatz zur Lösung:

Herr Dörfler, Sie versprechen nicht mehr aus dem Landtag auszuziehen, in dem Moment wo Fayman vor den U-Auschuss kommt. Dieser Vorschlag kommt von einem künftigen "Frust_Wähler"

Gast: HMM
01.10.2012 09:32
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Dörfler ist wenigsten couragiert

und kein feiger Dauergrinser.

 
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