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Österreich drängt Ältere zu früh aus Arbeitsprozess

01.10.2012 | 08:51 |   (DiePresse.com)

Pensionsexperte Schuh kritisiert eine lange überholte Sichtweise. Einen Zusammenhang von Länger Arbeiten und Jugendarbeitslosigkeit bezweifelt er.

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Pensionsexperte Ulrich Schuh, Leiter des EcoAustria Wirtschaftsforschungsinstituts, kritisiert, dass ältere Menschen in Österreich auch heute noch zu früh aus dem Arbeitsprozess "gelockt oder gedrängt" werden, obwohl dies Ausdruck einer längst überholten Sichtweise sei: "Das stammt noch aus der Zeit als man dachte, man kann Arbeitsmarktprobleme mit dem Pensionssystem lösen", meinte der Experte beim Raiffeisen Pensionssymposium in Barcelona.

Arbeitsmarktreformen, die den Zugang zu einem vorzeitigen Rentenantritt erschweren, müssen nicht die Arbeitslosigkeit junger Menschen erhöhen, weist Schuh ein oft gehörtes Argument gegen ein längeres Arbeiten zurück. Dass es auch anders gehe, habe Deutschland gezeigt: Dort sei die Erwerbsquote 60- bis 64-Jähriger seit 2001 von 22 1/2 auf 47 1/2 Prozent gestiegen - in Österreich nur von 12 1/2 auf 21 Prozent -, und in Deutschland habe die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen stagniert und insgesamt sei sie sogar gesunken.

Vorbild Spanien

Kritikern an dem vor einer Woche von vier Experten, darunter neben Schuh auch Bernd Marin, vorgestellten Pensionsreform-Modell hielt der EcoAustria-Leiter entgegen, es werde offenbar noch einige Zeit dauern, bis man draufkomme, dass man nur das verteilen könne, was vorhanden sei. Gerade die laufenden Reformen im spanischen Rentensystem "mit tiefen Eingriffen in kurzer Zeit sollten uns zu denken geben", warnte er.

Grundprinzip des Experten-Modells ist, dass auf einem Konto die Beiträge eingezahlt und real verzinst werden. Die Pension errechnet sich dann aus der angehäuften Summe dividiert durch die durchschnittliche (Rest-)Lebenserwartung. Wann man die Pension antritt, bleibt jedem selbst überlassen - je nachdem mit wie viel man zufrieden ist. Hier hatte SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer eingehakt und im Radio gemeint, für die Fachleute sei das "Thema Altersarmut" offenbar ein "Fremdwort". Auch von Gewerkschaftsbund und AK hagelte es Kritik.

Karmasin sieht noch viel Aufklärungsbedarf

Laut Sophie Karmasin, Chefin des gleichnamigen Motivforschungsinstituts, verschwimmen in der Bevölkerung zum Thema Altersvorsorge die Unterschiede zwischen Sparbüchern oder Wertpapieren und einer Lebensversicherung. Wirklich differenzieren könne hier nur mehr rund ein Drittel, sagte die Expertin in Barcelona bei der Präsentation des neuen Raiffeisen Vorsorgebarometers 2012. Bei der Lebensversicherung werde primär die Höhe der Rendite und der Steuervorteil positiv gesehen, beim Sparbuch vor allem die Sicherheit.

Für die Assekuranz gebe es noch ziemliches Aufklärungs-Potenzial, so Karmasin, denn im Zusammenhang mit "privater Pensionsvorsorge" würden zwar drei Viertel das Sparbuch nennen und 60 Prozent Bausparen, aber lediglich 41 Prozent eine Lebensversicherung.

Zu denken geben müsse, dass zwei Drittel der Jungen sagten, dass ihnen die staatliche Pension voraussichtlich nicht reichen werde, meinte Karmasin. Raiffeisen-Versicherung-Chef Klaus Pekarek sagte dazu, die Notwendigkeit privat vorzusorgen, werde künftig "dramatisch zunehmen", und es sei damit zu rechnen, dass es vermehrt zu Konsumverzicht bzw. zu "Konsumverschiebungen" der Menschen in die Pensionszeit hinein kommen werde.

(APA)

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23 Kommentare

schon wieder ein neuer "Pensionsexperte"


Ein KONTO ?!

"dass auf einem Konto die Beiträge eingezahlt und real verzinst werden."

Ein KONTO ?! Über einen Arbeitszeitraum von 45 Jahren? Real verzinst?

Das erste was Krachen ging waren die Pensionskonten!

EXPERTEN! Daß ich nicht lache!


schon wieder ein neuer "Pensionsexperte"

die wachsen anscheinend - gerade jetzt im Herbst - wie die Schwammerl aus der Erde! Noch nie etwas von einem "Pensions-EXPERTEN Humanic" gehört!

"..dass auf einem Konto die Beiträge eingezahlt und real verzinst werden.."
Ich glaube wir sind nur mehr von wahnsinnigen "EXPERTEN" umgeben:

Ein KONTO ! Bei DER Finanzkrise, mit einer Laufzeit über den gesamten Arbeitszeitraum von 45 Jahren!
Das erste was Krachen ging waren die Pensionskonten.

In den USA müssen Pensionisten wieder den Besen schwingen um sich ihr Essen leisten zu können, weil sie auf ein Pensionskonto ihre Ersparnisse eingezahlt hatten.
Diese Mischpoche von EXPERTEN ist von den Finanzhaien gesponsert.

Was ist ein Experte!
WIKIPEDIA:
EXPERTE: von lateinisch expertus ‚erprobt‘, (auch Fachmann/Fachfrau, Pl. Fachleute , Fach- oder Sachkundiger, Spezialist) ist ein SCHLAGWORT und bezeichnet als solches eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt, oder der diese Eigenschaften ZUGESCHRIEBEN werden.

Es gibt KEINE Erlaubnisprüfungen, die zum Führen eines Titels Experte befähigen. Im Gegensatz zum Sachverständigen kann eine OBJEKTIVE QUALITÄT der so bezeichneten oder SELBST ERNANNTEN Experten aus der Bezeichnung NICHT abgeleitet werden.

Nur soviel dazu, welche Qualitäten uns da etwas einzureden versuchen.

man erhöht die abschlagzahlungen

und drängt die arbeitnehmer mit 35 jahren aus dem erwerbsleben. die höhe der pension hat dann das niveau der mindestsicherung. aber das hat bis jetzt von den zukünftigen pensionisten auch noch keiner mitgekriegt, was die da ausgeschnapst haben.

Gast: Nörgler26
02.10.2012 15:22
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Pensionen

Das Pensionsalter war immer schon 65 Jahre. Nur wurde immer die Versicherungszeit von 40 Jahren für Frauen und 45 Jahre für Männer berechnet. Ausserdem muß die Wirtschaft den Arbeitern eine Chance geben bis 65 Jahre zu arbeiten und nicht mit 50 aufwärts zum AMS und in die Pension abschieben. Das aber müßte Marin und Konsorten wissen. Genau so wie Kapsch und Leitl.

Gast: kukuruz
02.10.2012 09:58
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zuerst muss der Frühpensionierungwahn

im öffentlichen und staatsnahen Bereich ein Ende nehmen und dann kommt der nächste Schritt.

Gast: grips
02.10.2012 07:42
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Theoretisch alles bestens

aber die vorbildhafte Arbeitslosenstatistik flöten gehen

Gast: guckmal
01.10.2012 19:30
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langsam reichts mir aber !

ist man jung heisst es es fehlt die erfahrung

ist man mutter heisst es das es nicht sicher genug ist ob Frau nicht noch Kinder bekommen wird, aufstiegschancen gleich null...

am besten steckt man dann die Frauen in die Teilzeit wo sie erst recht wieder zu wenig "gehalt" haben und auf zuschüsse von amt angewiesen ist.

ist man in krank, bzw. hat man sich erlaubt mal eine ernsthafte krankheit zu haben, sollte man am besten garantieren das man nicht zu oft ausfällt bzw. die erkrankung nicht wieder kommt...

ist man so gegen 40 heisst es , sie sind überqualifiziert oder zu alt fürs team...

stellt man den Antrag auf IV pension auf grund ernsthafter erkrankungen wird man schickaniert weil man ja "nicht so krank ist" oder es heisst "krebs ist in zwei Jahren ausgeheilt ?? hallo gehts noch?????

ist man in Pension sollte man gleich ein gratis sozialjahr machen....

unglaublich diese Logik!!

Egal was man in diesem Land zu tun zu scheint, es ist nix recht und jeder wird gegen jeden ausgespielt.


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Re: langsam reichts mir aber !

Wenn es aber schon an der Klein/Großschreibung mangelt sollte man sich nicht wundern !!!
Was wollen solche den Kindern lehren ???l

Gast: Na servas
01.10.2012 19:12
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"Einen Zusammenhang von Länger Arbeiten und Jugendarbeitslosigkeit bezweifelt er."

Das bedeutet, sicher ist er sich nicht.

Antworten Gast: L.M.
01.10.2012 19:16
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Re: "Einen Zusammenhang von Länger Arbeiten und Jugendarbeitslosigkeit bezweifelt er."

Yep. So sind sie heutzutage, die Experten :-)

Yep. So sind sie heutzutage, die Experten

Wikipedia:
Experte, von lateinisch expertus ‚erprobt‘, (auch Fachmann/Fachfrau, Pl. Fachleute , Fach- oder Sachkundiger, Spezialist) ist ein SCHLAGWORT und bezeichnet als solches eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt, oder der diese Eigenschaften ZUGESCHRIEBEN werden.

Es gibt KEINE Erlaubnisprüfungen, die zum Führen eines Titels Experte befähigen. Im Gegensatz zum Sachverständigen kann eine OBJEKTIVE QUALITÄT der so bezeichneten oder SELBST ERNANNTEN Experten aus der Bezeichnung NICHT abgeleitet werden.

Gast: ibis2310
01.10.2012 13:56
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arbeiten bis 65

Also doch wirklich schizophren, wir (politik) verlängern die arbeitszeit bis 65 und drängen die älteren aus dem arbeitsprozeß....

Re: arbeiten bis 65

nachdem sie offenbar politiker sind: warum wehren sie sich dann nicht gegen ihre schitzophrenen kollegInnen?

Gast: holifax
01.10.2012 11:24
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Pensionsexperte ????


Gast: jungenaufderstraßesindkeinelösung
01.10.2012 10:45
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schion wieder ein selbtsernannter pensionsexperte. massenjugendarbeitslosigkeit steigt eu weit auf über 50%; und menschen die 40 jahre gearbeitet haben, lässt man nicht mehr in eine pension gehen. typisch für die sozialisten und banker


Gast: Luchs V
01.10.2012 10:22
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Dass es auch anders gehe, habe Deutschland gezeigt: Dort sei die Erwerbsquote 60- bis 64-Jähriger seit 2001 von 22 1/2 auf 47 1/2 Prozent gestiegen - in Österreich nur von 12 1/2 auf 21 Prozent -, und in Deutschland habe die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen stagniert und insgesamt sei sie sogar gesunken.

Das soll eine Erklärung sein???

Pensionsexperte Schuh, dass ist ein Ergebnis!

Die Gründe wollen wir wissen!!

Re: Dass es auch anders gehe, habe Deutschland gezeigt: Dort sei die Erwerbsquote 60- bis 64-Jähriger seit 2001 von 22 1/2 auf 47 1/2 Prozent gestiegen - in Österreich nur von 12 1/2 auf 21 Prozent -, und in Deutschland habe die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen stagniert und insgesamt sei sie sogar gesunken.

HARTZ IV

Gast: wien 10
01.10.2012 09:20
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Altersgerechte Arbeit

Leider schläft die Gewerkschaft und die Regierung , es gibt keine Altersgerechte Arbeitsplätze ,ausgenommen bei der Voest . Das Arbeitrecht sieht es auch nicht vor ! Schichtarbeiter müßen bis 65 diese leisten in Zukunft , weil es kein recht gibt .
daruch werden die Menschen mit hohen Abschlägen in Rente gehen , wie in Deutschland wo die Altersarmut steigt !

So ein Unsinn!

Und der Herr nennt sich Pensions-Experte?

Wo sollen die JUNGEN einen Job bekommen,wenn die ALTEN länger arbeiten müssen?

Rechnen lernen,Mister Schuh!

Re: So ein Unsinn!

die jungen müssten sinnerfassend lesen lernen, um sinnerfassend lernen zu können. das hat herzlich wenig mit der generation 50 zu tun.


Antworten Antworten Gast: L.M.
01.10.2012 19:15
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Re: Re: So ein Unsinn!

Und Sie sollten sinnvoll antworten lernen und, so nebenbei, vielleicht auch mal Rechtschreibung...

Antworten Antworten Antworten Gast: Micaela
04.10.2012 17:10
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Re: Re: Re: So ein Unsinn!

Es wird notwendig werden, dass wir alle länger arbeiten. Die Schichtarbeiter sind heutzutage nicht die Regel, kaum jemand arbeitet schwer körperlich. Heute hat man meist einen Job im Büro. Und natürlich sollten AN gut ausgebildet werden, dann können sie auch länger arbeiten. Die geistigen Fähigkeit nehmen im Alter nicht so schnell ab.

Eine Mindestpension wird aber jeder bekommen müssen, damit er auch im Alter leben kann. Sie sollte über der heutigen Mindestsicherung sein. Wer schwer gearbeitet hat, ist trotzdem abgesichert, wenn er nicht mehr kann. Auch die Invaliditätspension gibt es ja.

Gerade im PFlegebereich, der körperlich und psychisch anstrengend ist, arbeiten viele über 50jährige, in sitzenden Berufen gehen die Leute mit 50 in Pension. Mein Vater hat zwei 24h Betreuerinnen, beide sind über 65. Wenn sie nach Hause fahren, haben sie aber keinen Urlaub , sondern müssen sich um Familie, Kinder und Haushalt kümmern.