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"Österreich": "Pilz hat sich Wohnung erschwindelt"

01.10.2012 | 12:30 |   (DiePresse.com)

Der Grüne Pilz ortet eine Kampagne gegen seine Person. Die Zeitung "Österreich" skandalisiert seine Wohnsituation, Herausgeber Fellner nennt ihn einen "Psycho Politiker". Pilz will sich "nicht einschüchtern" lassen.

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Der Grüne Fraktionsleiter im Korruptions-U-Ausschuss, Peter Pilz, ortet eine mediale Kampagne gegen seine Person. Nachdem zuletzt die "Kronen Zeitung" mehrere Artikel über den Abgeordneten veröffentlichte, erschien nun in der Tageszeitung "Österreich" ein kritischer Bericht über Pilz - konkret über seine Wohnsituation.

"Aufdecker Pilz lebt in Sozialwohnung" lautete am heutigen Montag der Titelseitenaufmacher von "Österreich". Im Blattinneren folgte ein Bericht über die "Mini-Miete", die der Grüne Fraktionsführer für eine Gemeindebauwohnung in Wien-Donaustadt zahlen soll. Konkret ist von einem Quadratmeterpreis von 2,40 Euro die Rede, während der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 15 Euro liege.

Laut der Zeitung soll Pilz die Wohnung von seinen Großeltern übernommen haben, deshalb die günstigen Konditionen. Damals habe der Politiker auch weitaus weniger verdient. Mit seinem derzeitigen Gehalt von 8160 Euro dürfte Pilz hingegen nicht mehr in eine Sozialwohnung einziehen.

Fellner: "Pilz ist Psycho Politiker"

Tatsächlich ist die "Enthüllung" aber nicht neu. In den vergangenen Jahren wurde bereits mehrmals darüber berichtet, dass Pilz mit seiner Frau in einer 60-Quadratmeter-Gemeindebauwohnung im Goethe-Hof wohnt. Zuletzt etwa in einem"profil"-Bericht vom September 2010.

Um zu begründen, weshalb das Thema neu aufgerollt wurde, findet sich neben dem Bericht ein Kommentar von "Österreich"-Herausgeber Wolfgang Fellner. Dieser erläutert darin, dass er die Wohnsituation des Grünen deshalb aufgreife, weil Pilz - laut Fellner ein "Psycho Politker" - den U-Ausschuss als "Rache-Plattform" gegen "Österreich" verwenden würde.

Pilz: "Beweis für Fellners Nervosität"

Pilz reagierte am Montag auf den "Österreich"-Bericht. Dass die Gratiszeitung seine Wohnsituation "zum Skandal hoch stilisiert", sind für ihn "die klassischen Fellner-Methoden - wenn er mit dem Rücken zur Wand steht, schlägt er wild um sich". Pilz sieht darin einen Beweis für "Fellners Nervosität" im Vorfeld der dieswöchigen U-Ausschusssitzung, bei der der Abgeordnete neben der ÖBB-Kampagne in der "Krone" auch "Österreich"-Beilagen namens "innovativ" aus dem Jahr 2007 thematisieren will.

Die Beilagen seien vom damaligen Infrastrukturminister und derzeitigen SP-Bundeskanzler Werner Faymann persönlich organisiert worden, lautet Pilz' Vorwurf. Die Fakten wolle er am Dienstag vorlegen, wie er ankündigte. "Fellner ist nicht der erste, der wegen des U-Ausschuss' nervös wird", so Pilz. "Ihm ist es vielleicht in der Vergangenheit gelungen, Menschen einzuschüchtern, mich hingegen bekräftigt das. Wenn jemand sein schlechtes Gewissen derart öffentlich demonstriert, werden wir genau hinsehen."

Rücktrittforderung?

"Österreich"-Herausgeber Fellner sieht das freilich anders. Er fühlt sich von Pilz "politisch verfolgt", wie er in dem Kommentar schreibt. "Auf wen Pilz einen (persönlichen) Hass hat - der wird politisch verfolgt. Auf mich hat Pilz derzeit einen besonderen Hass." Es sei daher "nicht ungefährlich, kritisch über Pilz zu berichten. Trotzdem muss die heutige 'Österreich'-Enthüllung veröffentlicht werden." In Wahrheit "hat sich Pilz seine Gemeindebauwohnung erschwindelt", das sei unanständig. "Bei jedem anderen Politiker würde ein Peter Pilz den Rücktritt fordern", schreibt Fellner.

Pilz wird gegen die seinen Angaben nach unwahren Behauptungen in dem Artikel juristisch vorgehen, das sei "aus spezialpräventiven Gründen notwendig", ließ er ausrichten.

(Red./APA)

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337 Kommentare
 
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Gast: Oesterreicherrr
01.10.2012 12:47
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Jetzt wird der Ellbogen ausgefahren

jeder gegen jeden das ist das neue Europa wo das Geld ausgeht, nachdem man sich bedient hat und politisch verspekuliert sind die Geldtöpfe zum verprassen und sich politisch am Futtertrog zu halten leer.

Gast: Lilli
01.10.2012 12:46
8 0

Pilz

Goethe-Hof, 60m2, sehr bescheiden, der Herr Pilz, naja, wenn es ihm dort gefällt, soll er auch dort bleiben.

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Ich mag den Pilz nicht, aber hier bitte ich ihn - im Dienste der Republik - standhaft zu bleiben.

Eine 60 m2 Wohnung im Gemeindebau mit den "Gewohnheiten" der Toscanasozialisten zu stellen ist abenteuerlich.

Die emotionale Verbundenheit mit einem Ort, wo man aufgewachsen ist, sollte man auch einem Grünen zubilligen. Da macht ihn für mich sympathisch.

Antworten Gast: HDW
01.10.2012 12:53
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Re: Ich mag den Pilz nicht, aber hier bitte ich ihn - im Dienste der Republik - standhaft zu bleiben.

Stimmt ja gar nicht, der Pilz ist in der Steiermark aufgewachsen!

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Re: Re: Ich mag den Pilz nicht, aber hier bitte ich ihn - im Dienste der Republik - standhaft zu bleiben.

Er hat sie von den in Wien lebenden Großeltern bekommen. Die emotionale Verbundenheit dürfte also gegeben sein.

Studium, Ferien.......

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Na endlich!

Die nächste Runde in der Schmutzkübelkampagne wurde eingeläutet - ausgerechnet von einer Seite, die alles andere als entzückt über die diversen Inseratenaffären sein wird.
Weiter so.
Wer hat noch nicht? Wer will noch mal?

Mit ziemlicher Sicherheit

wird dies der Dreckigste Wahlkampf aller Zeiten.

Was hier abgeht bedarf keinen zusätzlichen Kommentar.


Gast: Bürger1
01.10.2012 12:44
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Tja ... wer's sich mit ...

... dem ehemaligen Wohnbaustadtrat verscherzt ...

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Wenn die Argumente fehlen

...dann wird aus der Hüfte geschossen - gell Herr Fellner.

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Ich mag den Pilz auch nicht,

wenngleich aus anderen Gründen als Wolfgang Fellner. Aber: dass es jetzt wirklich ans Eingemachte beim Inseratendeal mit Werner F. geht, zeigen die von Pilz beschriebenen Gegenkampagnen mit dem Ausgraben von Archivmaterial zu Peter Pilz. Mich würde nicht wundern, wenn wir demnächst die Schlagzeile lesen "Faymann wegen Burnout zurückgetreten - er wird Geschäftsführer bei einer Wohnungsgenossenschaft".

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Widerlich

Ich mag den Pilz nicht besonders, aber der Fellner ist nur Brechreiz.

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Herr Fellner versucht jetzt anzugreifen.

Herr Pilz durchhalten und nicht ernst nehmen.
Ist doch ein Zeichen, dass Sie gut gearbeitet haben.

 
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